Die Werttreiber immateriellen Vermögens
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Kainrath
- Abgabedatum: Dezember 2002
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 680,6 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7028-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7028-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7028-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kainrath, Michael Dezember 2002: Die Werttreiber immateriellen Vermögens, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Intangibles, Stakeholder View, Resource Based View, Wissen, Shareholder Value
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Diplomarbeit von Michael Kainrath
Zusammenfassung:
In der vorliegenden Arbeit wird das Wesen immaterieller Vermögenswerte und deren Einfluss auf das Wirtschaftsleben beleuchtet. Für diesen Zweck bietet sich die Aufgliederung in vier Abschnitte an. Im ersten wird aufgezeigt, wie sich das moderne Unternehmen von der traditionellen Unternehmensstruktur unterscheidet, also die Bedeutung immateriellen Vermögens erläutert. In diesem Kapitel wird auch auf die Bedeutung der Stakeholder für das moderne Unternehmen eingegangen.
Im zweiten Teil wird erst eine umfassende Definition und Systematisierung immateriellen Vermögens nach den vorherrschenden Klassifizierungen erstellt und nach Gemeinsamkeiten untersucht. In weiterer Folge soll eine Darstellung der Werttreiber immateriellen Vermögens aus den ökonomischen Gesetzmäßigkeiten, denen immaterielle Werte im Gegensatz zu materiellen folgen, und aus dem „Resource-Based View“ erstellt werden.
Schließlich wird im dritten Teil versucht, ausgesuchte immaterielle Werte daraufhin zu untersuchen, wie stark sich die identifizierten ökonomischen Spezifika auf die einzelnen immateriellen Werte auswirken, bzw. ob und wie es möglich ist daraus auf den Beitrag zur betrieblichen Wertschaffung zu schließen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Veränderungen des traditionellen Unternehmensbildes | 7 |
| 1.1 | Das traditionelle Unternehmen | 7 |
| 1.2 | Das neue Unternehmen („The New Enterprise“) | 9 |
| 1.3 | Die Bedeutung der Stakeholder für immaterielles Vermögen | 13 |
| 1.3.1 | Das Beispiel Saatchi & Saatchi | 14 |
| 1.3.2 | Der instrumentelle Stakeholderansatz | 19 |
| 2. | Immaterielles Vermögen | 26 |
| 2.1 | Definition und Systematisierung immaterieller Vermögens-werte | 26 |
| 2.1.1 | Immaterielles Vermögen nach SVEIBY | 27 |
| 2.1.2 | Die Gliederung immaterieller Werte nach EUSTACE | 30 |
| 2.1.2.1 | Immaterielle Güter (Intangible Goods) | 31 |
| 2.1.2.2 | Immaterielle Kompetenzen (Intangible Competences) | 31 |
| 2.1.3 | Systematisierung nach LEV | 32 |
| 2.1.3.1 | Forschung und Entwicklung („Discovery“) | 32 |
| 2.1.3.2 | Organisatorisches Wissen („Organizational Practices“) | 32 |
| 2.1.3.3 | Humanressourcen („Human Resources“) | 33 |
| 2.1.4 | Klassifizierung nach SMITH und PARR | 33 |
| 2.1.4.1 | Rechte | 34 |
| 2.1.4.2 | Persönliche Arrangements | 34 |
| 2.1.4.2.1 | Mitarbeiter | 34 |
| 2.1.4.2.2 | Customer Relationships | 35 |
| 2.1.4.2.3 | Distributor Relationships | 36 |
| 2.1.4.3 | Nicht näher definierte immaterielle Werte | 36 |
| 2.1.4.3.1 | „Going Concern“ Wert | 37 |
| 2.1.4.3.2 | „Goodwill“ | 37 |
| 2.1.4.4 | Geistiges Eigentum | 38 |
| 2.1.5 | Gliederung nach dem „Intangibles Research Project“ | 40 |
| 2.1.5.1 | Markenwert („Brand Equity“) | 40 |
| 2.1.5.2 | Wissenskapital („Intellectual Capital“) | 40 |
| 2.1.5.3 | Organisatorisches Kapital („Structural Capital“) | 41 |
| 2.1.5.4 | Kundenkapital („Customer Equity“) | 42 |
| 2.1.5.5 | Lieferantenbeziehungen („Supplier Relations“) | 42 |
| 2.2 | Gemeinsamkeiten der verschiedenen Klassifizierungen immateriellen Vermögens | 43 |
| 3. | Werttreiber immateriellen Vermögens | 47 |
| 3.1 | Werttreiber gemäß „Resource-BasedView“ | 47 |
| 3.1.1 | Grundlagen des „Resource-Based View“ | 47 |
| 3.1.2 | Die Entstehung von Rente | 51 |
| 3.1.3 | Spezifische Werttreiber nach dem „Resource-Based View“ | 55 |
| 3.1.3.1 | Immobilität | 56 |
| 3.1.3.2 | Nicht-Imitierbarkeit | 57 |
| 3.1.3.3 | Nicht-Substituierbarkeit | 59 |
| 3.2 | Werttreiber gemäß spezifischer ökonomischer Gesetz-mäßigkeiten immaterieller Vermögenswerte | 60 |
| 3.2.1 | Steigende Skalenerträge | 60 |
| 3.2.1.1 | Nicht-Knappheit und die Zunahme von Wissen durch dessen Verbreitung | 61 |
| 3.2.1.2 | Exkurs: Das Ertragsgesetz | 62 |
| 3.2.1.3 | Das Ertragsgesetz und immaterielle Vermögenswerte | 63 |
| 3.2.2 | Netzwerkeffekte | 68 |
| 4. | Betrachtung ausgewählter immaterieller Vermögenswerte | 74 |
| 4.1 | Wissen der Mitarbeiter | 76 |
| 4.2 | Reputation, Marken und Netzwerke | 77 |
| 4.3 | Interne Informationsverarbeitungssysteme (Software) | 78 |
