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Wertorientierte Ansätze zur Identifikation und Messung, sowie Darstellung von Kundenwert im Spiegel der Bewertung immateriellen Vermögens

Eine empirische Erhebung

Wertorientierte Ansätze zur Identifikation und Messung, sowie Darstellung von Kundenwert im Spiegel der Bewertung immateriellen Vermögens
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Thomas Klotz
  • Abgabedatum: August 2004
  • Umfang: 294 Seiten
  • Dateigröße: 2,1 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8644-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Klotz, Thomas August 2004: Wertorientierte Ansätze zur Identifikation und Messung, sowie Darstellung von Kundenwert im Spiegel der Bewertung immateriellen Vermögens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kunden-Controlling, Kundenbewertung, Vertrieb-Controlling, Kundenmanagement, Intellectual Capital

Dissertation / Doktorarbeit von Thomas Klotz

Einleitung:

Vorliegende Dissertation versteht sich als theoretischer und praktischer Beitrag zur Verbindung des Objektes Kunde als Begriff des Marketing mit der Finanzwirtschaft.

Die Arbeit definiert ihren Ausgangspunkt in der fortschreitenden Entwicklung wirtschaftlicher Paradigmen von einer Transaktions- hin zu einer Beziehungsorientierung, welche durch eine fortschreitende Individualisierung von Anbieter- Abnehmer- Beziehungen geprägt ist.

Nach einer tiefgreifenden Analyse von wert-, bzw. beziehungsorientierten Paradigmen der betriebswirtschaftlichen Forschung wird erläutert, was konkret als Kundenwert (primär aus Anbietersicht) zu bezeichnen ist und aus welchen Komponenten sich dieser zusammensetzt. Quantitative und qualitative Bestimmungsfaktoren des Kundenwertes werden isoliert betrachtet und als Ausgangspunkt der empirischen Untersuchung verwendet. Zentrales Anliegen ist, möglichst alle Teilaspekte des Kundenwertes zu identifizieren, um einholistisches Gesamtbild dessen zu generieren. Gleichzeitig erfolgt der Versuch einertheoretischen Verbindung zwischen anbieter- und nachfragerseitigem Kundenwert mitgleichzeitiger Integration von Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität in ein funktionales Kreislaufmodell.

Nach der Identifikation einzelner Bestimmungsfaktoren, werden die relevanten Methoden und Instrumente der Kundenbewertung vorgestellt. Diese umfassen sowohl quantitative als auch qualitative Verfahren, wobei besonderes Augenmerk auf monetäre Verfahren wie Kundenerfolgsrechnungen (Voll-, Teil- und Prozesskostenrechnungen, sowie kombinierte Verfahren) und Customer Lifetime Value Berechnungen gelegt wird. Qualitative, nicht monetäre Verfahren wie Scoring-Modelle und Kundenportfolios ergänzen die Methodenpalette der Kundenbewertung.

Nach der isolierten Betrachtung von Teilaspekten eines ganzheitlichen Kundenwertes erfolgt eine Evaluation dieses im Rahmen der Darstellung immateriellen Vermögens, für welches Kundenwert bzw. Kundenbeziehungen eine zentrale Rolle spielen. Nach einer Gegenüberstellung des Ansatzes immateriellen Vermögens im Jahresabschluss nach HGB,IAS und US-GAAP, werden alternative Darstellungsformen immateriellen Vermögens auf deren Tauglichkeit, Kundenwerte darzustellen, getestet. Dabei werden deduktivsummarische Ansätze wie Tobin’s q, CIV, induktiv-analytische Ansätze wie der Intangible Assets Monitor, Intellectual Capital Navigator, Balanced Scorecard sowie investitionstheoretische Überlegungen wie Shareholder Value-, bzw. Customer EquityAnsätze näher betrachtet.

