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Wertorientierte Unternehmensführung: Analyse von Wertmanagementmaßnahmen in Banken

Wertorientierte Unternehmensführung: Analyse von Wertmanagementmaßnahmen in Banken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Andreas Thoma
  • Abgabedatum: März 2006
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 719,1 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9501-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9501-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9501-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Thoma, Andreas März 2006: Wertorientierte Unternehmensführung: Analyse von Wertmanagementmaßnahmen in Banken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Value Brand, Unternehmensbewertung, Ertragswert, Economic Value Added, Stakeholder

Diplomarbeit von Andreas Thoma

Einleitung:

In der Diskussion um Unternehmensführung wird häufig auf Managementmoden wie Lean Management, Prozess Management oder Value Based Management Bezug genommen. Die Entwicklung von Managementkonzepten ist eine zentrale Strategie von Unternehmensberatungen, mit denen diese Nachfrage nach ihren Leistungen kreieren. Universitäten beteiligen sich an der Forschung in diesem Bereich.

Dies führt zu einem regen Wissenstransfer von der Theorie in die organisatorische Praxis, und umgekehrt. So wurde bspw. der Begriff des Lean Management von Professoren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) geprägt, die im Auftrag der US-amerikanischen Automobilindustrie amerikanische, deutsche und japanische Automobilproduzenten einem Vergleich unterzogen.

In den folgenden Ausführungen zur wertorientierten Unternehmensführung bei Banken wird – vor dem Hintergrund der Einordnung der deutschen Banken im internationalen Umfeld – auf die zwei deutschen Großbanken Deutsche Bank und HVB eingegangen, mit Schwerpunkt auf den ‚Global Player’ Deutsche Bank.

International wird die Größe einer Bank anhand der Höhe des Eigenkapitals gemessen. Demnach ist die Citigroup die größte Bank der Welt, gefolgt von HSBC Holdings und der Bank of America. Die Deutsche Bank weist im Geschäftsjahr 2000 das dreizehntgrößte Eigenkapital aller Banken auf. Die HVB, Commerzbank und Dresdner Bank belegen lediglich die Ränge 21, 37 und 39. Als nächste deutsche Bank folgt die Westdeutsche Landesbank auf Platz 65. Die Deutsche Genossenschaftsbank (DG-Bank) als Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken erreicht nur Rang 94.

In der betriebswirtschaftlichen Wissenschaft und Bewertungspraxis gibt es eine Fülle von Bewertungsverfahren. Zwei Stränge der Unternehmensbewertung haben sich im Laufe der Zeit herausgebildet. Die Gesamtbewertungsverfahren, bei denen das Unternehmen als Bewertungseinheit betrachtet wird und die Einzelbewertungsverfahren, bei denen sich der Unternehmenswert aus der Summe der einzelnen Bestandteile des Unternehmens (Vermögensgegenstände und Schulden) errechnet.

Die Thematik rund um die Begriffe Shareholder Value, Unternehmensbewertung und Risk & Return hat mich schon seit Beginn meines Hauptstudiums an der Fachhochschule Nürnberg im Schwerpunkt Finanzen fasziniert. Durch praktische Erfahrungen im Bereich Corporate Finance konnte theoretisches Wissen anwenden und vertiefen. Daher stellte für mich die Aufgabenstellung, für Banken ein Bewertungstool zu entwickeln und für diese Kreditinstitute Finanzkennzahlen zu analysieren, einen besonderen Reiz dar.

Speziell für die Bankenbranche in Deutschland ist diese Thematik aufgrund der in diesem Sektor seit geraumer Zeit angespannten wirtschaftlichen Lage hochaktuell. Die zunehmende Ertrags- und Shareholder-Orientierung bei Banken bedarf eines informativen Kennzahlensystems. Ferner unterstreicht die vom Kapitalmarkt geforderte und erwartete Konsolidierung innerhalb der Branche den Bedarf an effizienten und aussagekräftigen Bewertungsverfahren.

Gang der Untersuchung:

Die Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, basierend auf den Eigenheiten von Banken ein Bewertungssystem zu entwickeln. Dabei sind insbesondere folgende Fragen zu beantworten:

Welche Methoden sind am besten geeignet zur Bewertung von Banken? Welche Besonderheiten sind zu beachten? Ist bei der Kapitalwertmethode als Kern der Bewertung eine Orientierung an Cash Flows oder an Ertragsüberschüssen angebracht? Erfolgt die Bewertung nach dem Equity- oder Entity-Verfahren?

