Wertorientierte Unternehmensführung
Darstellung der historischen Entwicklung und der Komponenten dieses Managementansatzes sowie Ableitung geeigneter Kennzahlen und deren exemplarische, vergleichende Anwendung in ausgewählten Fällen börsennotierter Unternehmen in Deutschland
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Inga Zimmermann
- Abgabedatum: April 2004
- Umfang: 103 Seiten
- Dateigröße: 467,8 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9304-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9304-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9304-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zimmermann, Inga April 2004: Wertorientierte Unternehmensführung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmenswertmaximierung, Shareholder, EVA, Werttreiber, Balanced Scorecard
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Diplomarbeit von Inga Zimmermann
Einleitung:
Seit einiger Zeit existieren unterschiedliche Konzepte der neueren Kapitalmarkttheorie, unter denen besonders die wertorientierte Unternehmensführung stark diskutiert wird. Der Grund für die Diskussion liegt in der Betrachtungsweise dieses Managementansatzes, der häufig unter dem Oberbegriff des Shareholder Value zu öffentlichen Diskussionen geführt hat und häufig lediglich als ein Instrument dargestellt wurde, das durch kurzfristige Maßnahmen, wie z.B. dem Abbau von Arbeitsplätzen, den Börsenwert eines Unternehmens steigern soll.
In der vorliegenden Arbeit sollen diese „Vorurteile“ ausgeräumt werden, indem aufgezeigt wird, dass die Interpretation von einer kurzfristigen Gewinnmaximierung nicht im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung ist. Vielmehr stehen langfristig angelegte Strategien im Vordergrund, die auf eine Schaffung von Mehrwert innerhalb der Tätigkeitsfelder des Unternehmens abzielen, von denen nicht nur die Aktionäre profitieren. Die Steigerung des Unternehmenswertes bringt für alle Beteiligten des Unternehmens Vorteile, da nur Unternehmen mit Wertsteigerung langfristig am Markt existieren können.
Gang der Untersuchung:
Die grundlegende Zielsetzung der Arbeit besteht in der Darstellung der Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung sowie der sich daraus ableitenden finanziellen und nicht monetären Kennzahlen. Dabei ist kritisch zu hinterfragen, ob die wertorientierte Unternehmensführung tatsächlich ein geeignetes Steuerungsinstrument darstellt oder ob sie lediglich eine Modeerscheinung ist. Welche Probleme ergeben sich bei der Implementierung und welche wesentlichen Vorteile bringt sie im Gegensatz zu den herkömmlichen Steuerungssystemen?
Ein weiteres Ziel liegt in der Untersuchung der Anwendbarkeit und Vergleichbarkeit von wertorientierten Kennzahlen in der betrieblichen Praxis. Hier sollen anhand von veröffentlichten Publikationen Kennzahlen ermittelt und verglichen werden. Worin liegen die Stärken dieser Daten und was drücken sie aus?
Die vorliegende Diplomarbeit ist in sechs Kapitel unterteilt. In der Einleitung wird die Abgrenzung des Themas sowie die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit dargestellt. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Begriff und der historischen Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland. An dieser Stelle werden mögliche Gründe für die Einführung einer Wertorientierung diskutiert. Weiter wird differenziert auf die Interessen und Bedeutung der Anspruchsgruppen eingegangen.
Im dritten Kapitel werden die Kernkompetenzen des Managementansatzes dargestellt. Dabei wird zunächst auf die Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung eingegangen, um anschließend Methoden und Verfahren zur Strategieentwicklung und zur strategischen Überwachung vorzustellen und sie auf ihre Eignung für eine wertorientierte Unternehmensführung zu untersuchen. Um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, bedarf es weiter einem Werttreibermanagement, dessen Aufgabe in der Identifizierung und Kontrolle der wertsteigernden Determinanten liegt. Das anschließend beschriebene Risikomanagement beschäftigt sich mit der Früherkennung von Risiken und der Optimierung dieser. Einen weiteren wichtigen Bestandteil stellt die wertorientierte Berichterstattung dar. Sie zielt auf eine effiziente Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ab. Die Vergütungssysteme zielen darauf ab, dass die Unternehmensführung im Sinne der Kapitalgeber agiert. Dies wird durch eine Beteiligung des Managements an der Wertschaffung oder aber auch Wertvernichtung sichergestellt. Das wertorientierte Controlling befasst sich letztlich mit der Planung und Kontrolle, die für eine erfolgreiche Implementierung der wertorientierten Unternehmensführung notwendig ist.
