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Wertgrenzen von Devisenoptionen

Wertgrenzen von Devisenoptionen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Husmann
  • Abgabedatum: August 1995
  • Umfang: 78 Seiten
  • Dateigröße: 2,6 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0252-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0252-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0252-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Husmann, Sven August 1995: Wertgrenzen von Devisenoptionen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Sven Husmann

Gang der Untersuchung:

In diesem Abschnitt wurde dem Ansatz von Ritchken ein iteratives Verfahren zur Ermittlung von Wertgrenzen nach dem Kriterium der stochastischen Dominanz gegenübergestellt. Der Vorteil des Ansatzes von Ritchken gegenüber dem iterativen Verfahren liegt darin, daß er geschlossene analytische Formeln für die Wertgrenzen liefert und der Rechenaufwand daher erheblich geringer ist. Außerdem gibt der Optimierungsansatz Ritchkens ökonomische Einsichten in die Eigenschaften der Wertgrenzen, weil die Risikopräferenzen der Investoren unmittelbar verwendet werden. Beim iterativen Verfahren hingegen wird der Bezug zum Konzept der stochastischen Dominanz deutlicher als bei Ritchken, weil zur Ermittlung der Wertgrenzen die Definitionen der stochastischen Dominanz verwendet werden und nicht die Risikopräferenzen direkt. Außerdem liefert der iterative Ansatz eine genaue Anweisung für die Zusammenstellung eines stochastisch dominanten Portfolios. Ritchken macht keine Angaben, welche Investitionsalternative einem Investor zum Call offensteht, wenn die Wertgrenzen verletzt werden.

In der praktischen Anwendung lassen sich die Vorteile beider Verfahren verbinden, indem man zuerst die Wertgrenzen einer Option nach Ritchken berechnet. Liegt der Marktpreis unter der Wertuntergrenze, ist der Kauf der Option gegenüber einem Portfolio stochastisch dominant. Liegt der Marktpreis über der Wertobergrenze, kann man ein gegenüber der Option stochastisch dominantes Portfolio zusammenstellen, indem man Ritchkens Wertobergrenze in die im Abschnitt 4.2 angegebenen Formeln einsetzt.

Gegenüber der Bewertung von Devisenoptionen mit dem Binomialmodell haben die Wertgrenzen den Nachteil, daß i. d. R. kein eindeutiger Preis berechnet werden kann und die Erwartungen der Marktteilnehmer bezüglich der zukünftigen Wechselkursentwicklung bekannt sein müssen. Außerdem wird bei der Ermittlung der SSD-Wertgrenzen unterstellt, daß die Marktteilnehmer risikoavers sind, während die Preise im Binomialmodell unabhängig von den Präferenzen sind. Andererseits sind die Marktannahmen zur Ableitung des Optionspreises im Binomialmodell wesentlich strenger als bei der Bestimmung der Wertgrenzen nach dem Kriterium der stochastischen Dominanz: Im Binomialmodell funktionieren die Märkte völlig reibungslos, so daß die Rückflüsse einer Option durch ein ständig anzupassendes Portfolio dupliziert werden können. Zur Ableitung der Wertgrenzen nach dem Kriterium der stochastischen Dominanz muß das Portfolio während der Laufzeit einer Option gar nicht angepaßt werden, so daß Marktunvollkommenheiten keinen Einfluß auf die Entscheidung zwischen Portfolio und Option haben.

Eine Möglichkeit, die Wertgrenzen noch restriktiver zu formulieren, wird darin gesehen, unter Berücksichtigung der Transaktionskosten eine Anpassung des Portfolios während der Laufzeit der Option zuzulassen. Die optimale Anpassungshäufigkeit sowie die geeigneten Zeitpunkte der Anpassung müßten so gewählt werden, daß die Spanne zwischen Wertobergrenze und Wertuntergrenze minimiert wird.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Symbolverzeichnis V
1. Devisenoptionen 1
1.1 Begriff 1
1.2 Unterscheidungsmerkmale von Devisenoptionen 1
1.3 Motive für den Kauf von Devisenoptionen 2
1.4 Bestimmungsfaktoren des Optionspreises 3
1.5 Bewertung von Devisenoptionen 5
2. Arbitragerestriktionen von Devisenoptionen 7
2.1 Annahmen 7
2.2 Arbitragerestriktionen für Calls 8
2.2.1 Wertuntergrenzen 9
2.2.2 Wertobergrenzen 11
2.3 Arbitragerestriktionen für Puts 12
2.3.1 Wertuntergrenzen 13
2.3.2 Wertobergrenzen 14
2.4 Arbitragebeziehungen zwischen Puts und Calls 16
2.4.1 Put – Call – Paritäteuropäischer Devisenoptionen 16
2.4.2 Arbitragebeziehungen zwischen amerikanischen Puts und Calls 18
3. Das Binomialmodell 21
3.1 Annahmen 21
3.2 Grundstruktur des Modells 22
3.3 Parameterwahl nach Cox, Ross und Rubinstein (1979) 23
3.4 Parameterwahl nach Jarrow (1987) 24
3.5 Bewertungsbeispiele 28
3.6 Bewertung amerikanischer Optionen mit modifizierten Pseudowahrscheinlichkeiten 31
4. Wertgrenzen von Devisenoptionen und stochastische Dominanz 33
4.1 Annahmen 33
4.2 Iterative Ermittlung von Wertgrenzen europäischer Devisenoptionen 35
4.2.1 Wertobergrenzen 35
4.2.2 Wertuntergrenzen 35
4.3 Wertgrenzen von europäischen Devisenoptionen nach Ritchken (1985) 46
4.3.1 Reine Wertpapiere und State Preference Model 46
4.3.2 Wertgrenzen nach stochastischer Dominanz erster Ordnung 47
4.3.3 Wertgrenzen nach stochastischer Dominanz zweiter Ordnung 51
4.4 Wertgrenzen von amerikanischen Devisenoptionen 55
4.5 Analyse der Wertgrenzen 56
4.6 Resümee 62
Literaturverzeichnis 64
Erklärung 67

Arbeit zitieren:
Husmann, Sven August 1995: Wertgrenzen von Devisenoptionen, Hamburg: Diplomica Verlag

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