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Werbung und Ethik

Implementierung werbeethischer Grundsätze durch Selbstregulierung in Großbritannien

Werbung und Ethik
Über dieses Buch
  • Art: Staatsexamensarbeit
  • Autor: Kerstin Gehmlich
  • Abgabedatum: Juli 2006
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 574,5 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 39
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0139-9
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0139-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gehmlich, Kerstin Juli 2006: Werbung und Ethik, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Großbritannien, Werbung, Ethik, Selbstregulation, Medien Kommunikation

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Staatsexamensarbeit von Kerstin Gehmlich

Einleitung:

Viele Arbeiten zum Thema Werbung beginnen mit dem Hinweis auf die Allgegenwärtigkeit und Unausweichlichkeit der Werbung. Es ist nicht möglich, eine Zeitung zu lesen, fernzusehen oder durch die Straßen zu gehen, ohne in irgendeiner Weise mit Werbung konfrontiert zu werden.

Werbung kann kreativ und unterhaltend sein, zum Lachen oder Nachdenken anregen. Sie bietet auch Informationen, die bei Kaufentscheidungen hilfreich sein können. Mit dem Stichwort Werbung werden aber auch negative Empfindungen verknüpft. So sind Übertreibungen und Unwahrheiten am meisten ausschlaggebend für Beanstandungen und Kritik, direkt gefolgt von Verstößen gegen den guten Geschmack, dauernder Wiederholung, Anstößigkeit und Benutzung von Stereotypen oder Themen wie Gewalt und Sex. In diesem Zusammenhang taucht auch der Vorwurf der Manipulation immer wieder auf.

Die Diskussion des Beeinflussungspotenzials von Werbung ist in werbebezogener Literatur ein wichtiges Thema. Menschen sind sich oft nicht einig darüber, welche Werbemaßnahmen akzeptierbar sind und welche nicht. Werbung versucht immer, in Entscheidungsspielräume von Personen zu Gunsten einer beworbenen Option einzugreifen, und als Eingriff muss sie sich auch einer ethischen Bewertung stellen. Dies belegt in sehr allgemeiner Form, dass Werbung ein Thema der Ethik ist.

Problemstellung:

Werbung ist ein notwendiges und unentbehrliches Instrument für den wirtschaftlichen Wettbewerb. Ohne Werbung gibt es keinen wirksamen Wettbewerb, und ohne Wettbewerb ist eine marktwirtschaftliche Ordnung nicht denkbar. Werbung ist ein Ausdruck von und ein Beweis für Freiheit in einer Gesellschaft. Diese Freiheit kann jedoch nicht schrankenlos sein. Sie findet ihre Grenzen in den allgemeinen Gesetzen und den schutzwürdigen Belangen von Konsumenten und Mitbewerbern.

In Großbritannien legen Gesetze gewisse Rahmenbedingungen fest, innerhalb derer sich die Werbung bewegen darf, hauptsächlich reguliert die Werbebranche sich jedoch selbst. Dies ist sinnvoll, da Fragen der Ethik und der Moral im Wege staatlicher Regelungen nur schwer erfassbar sind. Darüber hinaus unterliegen sie angesichts ihrer Subjektivität auch einem ständigen Wandel und eignen sich daher eher für ein flexibles Selbstkontrollsystem, dessen Aufgabe es ist, die Balance zwischen der Wahrung des „Commercial Freedom of Speech“ auf der einen Seite und der Sicherstellung des Schutzes der Rezipienten und der Mitbewerber auf der anderen Seite zu halten.

Die meisten TV- und Radiowerbungen werden bereits vor ihrer Ausstrahlung kontrolliert (pre-cleared). Dieses ist jedoch für die ca. 30 Millionen Print-Werbungen, die jährlich in Großbritannien produziert werden, nicht zu realisieren. Um ihrer Aufgabe gerecht werden zu können, erfordert Selbstregulierung daher eine Selbstverpflichtung der gesamten Werbebranche und ist angewiesen auf die Unterstützung der Bevölkerung. Trotz des bestehenden Systems der Werberegulierung passiert es immer wieder, dass Werbemaßnahmen veröffentlicht werden, die Grund zu Beanstandungen liefern.

Hieraus ergeben sich Fragestellungen, die diese Arbeit beantworten möchte:

Anhand welcher Kriterien lässt sich eine Werbeethik begründen und welche werbeethischen Prinzipien muss sie fordern?

Welche Gründe rechtfertigen eine Regulierung der Werbung?

Ist durch die bestehende Ausgestaltung der Selbstregulierung der Werbung, insbesondere der Print-Werbung, der Implementierung werbeethischer Grundsätze in Großbritannien genüge getan?

