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Wertorientierte Unternehmensführung

Darstellung der historischen Entwicklung und der Komponenten dieses Managementansatzes sowie Ableitung geeigneter Kennzahlen und deren exemplarische, vergleichende Anwendung in ausgewählten Fällen börsennotierter Unternehmen in Deutschland

Wertorientierte Unternehmensführung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Inga Zimmermann
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 467,8 KB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9304-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9304-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9304-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zimmermann, Inga April 2004: Wertorientierte Unternehmensführung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenswertmaximierung, Shareholder, EVA, Werttreiber, Balanced Scorecard

Diplomarbeit von Inga Zimmermann

Einleitung:

Seit einiger Zeit existieren unterschiedliche Konzepte der neueren Kapitalmarkttheorie, unter denen besonders die wertorientierte Unternehmensführung stark diskutiert wird. Der Grund für die Diskussion liegt in der Betrachtungsweise dieses Managementansatzes, der häufig unter dem Oberbegriff des Shareholder Value zu öffentlichen Diskussionen geführt hat und häufig lediglich als ein Instrument dargestellt wurde, das durch kurzfristige Maßnahmen, wie z.B. dem Abbau von Arbeitsplätzen, den Börsenwert eines Unternehmens steigern soll.

In der vorliegenden Arbeit sollen diese „Vorurteile“ ausgeräumt werden, indem aufgezeigt wird, dass die Interpretation von einer kurzfristigen Gewinnmaximierung nicht im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung ist. Vielmehr stehen langfristig angelegte Strategien im Vordergrund, die auf eine Schaffung von Mehrwert innerhalb der Tätigkeitsfelder des Unternehmens abzielen, von denen nicht nur die Aktionäre profitieren. Die Steigerung des Unternehmenswertes bringt für alle Beteiligten des Unternehmens Vorteile, da nur Unternehmen mit Wertsteigerung langfristig am Markt existieren können.

Gang der Untersuchung:

Die grundlegende Zielsetzung der Arbeit besteht in der Darstellung der Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung sowie der sich daraus ableitenden finanziellen und nicht monetären Kennzahlen. Dabei ist kritisch zu hinterfragen, ob die wertorientierte Unternehmensführung tatsächlich ein geeignetes Steuerungsinstrument darstellt oder ob sie lediglich eine Modeerscheinung ist. Welche Probleme ergeben sich bei der Implementierung und welche wesentlichen Vorteile bringt sie im Gegensatz zu den herkömmlichen Steuerungssystemen?

Ein weiteres Ziel liegt in der Untersuchung der Anwendbarkeit und Vergleichbarkeit von wertorientierten Kennzahlen in der betrieblichen Praxis. Hier sollen anhand von veröffentlichten Publikationen Kennzahlen ermittelt und verglichen werden. Worin liegen die Stärken dieser Daten und was drücken sie aus?

Die vorliegende Diplomarbeit ist in sechs Kapitel unterteilt. In der Einleitung wird die Abgrenzung des Themas sowie die Zielsetzung und der Aufbau der Arbeit dargestellt. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem Begriff und der historischen Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland. An dieser Stelle werden mögliche Gründe für die Einführung einer Wertorientierung diskutiert. Weiter wird differenziert auf die Interessen und Bedeutung der Anspruchsgruppen eingegangen.

Im dritten Kapitel werden die Kernkompetenzen des Managementansatzes dargestellt. Dabei wird zunächst auf die Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung eingegangen, um anschließend Methoden und Verfahren zur Strategieentwicklung und zur strategischen Überwachung vorzustellen und sie auf ihre Eignung für eine wertorientierte Unternehmensführung zu untersuchen. Um den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, bedarf es weiter einem Werttreibermanagement, dessen Aufgabe in der Identifizierung und Kontrolle der wertsteigernden Determinanten liegt. Das anschließend beschriebene Risikomanagement beschäftigt sich mit der Früherkennung von Risiken und der Optimierung dieser. Einen weiteren wichtigen Bestandteil stellt die wertorientierte Berichterstattung dar. Sie zielt auf eine effiziente Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ab. Die Vergütungssysteme zielen darauf ab, dass die Unternehmensführung im Sinne der Kapitalgeber agiert. Dies wird durch eine Beteiligung des Managements an der Wertschaffung oder aber auch Wertvernichtung sichergestellt. Das wertorientierte Controlling befasst sich letztlich mit der Planung und Kontrolle, die für eine erfolgreiche Implementierung der wertorientierten Unternehmensführung notwendig ist.

