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Wirtschaft meets Sport

Analyse einer Sponsoringrelation und dessen Wirkungen am Beispiel des Halbleiterherstellers Micronas GmbH und des Profifußballclubs SC Freiburg

Wirtschaft meets Sport
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Schätzle
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 2,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Villingen-Schwenningen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7794-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7794-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7794-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schätzle, Andreas Juni 2003: Wirtschaft meets Sport, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Werbeerfolgskontrolle, Sponsoring, Sportmarketing, Sportsponsoring

Diplomarbeit von Andreas Schätzle

Einleitung:

„Ohne Sponsoring wäre unsere Welt um viele Errungenschaften, um manche Entdeckung und um sehr viel Spaß und Lebensqualität ärmer“. So sehen es die Befürworter des Sponsorings. Doch nicht nur Fach-Autoren und Kenner der Branche sehen Sponsoring als ein positives Kommunikationselement, auch die Akzeptanz in der Bevölkerung zu diesem below-the-line Instrument ist sehr hoch. Laut CIA Mediahaus-Studie „TV-Sensor“ liegt Sponsoring als Werbeform bei den 14-49-Jährigen mit 80 Prozent auf Platz 1 (Bortolozzi Dubach, E. / Frey, H.1997: „Sponsoring“, S.13). Dieses Bekenntnis der Bevölkerung zum Sponsoring ermöglicht den Unternehmen ihre Aktivitäten in diesem Bereich zu rechtfertigen.

Gerade Wirtschaft und Sport haben aufgrund der rasanten Entwicklung des Kommunikationsinstrumentes Sponsoring in den letzten Jahren zunehmende Überschneidungspunkte gefunden. Insbesondere im Bereich des Leistungsportes sind hohe monetäre Aufwendungen von Seiten der Wirtschaft Grundvoraussetzung für Professionalität. Doch wie kam dies zustande? Aus welchem Grund engagieren sich Firmen im Sport? Nützt Sponsoring den Firmen überhaupt? Wie lässt sich dieser Nutzen messen bzw. lässt er sich überhaupt messen? Diese und weitere Fragen treten in diesem Zusammenhang auf, ob und in welcher Form sie im Rahmen dieser Diplomarbeit beantwortet werden, wird Ihnen im folgenden Kapitel dargelegt.

Problemstellung:

Wie bereits erwähnt ist die Grundeinstellung der Bevölkerung zum Sponsoring durchweg als positiv zu sehen. Das bedeutet jedoch nicht umgehend, dass Sponsoring auch so wirkt wie Unternehmen es sich erhoffen und ob die selbst gesteckten Sponsoringziele auch erreicht werden.

Doch gerade die Grundakzeptanz des Sponsorings verleitet viele Unternehmen dazu, Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ zu treffen. Dazu kommt, die Eventualität, dass der Vorstand oder einzelne Personen mit Entscheidungsmacht Sympathisanten von bestimmten Sportvereinen sind, bestimmte Künste unterstützen möchten oder ihr soziales Bewusstsein mit in Entscheidungen für oder gegen Sponsoringmaßnahmen einbringen und so auf eine wissenschaftlich begründete Untersuchung der Sponsoringmaßnahmen verzichten. Diese Problematik ist Gegenstand vorliegender Diplomarbeit. Dazu wird ein bestehendes Sponsoringverhältnis zwischen dem Halbleiterhersteller, der Micronas GmbH und dem Profifußballclub, dem SC Freiburg, anhand wissenschaftlicher Methoden, näher beleuchtet. Diese Verbindung steht am Endes ihres ersten Jahres. Vor Beginn des Sponsoringengagements erfolgte keine Ex-ante Untersuchung, somit wird diese Arbeit aus der Ex-post Betrachtung aufgezogen.

Zielsetzung vorliegender Arbeit ist es aus dieser Betrachtung heraus eine wissenschaftliche Beurteilung zu treffen, dadurch generell für Sponsoring-Kontrollen zu sensibilisieren und für die Durchführung weiterer Kontrollen zu appellieren.

Bevor jedoch auf die angeführte Sponsoringverbindung eingegangen wird, folgt im anschließenden Kapitel ein Blick auf die Grundzüge des Sponsorings, welches die Entstehung und Darlegung bestehender Definitionen und der Charakteristik des Sponsorings beinhaltet.

