Wettbewerberanalyse im globalen Medienmarkt
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gerald Koenen
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,6
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6298-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6298-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6298-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Koenen, Gerald November 2002: Wettbewerberanalyse im globalen Medienmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Medienkonzerne, Konkurrenzanalyse, Porter, Wettbewerb, Stärken-Schwächen-Analyse
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Diplomarbeit von Gerald Koenen
Einleitung:
Medien ist das zentrale Schlagwort der Gegenwart. Doch im Zuge stetiger Globalisierung schwinden die Grenzen der Medien zunehmend. Zum einen lässt sich eine Verschmelzung der traditionellen Medien mit den sogenannten neuen Medien beobachten, zum anderen wird der Medienmarkt zunehmend von großen Medienkonglomeraten kontrolliert, deren konzerninterne Verflechtungen und Beteiligungsstrukturen kaum zu durchblicken sind und daher als in hohem Maße intransparent bezeichnet werden können. Denn gegen die Global Player der Medienbranche wirken die Unternehmen der sogenannten Medienmogule Berlusconi, Murdoch und Kirch (a.D.) eher wie mittelständische Betriebe.
Wie bereits der Titel »Wettbewerberanalyse im globalen Medienmarkt« erkennen lässt, ist es insbesondere das Ziel dieser Arbeit, jene verworrenen Verflechtungen anhand ausgewählter Beispiele aus dem Medienbereich zu durchleuchten. Ferner sollen im Vorfeld Aspekte diskutiert werden, die dem Grundverständnis dienen. So befasst sich die erste Hälfte dieser Arbeit ausschließlich mit theoretischen Grundlagen, deren Fokus jedoch auf den medialen Wettbewerb und dessen Antriebskräfte gerichtet ist. Fragen aus der Kommunikationswissenschaft, die sich mit rein publizistischen Gesichtspunkten und den Medien als geistiges Kulturgut befassen, sind nicht Gegenstand dieser Arbeit, da der Schwerpunkt auf betriebswirtschaftlichen Prozessen liegt.
Gang der Untersuchung:
Kapitel zwei befasst sich mit dem Subjekt dieser Arbeit, dem Medienunternehmen. Erklärt werden soll, was die charakteristischen Merkmale einer Medienunternehmung sind und inwiefern Medienunternehmen von anderen Unternehmen abzugrenzen sind. Ferner sollen Gründe für die Internationalisierungs- und Konzentrationstendenzen im Medienbereich aufgeführt werden.
Das dritte Kapitel ist dem Wettbewerb gewidmet. Ziel ist es, die strukturellen Gegebenheiten eines Marktes anhand Porters Branchenkräftemodell zu beschreiben und diese auf den Medienbereich anzuwenden.
Im darauffolgenden vierten Kapitel werden erst die Medienkonzerne Bertelsmann, Sony, AOL Time Warner und Vivendi Universal detailliert vorgestellt und dann anhand ausgewählter Bilanzwerte des Geschäftsjahres 2001 unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen verglichen und soweit möglich auch bewertet.
Kernstück ist die abschließende Stärken-Schwächen-Analyse, die Chancen und Risiken der jeweiligen Unternehmen tabellarisch gegenüberstellt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Die Medien | 2 |
| 2.1 | Medienunternehmen und ihre Produkte | 2 |
| 2.2 | Abgrenzung des Medienmarktes | 3 |
| 2.3 | Internationalisierung und Konzentration der Medien | 6 |
| 2.3.1 | Arten und Ursachen der Medienkonzentration | 9 |
| 2.3.1.1 | Horizontale Konzentration | 10 |
| 2.3.1.2 | Vertikale Konzentration | 11 |
| 2.3.1.3 | Konglomerate Konzentration | 12 |
| 3. | Der Wettbewerb | 13 |
| 3.1 | Branchenstrukturanalyse nach Michael E. Porter | 14 |