Im vierten Kapital werden die aus dem Controlling resultierenden wertorientierten Kennzahlen dargestellt. Hier wird insbesondere auf die Darstellung, Ermittlung und Eignung des Discounted Cash-flow – Ansatzes und des Economic Value Added – Ansatz eingegangen, da diese im anschließenden empirischen Teil zur Anwendung kommen. Die Balanced Scorecard dient der Ableitung nicht monetärer Kennzahlen, die besonders bei der wertorientierten Unternehmensführung große Beachtung finden. Sie wird einer eingehenden Betrachtung im Hinblick auf ihre praktische Umsetzung unterzogen sowie auf die Einsatzmöglichkeiten im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung untersucht.
Auf Basis der in den vorangegangenen Kapiteln dargelegten Komponenten werden im fünften Abschnitt die abgeleiteten Kennzahlen untersucht. Diese empirische Analyse befasst sich mit dem Einsatz wertorientierter Kennzahlen bei börsennotierten Unternehmen der Automobilbranche in Deutschland. Hierbei wird insbesondere auf die Eignung und die Unterschiede der monetären Kennzahlen eingegangen.
Abschließend werden im sechsten Kapitel die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst. Insgesamt soll herausgearbeitet werden, dass die wertorientierte Unternehmensführung ein Ergebnis aus sich ändernden Umweltbedingungen für Unternehmen, Management und Mitarbeiter ist, die Wettbewerbsvorteile verschafft und durch Bausteine einer ganzheitlichen wertorientierten Unternehmensführung gestaltet wird.
Inhaltsverzeichnis:
| Wertorientierte Unternehmensführung | 0 | |
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Abgrenzung des Themas | 1 |
| 1.2 | Ziel und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Begriffsdefinitionen | 3 |
| 1.3.1 | Stakeholder und Stakeholder Ansatz | 3 |
| 1.3.2 | Shareholder und Shareholder Ansatz | 4 |
| 1.3.3 | Wertorientierte Unternehmensführung | 5 |
| 2 | Begriff und historische Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung | 7 |
| 2.1 | Begriff und Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland | 7 |
| 2.2 | Gründe für eine zunehmende wertorientierte Unternehmensführung bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland | 9 |
| 2.2.1 | Kapitalmarkterfordernisse | 9 |
| 2.2.2 | Kritik an traditionellen Kennzahlen | 10 |
| 2.2.3 | Entstehung des Marktes für Unternehmenskontrolle | 10 |
| 2.2.4 | Zunahme der institutionellen Anleger | 11 |
| 2.3 | Die Bedeutung der Anspruchsgruppen im wertorientierten Führungsprozess | 11 |
| 3. | Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung | 14 |
| 3.1 | Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung | 14 |
| 3.2 | Entwicklung wertorientierter Strategien | 15 |
| 3.2.1 | Entscheidung der Stoßrichtung | 17 |
| 3.2.2 | Strategische Geschäftseinheit | 19 |
| 3.2.3 | Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteil | 20 |
| 3.2.4 | Gestaltung der Wertschöpfungskette | 21 |
| 3.3 | Das Werttreibermanagement | 22 |
| 3.3.1 | Begriff und Bedeutung der Werttreiber | 22 |
| 3.3.2 | Die Werttreiberanalyse | 23 |
| 3.4 | Risikomanagement | 27 |
| 3.5 | Wertorientierte Berichterstattung | 31 |
| 3.5.1 | Grundlagen | 31 |
| 3.5.2 | Interne wertorientierte Kommunikation | 32 |
| 3.5.3 | Investor Relations | 32 |
| 3.6 | Wertorientierte Vergütungssysteme | 35 |
| 3.6.1 | Die Belegschaftsaktie | 36 |
| 3.6.2 | Aktienoptionen | 37 |
| 3.6.3 | Wertorientiertes Vergütungsmodell | 38 |
| 3.7 | Einführung eines wertorientierten Controlling | 39 |
