Wettbewerbsvorteile durch optimale Kundenbindung (CRM)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Carsten Schulz
- Abgabedatum: Juli 2003
- Umfang: 84 Seiten
- Dateigröße: 607,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8620-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8620-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8620-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schulz, Carsten Juli 2003: Wettbewerbsvorteile durch optimale Kundenbindung (CRM), Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketing, Kundenbeziehung, Marktforschung, IT Dienstleister, Kundenbefragung
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Diplomarbeit von Carsten Schulz
Einleitung:
Für einen Fischer, der nicht weiß wo sein Hafen liegt, ist jeder Wind der Falsche.
Die Motivation zur Entstehung des Diplomarbeitsthemas ergab sich aus beobachteten Defiziten bei der Zufriedenheit von Kunden mit ihrem Dienstleister bzw. aus dem Betrachten verschiedener Kriterien der Bindung zwischen Kunde und Dienstleister. Der Themenkomplex „Kundenzufriedenheit“ hat zwar in den letzten Jahren in der wissenschaftlichen Diskussion zunehmend an Bedeutung gewonnen, jedoch klaffen Theorie und Praxis wie so oft weit auseinander. In nahezu jeder Firma hört man die Schlagwörter CRM, Kundenzufriedenheit, „dem Kundenbedürfnis angepasst“ etc. Doch viel zu oft wird der CRM-Gedanke unterschätzt und nur halbherzig umgesetzt. CRM kann aber nicht als ein Teilzeitprojekt angesehen werden. Kehl/Rudolph sagen dazu: „Der Versuch, CRM-Projekte mit einem unzureichenden zeitlichen Engagement zu fahren, führt nicht zu einem Teilzeit-Ergebnis, sondern zu keinem Ergebnis.“ Sein Unternehmen auf den Kunden auszurichten, dessen Bedürfnisse optimal zu befriedigen, zufriedene Kunden zu haben und zeitgleich auch noch profitabel zu sein kann keine CRM-Software leisten. Erst wenn CRM als eine Geschäftsphilosophie verstanden wird, die von allen Ebenen einer Unternehmung umgesetzt wird, kann von einem Wettbewerbsvorteil durch die Kundenbindung gesprochen werden.
Insb. Unternehmen aus dem B2B Bereich wie bsw. die Firma XXX sehen sich dabei i.d.R. einer äußerst heterogenen Käufergruppe gegenüber, deren Ansprüche sich hinsichtlich der Art und des Ausmaßes stark unterscheiden. Zum einen soll diese Arbeit eine Argumentationsgrundlage für die stärkere Beachtung des CRM-Gedankens darstellen und zum anderen soll die Zufriedenheit des Kunden XXX AG durch eine empirische primär Erhebung analysiert werden. Je besser ein Unternehmen seine Kunden kennt, desto effektiver kann es dessen Erwartungen gerecht werden. Das Ziel des Unternehmens muss es dabei sein, den Kunden insb. dort zufrieden zustellen, wo dieser die Leistung des Unternehmens mit einer entsprechenden Loyalität honoriert. Den „one best way“ gibt es hier leider nicht. Doch besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass eine annähernd valide Einschätzung der Kundenzufriedenheit nur auf der Grundlage einer Kundenbefragung gewonnen werden kann.
Im Rahmen des Studienganges Wirtschaft der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin (FHW Berlin) ist im achten Semester eine Diplomarbeit zu erstellen. Der dafür vorgesehene Zeitraum dieser Arbeit beträgt drei Monate und beginnt mit der Unterzeichnung des von der FHW Berlin ausgegebenen Aufgabenblattes.
Ein effizientes Customer Relationship Management (CRM) kann Kundenbedürfnisse schneller erkennen, besser kategorisieren und gezielter befriedigen und dem Unternehmen dadurch zu strategischen Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz verhelfen.
Das sogenannte „Herzstück“ der Arbeit bildet eine empirische Primär- Marktforschungsstudie, die die Kundenzufriedenheit bei einem XXX Managed Services Kunden, der XXX AG, überprüft.
Vor diesem Hintergrund sind im Rahmen der Diplomarbeit folgende zwei Teilaufgaben zu bearbeiten:
Teil A: Theoretische Grundlagen Was versteht man unter strategischen Wettbewerbsvorteilen und dem Customer Relationship Management und wie lässt es sich zur Erreichung einer besseren Wettbewerbsposition einsetzen?
Teil B: Primär Marktforschungsstudie „Kundenzufriedenheit“ Wie misst man Kundenzufriedenheit?