| 3.1.1 | Abnehmermacht | 15 |
| 3.1.2 | Gefahr durch neue Konkurrenten | 17 |
| 3.1.3 | Gefahr durch Substitutionsprodukte | 21 |
| 3.1.4 | Lieferantenmacht | 26 |
| 3.1.5 | Rivalität innerhalb der Branche | 27 |
| 3.1.6 | Der Staat als sechste Wettbewerbskraft? | 30 |
| 3.1.6.1 | Ausgewählte Beispiele aus dem Mediensektor | 31 |
| 3.2 | Die Wettbewerber- bzw. Konkurrentenanalyse | 32 |
| 3.2.1 | Theoretische Ansätze | 33 |
| 4. | Darstellung ausgewählter Medienkonzerne | 38 |
| 4.1 | Bertelsmann AG | 38 |
| 4.1.1 | Unternehmensgeschichte | 38 |
| 4.1.2 | Geschäftsfelder | 40 |
| 4.2 | Sony Corporation | 43 |
| 4.2.1 | Unternehmensgeschichte | 43 |
| 4.2.2 | Geschäftsfelder | 44 |
| 4.3 | AOL Time Warner Inc. | 46 |
| 4.3.1 | Unternehmensgeschichte | 46 |
| 4.3.2 | Geschäftsfelder | 47 |
| 4.4 | Vivendi Universal S.A. | 50 |
| 4.4.1 | Unternehmensgeschichte | 50 |
| 4.4.2 | Geschäftsfelder | 51 |
| 4.5 | Vergleich der Medienkonzerne auf Grundlage der Geschäftsberichte des Jahres 2001 | 53 |
| 4.5.1 | Konzernsdaten im Überblick | 54 |
| 4.5.2 | Finanz- und Ertragslage der Konzerne | 56 |
| 4.5.3 | Intermediärer Vergleich | 62 |
| 4.6 | Ganzheitliche Bewertung der Unternehmen unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen | 64 |
| 4.6.1 | Bertelsmann AG | 64 |
| 4.6.2 | Sony Corp. | 67 |
| 4.6.3 | AOL Time Warner Inc. | 68 |
| 4.6.4 | Vivendi Universal S.A. | 70 |
| 4.7 | Stärken-Schwächen-Analyse (tabellarisch) | 72 |
| 5. | Zusammenfassende Würdigung | 73 |
strategieorientierten Vorgehensweise vermischen sich quantitative und qualitative Gesichtspunkte, da z.B. ein Umsetzen expansiver Unternehmensstrategien nur dann verwirklicht werden kann, wenn ein Unternehmen über die entsprechenden finanziellen Voraussetzungen verfügt. Während die gegenwärtige Strategie eines Unternehmens durch Marktbeobachtungen verhältnismäßig leicht zu ermitteln ist, bedarf die Analyse zukünftiger Ziele einer Hinzuziehung ergänzender Daten. So gibt beispielsweise die Unternehmenshistorie Aufschluß über mögliche Pläne. Wenn z.B. ein Unternehmen im Vergleich zu Vorjahren weniger Umsatz oder Gewinn erwirtschaftet hat, wird es vermutlich versuchen, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Ebenso lassen vergangene Mißerfolge darauf schließen, daß ein Unternehmen in diesem speziellen Bereich vorsichtiger und zurückhaltender agieren bzw. investieren wird73. Ein Beispiel aus dem internationalen Mediensektor war zum Beispiel Time Warners fehlgeschlagener Versuch Mitte der 90er Jahre ein interaktives Fernsehnetz aufzubauen. Da das Unternehmen 5 Mrd. US-Dollar in dieses Projekt investierte, war abzusehen, daß Bemühungen dieser Art vorerst nicht mehr zu erwarten waren. Hilfreiche Erkenntnisse können auch durch eine Untersuchung des Führungspersonals gewonnen werden. Untersucht werden kann, inwiefern die gegenwärtige Vorgehensweise eines Unternehmens von einzelnen Personen im Management geprägt ist bzw. war. Denn ein Unternehmen, welches die klare Handschrift eines dominierenden Managers trägt, könnte seine Strategie nach einem Personalwechsel grundlegend ändern. Die Fähigkeiten einer Unternehmung werden üblicherweise in tabellarischer Form gegenübergestellt und können so mit denen der Konkurrenz verglichen werden. Zur Visualisierung empfiehlt sich die Erstellung eines Stärken-Schwächen-Profils. Hierzu sind zunächst Kriterien festzulegen, welche die wesentlichen Ressourcen oder Potentiale eines Unternehmens widerspiegeln. Anschließend sind diese Kriterien entsprechend den ihnen zugrundeliegenden Stärken und Schwächen zu bewerten74. Da insbesondere qualitative Faktoren schwer zu vergleichen sind, [...]
