Wirtschaftlichkeit verschiedener Außenwand- und Baukonstruktionen hinsichtlich Baukosten und Wohnflächen sowie Wärme- und Schallschutz
Am Beispiel eines Reihenendhauses
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Frank Weber
- Abgabedatum: November 1997
- Umfang: 101 Seiten
- Dateigröße: 3,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Gießen-Friedberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1756-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1756-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1756-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Weber, Frank November 1997: Wirtschaftlichkeit verschiedener Außenwand- und Baukonstruktionen hinsichtlich Baukosten und Wohnflächen sowie Wärme- und Schallschutz, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Baustoffe, Wärmeschutz, Ökologisches Bauen
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Diplomarbeit von Frank Weber
Einleitung:
Wirtschaftlichkeit ist definiert als das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag. Wirtschaftliches Handeln bedeutet also, dieses Verhältnis so günstig, wie irgend möglich, zu gestalten. Diese kann nach dem Maximal- oder dem Minimalprinzip geschehen, das heißt: Wirtschaftliches Handeln kann sowohl darauf ausgerichtet sein, einen größtmöglichen Ertrag bei vorgegebenem Aufwand als auch einen vorgegebenen Ertrag bei geringstmöglichem Aufwand zu erreichen.
Ein solcher Ertrag eines Eigenheimes können Mieteinnahmen sein, wie zum Beispiel bei Vermietung einer Einliegerwohnung. Für Gewerbetreibende ist es möglich und empfehlenswert, für gewerblich genutzte Räume eine sog. kalkulatorische Miete in Ansatz zu bringen.
Ein weiterer Ertrag eines Eigenheimes ist sein Wohnwert, nicht zu verwechseln mit dem Verkehrswert.
Der Wohnwert wird maßgeblich beeinflußt durch die Wahl des Grundrisses und dessen Anpassung an die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten der Bewohner sowie durch die klimatischen Verhältnisse im Haus, die aber ihrerseits abhängig sind von feuchte-, schall- und wärmetechnischen Eigenschaften der verwendeten Baustoffe und deren Verarbeitung. Auch die Ästhetik spielt hier eine Rolle.
Der Ertrag Wohnwert kann auch beeinflußt werden durch technische Gebäudeausstattungen wie Bus-Systeme (Insta-Bus), automatische Be- und Entlüftung, Holzöfen jeglicher Art, Solartechnik zur Strom- und Wärmegewinnung, Whirlpool, Sauna, Regenwassernutzung und manche andere zusätzliche bauliche Einrichtungen, die jedoch zuerst als Aufwand und Kosten zu Buche schlagen.
Die Aufwendungen für ein Eigenheim setzen sich dann auch zusammen aus der einmaligen Investition, die in Form der jährlichen Kapitalkosten in die Wirtschaftlichkeitsberechnung miteingeht sowie den jährlich anfallenden Betriebskosten, wie zum Beispiel Heizung und Instandhaltung.
Auch steuerliche Aufwendungen sind miteinzubeziehen, da Investitionskosten aktivierungsfähig sind. Betriebskosten werden dagegen in dem Jahr abgesetzt, in dem sie entstehen.
Damit wirkt sich die Steuergesetzgebung auch auf die Wirtschaftlichkeit von Immobilien und Eigenheimen aus, auf Ertrag und Aufwendungen des Bauherren.
Somit ist die Wirtschaftlichkeit von Immobilien nicht nur für Häuslebauer interessant, ob als Selbstbewohner oder als Vermieter, sondern auch für den Staat.
Tatsächlich ist auch für die Benutzer und Bauherren eines Hauses diejenige Außenwand- oder Hauskonstruktion wirtschaftlich am interessantesten, bei der die jährlichen Kosten wie Abtrag bzw. Kaltmiete sowie Heiz- und Nebenkosten minimal werden.
Hier beginnt eine bisher zu oft vernachlässigte Aufgabe für die Beteiligten am Bau, nämlich die des Bauteams. Gemeinsam mit dem Bauherren und seinem Architekten sitzen Tragwerksplaner, Haustechniker, Bauphysiker und Bauunternehmer an einem Tisch.
