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Werbewirkungskontrolle von Werbesendungen

Dargestellt am Beispiel der Zimmerei Pöppl GmbH

Werbewirkungskontrolle von Werbesendungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Reinhilde Pöppl
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 153 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5917-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5917-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5917-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pöppl, Reinhilde August 2002: Werbewirkungskontrolle von Werbesendungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikationspolitik, Direktmarketing, Marktforschung, Marketing-Controlling, Werbewirkungsforschung

Diplomarbeit von Reinhilde Pöppl

Einleitung:

(Direkte) Werbemaßnahmen sind kein Selbstzweck, sie haben die Aufgabe, zur Erreichung der festgesetzten Unternehmens- und Marketingziele beizutragen.

Die Werbewirkungsforschung hat einen wesentlichen Einfluss auf die Werbeeffizienz. Durch den Einsatz von Wirkungskontrollen ist es möglich Rückschlüsse dahingegen zu ziehen, ob die Verfolgung der eingeschlagenen Richtung zweckmäßig war und ob die konzeptionellen Ideen die eingesetzten Werbemittel und Werbeträger miteinander harmonieren oder entgegenarbeiten. Ebenso können mit Hilfe solcher Analysen die psychischen Einflussfaktoren der (potentiellen) Kunden hinsichtlich bestimmter Werbeaktivitäten besser eingeschätzt werden. Somit tragen Wirkungskontrollen letztendlich zu einer verbesserten Ausgangslage für die Planung künftiger Werbemaßnahmen bei. In der Praxis wird die Erfordernis, Bedeutsamkeit und Brisanz von Werbeerfolgskontrollen noch zu sehr unterschätzt. Das bestätigte eine aktuelle Studie mit dem Ergebnis, dass lediglich weniger als fünfzig Prozent der befragten deutschen Unternehmen ihren Werbeerfolg „manchmal“ oder „immer“ überprüfen. Vor diesem Hintergrund ist es für die werbetreibenden Unternehmen von großer Bedeutung, sich messbare Informationen darüber zu beschaffen, ob ihre Werbeausgaben effizient eingesetzt wurden und zum angestrebten Werbeerfolg geführt hatten.

Die Untersuchung ist als ein Entwurf zu sehen, dessen generelle Zielsetzung darin besteht, das Feld der Werbewirkung insgesamt und im Speziellen das von Werbesendungen theoretisch aufzuarbeiten. Auf dieser Basis soll nachfolgend am Beispiel der Zimmerei Pöppl GmbH eine Werbewirkungskontrolle durchgeführt werden und deren einzelnen Ergebnisse präsentiert werden. Im Mittelpunkt dieser Fallstudie steht als Untersuchungsgegenstand eine bestimmte unadressierte Werbesendung des oben erwähnten Handwerksunternehmens.

Aus den grundlegenden Kernzielen dieser Arbeit leiten sich folgende Detailziele ab:

Die Darstellung grundlegender Modelle und praktischer Verfahren zur Werbewirkungskontrolle.

Die Beschreibung der Grenzen von klassischen Werbewirkungsverfahren.

Die Vorstellung eines standardisierten, ausbaufähigen Grundkonzeptes zur Messung der Werbewirkung von Werbesendungen.

Die Realisierung und Analyse einer praktischen Werbewirkungskontrolle am Beispiel einer unadressierten Werbesendung der Zimmerei Pöppl GmbH.

Mit den beschriebenen Zielsetzungen ist der Aufbau der Untersuchung bereits vorgezeichnet. Am Ende runden eine kurze zusammenfassende Beurteilung und ein Ausblick diese Diplomarbeit ab.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 11
1.1 Problemstellung 11
1.2 Ziele und Aufbau der Untersuchung 14
1.3 Grundlegende Erläuterungen 15
1.3.1 Begriffserläuterung der Werbewirkungskontrolle 15
1.3.2 Begriffserläuterung der Werbesendung 18
2. Methoden zur Werbewirkungskontrolle 22
2.1 Aufgabe der Werbewirkungskontrolle 22
2.2 Anforderungskriterien der Werbewirkungskontrolle 22
2.3 Werbewirkungsmodelle 24
2.4 Elementares dreistufiges Werbewirkungsmodell 28
2.4.1 Elementare Wirkungsstufen 29
2.4.1.1 Informationswirkung der Werbung 29
2.4.1.2 Motivationswirkung der Werbung 29
2.4.1.3 Verhaltensrelevante Leistung der Werbung 30
2.4.2 Elementares Prozessmodell nach Meffert 30
2.5 Operative Kriterien der Werbewirkung 32
2.6 Verfahren zur Werbewirkungsmessung 34
2.6.1 Verfahren zur Messung der Informationswirkung 34
2.6.2 Verfahren zur Messung der motivationalen Wirkung 38
2.6.3 Verfahren zur Messung der verhaltensrelevanten Leistung 39
2.7 Grenzen der Werbewirkungsverfahren 40
2.7.1 Isolierung des Marketing-Mix-Faktors Werbung 40
2.7.2 Isolierung der Wirkung einzelner Werbemittel 41
2.7.3 Zeitliche Interdependenzen 41
2.7.4 Substitutions- und Komplementäreffekt der Werbung 42
2.7.5 Externe Einflüsse 42
2.7.6 Einstellungen des Verbrauchers 43
3. Werbewirkungskontrolle von Werbesendungen 44
3.1 Wirkungsformen von Werbesendungen 45
3.2 Standardisiertes Werbewirkungsmodell für Werbesendungen 46
3.3 Möglichkeiten und Grenzen des standardisierten Werbewirkungsmodells für Werbesendungen 50
4. Fallstudie: Werbewirkungskontrolle einer unadressierten Werbesendung am Beispiel der Zimmerei Pöppl GmbH 52
4.1 Hintergrund 52
4.1.1 Derzeitige Situation in der Zimmereibranche 52
4.1.2 Vorstellung der Zimmerei Pöppl GmbH 54
4.1.3 Anlass der Zimmerei Pöppl GmbH für die unadressierte Werbesendung 56
4.1.4 Unadressierte Werbesendung 57
4.2 Zweck der Werbewirkungskontrolle 61
4.3 System der Wegwerfwellen als Leitfaden der Wirkungsstudie 62
4.4 Realisierung der Werbewirkungskontrolle 66
4.4.1 Ziele der Untersuchung 66
4.4.2 Erhebungsmethode 67
4.4.3 Stichprobe 68
4.4.4 Erhebungszeitraum 70
4.4.5 Fragebogen 70
4.5 Präsentation der Ergebnisse 72
5. Zusammenfassende Beurteilung und Ausblick 111