Das Herzstück der vorliegenden Arbeit stellt eine abschließende empirische Studie unter den1.100 größten österreichischen Unternehmen (n=254) zum Thema Kundenwert- und Kundenprofitabiltiätsanalysen dar, für welche der Autor das theoretisch entwickelte Kundenwertkonstrukt und dessen einzelne Kundenwertdeterminanten empirischüberprüfte. Gleichzeitig wurden die Manager der kontaktierten Unternehmen nach den eingesetzten Instrumenten und Einsatzhäufigkeiten von Kundenwertanalysen befragt. Gemachte Angaben zum Thema „Erfolgsfaktor Kundenwert“ wurden deskriptiv ausgewertet und um eine empirisch fundierte Erfolgsfaktorenidentifikation ergänzt.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IX
I. EINLEITUNG 1
II. KUNDE 5
A. ALLGEMEIN 7
B. DEFINITION KUNDE IN DER LITERATUR 6
C. TYPOLOGIEN VON KUNDEN 7
1. Kundenpotential 7
2. Aktuelle Kunden/Kundenstamm 8
III. PARADIGMENWANDEL - VON DER PRODUKTIONSZUR BEZIEHUNGSORIENTIERUNG 12
A. ALLGEMEIN 12
B. PRODUKTIONS- UND DISTRIBUTIONSORIENTIERUNG (1950ER) 13
C. VERKAUFS- ODER VERBRAUCHERORIENTIERUNG (1960ER) 14
D. MARKTORIENTIERUNG (1970ER) 15
E. WETTBEWERBSORIENTIERUNG (1980ER) 16
F. KUNDEN-/MARKTORIENTIERUNG (1990ER) 18
1. Kundenorientierung (customer orientation) 19
2. Marktorientierung (market orientation) 20
G. NETZWERK- UND BEZIEHUNGSORIENTIERUNG (AB CA 2000) 22
1. Allgemein 22
2. Transaktionsorientierung vs. Beziehungsorientierung 22
3. Voraussetzungen für erfolgreiches Beziehungsmanagement 24
4. Customer Relationship Management (CRM) 26
5. Zusammenfassung 28
IV. WISSENSCHAFTLICHE FUNDIERUNG DER WERTORIENTIERUNG IM ALLGEMEINEN UND DER KUNDENBEWERTUNG IM SPEZIELLEN 29
A. ALLGEMEIN 29
B. DEFINITION HYPOTHESEN, THEORIEN UND PARADIGMEN 30
C. PARADIGMEN DER BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHEN FORSCHUNG 32
1. Der systemorientierte Ansatz 33
2. Der entscheidungsorientierte Ansatz 33
3. Der (Neo)Behavioristische Ansatz 34
a. Allgemein 34
b. Gerechtigkeitstheorie (Equity Theorie) 35
4. Der situative Ansatz 36
5. Neoklassische Paradigmen 37
6. Der Prozessorientierte Ansatz 38
7. Der Relationship Ansatz 39
8. Neoinstitutionelle Paradigmen 39
a. Informationsökonomik 40
b. Principal-Agent-Ansatz 43
c. Der Transaktionskostenansatz 44
9. Ressourcenorientierte Ansätze 48
a. Der Ressourcenorientierte Ansatz („Ressource-Based-View) 48
b. Der Ressourcen-Abhängigkeits-Ansatz (Ressource-Dependence-Approach) 51
D. RESÜMEE 51
V. KUNDENWERT 52
A. KUNDENWERT AUS NACHFRAGERPERSPEKTIVE 52
B. DER KUNDENWERT AUS ANBIETERSICHT 54
1. Aggregationsebene 57
2. Zeitliche Dimension des Kundenwerts 58
3. Quantitative und qualitative Bestimmungsgrößen des Kundenwerts 60
a. Erfolgsspotential 60
b. Cross-Buying-Potential 62
c. Entwicklungspotential 64
d. Referenzpotential 66
e. Informationspotential 70
f. Innovations- und Kooperationspotential 73
4. Zusammenfassung der Bestimmungsfaktoren 75
C. ZUSAMMENHANG ZWISCHEN NACHFRAGESEITIGEM CUSTOMER VALUE UND ANBIETERSPEZIFISCHEM KUNDENWERT 76
1. Kundenorientierung - Customer Orientation 78
2. Customer-Relationship-Management (CRM) 78
3. Customer Value 78
4. Kundenzufriedenheit 79
a. Definition 79
b. Auswirkungen von Kundenzufriedenheit 80
5. Kundenloyalität 87
a. Definition 87
b. Konzeptualisierung des Kundenbindungskonstruktes 88
c. Einbindung von Kundenloyalität in das Kundenwertkonstrukt 90
6. Zusammenfassung 90
VI. METHODEN DER KUNDENBEWERTUNG 91
A. ANFORDERUNGEN AN DIE KUNDENWERT-ANALYSEMETHODEN 91
B. KATEGORISIERUNG VON KUNDENBEWERTUNGSVERFAHREN 93
C. METHODEN DER KUNDENBEWERTUNG 96
1. ABC-Analyse 96
2. Kundenportfolio 99
a. Definition 99
b. Möglichkeiten der Darstellung 100
c. Kritikpunkte an Portfolio-Analysen 103
3. Scoring-Modelle 104
