Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Investitionen im deutschen Mittelstand
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Hendrik Schundau
- Abgabedatum: Januar 2006
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 871,2 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
- Bibliografie: ca. 58
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9991-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9991-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9991-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schundau, Hendrik Januar 2006: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Investitionen im deutschen Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wirtschaftlichkeit, IT, IT-Branche, Outsourcing, KMU
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Diplomarbeit von Hendrik Schundau
Einleitung:
Eine Umfrage der Techconsult aus dem Jahre 2003 an mittelständische Unternehmer ergab, dass mehr als 80 % der mittelständischen Unternehmer die Wirtschaftlichkeitsanalyse für Ausgaben in die IT als sehr bedeutsam ansehen, da, laut einer Studie von Gartner in der Vergangenheit rund 20 % aller IT–Ausgaben Fehlinvestitionen gewesen waren.
Hinzu kommt nach einer Studie von Zarnekow/Scheeg sinkende Gewinne der Unternehmen, steigender Wettbewerbsdruck und wirtschaftliche Stagnation die die Unternehmen verleiten mögliche IT–Investitionen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu unterziehen.
In Wirtlichkeit aber analysieren tatsächlich nur 40% der mittelständischen Unternehmen ihre Ausgaben in die IT.
Als Gründe gaben sie in der Umfrage an, dass die vorhandenen Tools meistens nur auf die Verhältnisse in den USA ausgerichtet sind da der Markt von IT-Analyse-Unternehmen von internationalen Research-Unternehmen oder IT-Anbietern beherrscht wird. Auch sind die Kosten für solch eine Analyse für mittelständische Unternehmen kaum bezahlbar. Zwar bieten auch Firmen die ihr Produkt verkaufen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen an doch sind die Objektivität der Ergebnisse mehr als fraglich. Als ein weiterer Nachteil wird gesehen dass häufig nur die Kostenseite durchleuchtet wird und weniger die qualitative Seite solch einer Investition.
In dieser Diplomarbeit werden durch die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung als Dreischritt Möglichkeiten gezeigt wie ein mittelständisches Unternehmen eine Analyse einer möglichen Investition in die IT durchführen kann. Nach mehreren Gesprächen mit Personen aus mittelständischen Unternehmen kam heraus, dass vor allem das Wechselspiel zwischen nicht monetärer und monetärer Analyse zu beachten ist.
Im ersten Kapitel der Diplomarbeit geht es um die Definition des Begriffes „IT“ und des Begriffes „Mittelstand“. Im zweiten Kapitel geht es um die „Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT Investitionen“ als Dreischritt: Erster Schritt: Überprüfung von Alternativen zu IT-Investitionen; zweiter Schritt: Abklärung der strategischen und operativen Ziele einer IT-Investition und schließlich der dritte Schritt: Analyse der Wirtschaftlichkeit einer IT-Investition an Hand der quantitativen und qualitativen Analyse.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Informationstechnik und ihr Einsatz in mittelständischen Unternehmen | 1 |
| 1.1 | Die Informationstechnik | 1 |
| 1.1.1 | Der Begriff der Informationstechnik | 1 |
| 1.1.2 | Informationstechnik: Hardware / Software | 1 |
| 1.1.3 | Informationstechnik: die Systeme | 9 |