In Kapitel 3 erfolgt dann die Spezialisierung auf den Bereich Sportsponsoring. Innerhalb dieses Kapitels werden dann mögliche Einsatzgebiete im Bereich Sport vorgestellt, dabei wird ausschließlich nur auf die Struktur der Sponsoringform und nicht auf einzelne Sportarten eingegangen, was sich in der enormen Anzahl sponsoringfähiger Sportarten begründet. Die Darlegung von Sponsoringzielen und die Thematik der Wirkungsforschung stellen weitere Kapitel innerhalb der theoretischen Betrachtung des Sportsponsoring dar.

Im Anschluss daran erfolgt dann der Transfer auf obengenannte Sponsoringrelation. Im Rahmen dessen wird Ihnen sowohl der Sponsor, die Micronas GmbH, wie auch der Gesponserte, der SC Freiburg, vorgestellt.

Die im theoretischen Teil erwähnten Ziele werden in Kap.4.2 dann auf die angestrebten Ziele der Micronas GmbH projiziert, für die Micronas nicht realisierbare, finden dabei jedoch keine Verwendung. Genauso verhält es sich dann in der praktischen Wirkungsforschung, dort erfolgt eine Auswahl der durchführbaren Wirkungsmessungen, welche in Form eines Recalltests als Felduntersuchung durchgeführt wird. Darüber hinaus wird das Medium Fernsehen in die Wirkungsuntersuchung miteinbezogen. Dies erfolgt anhand einer Kontaktzahlenberechnung sowie eines Stoppuhrtests, welcher die Sichtbarkeit der von der Micronas GmbH geschalteten Bande1 im Dreisamstadion, dem Heimstadion des SC Freiburg, zum Inhalt hat. Im Anschluss dessen wird der derzeitige Sponsoringumfang anhand der Ergebnisse vorangehender Untersuchungen bewertet.