Gang der Untersuchung:

Kapitel 2 der vorliegenden Arbeit wird zunächst die Besonderheiten der Kommunikationsform Werbung mit ihren Zielen und Funktionen darstellen und auf die Wahrnehmung und Wirkung von Werbung eingehen. Besondere Berücksichtigung findet hierbei die Tatsache, dass die Werbung Massen erreichen und beeinflussen kann und ihr somit eine gewisse Machtstellung zugeschrieben wird.

Kapitel 3 beschäftigt sich mit Theorien der allgemeinen und angewandten Ethik. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden in Kapitel 4 als Grundlage für die Begründung einer Werbeethik und deren Einordnung in die allgemeine ethische Diskussion dienen. Dieses Kapitel schließt mit dem Entwurf eines Kernbestands werbeethischer Prinzipien.

Die Machtposition der Werbung erfordert, dass sich die Werbeinhalte in gewissen Grenzen bewegen müssen. Hierzu wird in Kapitel 5 herausgearbeitet, welche Kontrollmechanismen sich in Großbritannien etabliert haben. Zum einen wird auf vorherrschende gesetzliche Bestimmungen eingegangen, zum anderen wird die Selbstkontrollorganisation mit ihren beteiligten Organen vorgestellt. Besonderes Interesse wird dem British Code of Advertising, Sales Promotion and Direct Marketing gelten, der die Grundlage der Werbeselbstregulierung darstellt und für die gesamte Werbebranche Großbritanniens verpflichtend ist.

In Kapitel 6 wird analysiert, inwiefern sich die herausgearbeiteten werbeethischen Grundsätze in dem Code der Selbstkontrollorganisation wiederfinden, bzw. wie diese bei der Urteilssprechung in ausgewählten Fällen umgesetzt werden.

Eine kritische Würdigung erfolgt in Kapitel 7.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Problemstellung und Abgrenzung 1
1.2 Vorgehensweise 3
2. DAS WESEN DER WERBUNG 4
2.1 Werbung - Begriffsbestimmung und Einordnung 4
2.2 Ziele und Funktionen der Werbung 6
2.3 Werbung - Beeinflussung oder Manipulation? 9
2.3.1 Abgrenzung von Beeinflussung und Manipulation 9
2.3.2 Werbung weckt Konsumentenwünsche - der Dependence Effect 10
2.4 Wahrnehmung und Wirkung von Werbung 11
2.4.1 Modelle für die Wahrnehmung von Werbung 12
2.4.2 Strategische Optionen und Implikationen für die Gestaltung von Werbung 15
2.4.3 Werbewirkung und Werbeerfolgskontrolle 18
2.5 Exkurs: Werbung als Spiegel der Gesellschaft - eine Metapher 18
2.6 Zwischenfazit: Werbung - in Grenzen! 20
3. ETHIK 21
3.1 Basistheorien der allgemeinen Ethik 23
3.1.1 Der „kategorische Imperativ“ als Basis für moralisch richtiges Handeln 24
3.1.2 Utilitarismus als Grundlage für moralisch richtiges Handeln 25
3.1.3 Tugendethik nach Aristoteles 27
3.2 Angewandte Ethik 29
3.2.1 Medienethik als Bereichsethik 29
3.2.2 Medienethik als Institutionen-, Berufs- oder Individualethik 31
4. WERBUNG UND ETHIK 33
4.1 Begründung einer Werbeethik 33
4.2 Implikationen der ethischen Basistheorien für eine Ethik der Werbung 34
4.3 Moralische Aspekte ethischer Diskurse 36
4.3.1 Freiheit und Verantwortung 36
4.3.2 Recht und Gerechtigkeit 38
4.4 Zwischenfazit: Ethische Prinzipien der Werbung 39
5. REGULIERUNG DER WERBUNG IN GROSSBRITANNIEN 42
5.1 Staatliche Richtlinien und Gesetze zur Regulierung der Werbung 42
5.2 Selbstregulierung der Werbung in Großbritannien 43
5.2.1 Geschichte der Werbeselbstregulierung 44
5.2.2 Aufbau des Systems der Werbeselbstregulierung 46
5.2.2.1 Einzelunternehmen und Verbände 47
5.2.2.2 Die CAP-Organisation 47
5.2.2.2.1 Advertising Standards Authority (ASA) 47
5.2.2.2.2 Committee of Advertising Practice (CAP) 49
5.2.2.2.3 Die Finanzierung des Selbstregulierungssystems: Das Advertising Standards Board of Finance (ASBoF) 50
5.2.3 Struktur und Anwendung des CAP-Codes 51
5.2.3.1 Aufbau und inhaltliche Kernaussagen des Codes 51
5.2.3.2 Anwendung auf Beschwerden und Sanktionsmöglichkeiten der ASA 52
5.2.3.2.1 Informale Untersuchung der Beschwerden 53
5.2.3.2.2 Formale Untersuchung der Beschwerden 54
5.2.3.2.3 Sanktionsmöglichkeiten 54
6. ETHISCHE WERBUNG DURCH SELBSTREGULIERUNG 56
6.1 Werbeethische Grundsätze im CAP-Code 56
6.2 Fallstudien ausgewählter Entscheidungen der ASA 57
6.2.1 Danone Shape Yoghurt und McDonald's Fries 58
6.2.2 Mazda MX-5 59
6.2.3 Austravel 60
6.3 Slimming Survey der ASA 61
7. KRITISCHE WÜRDIGUNG UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN 63
LITERATURVERZEICHNIS 67
VERZEICHNIS ELEKTRONISCHER QUELLEN 70
ANHANG 74
ERKLÄRUNGEN 78