Während sich eine Branchenanalyse mit den allgemeinen Gegebenheiten einer Branche befaßt, ist die Wettbewerber- bzw. Konkurrentenanalyse ein konkreter Vergleich konkurrierender Unternehmen in Bezug auf ausgewählte Faktoren. Porter sieht die Notwendigkeit einer Konkurrentenanalyse in der Formulierung einer Wettbewerbsstrategie begründet71. Nachdem ein Unternehmen im Rahmen der Branchenstrukturanalyse eine Branchenposition gewählt hat, die den besten Schutz vor den Wettbewerbskräften gewährleistet, muß es diese ergänzend an die vorhandene Konkurrenzsituation anpassen. Denn eine optimale Die Wettbewerbsstrategie verlangt, ein Unternehmen so zu plazieren, daß es den Wert der Fähigkeiten maximiert, die es den Konkurrenten voraushat72. Konkurrentenanalyse dient also in Kombination mit der Branchenanalyse einer konkreten Bewertung der Ist-Situation, um so eine zukunftsorientierte Strategie festlegen zu können, die das Unternehmen die angestrebte Soll-Situation erreichen läßt. Methodisch kann die Konkurrentenanalyse durch einfache Vergleiche oder wesentlich tiefer gehend durch gezielte Bewertungen erfolgen. Die Frage, welche [...]
Für den Medienbereich existieren speziellere Gesetze, die potentielle und etablierte Medienunternehmen in ihrem Handlungsspielraum einschränken, insbesondere gilt dies für den Rundfunk, da dieser nach wie vor einen immanenter Faktor der öffentlichen Meinungsbildung darstellt und somit von staatlicher Seite her besonders schutzbedürftig ist. Obwohl dies oft angenommen wird, ist die Medienfusionskontrolle keineswegs ein auf Deutschland begrenztes Phänomen. So regelt in Großbritannien der Broadcasting Act von 1996 die zulässigen Beteiligungsverhältnisse im Rundfunkbereich. Unter anderem besagt er, daß ein einzelnes Unternehmen nicht mehr als 15% des inländischen Fernsehmarktes kontrollieren darf65. Auch konglomerate Verflechtungen unterliegen Bestimmungen der britischen Gesetzgebung. Hiernach sind Zeitungsverlage, die einen Anteil von mehr als 20% am nationalen Markt halten, von Beteiligungen an den Sendern Channel 3 und 5 ausgeschlossen. Für alle anderen Presseverlage gilt die 15% Regel. Seit 1996 dürfen nun erstmalig kommerzielle Fernsehsender zusätzlich zu ihrem Fernsehgeschäft bis zu 20% des inländischen Pressesektors kontrollieren. Darüber hinaus schließt das britische Medienkonzentrationsrecht bestimmte Gruppierungen in bestimmtem Maße vom Medieneigentum aus. Dies betrifft insbesondere außereuropäische Personen und Unternehmen66. In Frankreich bestimmt Artikel 41 Abs. 1 LLC, daß niemand mehr als eine nationale terrestrische Fernsehlizenz besitzen darf. Im Bereich des Satellitenfernsehens darf eine Gesellschaft zwei Lizenzen besitzen, während beim Kabelfernsehen auf die mögliche Zuschaueranzahl abgestellt wird und ein Unternehmen nicht mehr als acht Mio. Einwohner erreichen darf. Neben weiteren detaillierten Beteiligungsregelungen, sind auch hier ausländische Beteiligungen nur bedingt zulässig. Ausländische Investoren, die nicht Mitglieder des EG-Vertrages sind, dürfen gemäß Artikel 40 LLC nur bis zu 20% der Kapital- und Stimmrechtsanteile einer terrestrisch sendenden Fernsehgesellschaft halten. Satellitenund fremdsprachige Programme werden hiervon jedoch nicht erfaßt. Wie im vorangegangenen Beispiel Großbritannien, steht auch in Frankreich Cross-MediaOwnership unter staatlicher Kontrolle67. Ein weiteres interessantes Anschauungsmodell aus dem nicht-europäischen Raum sind die USA, deren Rundfunksystem in der Weise vom europäischen System abweicht, daß es nur öffentlich-rechtlichen regional vergeben Rundfunk werden. nie Auf gegeben dem hat, und Sendelizenzen terrestrischen [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832462987
Arbeit zitieren:
Koenen, Gerald November 2002: Wettbewerberanalyse im globalen Medienmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Medienkonzerne, Konkurrenzanalyse, Porter, Wettbewerb, Stärken-Schwächen-Analyse