Wie werden im Rahmen der Kapitalwertmethode die Kapitalisierungsgröße und der Kapitalisierungszinssatz plausibel abgeleitet?

Welche Finanzkennzahlen können im Rahmen der wertorientierten Unternehmenssteuerung sinnvoll zur internen Banksteuerung bzw. zur externen Analyse herangezogen werden?

Die Beantwortung der Fragen erfolgt unter Abstellung auf reale Beispiele, insbesondere anhand einer Unternehmensbewertung der Deutschen Bank AG.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist ein Excel-Bewertungstool mit integrierter Plan-Bilanz und Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zur Bewertung von Banken nach dem Ertragswertverfahren sowie nach der Multiplikator-Methode. Als Bewertungsbeispiel wurde die Deutsch Bank AG gewählt. Das Tool kann jedoch, unter Anpassung etwaiger Besonderheiten, problemlos auch für jede andere Bank genutzt werden.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
VORWORT VIII
1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 1
2. Wertorientierte Unternehmensführung 1
2.1 GRUNDGEDANKEN 1
2.2 WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG BEI BANKEN 6
3. Unternehmensbewertung als Wertsteigerungs-Maß 12
3.1 UNTERNEHMENSBEWERTUNGSVERFAHREN 13
3.1.1 Überblick 13
3.1.2 Kapitalwertmethoden 17
3.1.2.1 Das Kapitalwertprinzip zur Bestimmung des Bankenwertes 17
3.1.2.2 Equity- versus Entity-Methoden 19
3.1.2.3 Cash Flow- versus Ertragsüberschuss-Methoden 20
3.1.2.4 Equity-Verfahren 22
3.1.2.4.1 Dividend Discount Model / Ertragswertverfahren 22
3.1.2.4.2 Discounted Cash Flow mit Cost of Equity 26
3.1.2.5 Entity-Verfahren 28
3.1.2.5.1 Discounted Cash Flow mit Weighted Average Cost of Capital 28
3.1.2.5.2 Adjusted Present Value 33
3.1.2.6 Vorteilhaftigkeit der Equity-Methode und der Ertragswertmethode bei der Bankenbewertung 35
3.1.2.6.1 Diskussion der Entity- und Equity-Methode 35
3.1.2.6.2 Diskussion der DCF-Methode 37
3.1.2.6.3 Diskussion der Ertragswert-Methode 39
3.1.2.6.4 Konklusion 40
3.1.3 Bewertung der Deutschen Bank nach dem Dividend Discount Model / Ertragswertverfahren 41
3.1.3.1 Bewertung anhand Earnings Per Share-Prognosen 41
3.1.3.2 Bewertung anhand Detailplanung 44
3.1.3.2.1 Ableitung der Kapitalisierungsgröße 44
3.1.3.2.1.1 Wesentliche Annahmen für die Plan-Gewinn- und Verlustrechnung 45
3.1.3.2.1.2 Wesentliche Annahmen für die Ableitung der Plan-Bilanz 46
3.1.3.2.2 Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes nach dem Capital Asset Pricing Model 47
3.1.3.3 Bestimmung des Unternehmenswertes nach der Ertragswertmethode 54
3.1.4 Bewertung der Deutschen Bank durch ergänzende Marktbewer-tungsverfahren 55
3.1.4.1 Marktkapitalisierung 55
3.1.4.2 Multiples 55
3.1.5 Ergebnis der Bewertung 57
4. Performance Measures für die Deutsche Bank 58
4.1 ERGEBNIS VOR STEUERN UND RETURN ON EQUITY 58
4.2 AKTIENKURS, MARKTKAPITALISIERUNG UND MARKT-BUCHWERT-VERHÄLTNIS 62
4.3 COST-INCOME-RATIO 67
4.4 COST OF EQUITY 68
4.5 RESIDUAL INCOME / ECONOMIC VALUE ADDED 70
5. Konklusion 73
ANHANG 75
LITERATURVERZEICHNIS 89
VERSICHERUNG

Arbeit zitieren:
Thoma, Andreas März 2006: Wertorientierte Unternehmensführung: Analyse von Wertmanagementmaßnahmen in Banken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Value Brand, Unternehmensbewertung, Ertragswert, Economic Value Added, Stakeholder

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