| 4.4 | Geistiges Eigentum | 79 |
| 5. | Kostentreiber immaterieller Werte | 82 |
| 5.1 | Partielle Ausschließbarkeit | 82 |
| 5.2 | Inhärentes Risiko | 84 |
| 5.3 | Marktunfähigkeit | 86 |
| 6. | Problembereiche immaterieller Vermögenswerte aus der Sicht des Shareholder Value | 87 |
| 6.1 | Hohe Kapitalkosten | 87 |
| 6.2 | Systematische Unterbewertung immaterialwertintensiver Unternehmen | 88 |
| 6.3 | Die verzögerte Übernahme neuer Technologien | 89 |
| 7. | Das Modell zur Bewertung immateriellen Vermögens nach LEV | 90 |
| 7.1 | Grundlagen des Modells | 90 |
| 7.2 | Intangible - Driven Earnings (IDE) | 92 |
Die Suche nach dem „Sustainable Competitive Advantage“, also dem beständigen Wettbewerbsvorteil, bestimmt den „Resource-Based View“. Das Konzept des beständigen Wettbewerbsvorteils beruht auf folgenden Annahmen: Erstens sind die Unternehmen einer Branche hinsichtlich Ihres Zuganges zu Ressourcen und damit ihrer Ressourcenausstattung heterogen. Zweitens wird angenommen, dass die Ressourcen, die einen beständigen Wettbewerbsvorteil ausmachen, immobil sind, also nicht von einem Unternehmen an ein anderes weitergegeben werden können.145 Das Erlangen eines Wettbewerbsvorteils durch die Bereitstellung größeren Nutzens für den Kunden führt in Hinsicht auf Marktanteile, Kundenzufriedenheit und auch finanzielle Kennzahlen zu überdurchschnittlicher Performance. Wenn dieser Wettbewerbsvorteil auf Dauer aufrecht erhalten werden kann, kann dementsprechend auch die überdurchschnittliche Performance des Unternehmens erhalten werden und überdurchschnittlicher Ertrag und ökonomischer Gewinn erwirtschaftet werden. Aus der volkswirtschaftlichen Theorie ist bekannt, dass jeder ökonomische Gewinn (=Rente146) aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks im Zeitablauf schwinden muss. Die einzigen bekannten Ausnahmen sind die Monopolrente147 und die Ricardianische Rente.148 Beide sind auf eine heterogene [...]
Aus diesen vier Forschungsbereichen entwickelte sich der „Resource-Based View“, da die Bedeutung firmenspezifischer Faktoren, wie besonderer Fähigkeiten der Mitarbeiter oder überragender Abwicklungsprozesse, für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens ersichtlich wurden. Die zentrale Frage der Forschung ist: „Warum ist die Performance mancher Unternehmen beständig besser als die anderer Unternehmen?“, bzw. wie Unternehmen Wettbewerbsvorteile erlangen und halten können.143 Wie weiter oben ausgeführt sind laut traditioneller mikroökonomischer Theorien Performance-Unterschiede ungewöhnlich und nur von kurzer Dauer. Länger andauernde Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der Unternehmen werden traditionell als Hinweis auf wettbewerbsverzerrendes, kollusives Verhalten von Unternehmen oder auf die Entstehung von Monopolen zurückgeführt. Die Forschung im Zuge des „Resource-Based View“ sucht nach weiteren Erklärungen für Unterschiede in der Performance von Unternehmen.144 Oft verursachen und erhalten [...]
Die erste sind traditionelle Untersuchungen zu spezifischen Kompetenzen und Fähigkeiten des Unternehmens (des Managements), die eher im psychologischen Bereich angesiedelt waren. Erst mit PORTER132 wurden diese Untersuchungen zu einem mittels ökonomisch fundierter Methoden betrachteten Untersuchungsgebiet.133 Die zweite Quelle sind in der Tradition von RICARDO134 stehende ökonomische Untersuchungen, die auf der Knappheit und demnach Angebotsinelastizität von Produktionsfaktoren beruhen.135 Unter der Bedingung der Knappheit einer oder mehrerer Ressourcen, die für die Produktion eines Gutes oder einer Dienstleistung unabdingbar sind, können Unternehmen, die über diese Ressourcen verfügen, eine „Ricardianische Rente“136 erwirtschaften. Diese Unternehmen haben demnach eine bessere Performance, als andere Unternehmen, die keinen Zugang zu gleichwertigen Ressourcen haben.137 Der dritte Ausgangspunkt für das Konzept ist die Arbeit von PENROSE138, die Prozesse des Wachstums von Unternehmen und die Grenzen dieses Wachstums behandelt. Das Unternehmen wird demzufolge als bestehend aus zwei Bündeln gesehen: Das erste Bündel ist ein administratives Rahmenwerk, das die Aktivitäten von Individuen und Gruppen im Unternehmen steuert. Das zweite Bündel besteht aus den Ressourcen des Unternehmens, die von Unternehmen zu Unternehmen verschieden sind. Die Aufgabe des Managements ist demnach, das im Unternehmen vorhandene Ressourcenbündel mit Hilfe des administrativen Netzwerkes [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832470289
Arbeit zitieren:
Kainrath, Michael Dezember 2002: Die Werttreiber immateriellen Vermögens, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Intangibles, Stakeholder View, Resource Based View, Wissen, Shareholder Value



