Wirtschaftlichkeitsanalyse strategischer Allianzen des Luftverkehrs
- Art: Studienarbeit
- Autor: Tobias Poss
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 53 Seiten
- Dateigröße: 830,7 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hochschule Heilbronn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6356-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6356-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6356-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Poss, Tobias Mai 2002: Wirtschaftlichkeitsanalyse strategischer Allianzen des Luftverkehrs, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte:
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Studienarbeit von Tobias Poss
Zusammenfassung:
Wenn sich Luftverkehrsgesellschaften entschließen eine strategische Allianz zu gründen oder/und beizutreten soll dies auch mit Erfolg verbunden sein. Gegenstand dieser Arbeit wird es sein, dies anhand mehrerer Faktoren zu belegen.
Gibt es Methoden zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von strategischen Allianzen? Welche Auswirkungen hat die Partizipation an einer Allianz auf die Wirtschaftlichkeit dieser Luftverkehrsgesellschaften? Diese Arbeit soll sowohl versuchen das Potenzial einer strategischen Allianz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit ihrer Mitglieder zu identifizieren, als auch die Kosten, die vor, während und nach der Bildung der Allianz ent- und bestehen, aufzuzeigen.
Zunächst soll dem Leser zum besseren Verständnis des Begriffs „Strategische Allianz des Luftverkehrs“ die Bestandteile einzeln erläutert werden um schließlich die Komplexität, die Herkunft und Bedeutung des Begriffs ersichtlicher erscheinen zu lassen. Im Anschluss daran wird auf die Besonderheiten des Luftverkehrs hingewiesen, deren Kenntnis zu einer besseren Einordnung des Sachverhaltes führt.
Darauf folgend werden ausgewählte Methoden zur (rechnerischen) Ermittlung der Wirtschaftlichkeit ausgewiesen, um danach kurz auf die Kosten-Nutzenverteilung einzugehen. Das Hauptthema wird in der Untersuchung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch Überwindung von Zugangsbeschränkungen, über die Bildung von Synergien, die Optimierung der Streckennetze und die Möglichkeiten einer Nutzung des gemeinsamen Absatzes und Vertriebs, liegen. Im Anschluss daran werden die anfallenden Kosten einer Luftverkehrsallianz in Form von Transaktions-, Opportunitäts- und Friktionskosten theoretisch ermittelt, bevor kurz auf die in diesem Bereich aufkommenden Abstimmungsproblemen innerhalb der internationalen Allianzen eingegangen wird. Punkt 5 soll dem Leser einen Überblick über die z.Z. bestehenden, gewichtigsten Luftfahrtallianzen und deren Mitglieder geben, als auch anhand Aussagen und Tabellen belegen, in wieweit diese Form der Zusammenarbeit wirtschaftlichen Nutzen bringt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 04 | |
| Abbildungsverzeichnis | 05 | |
| Tabellenverzeichnis | 06 | |
| Kurzfassung | 07 | |
| 1. | Einleitung | 08 |
| 2. | Begriffserklärungen und Besonderheiten des Luftverkehrs | 08 |
| 2.1 | Wirtschaftlichkeit | 08 |
| 2.2 | Strategie | 09 |
| 2.3 | Allianz | 09 |
| 2.4 | Strategische Allianz des Luftverkehrs | 09 |
| 2.5 | Spezifische Charakteristika des Luftverkehrs | 10 |
| 3. | Ausgewählte Methoden zur (rechnerischen) Ermittlung der Wirtschaftlichkeit | 11 |
| 3.1 | Kennzahlen | 11 |
| 3.1.1 | Kennzahlen der leistungswirtschaftlichen Analyse | 11 |
| 3.1.2 | Kennzahlen der finanzwirtschaftlichen Analyse | 12 |
| 3.1.3 | Kennzahlen der erfolgswirtschaftlichen Analyse | 13 |
| 3.2 | Kosten-Nutzenverteilung | 14 |
| 4. | Wirtschaftliche Auswirkungen auf Luftverkehrsunternehmen innerhalb strategischer Allianzen | 16 |