| 3.7.1 | Aufgaben eines wertorientierten Controlling | 39 |
| 3.7.2 | Aufgaben der operativen Kontrolle | 41 |
| 3.7.2.1 | Maßnahmencontrolling | 41 |
| 3.7.2.2 | Wirkungscontrolling | 42 |
| 3.7.3 | Aufgaben der strategischen Kontrolle | 43 |
| 3.7.3.1 | Performancekontrolle | 44 |
| 3.7.3.2 | Prämissenkontrolle | 44 |
| 3.7.3.3 | Durchführungskontrolle | 45 |
| 4. | Ermittlung wertorientierter Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 46 |
| 4.1 | Überblick zur Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.1.1 | Anlässe zur Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.1.2 | Methoden der Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.2 | Die Discounted Cash Flow Methode | 47 |
| 4.2.1 | Begriff und Ermittlung des freien Cash-flows | 49 |
| 4.2.2 | Ableitung des Kalkulationszinssatzes | 51 |
| 4.2.2.1 | Ermittlung des gewichteten Gesamtkapitalkostensatzes | 51 |
| 4.2.2.2 | Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes | 52 |
| 4.2.2.3 | Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes | 52 |
| 4.2.3 | Beurteilung der DCF- Methode | 53 |
| 4.3 | Return on Capital Employed und Return on Net Assets | 55 |
| 4.4 | Economic Value Added und Market Value Added | 56 |
| 4.4.1 | Grundlagen des EVA- Konzeptes | 56 |
| 4.4.1.1 | Das investierte Kapital | 57 |
| 4.4.1.2 | Der Kapitalkostensatz des EVA Konzeptes | 58 |
| 4.4.1.3 | Operativen Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen | 59 |
| 4.4.2 | Berechnung des EVA | 59 |
| 4.4.3 | Beurteilung des EVA | 60 |
| 4.4.4 | Market Value Added | 62 |
| 4.5 | Alternative wertorientierte Kennzahlen | 62 |
| 4.6 | Ermittlung nicht monetärer Kennzahlen | 63 |
| 4.6.1 | Die Balance Scorecard als Konzept zur operativen Umsetzung der wertorientierten Strategien | 63 |
| 4.6.2 | Weiterentwicklung der Balanced Scorecard | 65 |
| 4.6.3 | Ableitung geeigneter nicht monetärer Kennzahlen für die wertorientierte Unternehmensführung anhand der BSC | 66 |
| 4.6.3.1 | Finanzwirtschaftliche Perspektive | 66 |
| 4.6.3.2 | Kundenorientierte Perspektive | 67 |
| 4.6.3.3 | Prozessorientierte Perspektive | 68 |
| 4.6.3.4 | Die potentialorientierte Perspektive | 69 |
| 4.6.4 | Kritische Analyse der Implementierung des Balanced Scorecard- Konzeptes | 70 |
| 5. | Anwendung der abgeleiteten Kennzahlen am Beispiel von börsennotierten Unternehmen der deutschen Automobilindustrie | 72 |
| 5.1 | Vorgehensweise der empirischen Untersuchung | 72 |
| 5.2 | Angaben über die untersuchten Unternehmen | 73 |
| 5.3 | Darstellender Vergleich von Unternehmenskennzahlen anhand publizierter Informationen | 74 |
| 5.3.1 | Analyse des Ecocomic Value Added bei Volkswagen | 74 |
| 5.3.2 | Analyse des Value Added bei Daimler Chrysler | 76 |
| 5.3.3 | Analyse des RONA bei Kolbenschmidt Pierburg AG | 77 |
| 5.3.4 | Vergleich der drei Kennzahlen | 78 |
| 5.3.5 | Kapitalflussrechnung | 78 |
| 5.3.6 | Kennzahlen der Mitarbeiter | 80 |
| 5.3.7 | Vergütung des Managements | 82 |
| 5.3.8 | Kennzahlen der Aktionäre | 83 |
| 5.3.9 | Verteilung der Werstschöpfung bei Volkswagen | 85 |
| 5.4 | Abschließende Beurteilung der untersuchten Kennzahlen | 85 |
| 6. | Fazit | 87 |
| Literaturverzeichnis | 89 | |
| Eidesstattliche Versicherung | 98 |
Inhaltsverzeichnis:
| Wertorientierte Unternehmensführung | 0 | |
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Abgrenzung des Themas | 1 |