Abschließend erfolgt dann ein Ausblick auf zukünftige Sponsoringmöglichkeiten, im Bezug auf einen eventuellen Ausbau des analysierten Sponsoringengagements und eine kurze Nennung anderen Aktivitäten der Micronas GmbH im Bereich Sponsoring.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
0. ABSTRACT IV
0.1 ABSTRACT –DEUTSCH IV
0.2 ABSTRACT –ENGLISH IV
1. WIRTSCHAFT MEETS SPORT 1
1.1 HINTERGRUND DIESER ARBEIT 1
1.2 PROBLEMSTELLUNG, THEMENABGRENZUNG UND ZIELSETZUNG 1
2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN DES SPONSORINGS 3
2.1 URSPRUNG DES SPONSORINGS UND ABGRENZUNG HISTORISCHER BEGRIFFLICHKEITEN 3
2.2 DEFINITION UND CHARAKTERISTIK DES BEGRIFFS SPONSORING 5
3. ANALYSE DES SPORTSPONSORINGS ALS SEGMENT DES SPONSORINGS 7
3.1 AUSZUG MÖGLICHER ERSCHEINUNGSFORMEN DES SPORTSPONSORINGS 7
3.1.1 Einzelsportler 7
3.1.2 Vereinsmannschaften 8
3.1.3 Verbandsmannschaften 8
3.1.4 Sportveranstaltungen 9
3.2 ZIELE DES SPORTSPONSORINGS IN DER THEORIE 10
3.2.1 Steigerung der Bekanntheit einer Marke oder eines Unternehmens 10
3.2.2 Imagesteigerung einer Marke oder eines Unternehmens 10
3.2.3 Kontaktpflege zu externen Geschäftspartnern - Goodwillschaffung und Hospitality 11
3.2.4 Motivation der Mitarbeiter 12
3.3 SPONSORINGWIRKUNGSFORSCHUNG IN DER THEORIE 13
3.3.1 Wirkungsmessungen 13
3.3.1.1 Ausgewählte Verfahren zur Wahrnehmungsmessung 13
3.3.1.2 Ausgewählte Verfahren zur Erinnerungsmessung 14
3.3.1.3 Ausgewählte Verfahren zur Einstellungsmessung 15
3.3.1.4 Ermittlung von Kontaktzahlen / Presseresonanz und Medienpräsenz 17
3.3.2 Kritische Würdigung von Sponsoring-Wirkungsmessungen 18
4. ANALYSE EINES SPONSORINGENGAGEMENTS 20
4.1 VORSTELLUNG DER SPONSORINGPARTNER 20
4.1.1 Kurzportrait des Sponsors (Micronas GmbH) 20
4.1.2 Kurzportrait des Gesponserten (SC Freiburg) 21
4.1.2.1 Warum SC Freiburg? 22
4.1.2.2 Warum Fußball? 22
4.2 ANGESTREBTE ZIELE DER MICRONAS GMBH DURCH DAS SPORTSPONSORING 23
4.2.1 Steigerung des Bekanntheitsgrades 23
4.2.2 Mitarbeitergewinnung 23
4.2.3 Motivation der Mitarbeiter 24
4.2.4 Standortbekenntnis/Darstellung der regionalen Verbundenheit 25
4.2.5 Imageaufbau/-pflege / Goodwillschaffung 26
4.3 SPONSORINGWIRKUNGSFORSCHUNG IN DER PRAXIS 26
4.3.1 Durchführung von Erinnerungsmessungen 26
4.3.1.1 Auswahl der Messmethode 27
4.3.1.2 Entwurf eines Fragebogens 28
4.3.1.3 Auswertung, Analyse und Interpretation der Erinnerungsmessungen 30
4.3.2 Berechnung von Kontaktzahlen und Medienanalyse 33
4.3.2.1 Messung des direktes Publikums 33
4.3.2.2 Messung des indirekten Publikums 36
4.3.3 Untersuchung der Bandenwerbungssichtbarkeit – Stoppuhrtest 37
5. BEWERTUNG DES DERZEITIGEN SPONSORINGUMFANGES 39
6. AUSBLICK AUF ZUKÜNFTIGE SPONSORINGMÖGLICHKEITEN 44
7. ANHANG I
SPONSORINGARCHITEKTUR DES SC FREIBURG I
„BANDENWERBUNG IM DREISAMSTADION“ II
ENTWICKLUNG DES SPONSORINGMARKTES III
„PARTNER DES DFB“ III
„PARTNER DES DEUTSCHEN TENNIS BUNDES“ III
SPONSORINGVERTRAG SC FREIBURG – MICRONAS GMBH VI
„IMAGE DES SC FREIBURG“ XII
„MANAGEMENT-BEWERTUNG DES SC FREIBURG“ XIII
„JUNG, DYNAMISCH, GLAUBWÜRDIG“ XIV
„MEDIENPOTENZIAL DES SC FREIBURG“ XV
„ON- AIR PRÄSENZ“ XVI
„DEMOGRAPHIE DREISAMSTADION - SCHULABSCHLUSS“ XVII
„DEMOGRAPHIE DREISAMSTADION – BERUF“ XVIII
MITARBEITERUMFRAGE XIX
SPONSORINGKONTROLLE IN ZAHLEN XX
RECALL-FRAGEBOGEN XXI
RECALL-AUSWERTUNG XXV
Tribünenverteilung XXV
Besucherhäufigkeit XXV
Sponsorranking unaided – ex ante XXVII
Sponsorranking unaided – ex post XXVIII
Bandenranking unaided – ex ante XXIX
Bandenranking unaided – ex post XXX
Sponsorranking aided – ex ante XXXI
Sponsorranking aided – ex post XXXI
Bandenranking aided – ex ante XXXII
Bandenranking aided – ex post XXXII
Einstellung zum Sponsoring XXXIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Gegenstand des Unternehmens ist die erfolgreiche Entwicklung, Herstellung, und Vermarktung von Mikrochip- Systemlösungen. Es werden ICs (Integrated circuits) Integrierte Schaltungen und Sensoren (Halls) für die Bereiche Unterhaltungselektronik, Multimedia und Automobilelektronik hergestellt. Micronas-ICs finden insbesondere Verwendung in der Automobilindustrie (Dashboard-Controller) und in der Unterhaltungselektronik zur Aufbereitung von Stereosound in Fernseh- und Videogeräten (Multi-Sound-Prozessoren). Außerdem ermöglichen die Produkte Mehrkanalton-Features (Dolby Surround und Virtual Dolby Surround), weltweiten Rundfunkempfang via Satellit in digitaler Qualität (World Space Project) und Musik aus dem Internet (MP3-Hardware). Die Geschäftsleitung hat ihren Sitz in Zürich, das operative Zentrum befindet sich allerdings in Freiburg. Hier sind Forschung, Entwicklung und Produktion angesiedelt. Zudem geht die Koordination der Vertriebs- und Marketingaktivitäten von Freiburg aus. Weitere Standorte der Micronas Gruppe finden sich in München, Nürnberg und Villach (Österreich). Um die Kundennähe zu optimieren und technische Unterstützung und Service vor Ort zu bieten unterhält Micronas mehrere Verkaufsstellen in Asien (China, Japan, Korea, Malaysia, Taiwan und Singapur), in Europa (Deutschland, Italien, Großbritannien) und in den USA. Ein Exportanteil von 70% ist Ausdruck für die weltweite Präsenz der Micronas. Ihre Aktien sind an der SWX Swiss Exchange sowie am Frankfurter Neuen Markt, der seit einer Indizeneuordnunng im April 2003 als TecDax geführt wird, notiert. [...]