Im vierten Kapital werden die aus dem Controlling resultierenden wertorientierten Kennzahlen dargestellt. Hier wird insbesondere auf die Darstellung, Ermittlung und Eignung des Discounted Cash-flow – Ansatzes und des Economic Value Added – Ansatz eingegangen, da diese im anschließenden empirischen Teil zur Anwendung kommen. Die Balanced Scorecard dient der Ableitung nicht monetärer Kennzahlen, die besonders bei der wertorientierten Unternehmensführung große Beachtung finden. Sie wird einer eingehenden Betrachtung im Hinblick auf ihre praktische Umsetzung unterzogen sowie auf die Einsatzmöglichkeiten im Rahmen einer wertorientierten Unternehmensführung untersucht.

Auf Basis der in den vorangegangenen Kapiteln dargelegten Komponenten werden im fünften Abschnitt die abgeleiteten Kennzahlen untersucht. Diese empirische Analyse befasst sich mit dem Einsatz wertorientierter Kennzahlen bei börsennotierten Unternehmen der Automobilbranche in Deutschland. Hierbei wird insbesondere auf die Eignung und die Unterschiede der monetären Kennzahlen eingegangen.

Abschließend werden im sechsten Kapitel die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst. Insgesamt soll herausgearbeitet werden, dass die wertorientierte Unternehmensführung ein Ergebnis aus sich ändernden Umweltbedingungen für Unternehmen, Management und Mitarbeiter ist, die Wettbewerbsvorteile verschafft und durch Bausteine einer ganzheitlichen wertorientierten Unternehmensführung gestaltet wird.

Inhaltsverzeichnis:

Wertorientierte Unternehmensführung 0
Inhaltsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Abgrenzung des Themas 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 1
1.3 Begriffsdefinitionen 3
1.3.1 Stakeholder und Stakeholder Ansatz 3
1.3.2 Shareholder und Shareholder Ansatz 4
1.3.3 Wertorientierte Unternehmensführung 5
2 Begriff und historische Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung 7
2.1 Begriff und Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland 7
2.2 Gründe für eine zunehmende wertorientierte Unternehmensführung bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland 9
2.2.1 Kapitalmarkterfordernisse 9
2.2.2 Kritik an traditionellen Kennzahlen 10
2.2.3 Entstehung des Marktes für Unternehmenskontrolle 10
2.2.4 Zunahme der institutionellen Anleger 11
2.3 Die Bedeutung der Anspruchsgruppen im wertorientierten Führungsprozess 11
3. Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung 14
3.1 Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung 14
3.2 Entwicklung wertorientierter Strategien 15
3.2.1 Entscheidung der Stoßrichtung 17
3.2.2 Strategische Geschäftseinheit 19
3.2.3 Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteil 20
3.2.4 Gestaltung der Wertschöpfungskette 21
3.3 Das Werttreibermanagement 22
3.3.1 Begriff und Bedeutung der Werttreiber 22
3.3.2 Die Werttreiberanalyse 23
3.4 Risikomanagement 27
3.5 Wertorientierte Berichterstattung 31
3.5.1 Grundlagen 31
3.5.2 Interne wertorientierte Kommunikation 32
3.5.3 Investor Relations 32
3.6 Wertorientierte Vergütungssysteme 35
3.6.1 Die Belegschaftsaktie 36
3.6.2 Aktienoptionen 37
3.6.3 Wertorientiertes Vergütungsmodell 38
3.7 Einführung eines wertorientierten Controlling 39
3.7.1 Aufgaben eines wertorientierten Controlling 39
3.7.2 Aufgaben der operativen Kontrolle 41
3.7.2.1 Maßnahmencontrolling 41
3.7.2.2 Wirkungscontrolling 42
3.7.3 Aufgaben der strategischen Kontrolle 43
3.7.3.1 Performancekontrolle 44
3.7.3.2 Prämissenkontrolle 44
3.7.3.3 Durchführungskontrolle 45
4. Ermittlung wertorientierter Kennzahlen und Kennzahlensysteme 46
4.1 Überblick zur Unternehmensbewertung 46
4.1.1 Anlässe zur Unternehmensbewertung 46
4.1.2 Methoden der Unternehmensbewertung 46
4.2 Die Discounted Cash Flow Methode 47
4.2.1 Begriff und Ermittlung des freien Cash-flows 49
4.2.2 Ableitung des Kalkulationszinssatzes 51
4.2.2.1 Ermittlung des gewichteten Gesamtkapitalkostensatzes 51
4.2.2.2 Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes 52
4.2.2.3 Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes 52
4.2.3 Beurteilung der DCF- Methode 53
4.3 Return on Capital Employed und Return on Net Assets 55
4.4 Economic Value Added und Market Value Added 56
4.4.1 Grundlagen des EVA- Konzeptes 56
4.4.1.1 Das investierte Kapital 57
4.4.1.2 Der Kapitalkostensatz des EVA Konzeptes 58
4.4.1.3 Operativen Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen 59
4.4.2 Berechnung des EVA 59
4.4.3 Beurteilung des EVA 60
4.4.4 Market Value Added 62
4.5 Alternative wertorientierte Kennzahlen 62
4.6 Ermittlung nicht monetärer Kennzahlen 63
4.6.1 Die Balance Scorecard als Konzept zur operativen Umsetzung der wertorientierten Strategien 63
4.6.2 Weiterentwicklung der Balanced Scorecard 65
4.6.3 Ableitung geeigneter nicht monetärer Kennzahlen für die wertorientierte Unternehmensführung anhand der BSC 66
4.6.3.1 Finanzwirtschaftliche Perspektive 66
4.6.3.2 Kundenorientierte Perspektive 67
4.6.3.3 Prozessorientierte Perspektive 68
4.6.3.4 Die potentialorientierte Perspektive 69
4.6.4 Kritische Analyse der Implementierung des Balanced Scorecard- Konzeptes 70
5. Anwendung der abgeleiteten Kennzahlen am Beispiel von börsennotierten Unternehmen der deutschen Automobilindustrie 72
5.1 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung 72
5.2 Angaben über die untersuchten Unternehmen 73
5.3 Darstellender Vergleich von Unternehmenskennzahlen anhand publizierter Informationen 74
5.3.1 Analyse des Ecocomic Value Added bei Volkswagen 74
5.3.2 Analyse des Value Added bei Daimler Chrysler 76
5.3.3 Analyse des RONA bei Kolbenschmidt Pierburg AG 77
5.3.4 Vergleich der drei Kennzahlen 78
5.3.5 Kapitalflussrechnung 78
5.3.6 Kennzahlen der Mitarbeiter 80
5.3.7 Vergütung des Managements 82
5.3.8 Kennzahlen der Aktionäre 83
5.3.9 Verteilung der Werstschöpfung bei Volkswagen 85
5.4 Abschließende Beurteilung der untersuchten Kennzahlen 85
6. Fazit 87
Literaturverzeichnis 89
Eidesstattliche Versicherung 98

Inhaltsverzeichnis:

Wertorientierte Unternehmensführung 0
Inhaltsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Abgrenzung des Themas 1
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit 1
1.3 Begriffsdefinitionen 3
1.3.1 Stakeholder und Stakeholder Ansatz 3
1.3.2 Shareholder und Shareholder Ansatz 4
1.3.3 Wertorientierte Unternehmensführung 5
2 Begriff und historische Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung 7
2.1 Begriff und Entwicklung der wertorientierten Unternehmensführung in Deutschland 7
2.2 Gründe für eine zunehmende wertorientierte Unternehmensführung bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland 9
2.2.1 Kapitalmarkterfordernisse 9
2.2.2 Kritik an traditionellen Kennzahlen 10
2.2.3 Entstehung des Marktes für Unternehmenskontrolle 10
2.2.4 Zunahme der institutionellen Anleger 11
2.3 Die Bedeutung der Anspruchsgruppen im wertorientierten Führungsprozess 11
3. Komponenten einer wertorientierten Unternehmensführung 14
3.1 Unternehmenswertmaximierung als zentrales Ziel der wertorientierten Unternehmensführung 14
3.2 Entwicklung wertorientierter Strategien 15
3.2.1 Entscheidung der Stoßrichtung 17
3.2.2 Strategische Geschäftseinheit 19
3.2.3 Kernkompetenzen und Wettbewerbsvorteil 20
3.2.4 Gestaltung der Wertschöpfungskette 21
3.3 Das Werttreibermanagement 22
3.3.1 Begriff und Bedeutung der Werttreiber 22
3.3.2 Die Werttreiberanalyse 23
3.4 Risikomanagement 27
3.5 Wertorientierte Berichterstattung 31
3.5.1 Grundlagen 31
3.5.2 Interne wertorientierte Kommunikation 32
3.5.3 Investor Relations 32
3.6 Wertorientierte Vergütungssysteme 35
3.6.1 Die Belegschaftsaktie 36
3.6.2 Aktienoptionen 37
3.6.3 Wertorientiertes Vergütungsmodell 38
3.7 Einführung eines wertorientierten Controlling 39
3.7.1 Aufgaben eines wertorientierten Controlling 39
3.7.2 Aufgaben der operativen Kontrolle 41
3.7.2.1 Maßnahmencontrolling 41
3.7.2.2 Wirkungscontrolling 42
3.7.3 Aufgaben der strategischen Kontrolle 43
3.7.3.1 Performancekontrolle 44
3.7.3.2 Prämissenkontrolle 44
3.7.3.3 Durchführungskontrolle 45
4. Ermittlung wertorientierter Kennzahlen und Kennzahlensysteme 46
4.1 Überblick zur Unternehmensbewertung 46
4.1.1 Anlässe zur Unternehmensbewertung 46
4.1.2 Methoden der Unternehmensbewertung 46
4.2 Die Discounted Cash Flow Methode 47
4.2.1 Begriff und Ermittlung des freien Cash-flows 49
4.2.2 Ableitung des Kalkulationszinssatzes 51
4.2.2.1 Ermittlung des gewichteten Gesamtkapitalkostensatzes 51
4.2.2.2 Ermittlung des Fremdkapitalkostensatzes 52
4.2.2.3 Ermittlung des Eigenkapitalkostensatzes 52
4.2.3 Beurteilung der DCF- Methode 53
4.3 Return on Capital Employed und Return on Net Assets 55
4.4 Economic Value Added und Market Value Added 56
4.4.1 Grundlagen des EVA- Konzeptes 56
4.4.1.1 Das investierte Kapital 57
4.4.1.2 Der Kapitalkostensatz des EVA Konzeptes 58
4.4.1.3 Operativen Ergebnis vor Steuern und nach Zinsen 59
4.4.2 Berechnung des EVA 59
4.4.3 Beurteilung des EVA 60
4.4.4 Market Value Added 62
4.5 Alternative wertorientierte Kennzahlen 62
4.6 Ermittlung nicht monetärer Kennzahlen 63
4.6.1 Die Balance Scorecard als Konzept zur operativen Umsetzung der wertorientierten Strategien 63
4.6.2 Weiterentwicklung der Balanced Scorecard 65
4.6.3 Ableitung geeigneter nicht monetärer Kennzahlen für die wertorientierte Unternehmensführung anhand der BSC 66
4.6.3.1 Finanzwirtschaftliche Perspektive 66
4.6.3.2 Kundenorientierte Perspektive 67
4.6.3.3 Prozessorientierte Perspektive 68
4.6.3.4 Die potentialorientierte Perspektive 69
4.6.4 Kritische Analyse der Implementierung des Balanced Scorecard- Konzeptes 70
5. Anwendung der abgeleiteten Kennzahlen am Beispiel von börsennotierten Unternehmen der deutschen Automobilindustrie 72
5.1 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung 72
5.2 Angaben über die untersuchten Unternehmen 73
5.3 Darstellender Vergleich von Unternehmenskennzahlen anhand publizierter Informationen 74
5.3.1 Analyse des Ecocomic Value Added bei Volkswagen 74
5.3.2 Analyse des Value Added bei Daimler Chrysler 76
5.3.3 Analyse des RONA bei Kolbenschmidt Pierburg AG 77
5.3.4 Vergleich der drei Kennzahlen 78
5.3.5 Kapitalflussrechnung 78
5.3.6 Kennzahlen der Mitarbeiter 80
5.3.7 Vergütung des Managements 82
5.3.8 Kennzahlen der Aktionäre 83
5.3.9 Verteilung der Werstschöpfung bei Volkswagen 85
5.4 Abschließende Beurteilung der untersuchten Kennzahlen 85
6. Fazit 87
Literaturverzeichnis 89
Eidesstattliche Versicherung 98