| 1.2 | Ziel und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 1.3 | Begriffsdefinitionen | 3 |
| 1.3.1 | Stakeholder und Stakeholder Ansatz | 3 |
| 1.3.2 | Shareholder und Shareholder Ansatz | 4 |
| 1.3.3 | Wertorientierte Unternehmensführung | 5 |
| 2 | Begriff und historische Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung | 7 |
| 2.1 | Begriff und Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland | 7 |
| 2.2 | Gründe für eine zunehmende wertorientierte Unternehmensführung bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland | 9 |
| 2.2.1 | Kapitalmarkterfordernisse | 9 |
| 2.2.2 | Kritik an traditionellen Kennzahlen | 10 |
| 2.2.3 | Entstehung des Marktes für Unternehmenskontrolle | 10 |
| 2.2.4 | Zunahme der institutionellen Anleger | 11 |
| 2.3 | Die Bedeutung der Anspruchsgruppen im wertorientierten Führungsprozess | 11 |
| 3. | Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung | 14 |
| 3.1 | Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung | 14 |
| 3.2 | Entwicklung wertorientierter Strategien | 15 |
| 3.2.1 | Entscheidung der Stoßrichtung | 17 |
| 3.2.2 | Strategische Geschäftseinheit | 19 |
| 3.2.3 | Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteil | 20 |
| 3.2.4 | Gestaltung der Wertschöpfungskette | 21 |
| 3.3 | Das Werttreibermanagement | 22 |
| 3.3.1 | Begriff und Bedeutung der Werttreiber | 22 |
| 3.3.2 | Die Werttreiberanalyse | 23 |
| 3.4 | Risikomanagement | 27 |
| 3.5 | Wertorientierte Berichterstattung | 31 |
| 3.5.1 | Grundlagen | 31 |
| 3.5.2 | Interne wertorientierte Kommunikation | 32 |
| 3.5.3 | Investor Relations | 32 |
| 3.6 | Wertorientierte Vergütungssysteme | 35 |
| 3.6.1 | Die Belegschaftsaktie | 36 |
| 3.6.2 | Aktienoptionen | 37 |
| 3.6.3 | Wertorientiertes Vergütungsmodell | 38 |
| 3.7 | Einführung eines wertorientierten Controlling | 39 |
| 3.7.1 | Aufgaben eines wertorientierten Controlling | 39 |
| 3.7.2 | Aufgaben der operativen Kontrolle | 41 |
| 3.7.2.1 | Maßnahmencontrolling | 41 |
| 3.7.2.2 | Wirkungscontrolling | 42 |
| 3.7.3 | Aufgaben der strategischen Kontrolle | 43 |
| 3.7.3.1 | Performancekontrolle | 44 |
| 3.7.3.2 | Prämissenkontrolle | 44 |
| 3.7.3.3 | Durchführungskontrolle | 45 |
| 4. | Ermittlung wertorientierter Kennzahlen und Kennzahlensysteme | 46 |
| 4.1 | Überblick zur Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.1.1 | Anlässe zur Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.1.2 | Methoden der Unternehmensbewertung | 46 |
| 4.2 | Die Discounted Cash Flow Methode | 47 |
| 4.2.1 | Begriff und Ermittlung des freien Cash-flows | 49 |
| 4.2.2 | Ableitung des Kalkulationszinssatzes | 51 |
| 4.2.2.1 | Ermittlung des gewichteten Gesamtkapitalkostensatzes | 51 |
| 4.2.2.2 | Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes | 52 |
| 4.2.2.3 | Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes | 52 |
| 4.2.3 | Beurteilung der DCF- Methode | 53 |
| 4.3 | Return on Capital Employed und Return on Net Assets | 55 |
| 4.4 | Economic Value Added und Market Value Added | 56 |
| 4.4.1 | Grundlagen des EVA- Konzeptes | 56 |
| 4.4.1.1 | Das investierte Kapital | 57 |
| 4.4.1.2 | Der Kapitalkostensatz des EVA Konzeptes | 58 |
| 4.4.1.3 | Operativen Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen | 59 |
| 4.4.2 | Berechnung des EVA | 59 |
| 4.4.3 | Beurteilung des EVA | 60 |
| 4.4.4 | Market Value Added | 62 |
| 4.5 | Alternative wertorientierte Kennzahlen | 62 |
| 4.6 | Ermittlung nicht monetärer Kennzahlen | 63 |