„Die Ermittlung des Werbenutzens des Sponsoring kann zu einem nicht anstrebenswerten Vergleich mit anderen Kommunikationsinstrumenten führen, ..., da mit diesem Instrument andere Kommunikationszielen verfolgt werden, als mit der klassischen Werbung“50. „Es ist ebenso wenig sinnvoll, den Tausender-Kontaktpreis, wie von Bruhn51 vorgeschlagen als quantifizierten Nutzen in eine Kosten-Nutzen-Analyse einer Sponsoring-Maßnahme eingehen zu lassen52. Diese Kritiken einiger Sponsoring-Autoren sind ohne Frage nützlich um sich von der Naivität zu lösen, alles und jenes quantifizierbar machen zu können. Dennoch muss genau diesen Autoren vorgeworfen werden, zu eingeschränkt die Wirkungsuntersuchung anzugehen. Denn wenn auch nicht jede Wirkungsbetrachtung hundertprozentig hieb und stichfest zu sein scheint, so sind mit Sicherheit aus jedem Werkzeug ein Teil von interessanten Erkenntnissen zu ziehen. Die Kritiken gegenüber der einzelnen Messinstrumente sind kaum erforscht und kaum anerkannt. Was jedoch weitgehend Anerkennung findet sind generelle Probleme, die bei der Sponsoringwirkungsmessung nicht von der Hand zu weisen sind. Dabei wird mehrheitlich auf eine fehlenden Exaktheit der Wirkungsmessungen aufgrund diverser Probleme verwiesen. Interdependenzprobleme, Zuordnungsprobleme, Ausstrahlungseffekte und externe Störeinflüsse sind in diesem Zusammenhang zu erwähnende Schlagworte, wie folgend als Graphik dargestellt. [...]

Im Prinzip handelt es sich jedoch bei allen Autoren um dieselben Untersuchungen, der Messung der Besucherzahlen von Sportveranstaltungen, der Betrachtung der PrintmedienReichweiten und als drittem Untersuchungsfeld dem Einbezug der Fernseheinschaltquoten, inklusive der Messung der Übertragungsdauer und Namensschriftzugsichtbarkeit des Sponsors48. Die Besucher von Sportveranstaltungen kann man als direktes Publikum bezeichnen, sie nehmen als unmittelbarer Zuschauer an der Veranstaltung teil. Da der Großteil der Sportereignisse Eintritt kosten, kann aufgrund der verkauften Eintrittskarten eine einfache Zählung der Besucher erfolgen. In dieser Arbeit wurde schon des öfteren der Multiplikatoreffekt der Medien genannt, ebendiese Präsenz der Medien führt, über die Messung des direkten Publikums hinaus, zur Notwendigkeit der Ermittlung des indirekten Publikums. Das indirekte Publikum partizipiert zwar nicht vor Ort an der Sportveranstaltung, wird aber über die Medien in das Geschehen involviert und „... ist aufgrund seiner Größe für die [...]

Arbeit zitieren:
Schätzle, Andreas Juni 2003: Wirtschaft meets Sport, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Werbeerfolgskontrolle, Sponsoring, Sportmarketing, Sportsponsoring

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