a. Klassisch 104
b. RFMR-Methode 106
4. Loyalitätsleiter 108
5. Kundenlebenszyklus und Customer Lifetime Value 110
a. Kundenlebenszyklus 110
b. Customer Lifetime Value (CLV) 113
6. Kennzahlen(systeme) 119
7. Kundenerfolgsrechnung 121
a. Vollkostenrechnung 123
b. Teilkostenrechnung (Deckungsbeitragsrechnung) 124
c. Prozesskostenrechnung 130
d. Integration von Prozesskostenrechnung in die Teilkostenrechnung 135
8. Zusammenfassende Beurteilung der Bewertungsmethoden 138
VII. ANSÄTZE ZUR BEWERTUNG DES IMMATERIELLEN VERMÖGENS/INTELLEKTUELLEN KAPITALS 139
A. EINFÜHRUNG 139
B. MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER BILANZIERUNG VON IMMATERIELLEM VERMÖGEN (u. a. KUNDENWERTEN) NACH HGB, IAS UND US-GAAP 142
1. Immaterielles Vermögen nach HGB 142
2. Immaterielles Vermögen nach IAS 144
3. Bilanzierung nach US-GAAP 145
4. Zusammenfassung 146
C. DEDUKTIV SUMMARISCHE ANSÄTZE 149
1. Market-to-Book Value 149
2. Tobin’s q 150
3. Calculated intangible Value (CIV) 151
D. INDUKTIV-ANALYTISCHE ANSÄTZE 153
1. Intangible Assets Monitor nach Sveiby 153
2. Intellectual Capital Navigator nach Stewart 156
3. Intellectual Capital und der Skandia Navigator nach Edvinsson 158
a. Allgemein 158
b. Der Skandia Navigator 160
4. Balanced Scorecard 163
a. Funktionsweise 163
b. Customer Scorecard 166
E. INVESTITIONSTHEORETISCHE ANSÄTZE 168
1. Shareholder Value und Customer Equity 168
2. Berechnung des Customer Equity (Kundenstammwert) 169
3. RAVETM 171
F. ZUSAMMENFASSUNG UND KRITISCHE BETRACHTUNG VON MESS-SYSTEMEN 173
VIII. EMPIRISCHE ERKENNTNISSE KUNDENWERTORIENTIERTER UNTERNEHMENSFÜHRUNG 174
A. ENTWICKLUNG FRAGEBOGEN 174
B. VALIDIERUNG DES FRAGEBOGENS 175
C. FRAGEBOGEN ALS SOLCHER 176
D. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG 177
1. Datenerhebung allgemein 177
2. Durchführung der Datenerhebung 178
3. Methoden der Datenerfassung und –auswertung 180
E. DESKRIPTIVE STATISTIK 181
1. Branchen 181
2. Wirtschaftssektoren 182
3. Reichweite 182
4. Organisationsziele 183
5. Marktposition 183
6. Mitarbeiter 184
7. Kundenstruktur 184
8. Kundenwertanalysen in den Unternehmen 185
9. Organisatorische Verankerung von Kundenwertanalysen 185
10. Aggregationsebene 186
11. Ziele der Kundenbewertung 186
12. Bestimmungsfaktoren von Kundenwert 187
13. Instrumente der Kundenwertbestimmung 188
14. Probleme/Herausforderungen bei Kundenwertanalysen 189
15. Methoden der Darstellung von immateriellen Vermögenswerten 190
16. Umsatz/Gewinn/Kunden 190
17. Abschließende Bemerkung 191
F. ÜBERPRÜFUNG DER FORSCHUNGSHYPOTHESEN 192
1. Allgemeines 194
2. Einleitende Forschungsfragen 194
3. Auswirkungen diverser Größen auf den Unternehmenserfolg 197
a. Umsatz 197
b. Anzahl Kunden 198
c. Aggregationsebene von Kundenwertanalysen 199
d. Kundenwertfaktoren 200
e. Instrumente zur Kundenwertbestimmung 203
4. Auswirkungen des Kundenwertfaktors Weiterempfehlungsverhalten auf die Kundenstruktur 206
5. Unterschiede zwischen verschiedenen Wirtschaftssektoren 207
a. Monetäre Bestimmungsfaktoren des Kundenwerts 207
b. Nicht-monetäre Bestimmungsfaktoren des Kundenwerts 209
c. ABC-Analyse nach Umsatz 210
d. Prozesskostenrechnung 211
6. Unterschiede zwischen größeren/großen Mittelständlern und Großunternehmen 212
a. Balanced Scorecard 214
b. Prozesskostenrechnung 215
c. Customer-Lifetime-Value 216
7. Faktorenanalyse 217
a. Allgemeines und Forschungshypothese 217
b. Durchführung der Faktorenanalyse 217
c. Faktorinterpretation und Berechnung der Reliabilität 221
d. Empirisch erhobenes Kundenwertmodell 224
8. Cross-Buying-Potential 225
G. ZUSAMMENFASSUNG 227
IX. SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK 229
X. LITERATURVERZEICHNIS 233
XI. ANHANG 27