| 1.1.4 | Informationstechnik: Dienste und Anwendungen | 13 |
| 1.2 | Der Mittelstand | 15 |
| 1.2.1 | Definition: Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU) | 15 |
| 1.2.2 | Verwendung der IT in KMUs | 16 |
| 1.2.3 | IT-Sicherheit in mittelständischen Unternehmen | 19 |
| 1.3 | Fazit | 24 |
| 2 | Wirtschaftlichkeit von IT-Investitionen | 25 |
| 2.1 | Investitionen | 25 |
| 2.1.1 | Der Begriff der Investition | 25 |
| 2.1.2 | Ziele von Investitionen | 26 |
| 2.1.3 | Durchführung von IT-Investitionen | 27 |
| 2.2 | Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Investitionenals Dreischritt | 30 |
| 2.2.1 | Erster Schritt: Überprüfung von Alternativen zu IT-Investitionen | 30 |
| 2.2.1.1 | Alternative 1: Das Beispiel „Zara“ | 30 |
| 2.2.1.2 | Alternative 2: Das Beispiel „Würth“ | 34 |
| 2.2.1.3 | Alternative 3: Das Thema Auslagerung | 34 |
| 2.2.2 | Zweiter Schritt: Abklärung der strategischen und operativen Ziele einer IT-Investition | 39 |
| 2.2.3 | Dritter Schritt: Analyse der Wirtschaftlichkeit einer IT-Investition | 42 |
| 2.2.3.1 | Der qualitative und der quantitative Aspekt der Analyse | 42 |
| 2.2.3.2 | Die Nutzwertanalyse als Instrument der qualitativen Bewertung | 46 |
| 2.2.3.3 | Die Kapitalwertmethode als Instrument der quantitativen Bewertung | 49 |
| 2.2.3.4 | Durchführung der qualitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 55 |
| 2.2.3.4.1 | Überblick über die Durchführungsschritte | 55 |
| 2.2.3.4.2 | Der Katalog von Entscheidungshilfen | 58 |
| 2.2.3.4.3 | Beispiel zur Durchführung einer qualitativen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 70 |
| 2.2.3.4.4 | Fazit der qualitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 76 |
| 2.2.3.5 | Durchführung der quantitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 77 |
| 2.2.3.5.1 | Überblick über die Durchführungsschritte | 77 |
| 2.2.3.5.2 | Einmalige Kosten bzw. Erlöse | 79 |
| 2.2.3.5.3 | Wiederkehrende Kosten bzw. Nutzen | 80 |
| 2.2.3.5.4 | Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer | 83 |
| 2.2.3.5.5 | Modellrechnung zur Durchführung einer quantitativen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 84 |
| 2.3 | Deeskalation von IT-Investitionen | 88 |
| 2.4 | Fazit | 90 |
| 3. | Literaturverzeichnis | 93 |
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Informationstechnik und ihr Einsatz in mittelständischen Unternehmen | 1 |
| 1.1 | Die Informationstechnik | 1 |
| 1.1.1 | Der Begriff der Informationstechnik | 1 |
| 1.1.2 | Informationstechnik: Hardware / Software | 1 |
| 1.1.3 | Informationstechnik: die Systeme | 9 |
| 1.1.4 | Informationstechnik: Dienste und Anwendungen | 13 |
| 1.2 | Der Mittelstand | 15 |
| 1.2.1 | Definition: Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KMU) | 15 |
| 1.2.2 | Verwendung der IT in KMUs | 16 |
| 1.2.3 | IT-Sicherheit in mittelständischen Unternehmen | 19 |
| 1.3 | Fazit | 24 |
| 2 | Wirtschaftlichkeit von IT-Investitionen | 25 |
| 2.1 | Investitionen | 25 |
| 2.1.1 | Der Begriff der Investition | 25 |
| 2.1.2 | Ziele von Investitionen | 26 |
| 2.1.3 | Durchführung von IT-Investitionen | 27 |
| 2.2 | Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Investitionenals Dreischritt | 30 |
| 2.2.1 | Erster Schritt: Überprüfung von Alternativen zu IT-Investitionen | 30 |
| 2.2.1.1 | Alternative 1: Das Beispiel „Zara“ | 30 |
| 2.2.1.2 | Alternative 2: Das Beispiel „Würth“ | 34 |
| 2.2.1.3 | Alternative 3: Das Thema Auslagerung | 34 |
| 2.2.2 | Zweiter Schritt: Abklärung der strategischen und operativen Ziele einer IT-Investition | 39 |