| 4.6.1 | Die Balance Scorecard als Konzept zur operativen Umsetzung der wertorientierten Strategien | 63 |
| 4.6.2 | Weiterentwicklung der Balanced Scorecard | 65 |
| 4.6.3 | Ableitung geeigneter nicht monetärer Kennzahlen für die wertorientierte Unternehmensführung anhand der BSC | 66 |
| 4.6.3.1 | Finanzwirtschaftliche Perspektive | 66 |
| 4.6.3.2 | Kundenorientierte Perspektive | 67 |
| 4.6.3.3 | Prozessorientierte Perspektive | 68 |
| 4.6.3.4 | Die potentialorientierte Perspektive | 69 |
| 4.6.4 | Kritische Analyse der Implementierung des Balanced Scorecard- Konzeptes | 70 |
| 5. | Anwendung der abgeleiteten Kennzahlen am Beispiel von börsennotierten Unternehmen der deutschen Automobilindustrie | 72 |
| 5.1 | Vorgehensweise der empirischen Untersuchung | 72 |
| 5.2 | Angaben über die untersuchten Unternehmen | 73 |
| 5.3 | Darstellender Vergleich von Unternehmenskennzahlen anhand publizierter Informationen | 74 |
| 5.3.1 | Analyse des Ecocomic Value Added bei Volkswagen | 74 |
| 5.3.2 | Analyse des Value Added bei Daimler Chrysler | 76 |
| 5.3.3 | Analyse des RONA bei Kolbenschmidt Pierburg AG | 77 |
| 5.3.4 | Vergleich der drei Kennzahlen | 78 |
| 5.3.5 | Kapitalflussrechnung | 78 |
| 5.3.6 | Kennzahlen der Mitarbeiter | 80 |
| 5.3.7 | Vergütung des Managements | 82 |
| 5.3.8 | Kennzahlen der Aktionäre | 83 |
| 5.3.9 | Verteilung der Werstschöpfung bei Volkswagen | 85 |
| 5.4 | Abschließende Beurteilung der untersuchten Kennzahlen | 85 |
| 6. | Fazit | 87 |
| Literaturverzeichnis | 89 | |
| Eidesstattliche Versicherung | 98 |
40 und operative Kontrolle. Es ist nicht wie das traditionelle Controlling auf die kurzfristige Maximierung einer Renditeziffer ausgerichtet, sondern auf eine langfristige Maximierung des Unternehmenswertes. Der Aufgabenbereich erweitert sich somit um die Darstellung steuerungsrelevanter Informationen, die dem Management als Unterstützung im Tagesgeschäft von großem Nutzen sind. Durch diese zusätzlichen Funktionen der Kontrolle und Planung lässt sich der Erfolg oder Misserfolg einer strategischen Maßnahme rechtzeitig erkennen und das Management ist frühzeitig in der Lage zu intervenieren. Das Ziel eines wertorientierten Controllings ist die Schaffung eines Planungs-, Berichts-, und Steuerungssystems, das einerseits als Anreizsystem dient und andererseits zur Steuerung des Portfolios beiträgt.117 Dabei stehen primär die Erfolgsentstehung und die Messung der Wertentstehung im Mittelpunkt. Die Messung kann auf Basis von Residualgewinnverfahren erfolgen, die durch das Hervorbringen einer singulären Kennzahl die Veränderungen des Unternehmenswertes und der einzelnen Geschäftsbereiche über eine bestimmte Periode darstellen. Das Ergebnis eines hohen Wertbeitrags findet im Unternehmen Annerkennung, während ein niedriger Wertbeitrag als Anreiz zur Verbesserung dient.118 Ergibt sich der niedrige Wertbeitrag über einen längeren Zeitraum, so muss über eine Veränderung des Portfolios nachgedacht werden. Die optimale Verwendung von knappen Ressourcen wie Finanzmittel oder Arbeitskräfte müssen im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung in die erfolgreichsten Geschäfte gelenkt werden. 119 Das operative Controlling dokumentiert den aktuellen Stand der Maßnahmenimplementierung und misst die Wirkung der bereits umgesetzten Maßnahmen. Dies hat den Vorteil, dass mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können.120 Ausgehend beobachtet [...]