Aufbau, Durchführung und Analyse der Befragung Folgende Ziele werden durch diese Arbeit angestrebt:
Herausstellung der besonderen Bedeutung strategischer Wettbewerbsvorteile Darstellung der Kundenzufriedenheit und dessen Bedeutung für das unternehmerische Zielsystem Die Bedeutung des „Customizing“ im Rahmen des CRM Die komprimierte Darstellung des Aufbaus von Wettbewerbsvorteilen durch den Einsatz von CRM Konzeption und Durchführung einer empirischen Primär- Kundenzufriedenheitsanalyse für die Firma XXX Als langjähriger studentischer Mitarbeiter des IT Dienstleisters XXX hatte der Autor die Möglichkeit, dort seine Diplomarbeit zum Thema CRM mit einer empirischen Primär-Marktforschungsstudie beim Kunden XXX AG zu verknüpfen. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Bedeutung des CRM-Gedankens für den Unternehmenserfolg am Markt/Kunden zu zeigen. Sie soll eine Argumentationsgrundlage für eine auf den Kunden gerichtete Unternehmensführung darstellen.
Dabei soll auf eine zu technische Darstellung der CRM Implementierung verzichtet werden. Ferner soll sie Informationen über die Kundenzufriedenheit des XXX Geschäftsbereiches Managed Service und dessen Bewertung hinsichtlich der Unternehmensleistung bringen. So stellt die Durchführung dieser Analyse keinen Selbstzweck dar, vielmehr soll sie zur Erkennung von Schwachstellen bei der Kundenzufriedenheit beitragen, um so nachhaltig die Kundenzufriedenheit zu steigern.
Inhaltsverzeichnis:
| Einführung | I | |
| Aufgabenstellung | III | |
| Erklärung | V | |
| Inhalt | VI | |
| Abbildungsverzeichnis | VIII | |
| Tabellenverzeichnis | IX | |
| Abkürzungsverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Hintergrund | 1 |
| 1.2 | Ziel | 2 |
| Teil A. | Theoretischer Teil | |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Strategie | 3 |
| 2.2 | Strategischer Wettbewerbsvorteil | 4 |
| 2.3 | Kundenbindung | 6 |
| 2.4 | Customer Relationship Management (CRM) | 7 |
| 3 | Die Bedeutung der Kundenbindung | 8 |
| 3.1 | Kundenzufriedenheit als Bestandteil des unternehmerischen Zielsystems | 8 |
| 3.2 | Von der Produktions- zur Marketingorientierung | 8 |
| 3.3 | Basisaspekte der Kundenbindung | 14 |
| 3.3.1 | Stammkundensicherung | 14 |
| 3.3.2 | Supply Chain | 16 |
| 3.3.3 | Kundenkontaktkette | 17 |
| 3.3.4 | Viral-Marketing | 18 |
| 4. | Customer Relationship Management | 20 |
| 4.1 | Ziel des CRM | 20 |
| 4.2 | Individuelle Maßfertigung – Customizing | 21 |
| 4.2.1 | Kundenlebenszyklus-Analyse | 22 |
| 4.2.2 | Kundenportfolio-Analyse | 24 |
| 4.2.3 | ABC-Analyse | 25 |
| 4.2.4 | Kundenkapitalwert | 26 |
| 4.3 | Wettbewerbsrelevante Potentiale des CRM | 26 |
| 4.4 | Die Rolle der Unternehmensführung im Rahmen des CRM | 30 |
| Teil B. | Praktischer Teil | |
| 5. | Messung der Kundenzufriedenheit | 32 |
| 5.1 | Ansätze zur Messung der Kundenzufriedenheit | 32 |
| 5.1.1 | Objektive und subjektive Messung | 33 |
| 5.1.2 | Merkmals- und ereignisorientierte Messung | 33 |
| 5.2 | Vor- und Nachteile der möglichen Erhebungsmethoden | 35 |
| 6. | Aufbau und Durchführung der Befragung | 38 |
| 6.1 | Das Unternehmen XXX | 39 |
| 6.1.1 | Managed Services bei der XXX AG | 40 |
| 6.2 | Explorative Vorphase | 41 |
| 6.2.1 | Ziele der Befragung | 41 |
| 6.2.2 | Die Zielgruppe | 42 |
| 6.2.3 | Entwicklung eines Messinstrumentariums | 42 |
| 6.2.4 | Pretest | 43 |
| 6.2.5 | Verwendete Messmethoden und Indizes | 43 |
| 6.3 | Pilotphase | 45 |
| 6.3.1 | Der Inhaltliche Aufbau der Befragung | 45 |
| 6.3.2 | Die Durchführung der Befragung | 46 |
| 7. | Datenanalyse der schriftlichen Befragung | 47 |
| 7.1 | Die allgemeine Zufriedenheit | 47 |
| 7.2 | Die Gewichtung der Dimensionen | 48 |
| 7.3 | Bewertung der Dimensionen & Attribute | 49 |
| 7.3.1 | Bewertung nach der 5er Skala | 49 |
| 7.3.2 | Globalzufriedenheit | 50 |
| 7.3.3 | Stärken und Schwächen | 53 |
| 7.4 | Das Kundenzufriedenheitsprofil | 54 |
| 7.5 | Vergleich der Daten 2003 mit 2000 | 59 |
| 7.5.1 | Tracking der Dimension „Callannahme / Hotline“ | 60 |
| 7.5.2 | Tracking der Dimension „Vor Ort Service“ | 61 |
| 7.5.3 | Tracking der Dimension „Verfügbarkeit“ | 62 |