| 2.2.3 | Dritter Schritt: Analyse der Wirtschaftlichkeit einer IT-Investition | 42 |
| 2.2.3.1 | Der qualitative und der quantitative Aspekt der Analyse | 42 |
| 2.2.3.2 | Die Nutzwertanalyse als Instrument der qualitativen Bewertung | 46 |
| 2.2.3.3 | Die Kapitalwertmethode als Instrument der quantitativen Bewertung | 49 |
| 2.2.3.4 | Durchführung der qualitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 55 |
| 2.2.3.4.1 | Überblick über die Durchführungsschritte | 55 |
| 2.2.3.4.2 | Der Katalog von Entscheidungshilfen | 58 |
| 2.2.3.4.3 | Beispiel zur Durchführung einer qualitativen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 70 |
| 2.2.3.4.4 | Fazit der qualitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 76 |
| 2.2.3.5 | Durchführung der quantitativen Wirtschaftlichkeitsanalyse | 77 |
| 2.2.3.5.1 | Überblick über die Durchführungsschritte | 77 |
| 2.2.3.5.2 | Einmalige Kosten bzw. Erlöse | 79 |
| 2.2.3.5.3 | Wiederkehrende Kosten bzw. Nutzen | 80 |
| 2.2.3.5.4 | Bestimmung der optimalen Nutzungsdauer | 83 |
| 2.2.3.5.5 | Modellrechnung zur Durchführung einer quantitativen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 84 |
| 2.3 | Deeskalation von IT-Investitionen | 88 |
| 2.4 | Fazit | 90 |
| 3. | Literaturverzeichnis | 93 |
Textprobe:
Kapitel: 2.2.2 Abklärung der strategischen und operativen Ziele einer IT-Investition Nach der Studie von Weill/Ross sollte, bevor eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der IT- Investition durchgeführt wird, das Unternehmen Fragen zur strategischen und operativen Umsetzung der Investition beantworten können.
In der ersten der grundlegenden Fragen geht es darum, ob das Unternehmen eine klare Strategie hat, welches Problem es mit Hilfe der IT lösen möchte. Unternehmen müssen sich Ziele setzen, die es mit Hilfe der IT zu lösen gilt.
Ein Beispiel, wie solche strategischen Ziele aussehen, zeigt eine Fallstudie von SAP: Das Unternehmen „Vibracoustic“ möchte mit Hilfe von „mySAP“ folgende strategische Ziele verwirklichen:
„Optimierung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den weltweiten Standorten, Standardisierung wichtiger Prozesse zur Verkürzung der Transaktionszeiten, effizientere Nutzung vorhandener Systeme, die Verkürzung der „time to market“ von Produkten und Dienstleistungen und effiziente und breite Verfügbarkeit von individuellem Know-how und Informationen bei allen Mitarbeitern innerhalb des Unternehmens. Laut Weill/Ross ist es dann wichtig, dass das Unternehmen in Hinsicht einer IT- Investition nicht auf die Investitionen der Konkurrenz schaut, sondern die Investition auf die eigenen individuellen Bedürfnisse abstimmt.
Frage 1: „Was sind die Ziele, die das Unternehmen verfolgt? Welche IT unterstützt diese Ziele? Wie viel Geld kann das Unternehmen in die IT investieren?“ Wenn die strategischen Ziele im Unternehmen definiert worden sind, wenn erläutert wurde, mit welcher IT die Ziele umgesetzt werden sollen, und wenn das Unternehmen sich im Klaren darüber ist, welche finanziellen Aufwendungen es für die Investition aufbringen kann, dann sollte sich das Unternehmen einen Überblick verschaffen, welche IT-Projekte im Unternehmen in der Vergangenheit schon eingeführt worden sind und welche zur Zeit gerade eingeführt werden.
Sofern in letzter Zeit eine Anzahl neuer IT-Systeme eingeführt worden sind, ist es ratsam zu überprüfen, ob der Wunsch nach einem neuen IT-System überhaupt - aus der Sicht von menschlicher Ressource - umgesetzt werden kann.