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IV
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
TABELLENVERZEICHNIS VI
1. EINFÜHRUNG 1
1.1 Problemstellung und Abgrenzung 1
1.2 Vorgehensweise 3
2. DAS WESEN DER WERBUNG 4
2.1 Werbung - Begriffsbestimmung und Einordnung 4
2.2 Ziele und Funktionen der Werbung 6
2.3 Werbung - Beeinflussung oder Manipulation? 9
2.3.1 Abgrenzung von Beeinflussung und Manipulation 9
2.3.2 Werbung weckt Konsumentenwünsche - der Dependence Effect 10
2.4 Wahrnehmung und Wirkung von Werbung 11
2.4.1 Modelle für die Wahrnehmung von Werbung 12
2.4.2 Strategische Optionen und Implikationen für die Gestaltung von Werbung 15
2.4.3 Werbewirkung und Werbeerfolgskontrolle 18
2.5 Exkurs: Werbung als Spiegel der Gesellschaft - eine Metapher 18
2.6 Zwischenfazit: Werbung - in Grenzen! 20
3. ETHIK 21
3.1 Basistheorien der allgemeinen Ethik 23
3.1.1 Der „kategorische Imperativ“ als Basis für moralisch richtiges Handeln 24
3.1.2 Utilitarismus als Grundlage für moralisch richtiges Handeln 25
3.1.3 Tugendethik nach Aristoteles 27
3.2 Angewandte Ethik 29
3.2.1 Medienethik als Bereichsethik 29
3.2.2 Medienethik als Institutionen-, Berufs- oder Individualethik 31
4. WERBUNG UND ETHIK 33
4.1 Begründung einer Werbeethik 33
4.2 Implikationen der ethischen Basistheorien für eine Ethik der Werbung 34
4.3 Moralische Aspekte ethischer Diskurse 36
4.3.1 Freiheit und Verantwortung 36
4.3.2 Recht und Gerechtigkeit 38
4.4 Zwischenfazit: Ethische Prinzipien der Werbung 39
5. REGULIERUNG DER WERBUNG IN GROSSBRITANNIEN 42
5.1 Staatliche Richtlinien und Gesetze zur Regulierung der Werbung 42
5.2 Selbstregulierung der Werbung in Großbritannien 43
5.2.1 Geschichte der Werbeselbstregulierung 44
5.2.2 Aufbau des Systems der Werbeselbstregulierung 46
5.2.2.1 Einzelunternehmen und Verbände 47
5.2.2.2 Die CAP-Organisation 47
5.2.2.2.1 Advertising Standards Authority (ASA) 47
5.2.2.2.2 Committee of Advertising Practice (CAP) 49
5.2.2.2.3 Die Finanzierung des Selbstregulierungssystems: Das Advertising Standards Board of Finance (ASBoF) 50
5.2.3 Struktur und Anwendung des CAP-Codes 51
5.2.3.1 Aufbau und inhaltliche Kernaussagen des Codes 51
5.2.3.2 Anwendung auf Beschwerden und Sanktionsmöglichkeiten der ASA 52
5.2.3.2.1 Informale Untersuchung der Beschwerden 53
5.2.3.2.2 Formale Untersuchung der Beschwerden 54
5.2.3.2.3 Sanktionsmöglichkeiten 54
6. ETHISCHE WERBUNG DURCH SELBSTREGULIERUNG 56
6.1 Werbeethische Grundsätze im CAP-Code 56
6.2 Fallstudien ausgewählter Entscheidungen der ASA 57
6.2.1 Danone Shape Yoghurt und McDonald's Fries 58
6.2.2 Mazda MX-5 59
6.2.3 Austravel 60
6.3 Slimming Survey der ASA 61
7. KRITISCHE WÜRDIGUNG UND ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN 63
LITERATURVERZEICHNIS 67
VERZEICHNIS ELEKTRONISCHER QUELLEN 70
ANHANG 74
ERKLÄRUNGEN 78

Textprobe:

Kapitel 2.4.3, Werbewirkung und Werbeerfolgskontrolle: Zuvor wurde erläutert, welche Ziele die Werbung verfolgt, auf welche Schwierigkeiten sie dabei stoßen kann und mit welchen Strategien diese Schwierigkeiten überwunden werden können. Es bleibt die Frage nach dem tatsächlichen Erfolg von Werbemaßnahmen.