Automatisiert erstellter Textauszug:

- Merkmale der Geschäftsbeziehung: Vertrauen in den Geschäftspartner rückt die Determinatnen objektive Ehrlichkeit und subjektive Verlässlichkeit des Anbieters in den Mittelpunkt379. Giering definiert Vertrauen als „die vom Kunden wahrgenommene Glaubwürdigkeit sowie das wahrgenommene Wohlwollen des Anbieters gegenüber dem Kunden“380. Rudolf-Sipötz sieht im Vertrauen eine zentrale zukunftsorientierte Bestimmungsgröße des Loyalitätspotentials eines Kunden381, vor allem durch die Verringerung des Risikos opportunistischer Verhaltensweisen in der Beziehung382. Die bisherige Dauer einer Geschäftsbeziehung hat starke Auswirkungen auf Commitment und Vertrauen zwischen Anbieter und Kunde383, welches sich in einer „nicht-ökonomischen“ Zufriedenheit der am Austauschprozess beteiligten Personen manifestiert. Diese wiederum wirkt sich positiv auf die Stabilität einer [...]

- Persönlichkeitsmerkmale: Persönlichkeitsmerkmale haben sowohl direkten Einfluss, als auch moderierende Wirkung auf den Kundenzufriedenheits-Kundenbindungs-Zusammenhang366. Bei Gütern des täglichen Bedarfs wird das Wiederkaufverhalten häufig stark negativ vom Bedürfnis nach Abwechslung beeinflusst367. Ältere Menschen hingegen neigen eher zu habituellem, traditionsbezogenem Verhalten und im Falle von Zufriedenheit ziehen sie eine Abwanderung kaum in Erwägung. Gleiches gilt für Kunden mit höherem Einkommen, welche Zufriedenheit zum Hauptkriterium der Kaufentscheidung ernennen368. Andere Beiträge machen die Trägheit der Akteure für die Stabilität von Geschäftsbeziehungen in manchen Märkten verantwortlich369, aber auch Faktoren wie Nationalstolz (beispielsweise der treue Kauf nationaler Automarken)370. Ein wesentlicher Faktor stellt auch „commitment“ dar. Darunter versteht man die starke innere Absicht, eine wertvolle Beziehung fortzusetzen, auch wenn dies kurzfristig vorübergehende Nachteile mit sich [...]

„zufriedene“ bzw. „sehr zufriedene“ Kunden360. Umgekehrtes Verhalten ist ebenso möglich und so können auch unzufriedene Kunden loyal sein. Brost führt als Beispiel die neuen Anbieter auf dem liberalisierten Strom- und Gasmarkt an. Trotz der geringen Zufriedenheit mit traditionellem Lieferanten, wechselten tatsächlich nur wenige Kunden ihren Anbieter361. Giering argumentiert, dass die Merkmale des Marktumfeldes, des Anbieters, des Produkts, des Kunden und der Geschäftsbeziehung als Moderatoren dieses Zusammenhangs in Betracht kommen362. Bruhn unterteilt die Faktoren und Moderatoren der Kundenbindung in emotionale, ökonomische, vertragliche und technisch-funktionale Wechselbarrieren363, welche Stahl in ähnlicher Form als materielle, wissensmäßige, emotionale und rechtliche Wechselbarrieren sieht364. Homburg/Giering/Hentschel erweitern den Zusammenhang zwischen Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität um Anbieteraktivitäten365. [...]

Arbeit zitieren:
Klotz, Thomas August 2004: Wertorientierte Ansätze zur Identifikation und Messung, sowie Darstellung von Kundenwert im Spiegel der Bewertung immateriellen Vermögens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kunden-Controlling, Kundenbewertung, Vertrieb-Controlling, Kundenmanagement, Intellectual Capital

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