| 4.1 | Wirtschaftlicher Nutzen | 16 |
| 4.1.1 | Überwindung spezifischer Zugangsbeschränkungen | 16 |
| 4.1.1.1 | Slots | 16 |
| 4.1.1.2 | Gates und Terminals | 19 |
| 4.1.1.2 | Verkehrsrechte | 19 |
| 4.1.2 | Kosten- und Synergievorteile | 20 |
| 4.1.2.1 | Treibstoff | 20 |
| 4.1.2.2 | Fluggerät | 21 |
| 4.1.2.2.1 | Abstimmung der Flugzeugflotte | 21 |
| 4.1.2.2.2 | Abstimmung der Flugzeugbeschaffung | 22 |
| 4.1.2.3 | Bodenabfertigung/Ground Service/Handling | 22 |
| 4.1.2.4 | Technik, Wartung und Instandhaltung | 23 |
| 4.1.2.5 | Finanzierung | 23 |
| 4.1.2.6 | Löhne und Gehälter | 23 |
| 4.1.2.7 | Cockpit- und Kabinenpersonal | 24 |
| 4.1.2.8 | Beschaffung/Einkauf | 24 |
| 4.1.3 | Optimierung und Erweiterung der Streckennetze | 25 |
| 4.1.3.1 | Abstimmung der Flugpläne/Strecken | 25 |
| 4.1.3.2 | Erweiterung des Flugplanangebots | 26 |
| 4.1.3.3 | Aufbau von Hub & Spoke-Systemen | 27 |
| 4.1.4 | Absatz/Vertrieb | 28 |
| 4.1.4.1 | Code-Sharing | 28 |
| 4.1.4.2 | CRS | 29 |
| 4.1.4.3 | Marktanteile | 30 |
| 4.1.4.4 | Markterschließung/Marktzugang | 30 |
| 4.1.4.5 | Schaffung von Markteintrittsbarrieren | 31 |
| 4.1.4.6 | Marketing | 31 |
| 4.1.4.6.1 | FFP | 31 |
| 4.1.4.6.2 | Werbung | 32 |
| 4.1.4.6.3 | Markenimage | 32 |
| 4.2 | Kosten der Luftverkehrsallianz | 33 |
| 4.2.1 | Transaktionskosten | 34 |
| 4.2.2 | Opportunitätskosten | 35 |
| 4.2.3 | Friktionskosten | 35 |
| 4.2.4 | Multinationale/ethnische Abstimmungsprobleme | 36 |
| 5. | Gegenüberstellung aktueller Allianzgruppierungen und Darlegung wirtschaftlicher Auswirkungen anhand Aussagen und Tabellen | 37 |
| 6. | Resümee | 41 |
| Anhangverzeichnis | 42 | |
| Literaturverzeichnis | 49 |
Knappheitssituationen erhalten und somit eine bessere Kontinuität der Versorgung ermöglichen. Auch die gegenseitige Zugriffsmöglichkeit auf entsprechende Unterlagen und Erfahrungswerte innerhalb der Allianz kann zu erheblichen Einsparungen im Zeitaufwand und zu besser fundierten Entscheidungen führen.74 4.1.3 Optimierung und Erweiterung der Streckennetze Eine Mitgliedschaft in einer Luftverkehrsallianz ermöglicht den jeweiligen Fluggesellschaften ihr bestehendes Netzwerk mit geringen Kosten zu erweitern.75 Hierdurch wird eine künstliche Netzausweitung erreicht und eine stärkere Marktpräsenz wird vorgegeben.76 Zu Beginn sollte von den beteiligten Allianzpartnern eine Bestandsaufnahme aller angeflogenen Zielorte erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass einzelne Strecken nicht isoliert betrachtet, sondern als Teilelemente eines Gesamtsystems gesehen werden, deren Wirtschaftlichkeit sich oft erst in integrativer Verbindung mit anderen Routen im Netzverbund ergibt. Auf der Grundlage der erwarteten Gesamtnachfrage bilden die Zielorte zusammen mit der gegebenen oder geplanten Flugzeugausstattung die Rahmenbedingungen für eine Flugplanabstimmung innerhalb einer strategischen Allianz.77 4.1.3.1 Abstimmung der Flugpläne/Strecken Die Abstimmung bzw. die Koordination der Flugpläne und Strecken aller Allianzpartner ist ein wesentliches Element der strategischen Allianzen im Luftverkehr. Laut Lufthansa Vorstand Jürgen Weber funktioniert das STAR-Alliance Konzept so hervorragend „weil die Mitglieder ihre Streckennetze nicht duplizieren. Sie ergänzen sie.“78 Eine vollständige Deckung der Streckennetze der Allianzpartner ist daher wenig sinnvoll, da sonst nicht ein Netz erweitert, sondern lediglich ein zweites Netz, unabhängig vom ersten, betrieben würde. Wenn sich Streckennetze der beteiligten Fluggesellschaften zu stark überlagern werden saisonale Schwankungen nicht ausgeglichen, sondern Überkapazitäten geschaffen.79 Wenn [...]
