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Die Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehrsmarkt aufgezeigt anhand einer Branchenanalyse und des Markteintritts von Easyjet in NRW

Die Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehrsmarkt aufgezeigt anhand einer Branchenanalyse und des Markteintritts von Easyjet in NRW
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christofer Gratz
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8212-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8212-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8212-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gratz, Christofer Juni 2004: Die Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehrsmarkt aufgezeigt anhand einer Branchenanalyse und des Markteintritts von Easyjet in NRW, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: low cost carrier, Allianz, Billigflieger, Konkurrenzanalyse, Germanwings

Diplomarbeit von Christofer Gratz

Einleitung:

In den letzten Jahren hat der europäische Luftverkehrsmarkt signifikante Veränderungen und Entwicklungen erfahren. Die durch die wachsende Globalisierung entstandene Vernetzung der Märkte und die Prosperität immer größerer Bevölkerungskreise haben zu einem weltweit zunehmenden Bedürfnis nach Flugreisen geführt. Durch die weitgehende Liberalisierung der Luftfahrt innerhalb der EU verloren die staatlichen bzw. nationalen Fluggesellschaften schon einen Großteil ihrer Monopolstellungen und ermöglichte einen weitgehend freien Markt. Die welt- und sozialpolitischen Ereignisse der jüngsten Geschichte- 11. September 2001, Irak-Krieg, SARS- haben diese Entwicklung nicht nachhaltig aufhalten können.

Aber nicht nur die traditionellen Airlines stehen heute untereinander im Wettbewerb. Der wachsende Luftverkehrsmarkt führt vielmehr dazu, dass ständig neue Fluggesellschaften auf den Markt treten. Große Aufmerksamkeit ziehen dabei vor allem die so genannten Low-Cost-Carrier auf sich, die mit völlig neuen Konzepten und extrem niedrigen Flugpreisen um Kunden werben und damit teilweise große Erfolge erzielen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwieweit die Geschäftssysteme der etablierten Airlines und der neuen Anbieter konkurrieren und welche Auswirkungen sich daraus auf den gesamten Wettbewerb im europäischen Luftverkehrsmarkt ergeben. Die derzeitige Wettbewerbssituation und ihre anhaltende Veränderung sind dabei von besonderem Interesse und werden in der vorliegenden Arbeit analysiert.

Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen. Um eine detaillierte Analyse des Wettbewerbs innerhalb des europäischen Luftverkehrsmarktes vornehmen zu können, wird im ersten Teil eine Branchenanalyse nach Porter die Konzepte und Arbeitsweisen der traditionellen Netzwerklinienfluggesellschaften, Low-Cost-Carrier, Charter- sowie Regionalfluggesellschaften detailliert beschreiben, untereinander differenzieren und analysieren. Im Anschluss erfolgt eine ausführliche Bewertung der aktuellen Wettbewerbssituation und -dynamik des europäischen Luftverkehrsmarktes anhand des Fünf-Kräfte Wettbewerbmodells von Porter. Schließlich werden neue Wege angedacht, wie sich Fluggesellschaften in diesem Wettbewerb von den Konkurrenten abgrenzen können. Abschließend wird ein Ausblick auf die Wachstumsaussichten und die Entwicklung der Branche gegeben.

Der zweite Teil analysiert den aktuellen Markteintritt des britischen Billigfliegers Easyjet in Nordrhein-Westfalen. Anhand einer Konkurrenzanalyse werden seine Wettbewerber detailliert verglichen. Anschließend fließen unter anderem die Erkenntnisse der Branchen- und Konkurrenzanalyse in eine Gegenüberstellung der Chancen und Risiken des Markteintritts von Easyjet ein. Abschließend erfolgt eine Bewertung dieses Markteintritts und es werden Handlungsempfehlungen für die Zukunft aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
TEIL I 3
2. BRANCHENANALYSE 3
2.1 STRATEGISCHE GRUPPEN 3
2.1.1 Netzwerkfluggesellschaften (MNC) 4
2.1.1.1 Definition Strategische Allianzen 6
2.1.1.2 Motive für Strategische Allianzen 6
2.1.1.3 Strategische Allianzen im Luftverkehr 8
2.1.1.4 Vor- und Nachteile Strategischer Allianzen 9
2.1.2 Low-Cost Carrier (LCC) 12
2.1.3 Regionalflieger 13
2.1.4 Charterfluggesellschaften (Charter) 15
2.2 WETTBEWERBSANALYSE NACH PORTER 17
2.2.1 Konkurrenz zwischen vorhandenen Wettbewerbern 18
2.2.2 Bedrohung durch neue Anbieter 24
2.2.3 Verhandlungsstärke der Lieferanten 28
2.2.4 Verhandlungsmacht der Abnehmer 32
2.2.5 Bedrohung durch Ersatzprodukte 35
2.2.6 Fazit Wettbewerbsanalyse 38
2.2.6.1 Exkurs: Der Marktaustritt der Swissair 40
3. DER BLICK IN DIE ZUKUNFT 43
4. THESE ZU TEIL I 50
TEIL II 52
5. MARKTEINTRITTSANALYSE VON EASYJET IN NRW 52
5.1 EINLEITUNG 52
5.2 ENTWICKLUNG VON EASYJET 53
6. KONKURRENZANALYSE 54
6.1 DEFINITION DER WETTBEWERBER 54
6.2 CHECKLISTE NACH AEBERHARD 58
6.2.1 Marketingressourcen und –fähigkeiten 58
6.2.2 Produktionsressourcen 61
6.2.3 Finanzkraft und Rentabilität 64
6.2.4 Managementpotenzial und – fähigkeiten 65
6.3 GEGENWÄRTIGE UND ZUKÜNFTIGE ZIELE DER WETTBEWERBER 66
6.3.1 Germanwings 66
6.3.2 Hapag-Lloyd Express (HLX) 67
6.3.3 Ryanair 69
6.3.4 Air Berlin City Shuttle 70
7. CHANCEN UND RISIKEN FÜR EASYJET 71
7.1 CHANCEN 71
7.2 RISIKEN 73
7.3 STRATEGIEEMPFEHLUNG FÜR EASYJET 75
8. SCHLUSSWORT 78
9. ENGLISH SUMMARY 79
10. LITERATURVERZEICHNIS 83
11. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 88
12. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 89
13. TABELLENVERZEICHNIS 90
14. ANHANG 91
14.1 EASYJET-WERBEKAMPAGNE 91
14.2 ERGEBNISSE DER VERFASSEREIGENEN UMFRAGE 92
14.3 SONSTIGE DATENQUELLEN UND ABBILDUNGEN 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