Automatisiert erstellter Textauszug:

2.7.6 Einstellungen des Verbrauchers Jeder Mensch hat eigene Wünsche, Zielvorstellungen, Motive, Einstellungen und Verhaltensweisen, die sich auf das Verkaufsverhalten auswirken und sich nicht ohne Weiteres komplett isolieren lassen.143 Als Beispiel dazu findet eine noch so kreative Kampagne bei Personen, die Werbung prinzipiell ablehnen, keinen Anklang. Darüber hinaus sei darauf hingewiesen, dass sich Verbraucher ebenso aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda oder Erfahrungsaustauschen mit Freunden informell beeinflussen lassen und danach ihren Warenkorb zusammenstellen. Somit kann der Werbeerfolg verzerrt werden.144 Auch wenn eine hundertprozentig einwandfreie Werbewirkungskontrolle bislang aus den obigen Gründen (noch) nicht möglich ist, sollte auf Posttest schon aus Gründen der immensen und fortlaufend steigenden Werbeausgaben nicht verzichtet werden.145 Die Realisierung eines noch zu optimierenden methodischen Ansatzes ist zudem immer noch besser, als auf eine Wirkungskontrolle komplett zu verzichten.146 Darüber hinaus ist die Überprüfung einzelner Werbemaßnahmen sehr wichtig, da nur auf diese Weise Stärken und Schwächen ermittelt werden können, anhand denen ein umfassendes Marketingwissen z. B. in Form einer Datenbank aufgebaut werden kann. Der Output an Wissen über den Erfolg oder Misserfolg einer Aktion kann somit als Wissensinput für Folgeaktivitäten eingesetzt werden.147 [...]

2.7.5 Externe Einflüsse Die Wirkung eigener Werbeaktivitäten wird stets auch von denen des Herstellers und / oder der Mitbewerber beeinflusst. Bspw. kann eine an sich sehr gute Werbeaktion durch Preissenkungen, Sonderplatzierungen oder Extraserviceleistungen der Konkurrenzunternehmen zum Scheitern verurteilt sein. Möglich ist aber auch, dass die eigene Kampagne schon alleine aus Gründen der Qualitätsabwertung oder der Preiserhöhung, welche bei den Wettbewerbern zu verzeichnen sind, zum Erfolg im eigenen Unternehmen führen. Es ist wichtig zu erkennen, dass der individuelle Werbeerfolg zu einem gewissen Anteil auch von den Aktivitäten der Konkurrenten, Zulieferer und Abnehmer abhängig ist.142 Die autonomen Wettbewerbsaktionen der weiteren Marktteilnehmer verzerren somit die Werbewirkung eigener Werbekampagnen. [...]

Durch Ratingskalen und Polaritätenprofile, welche hier nicht näher berücksichtigt werden, können Einstellungen und Images nach Art und Stärke ermittelt werden.123 Zwischen der Kaufwahrscheinlichkeit und der Stärke der Einstellungen bzw. des Images hinsichtlich eines Werbeobjektes kann ein funktionaler Zusammenhang empirisch nachgewiesen werden.124 Nichtsdestotrotz führen positive Haltungen nicht immer zwingend zum Kauf, denn auch andere Kriterien wie bspw. die Kauffähigkeit (finanzielle Möglichkeit, das Produkt zu erwerben) oder die Kaufmöglichkeit (Verfügbarkeit des Produktes am Markt) beeinflussen das Kaufverhalten des Konsumenten.125 2.6.3 Verfahren zur Messung der verhaltensrelevanten Leistung Das endgültige Ziel der werbenden Unternehmen ist es, das Verhalten des Rezipienten zu beeinflussen.126 Diese verhaltensrelevante Leistung der Werbung kann im Bestellen einer Informationsbroschüre, in der Inanspruchnahme einer Probefahrt etc. bestehen. Letztendlich steht jedoch meist das Auslösen eines Kaufaktes bei den Umworbenen im Mittelpunkt, das z. B. durch Probierkäufe, Wiederholungskaufraten, Veränderungen der Kauffrequenz oder Verbraucherintensitäten gemessen werden kann.127 Alle diese Größen spiegeln sich in ökonomischen und somit direkt kontrollierbaren Erfolgsdimensionen wie Umsätze, Gewinne oder Marktanteile wieder.128 Aus diesem Grunde sind für die verhaltensrelevante Leistung der Werbung dieselben Kontrollmethoden anzuwenden, die auch für die Messung des ökonomischen Werbeerfolgs eingesetzt werden.129 Dazu zählen z. B. Gebietsverkaufstests bzw. Test-Kontrollläden-Experimente,130 [...]

Arbeit zitieren:
Pöppl, Reinhilde August 2002: Werbewirkungskontrolle von Werbesendungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikationspolitik, Direktmarketing, Marktforschung, Marketing-Controlling, Werbewirkungsforschung

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