| 7.5.4 | Tracking der Dimension „Neubeschaffung“ | 63 |
| 7.5.5 | Tracking der Dimension „Kommunikation“ | 64 |
| 7.6 | Kundenloyalität | 64 |
| 7.7 | Offenes Probanden-Feedback | 65 |
| 7.8 | Abschließende Bemerkung zu den Ergebnissen | 66 |
| 8. | Ausblick | 67 |
| Literaturverzeichnis | 69 | |
| Anhang |
Abbildung 8: Phasen des KLZ48 Kundenakquisition In der ersten Phase ist der Kunde an den Leistungen des Unternehmens interessiert. Er vergleicht jedoch noch die Angebote der Konkurrenz. Hält er das Angebot eines Marktteilnehmers für vielversprechend, wird er dessen Leistungen erstmalig in Anspruch nehmen. Da die Bindung des Kunden noch sehr schwach ist und von einer großen Unsicherheit geprägt ist, fällt der Kundenwert in dieser Phase sehr gering aus. Man sollte als Unternehmen vor allem an die hohen Akquisitionskosten denken. Kundenbindung Wenn der Kunde in der ersten Phase zufrieden war, wird seine Loyalität steigen und er tritt in die Kundenbindungsphase ein. Man beobachtet in dieser Phase eine kontinuierliche Zunahme des Kundenwertes durch CrossSelling Potentiale und einer höheren Preisbereitschaft. Auf der Kostenseite profitieren sowohl das Unternehmen als auch der Kunde von gegenseitigen Erfahrungswerten. Kundenrückgewinnung In jeder Beziehung besteht jedoch die Gefahr des Abbruchs oder der Reduzierung der selben. Gründe könnten z.B. wiederholte Transaktionsfehler oder ein besseres Angebot der Konkurrenz sein. Folglich besteht die Hauptaufgabe des Unternehmens in dieser Phase in der Kundenrückgewinnung. [...]
Eines der grundlegendsten Prinzipien des Beziehungsmarketing ist die individuelle Behandlung des Kunden. Bei der Individualisierung oder auch Customizing genannt handelt es sich „[...] um eine Steigerung des Segmentierungsprinzips bis hin zur 1:1-Ansprache [auch One to One Marketing genannt 43 ] von Kunden.“44 Um die Kunden profitabel zu bearbeiten und eine individuelle Ansprache gewährleisten zu können, müssen die Kundengruppen folgende Vorraussetzungen erfüllen: Sie müssen: • identifizierbar, • quantifizierbar, • ansprechbar und • von hinreichender Größe sein. 45 Ferner müssen aussagekräftige Daten über deren Umsätze, Kosten, Profitabilität, Dialog- und Beziehungsbereitschaft vorliegen. Falls die nötigen Informationen vorliegen, kann ein Unternehmen dazu übergehen, seinen Kunden und dessen Bedürfnissen angepasste individuelle Produkte und Dienstleistungen anzubieten und in eine entsprechende Kommunikation mit ihnen zu treten. [...]
Unterschiedliche Kunden erfordern unterschiedliche Beziehungsstrategien. So ist die Phrase, jeder Kunde sei der König, nicht nur alt. Sie ist auch falsch40 . Denn nicht jeder Kunde ist wie der Andere und insbesondere bei der Betrachtung der Kundenprofitabilität erkennt man, dass nicht alle Kunden gleich behandelt werden dürfen. So muss sich ein Unternehmen folgende Fragen stellen: • • • Wie sieht die gewünschte Kundenbasis der Zukunft aus und welche Wege gibt es, diese zu erreichen? Welche spezifischen Angebote fordern diese Kunden innerhalb der Beziehung? Wollen wir Beziehungen mit einer Kundengruppe aufbauen, die wir bisher noch gar nicht kennen? „Grundziel des Management von Geschäftsbeziehungen ist es, zu den wichtigsten Personen der Anspruchsgruppen eines Unternehmens oder einer Institution persönliche Beziehungen zu knüpfen und zu pflegen und für das Unternehmen erfolgswirksam zu nutzen“ 41 „Zentrales Element des Kundenbeziehungsmanagement bzw. des Customer Relationship Management ist die Kundendatenbank, in der das Wissen über Kunden und Interessenten strukturiert und systematisch gesammelt und gespeichert wird.“ 42 So lässt sich feststellen, dass das CRM zur Verbesserung der Kundengewinnung, der Kundenbindung und der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens beitragen soll. CRM ermöglicht die gezielte Nutzung des Wissens über die Kunden und Interessenten die [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832486204
Arbeit zitieren:
Schulz, Carsten Juli 2003: Wettbewerbsvorteile durch optimale Kundenbindung (CRM), Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketing, Kundenbeziehung, Marktforschung, IT Dienstleister, Kundenbefragung



