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Wertorientierte Unternehmensführung auf Basis des Economics Value Added

Wertorientierte Unternehmensführung auf Basis des Economics Value Added
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Schulz-Schaffnit
  • Abgabedatum: Januar 2002
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 787,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7160-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7160-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7160-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schulz-Schaffnit, Carsten Januar 2002: Wertorientierte Unternehmensführung auf Basis des Economics Value Added, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sharholder Value, Wert-Management, Value Based Management, Management Entlohnung, Unternehmensbewertung

Diplomarbeit von Carsten Schulz-Schaffnit

Zusammenfassung:

Unter dem Schlagwert Shareholder Value versteht man eine aktionärsorientierte Unternehmensführung und -ausrichtung. Konzepte der wertorientierten Unternehmensführung übertragen den Shareholder Value-Gedanken auf Unternehmensebene. Die Implementierung solcher Konzepte soll letztlich den Marktwert des Unternehmens (Shareholder Value) steigern.

Das Economic Value Added (EVA) -Konzept der Unternehmensberatung Stern Stewart & Company ist einer der bekanntesten Wertsteigerungsansätze (zu den EVA-Anwendern zählen etwa die Siemens AG und Coca Cola), der besonders aggressiv vermarktet wird.

Die Arbeit befasst sich kritisch mit der Frage, wie gut ist EVA wirklich? Dabei wird das EVA-Konzept insbesondere in methodischer Hinsicht kritisch abgeklopft. Zahlenbeispiele verdeutlichen sowohl die Funktionsweise als auch die Unzulänglichkeiten von EVA im Hinblick auf die drei zentralen Säulen der wertorientierten Unternehmensführung:

Unternehmensbewertung Performance-Messung Management-Entlohnung Der Abschnitt „Unternehmensbewertung“ befasst sich mit einigen Grundsatzproblemen in der Projekt- und Unternehmensbewertung und überträgt diese auf das EVA-Konzept. Eine Beispielrechnung verdeutlich den Unterschied zwischen EVA- und DCF-Bewertung.

Im Abschnitt „Performance-Messung“ wird u.a. diskutiert, inwieweit EVA ein Maßstab für die Wertsteigerung darstellt. Es wird beispielhaft aufgezeigt, wie das Grundkonzept zu adjustieren ist, um Wertzuwächse genau messen zu können.