berichtet, dass die zwischenzeitlich bankrott gegangene belgische Fluggesellschaft Sabena die Verträge ihrer Piloten in der Schweiz bei Swissair abschloss, um die in Belgien vorherrschenden hohen Sozialabgaben zu umgehen. Zusätzlich wurden auch Flugbegleiter aus der Schweiz eingesetzt. Diese Angestellten wurden nicht dazu gezwungen in die Schweiz zu ziehen, aber ihre Verträge wurden dort ausgestellt und die abzuführenden Steuern wurden auch in der Schweiz bezahlt.69 4.1.2.7 Cockpit- und Kabinenpersonal Die Untersuchung der Funktion Personal kann in Ausbildung, Training und Beschäftigung unterteilt werden. Beim Training von Luftverkehrspersonal kann davon ausgegangen werden, dass Größenvorteile vorliegen. Ausbildungsstätten und Lehrpersonal stellen erhebliche Fixkosten dar.70 Ausbildungsstätten und die dafür benötigten Infrastruktureinrichtungen können innerhalb der Luftverkehrsallianz gemeinsam genutzt und betrieben werden. So kann z.B. Flugsimulatortechnologie erstens gemeinsam beschafft und schließlich gemeinschaftlich genutzt werden. Zum einen wird das Investitionsvolumen reduziert, zum anderen kann durch gemeinsame Planung der Nutzungszeiten eine hohe Auslastung der technischen Kapazität erreicht und die anfallenden Kosten auf eine größere Zahl von Nutzern verteilt werden.71 Bei zunehmender Auslastung sinken somit die Durchschnittskosten der Ausbildung pro Arbeitnehmer. Ferner steht dem jeweiligen Allianzmitglied zusätzlich Personal zur Verfügung, falls unerwartet Engpässe auftreten sollten.72 4.1.2.8 Beschaffung/Einkauf Für ein oder mehrere Beschaffungsobjekte kann innerhalb der Allianz eine zentrale Einkaufsstelle gebildet werden. Die Allianzpartner können dorthin die jeweils besten und erfahrensten Einkäufer der einzelnen Airlines entsenden, und es entsteht eine zentrale Instanz, die als „expert-buyer“ innerhalb der Allianz fungieren kann.73 Ein weiterer Vorteil der zusammengeführten Beschaffung ist die gemeinsame Sicherung der Bezugsquellen für die Allianz. Durch das besondere Gewicht können bei Lieferanten [...]
Kosteneinsparpotentiale innerhalb einer Allianz liegen hier im Bereich der optimalen vorhandener technischer Kapazitäten reduzierter Bevorratungsbedarf an Ersatzteilen. So kann sich z.B. ein Partner auf die Spezialisierung eines bestimmten Flugzeugtyps festlegen und die Wartung für alle gleichen Flugzeugmodelle der Mitglieder durchführen.64 Bündeln die einzelnen Allianzmitglieder ihre Wartungsaufträge so kann gemeinschaftlich an einem Flughafen, an einem zentralen Ort (evtl. ein Hub der Allianz) die Wartung und Instandhaltung betrieben werden.65 4.1.2.5 Finanzierung Bei der Beschaffung von finanziellen Mitteln kann sich die Allianz als vorteilhaft erweisen. Die Allianzmitglieder können eine Art „Kreditgarantie-Gemeinschaft“ bilden, woraus Zinsvorteile entstehen können, da sich für den Kapitalgeber durch Bürgschaften und zusätzliche Sicherheiten das Risiko mindert. Im Idealfall können Finanzierungskosten ganz vermieden oder zumindest minimiert werden, wenn die Partnerunternehmen vorhandene und freie finanzielle Mittel untereinander austauschen oder zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellen.66 4.1.2.6 Löhne und Gehälter Lohnkosten verursachen etwa ein Drittel der Betriebskosten und bilden gleichzeitig den wichtigsten beeinflussbarsten Input einer Fluggesellschaft.67 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832463564
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Poss, Tobias Mai 2002: Wirtschaftlichkeitsanalyse strategischer Allianzen des Luftverkehrs, Hamburg: Diplomica Verlag
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