Gruppe gegründet und allein 1999 die Summer von ca. 4.1 Mrd. Sfr für Beteiligungen bei verschiedenen, zum Teil kleinen Fluggesellschaften, investiert. Qualiflyer sollte als Allianz einmalig in dem Sinne sein, dass Swissair in jeder Hinsicht die alleinige dominante Kraft darstellte. Außerdem sollte diese Allianz sich nicht wie andere auf bilaterale Absprachen zwischen deren Mitgliedern über gemeinsame, gegenseitige Verpflichtungen stützen, sondern im Gegenteil Qualiflyer als Hub-and-Spoke – System mitorganisieren und die Mitglieder zudem verpflichten, ihre luftfahrtverwandten Dienste an die SAir Gruppe auszugliedern. Die neue Strategie sollte ursprünglich auf kleinere europäische Länder und Märkte mit signifikanten Wachstumspotenzialen abzielen; die Akquisitionen konzentrierten sich jedoch auf die EU Hauptmärkte Italien, Deutschland und Frankreich. Da die übernommenen Gesellschaften aufgrund des wachsenden Konkurrenzdrucks zunehmende Liquiditätsprobleme bekamen, die teilweise schon bei der Übernahme bestanden, musste Swissair weitere erhebliche Finanzmittel bereitstellen. [...]

Mitte der 90er Jahre ändert die Swissair bzw. das sich in SAir Group umbenannte Unternehmen seine Strategie: Integraler Bestandteil dieser neuen Strategie war das Wachstum der Swissair zur viertgrößten Fluglinie Europas. Wegen der geringen Bevölkerungszahl von etwa 7,1 Millionen Einwohnern und der weitgehend gefestigten konkurrierenden europäischen Flugallianzen versuchte sich die Swissair zum Kern einer eigenen Allianz, der so genannten Qualiflyer Group, zu entwickeln. In der Folge erwarb die Swissair nicht nur Beteiligungen an anderen Fluggesellschaften, sondern auch an dem Flugverkehr nahen Branchen wie Wartung, IT, Fluggeräte-Leasing, Catering, Duty Free und Hotels.112 Im Dezember 1994, den man als Beginn des Strategiewechsels sehen kann, übernahm die Swissair 49,5 % der Anteile des belgischen Nationalfliegers Sabena. Von 1997 an folgte man der von McKinsey entwickelten sog. „Jagd-Strategie“, die u. a. einen Marktanteil von 20% in Europa und das Unternehmen als einen der Spielmacher im europäischen Markt vorsah. Daher wurde 1998 die Qualiflyer [...]

Der Verfasser ist skeptisch, ob die Verwirklichung dieses Planes das gewünschte Ergebnis bringt. Betriebswirtschaftlich macht eine Annäherung der Alitalia an die Air France-KLM zwar Sinn, da dies Teil einer notwendigen Konsolidierung bedeuten würde. Fraglich ist allerdings, ob dies schon zu einem spürbaren Abbau der Überkapazitäten im europäischen Luftraum führen würde. Michael Bair, Senior Vice President von Boeing, äußert sich dazu während der ILA 2004 in Berlin: „Das grundlegende Problem sind Überkapazitäten. Es gibt zu viel von allem. Fast jedes Land leistet sich einen nationalen Carrier - und rettet ihn, wenn es ihn zugrunde gemanagt hat.“ Dies galt übrigens auch für die inzwischen gesundete und voll privatisierte Lufthansa, die Anfang der 90er Jahre ihre schwerste Krise ohne einen Kredit der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau kaum überlebt hätte.109 [...]

Arbeit zitieren:
Gratz, Christofer Juni 2004: Die Wettbewerbssituation im europäischen Luftverkehrsmarkt aufgezeigt anhand einer Branchenanalyse und des Markteintritts von Easyjet in NRW, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
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