Das „Management-Entlohnung“ auf Basis von EVA versucht, die Interessen von Managern und Aktionären in Einklang zu bringen (Anreizwirkung durch Entlohnung). Dabei zeigt sich, dass viele individuelle EVA-Anpassungen die Anreizwirkung des Entlohnungssystems verschlechtern. Insbesondere kann das System den Manager dazu verleiten, sinnvolle Investitionen zurückzuhalten und sich dadurch finanziell besser zu stellen (Unterinvestitionsproblem). Vor diesem Hintergrund wird aufgezeigt, wie das Entlohungssystem anzupassen ist, damit der Manager Entscheidungen im Sinne der Aktionäre trifft. Während der gesamten Darstellung werden die auftretenden Probleme und entsprechende Lösungsansätze durch Beispielrechnungen verdeutlicht.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Wertorientierte Unternehmensführung 3
2.1 Zur Zielsetzung der Marktwertmaximierung der Anteile 3
2.2 Marktwertermittlung - Discounted Cashflow-Verfahren 5
2.3 Marktwertmaximierung und Unternehmensführung 6
3. Darstellung und Ermittlung des EVA 8
3.1 Die Kennzahl EVA 8
3.2 Ermittlung der EVA-Basisgrößen 9
3.2.1 Ermittlung von Erfolgs- und Vermögensgröße 9
3.2.1.1 Notwendigkeit von Bereinigungen 9
3.2.1.2 Systematisierung der Bereinigungen 10
3.2.1.2.1 Überblick 10
3.2.1.2.2 Operative Bereinigungen 11
3.2.1.2.3 Finanzbereinigungen 11
3.2.1.2.4 Shareholder-Bereinigungen 12
3.2.1.2.5 Steuer-Bereinigungen 15
3.2.2 Ermittlung des gewichteten Kapitalkostensatzes 16
3.2.3 Beispielhafte Ermittlung des EVA 19
4. Anwendungsbereiche des Economic Value Added 21
4.1 EVA zur Unternehmens- und Projektbewertung 21
4.1.1 Grundlagen: Das Lücke-Theorem 21
4.1.2 Das EVA-Bewertungskonzept 22
4.1.3 Beispielhafte Unternehmensbewertung 23
4.1.4 Werttreiber als Ansatzpunkte zur Wertsteigerung 24
4.1.5 Kritik am Bewertungsansatz 27
4.1.5.1 Risikoangepasster Zinssatz: Ermittlung und Anwendung 27
4.1.5.2 Bewertung von Investitionsprojekten 29
4.1.5.3 Irrelevanz der Bereinigungen 31
4.2 EVA zur Erfolgsmessung 33
4.2.1 Grundlagen 33
4.2.2 EVA als periodischer Erfolgsmaßstab 34
4.2.3 Market Value Added (MVAex post) zur Wertsteigerungs-Messung 34
4.2.4 Zusammenhang von EVA, MVA und Marktwerten 36
4.2.5 Kritik am Anwendungsbereich Erfolgsmessung 38
4.2.5.1 Der EVA als Indikator für wertsteigerndes Management 38
4.2.5.2 Zurechnungsprobleme auf Bereichsebene 39
4.2.5.3 Wertsteigerungs-Messung durch den Market Value Added 41
4.2.5.4 Empirische Studien zum EVA 43
4.3 EVA zur Managemententlohnung 45
4.3.1 Grundlagen 45
4.3.2 Das EVA-Entlohnungskonzept 46
4.3.2.1 Abgrenzung zum konventionellen Bonussystem 46
4.3.2.2 EVA-Bonusformel 47
4.3.2.3 Bestimmung der Zielvorgabe 49
4.3.2.4 Rolle und Funktionsweise der Bonusbank 51
4.3.3 Analyse des EVA-Bonussystems 54
4.3.3.1 Entscheidungssituation 54
4.3.3.2 Bedingung der Anreizkompatibilität 55
4.3.3.3 Bemessungsgrundlagen 56
4.3.3.3.1 Beteiligung an absoluten EVAs 56
4.3.3.3.2 Beteiligung an EVA-Veränderungen 58
4.3.3.3.3 Beteiligung an marktorientierten EVAs 59
4.3.3.4 Analyse der Bonusbank 60
4.3.3.4.1 Verlust- und Guthabenvortrag 60
4.3.3.4.2 Guthaben als Haftungsmasse 63
4.3.3.5 Anreizwirkungen ausgewählter Bereinigungen 64
4.3.4 Entlohnung von Bereichsmanagern 67
4.3.5 Exkurs: Das relative Beitragsverfahren 68
5. Zusammenfassung 71
Anhang 74
Literaturverzeichnis 84
Eidesstattliche Erklärung 92

Automatisiert erstellter Textauszug:

40 nen, Marktpreise oder auch über Verhandlungsansätze zu bestimmen.197 Stern Stewart & Co. lehnen den Kostenansatz ab und propagieren grundsätzlich marktwertorientierte Verrechnungspreise198, die in Anlehnung an Marktpreisen identischer Produkte anderer Anbieter ermittelt werden sollen. Während eine marktpreisorientierte Festlegung der Verrechnungspreise auf den ersten Blick sinnvoll erscheint, lassen sich hier Vorbehalte nennen. Wenn ein externer Marktpreis zugrundegelegt wird, so stellt sich die Frage, weshalb das Unternehmen das Produkt überhaupt (intern) produziert. Eine Produktion könnte gerade deswegen intern stattfinden, weil die innerorganisatorischen Transaktionskosten geringer sind als die Kosten des externen Bezuges der Ware.199 Wenn hingegen Kostenvorteile den Grund für die interne Produktion darstellen, ist es unwahrscheinlich, dass der Marktpreis die Opportunitätskosten der internen Produktion widerspiegelt.200 Kostenvorteile entstehen insbesondere durch Synergien innerhalb des Unternehmens,201 die sich allerdings kaum auf verschiedene Einheiten aufteilen lassen.202 Werden Synergien dementsprechend nicht in der EVA-Performance erfasst, so werden Bereichsmanager dazu verführt, diese ungenutzt zu lassen.203 „EVA fördert den Abteilungsegoismus und behindert die Kooperation [.]“204 [...]

4.2.5.2 Zurechnungsprobleme auf Bereichsebene Im Rahmen der Shareholder Value-Ansätze und insbesondere beim EVAAnsatz geht man von der Vorteilhaftigkeit einer dezentralen Unternehmensstruktur aus. Das Unternehmen soll möglichst weit in einzelne Bereiche untergliedert werden, die dann ihren individuellen Wertbeitrag leisten.194 Wenn Güter innerhalb dieser Bereiche transferiert werden, so sind zur Erfolgsmessung der einzelnen Bereiche interne Verrechnungspreise erforderlich.195 Die Höhe solcher Verrechnungspreise bestimmt dabei nicht nur den Erfolg in den einzelnen Einheiten, sondern auch den Gesamterfolg. Wird der Transferpreis nicht korrekt bestimmt, so kann dies zu „falschen“ Entscheidungen bzw. Fehlallokationen führen, die „wertvernichtend“ sind. Die Anforderung an den Verrechnungspreis ist dabei einfach: „The optimal transfer price for a product or service is its opportunity cost [Hervorhebung im Original]; that is, the value forgone by not using the product transferred in its next best alternative use.”196 Die praktische Umsetzung ist hingegen äußerst problematisch. Verschiedene Ansätze versuchen, die Verrechnungspreise über diverse Kostenkalkulatio- [...]

4.2.5.1 Der EVA als Indikator für wertsteigerndes Management Wie in den vorangegangenen Abschnitten erläutert, ist der Unternehmenswert bzw. die Wertsteigerung von der Höhe zukünftiger Cashflows bzw. EVAs abhängig. Ein periodisches Maß – wie der EVA – kann eine Wertsteigerung daher nicht abbilden.187 Eine Wertsteigerung erfolgt nur dann, wenn der Barwert zukünftiger EVAs (MVA) steigt.188 Häufig wird eine steigende Anzahl positiver EVAs als Indikator für ein wertsteigernd operierendes Unternehmen interpretiert.189 Können aber beispielsweise nur zum Zeitpunkt Null lohnende Investition durchgeführt werden, so wird in dieser Periode, bei voller Aktivierung der Anfangsauszahlung, ein Projekt-EVA von Null ausgewiesen. In den Folgeperioden sind EVAs zumindest überwiegend positiv, obwohl die Wertsteigerung zum Zeitpunkt Null stattfand.190 Außerdem kann eine Anzahl positiver EVA auch durch die Heranziehung von Buchwerten bei der EVA-Ermittlung bedingt sein.191 Wenn bspw. der Buchwert durch entsprechende Abschreibungsverrechnung systematisch unter dem Markt der Vermögensgegenstände liegt, kann dies zu einer Reihe positiver EVA führen, ohne das zwangsläufig eine Wertsteigerung erzielt wurde.192 Diese Problematik entsteht insbesondere dann, wenn eine Investition [...]

Arbeit zitieren:
Schulz-Schaffnit, Carsten Januar 2002: Wertorientierte Unternehmensführung auf Basis des Economics Value Added, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sharholder Value, Wert-Management, Value Based Management, Management Entlohnung, Unternehmensbewertung

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