39 Die Vergütungsregelung wird als Rahmenvertrag zwischen dem Unternehmen und dem erfolgsbeteiligtem Management abgeschlossen, innerhalb dessen die Optionsrechte in regelmäßigen Abständen neu vereinbart werden. Dies gewährleistet eine langfristige Orientierung des Vergütungsmodells und stellt gleichzeitig einen Schutz vor möglichen Prognosefehlern bei der Ermittlung kapitalwertorientierter Steuerungsgrößen dar. Die Beteiligung am Unternehmenserfolg sollte jedoch nicht nur auf Managementebene erfolgen, sondern in anderer Form auch für die nicht führungsberechtigten Mitarbeiter gelten. Diese sollten über Erfolgsprämien ausschließlich am Unternehmenserfolg teilhaben, da das Risiko bei einer eventuellen Verlustbeteiligung für sie nicht tragbar wäre. Alternativen für die Erfolgsbeteiligung von nicht führungsberechtigten Mitarbeitern sind zum einen die schon unter Punkt 3.6.1 beschriebene Belegschaftsaktie oder Prämien, die ebenfalls nach den Grundsätzen der kapitalwertorientierten Erfolgsbeteiligungen errechnet werden. Dabei werden die Mitarbeiter jedoch erst nach Erfüllung der Mindestansprüche sämtlicher Anspruchsgruppen beteiligt. [...]
38 3.6.3 Wertorientiertes Vergütungsmodell112 Eine zweckmäßige Alternative zur Ausgabe von Aktienoptionsplänen ist der Abschluss eines bilateralen Vergütungsvertrags mit optionsähnlichem Charakter zwischen Unternehmen und Führungskräften. Den anspruchsberechtigten Führungskräften wird eine Position eingeräumt, die mit der eines Inhabers von Call-Optionen vergleichbar ist, während das Unternehmen als Stillhalter agiert. Den Führungskräften wird somit das Recht eingeräumt, Aktien zum vereinbarten Basispreis von dem Stillhalter zu erwerben, wobei das Gewinnpotential der CallOption bei steigenden Kursen des Basispreises unbegrenzt ist. Jedoch bezieht sich der Vergütungsvertrag nicht auf reale Aktien, sondern auf die Zahlung des Differenzbetrages zwischen dem aktuellen Wert des Basisobjektes und dem vereinbarten Basispreis, um so Transaktionskostenvorteile und Verwässerungseffekte zu Lasten der Anteilseigner zu vermeiden. Da der durch das Optionsrecht begründete erfolgsabhängige Vergütungsanteil Bestandteil der Gesamtvergütung ist, zahlen die Führungskräfte keinen Optionspreis für das Optionsrecht. Eine solche Vergütungsregelung lässt die Unternehmensleitung an einer Wertsteigerung des Unternehmens teilhaben, jedoch tragen sie im Falle einer negativen Unternehmensentwicklung keine Konsequenzen. Erweitert man diese Vergütungsregelung zu einer Kombination aus Call- und Put-Optionen, so ist eine vollständige Erfassung der unternehmerischen Chancen und Risiken gegeben. 113 Die vertragliche Stellung des Managements entspricht dann dem Inhaber einer Call-Option sowie gleichzeitig dem Stillhalter einer Put-Option. Gelingt es ihnen, den Unternehmenswert zu steigern, so erhalten sie eine positive Vergütung. Steigt der Unternehmenswert nur unterdurchschnittlich oder wird er gemindert, so tragen sie die Konsequenz durch eine negative Erfolgsbeteiligung, indem sie die Differenz zwischen dem Basispreis und dem niedrigen Bruttounternehmenswert zahlen. Der wesentliche Vorteil eines solchen Vergütungsmodells liegt in der Partizipation der Führungskräfte an der Entwicklung des Untermnehmens und gewährleistet gleichzeitig, dass die Erfolgsbeteiligung von Führungskräften erst dann wirksam wird, wenn die Mindestansprüche der anderen Anspruchsgruppen erfüllt worden sind. [...]
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Arbeit zitieren:
Zimmermann, Inga April 2004: Wertorientierte Unternehmensführung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Unternehmenswertmaximierung, Shareholder, EVA, Werttreiber, Balanced Scorecard