„Erinnern wir uns nur an die berüchtigte Entscheidung von Hershey Foods vor vier Jahren (1999, Anmerkung des Schreibers), mehrere IT-Systeme gleichzeitig einzuführen, darunter CRM, ERP und ein Supply-Chain-Management-System. Mit dem Resultat, dass Hershey wichtigen Kunden mitten in der Halloween-Saison keine Süßigkeiten liefern konnte.Das Unternehmen hatte sich somit mit der gleichzeitigen Einführung mehrerer Systeme übernommen:
Im Durchschnitt geben die Unternehmen laut dieser Studie der Silicon GmbH nicht mehr als 10 % ihres gesamten IT-Budgets für IT-Sicherheit aus. Sicherheit bezieht sich hier auf Sicherheits- produkte, -dienstleistungen und -beratung.131 Fast jeder dritte IT-Leiter findet die IT-Kosten laut der Studie von Capgemini aus dem Jahre 2004 zu hoch und denkt daher über Auslagerung von Teilbereichen der IT oder sogar über das komplette Auslagern von Hardware oder Anwendungen nach.132 Attraktiv werden nach dieser Studie auch die so genannten Open-Source-IT-Lösungen.133 86 % der Anwender sehen in diesen Lösungen vor allem den Vorteil, dass keine Lizenzkosten bezahlt werden müssen.134 Seit längerem schon ist im Open-Source-Bereich beispielsweise als Alternative zum Betriebssystem Windows das Betriebssystem Linux im Einsatz. Als Nachteil der Open Source sehen die Befragten die Ungewissheit über die langfristige Weiterentwicklung der Software und die Nichtverfügbarkeit einer professionellen Unterstützung seitens des Herstellers der Software.135 Open Source besitzt jedoch nach [...]
Bedrohung durch „Spam“ hat zugenommen. Doch scheinen die IT-Verantwortlichen aus den Vorkommnissen der letzten Jahre gelernt zu haben, denn die durch Angriffe von Viren entstandenen Schäden sind geringer geworden. Im Vergleich zum Vorjahr mussten nur halb so viele Befragte Schäden wie Datenverlust (von 29 auf 14 Prozent), Verlust der Systemintegrität (von 10 auf 4 Prozent) oder Manipulation von Systemprogrammen und Anwendungen (von 5 beziehungsweise 4 auf 2 Prozent) melden. Grund für diese positive Entwicklung ist der Ausbau der Sicherheits-Infrastruktur. So stiegen die Ausgaben für Antivirus-Software, Firewalls, Spam-Filter und anderen Schutz laut der Studie der Silicon GmbH erheblich an.128 Die nächste Frage beschäftigt sich mit möglichen neuen Gefahren, die die Unternehmer im Bereich der IT-Sicherheit in der Zukunft sehen: Abbildung 8 (eigene Darstellung): Welche neuen Gefahren, glauben Sie, werden Sie in der nächsten Zeit beschäftigen? (Hier wurden speziell nur mittelständische Unternehmer befragt)129 [...]
Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat die Bedeutung des Business Intelligence laut der Studie von Capgemini leicht abgenommen.119 Dies bestätigt auch ein Gespräch mit Herrn Geissmann vom „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer“, kurz VDMA, welcher speziell mittelständische Betriebe in Deutschland berät.120 Vor allem im deutschen Mittelstand, so Herr Geissmann, spielt der Bereich des „BI“ zur Zeit nur eine weniger beachtete Rolle. Das Themenfeld des „BI“ ist zur Zeit eher in größeren Unternehmen ein Thema, da hier beispielsweise eine große Anzahl von Kundendaten ausgewertet werden muss. Die IT-Infrastruktur verursacht laut dieser Studie im Bereich der IT absolut gesehen die höchsten Kosten.121 Folglich bietet sie, so die Studie von Capgemini, auch die höchsten Einsparpotenziale.122 Bei der Neuinvestition von ERP-Software war in den letzten Jahren laut dieser Studie eine leichte Müdigkeit zu beobachten.123 Werden Ausgaben in ERP Software getätigt, stehen nicht mehr so stark mögliche Kostenersparnisse im Vordergrund, sondern eher die Zielsetzung, die Geschäftsprozesse mit der entsprechenden Software zu optimieren.124 [...]
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Arbeit zitieren:
Schundau, Hendrik Januar 2006: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von IT-Investitionen im deutschen Mittelstand, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wirtschaftlichkeit, IT, IT-Branche, Outsourcing, KMU