An diesem runden Tisch berät das Bauteam, wie jedem Ressort eines jeden Spezialisten im Team am besten entsprochen werden kann, sei es die Tragwerksoptimierung, die Kostenreduzierung, die sich von allein einstellen wird, die Grundriß- oder Geschoßaufteilung und manches andere mehr.
Diese Beratung kann sehr wohl anfangs durch einen einzigen geschehen, z.B. den Architekten, allerdings sollten alsbald die anderen Fachleute mit hinzugezogen werden.
Oftmals werden vielen Bauherren und jungen Baufamilien wertvolle Beratungen und Entscheidungshilfen vorenthalten, sei es, daß Fachleute nicht kompetent oder willens sind, ihre Kunden ausführlich zu informieren und sachlich und umfassend zu beraten, oder weil es natürlich viel einfacher ist, unter einem seriösen Deckmäntelchen scheinbarer fachlicher Autorität zu behaupten, das werde schon immer so gemacht und überhaupt sei das und nichts anderes die beste Lösung. Meistens ist es die einzig bekannte Bauart und bei weitem nicht die beste, aber natürlich die bequemste.
Manche Beratung kann möglicherweise nicht stattfinden, weil die notwendigen Vergleiche fehlen, weil Informationen fehlen über einzelne Baumaterialien und deren Eigenschaften.
In der vorliegenden Arbeit ist versucht worden, solche Vergleiche zu schaffen, sicherlich nicht zum ersten, aber auch nicht zum letztenmal.
Es soll im folgenden am Beispiel bzw. Grundriß eines Reihenendhauses die in der Überschrift genannte Wirtschaftlichkeit verschiedener Haus- und Wandkonstruktionen untersucht werden hinsichtlich der Wohnfläche, der Baukosten sowie des Wärme- und Schallschutzes.
Zu diesem Grundriß wurden zunächst einmal Angebote erbeten von den 36 Mitgliedsfirmen des Deutschen Fertigbauverbandes. Eine genaue Aufzählung ist derzeit nicht möglich, da die aktuelle Liste der Mitgliedsfirmen des Deutschen Fertigbau Verbandes derzeit nicht vorliegt.
Außerdem wurden Angebote erbeten von folgenden Massivbaufirmen: Fuchs, Reiskichen; Hebel, Wetzlar; Helm, Wetzlar, Menzel, Stadtallendorf; Weber, Lahntal sowie die KLB-Bauherrenberatung in Ebsdorf.
(Hinweis: Nicht alle der befragten Unternehmen haben auch Angebote abgegeben. In der Arbeit werden daher nur die beim Verfasser eingegangenen Angebote verglichen.) Die angebotenen Häuser sollen als mögliche Hauskonstruktionen im Eigenheimbau ebenso in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Vergleiche eingehen wie einige Außenwandkonstruktionen in verschiedenen Mauerwerksausführungen, die einmal gegenübergestellt werden sollten. Auf die verschiedenen Mauerwerke wird unten eingegangen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung und Problemstellung | 1 |
| 2. | Grundrisse und Ansichten | 4 |
| 3. | Baustoffe, Herstellung der Baustoffe und Bauweisen | 8 |
| 4. | Berechnung der Wohnflächen | 16 |
| 5. | Wärmeschutznachweise | 30 |
| 6. | Einzel- und Einheitspreise | 50 |
| 7. | Rohbau- und Gesamtkosten | 57 |
| 8. | Vergleich der Baukosten | 61 |
| 9. | Vergleiche der schallschutztechnischen Eigenschaften | 63 |
| 10. | Zusammenstellung und Vergleiche | 64 |
| 11. | Was kostet der Keller und muß er sein? | 66 |
| 12. | Eine Zusammenfassung - Massivbau | 8 9 |
| 13. | Der Fertigbau | 91 |
| Literaturverzeichnis | 93 | |
| Erklärung | 96 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832417567
Arbeit zitieren:
Weber, Frank November 1997: Wirtschaftlichkeit verschiedener Außenwand- und Baukonstruktionen hinsichtlich Baukosten und Wohnflächen sowie Wärme- und Schallschutz, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Baustoffe, Wärmeschutz, Ökologisches Bauen