Die Werbeerfolgskontrolle unterscheidet zwischen ökonomischen und außerökonomischen Faktoren. Ökonomische Größen wie z.B. Umsatz oder Marktanteil sind jedoch nicht oder nur mit sehr großem Aufwand messbar, da sie von sämtlichen Instrumenten des Marketing-Mix abhängen. Auch externe Einflüsse wie die allgemeine konjunkturelle Lage oder die Situation der Konkurrenten bestimmen den Erfolg von Werbung. Dazu kommt, dass die Wirkung von Werbung auf ökonomische Größen oft erst mit zeitlicher Verzögerung einsetzt, so dass z.B. Umsatzsteigerungen nicht dem Werbeaufwand einer bestimmten Periode zugerechnet werden können. Den Teil des Erfolgs einer Unternehmung zu isolieren, der auf Werbemaßnahmen zurückzuführen ist, ist demnach kaum möglich.

Außerökonomische Faktoren der Werbewirkung sind noch schwieriger zu erfassen. Die Werbewirkungsforschung konnte in Laborversuchen eine Werbewirkung, also Einfluss auf Konsumentenentscheidungen, auf der Ebene von einzelnen Individuen nachweisen. Auch wenn die Übertragung der Ergebnisse auf ein Massenpublikum theoretisch plausibel erscheint, verbleibt diese als Unterstellung, die nicht empirisch abgesichert werden kann.

Immer muss Werbung darauf abzielen, zeitbedingte Bewusstseinszustände wie Stimmungen, Meinungen, Hoffnungen zu erfassen und für ihre Zwecke auszunutzen. Werbekritik beziehe sich also häufig gar nicht auf Werbung, sondern auf Stand und Entwicklung der Gesellschaft. Zurstiege fasst die Thesen der werbebezogenen Zeitgeist-Diskussion unter der Annahme, dass sich kollektive Denk- und Lebensweisen, Ideale und Werte einer Gesellschaft von der Werbung tatsächlich beobachten lassen, zusammen: Werbung ist ein Spiegel der Gesellschaft. Sie gibt Aufschluss über die jeweils aktuellen Denk- und Lebensweisen und stellt daher einen verlässlichen Indikator der gesellschaftlichen Verhältnisse dar.

Werbung hinkt dem Zeitgeist aufgrund zu langer Produktionszeiten sowie zu geringer Budgets regelmäßig hinterher. Werbung ist sowohl ein Abbild als auch ein Vollbild kollektiver Mentalitäten. Sie produziert und reproduziert den gesellschaftlichen Zeitgeist gleichzeitig. Werbung darf nicht im Zeitgeist liegen oder sich schnell vergänglichen Trends unterwerfen, weil die Grundidee jeder guten Werbung zeitlos sein sollte. Die zentrale Frage lautet also nicht, ob die Werbung ein Spiegel der Gesellschaft ist, sondern inwiefern aus dem Bezug auf den Zeitgeist ein Nutzen gezogen werden kann.

Sowohl in der Gesellschaft, als auch in der Werbung der 50er Jahre dominierten Normen und Werte wie Fleiß, Strebsamkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortung – heute begegnen uns dort Spaß, Freiheit, Freizügigkeit und andere Extravaganzen. Welche der oben genannten vier Thesen nun wirklich zutrifft, kann nicht hinreichend begründet werden. Fest steht jedoch: Werbung beobachtet nicht nur die Gesellschaft, sie ist ein Teil von ihr. Genau in diesem Sinn trifft sie den Geist der Zeit.

Schmidt greift diesen Gedanken mit der Feststellung auf, es ginge der Werbung nicht um gesellschaftliche Entwicklung, sondern primär um kommerziellen Erfolg. Es sei daher müßig, den Zusammenhang zwischen Werbung und Gesellschaft als Spiegel zu beschreiben, da Werbung nur solche Beobachtungen aufgreift, die sie kommerziell nutzbar machen kann. Werbung beobachtet somit höchst selektiv nur Teile der Gesellschaft nach werbespezifischen Kriterien, übernimmt jedoch aufgrund „ihres Zwangs zur engen Synchronisation mit soziokulturellen Entwicklungen notwendigerweise eine selektive Indikatorfunktion für Wandlungsprozesse“ in eben diesen Teilen der Gesellschaft.

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Arbeit zitieren:
Gehmlich, Kerstin Juli 2006: Werbung und Ethik, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Großbritannien, Werbung, Ethik, Selbstregulation, Medien Kommunikation

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