Automatisiert erstellter Textauszug:

40 und operative Kontrolle. Es ist nicht wie das traditionelle Controlling auf die kurzfristige Maximierung einer Renditeziffer ausgerichtet, sondern auf eine langfristige Maximierung des Unternehmenswertes. Der Aufgabenbereich erweitert sich somit um die Darstellung steuerungsrelevanter Informationen, die dem Management als Unterstützung im Tagesgeschäft von großem Nutzen sind. Durch diese zusätzlichen Funktionen der Kontrolle und Planung lässt sich der Erfolg oder Misserfolg einer strategischen Maßnahme rechtzeitig erkennen und das Management ist frühzeitig in der Lage zu intervenieren. Das Ziel eines wertorientierten Controllings ist die Schaffung eines Planungs-, Berichts-, und Steuerungssystems, das einerseits als Anreizsystem dient und andererseits zur Steuerung des Portfolios beiträgt.117 Dabei stehen primär die Erfolgsentstehung und die Messung der Wertentstehung im Mittelpunkt. Die Messung kann auf Basis von Residualgewinnverfahren erfolgen, die durch das Hervorbringen einer singulären Kennzahl die Veränderungen des Unternehmenswertes und der einzelnen Geschäftsbereiche über eine bestimmte Periode darstellen. Das Ergebnis eines hohen Wertbeitrags findet im Unternehmen Annerkennung, während ein niedriger Wertbeitrag als Anreiz zur Verbesserung dient.118 Ergibt sich der niedrige Wertbeitrag über einen längeren Zeitraum, so muss über eine Veränderung des Portfolios nachgedacht werden. Die optimale Verwendung von knappen Ressourcen wie Finanzmittel oder Arbeitskräfte müssen im Sinne der wertorientierten Unternehmensführung in die erfolgreichsten Geschäfte gelenkt werden. 119 Das operative Controlling dokumentiert den aktuellen Stand der Maßnahmenimplementierung und misst die Wirkung der bereits umgesetzten Maßnahmen. Dies hat den Vorteil, dass mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden können.120 Ausgehend beobachtet [...]

39 Die Vergütungsregelung wird als Rahmenvertrag zwischen dem Unternehmen und dem erfolgsbeteiligtem Management abgeschlossen, innerhalb dessen die Optionsrechte in regelmäßigen Abständen neu vereinbart werden. Dies gewährleistet eine langfristige Orientierung des Vergütungsmodells und stellt gleichzeitig einen Schutz vor möglichen Prognosefehlern bei der Ermittlung kapitalwertorientierter Steuerungsgrößen dar. Die Beteiligung am Unternehmenserfolg sollte jedoch nicht nur auf Managementebene erfolgen, sondern in anderer Form auch für die nicht führungsberechtigten Mitarbeiter gelten. Diese sollten über Erfolgsprämien ausschließlich am Unternehmenserfolg teilhaben, da das Risiko bei einer eventuellen Verlustbeteiligung für sie nicht tragbar wäre. Alternativen für die Erfolgsbeteiligung von nicht führungsberechtigten Mitarbeitern sind zum einen die schon unter Punkt 3.6.1 beschriebene Belegschaftsaktie oder Prämien, die ebenfalls nach den Grundsätzen der kapitalwertorientierten Erfolgsbeteiligungen errechnet werden. Dabei werden die Mitarbeiter jedoch erst nach Erfüllung der Mindestansprüche sämtlicher Anspruchsgruppen beteiligt. [...]

38 3.6.3 Wertorientiertes Vergütungsmodell112 Eine zweckmäßige Alternative zur Ausgabe von Aktienoptionsplänen ist der Abschluss eines bilateralen Vergütungsvertrags mit optionsähnlichem Charakter zwischen Unternehmen und Führungskräften. Den anspruchsberechtigten Führungskräften wird eine Position eingeräumt, die mit der eines Inhabers von Call-Optionen vergleichbar ist, während das Unternehmen als Stillhalter agiert. Den Führungskräften wird somit das Recht eingeräumt, Aktien zum vereinbarten Basispreis von dem Stillhalter zu erwerben, wobei das Gewinnpotential der CallOption bei steigenden Kursen des Basispreises unbegrenzt ist. Jedoch bezieht sich der Vergütungsvertrag nicht auf reale Aktien, sondern auf die Zahlung des Differenzbetrages zwischen dem aktuellen Wert des Basisobjektes und dem vereinbarten Basispreis, um so Transaktionskostenvorteile und Verwässerungseffekte zu Lasten der Anteilseigner zu vermeiden. Da der durch das Optionsrecht begründete erfolgsabhängige Vergütungsanteil Bestandteil der Gesamtvergütung ist, zahlen die Führungskräfte keinen Optionspreis für das Optionsrecht. Eine solche Vergütungsregelung lässt die Unternehmensleitung an einer Wertsteigerung des Unternehmens teilhaben, jedoch tragen sie im Falle einer negativen Unternehmensentwicklung keine Konsequenzen. Erweitert man diese Vergütungsregelung zu einer Kombination aus Call- und Put-Optionen, so ist eine vollständige Erfassung der unternehmerischen Chancen und Risiken gegeben. 113 Die vertragliche Stellung des Managements entspricht dann dem Inhaber einer Call-Option sowie gleichzeitig dem Stillhalter einer Put-Option. Gelingt es ihnen, den Unternehmenswert zu steigern, so erhalten sie eine positive Vergütung. Steigt der Unternehmenswert nur unterdurchschnittlich oder wird er gemindert, so tragen sie die Konsequenz durch eine negative Erfolgsbeteiligung, indem sie die Differenz zwischen dem Basispreis und dem niedrigen Bruttounternehmenswert zahlen. Der wesentliche Vorteil eines solchen Vergütungsmodells liegt in der Partizipation der Führungskräfte an der Entwicklung des Untermnehmens und gewährleistet gleichzeitig, dass die Erfolgsbeteiligung von Führungskräften erst dann wirksam wird, wenn die Mindestansprüche der anderen Anspruchsgruppen erfüllt worden sind. [...]

Arbeit zitieren:
Zimmermann, Inga April 2004: Wertorientierte Unternehmensführung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenswertmaximierung, Shareholder, EVA, Werttreiber, Balanced Scorecard

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