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Werbewirkung im Intermediavergleich

Studie zum Vergleich der Werbewirkung eines audiovisuellen Imagefilms und einer klassischen Imagebroschüre

Werbewirkung im Intermediavergleich
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Sollner, Sabrina Holzheimer
  • Abgabedatum: Dezember 2005
  • Umfang: 302 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9485-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9485-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9485-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Daniel Sollner, Sabrina Holzheimer Dezember 2005: Werbewirkung im Intermediavergleich, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Werbepsychologie, Kultur, Konsumentenverhalten, Medienpräferenz, Ländervergleich

Diplomarbeit von Daniel Sollner, Sabrina Holzheimer

Problemstellung:

Ein Strom von Untersuchungen beschäftigt sich mit dem Vergleich der Werbewirkung unterschiedlicher Medien. Sucht man jedoch nach Studien, die die Werbewirkung eines Imagefilms untersuchen, wird man nicht fündig. Auch in der Literatur wird das Medium Imagefilm kaum behandelt und meist sogar nicht einmal erwähnt.

Ziel unserer Diplomarbeit ist die Untersuchung der unterschiedlichen Werbewirkung eines audiovisuellen Imagefilms und eines klassischen Printmediums.

Anlass zu unserem Experiment gab uns die Firma referenz film Fernsehproduktion GmbH aus Würzburg, deren Kerngeschäft die Produktion kundenspezifischer Imagefilme beinhaltet. Die Ergebnisse unserer Untersuchung sollen der Firma dazu dienen, den Kunden die Vorteile eines Imagefilms als Bestandteil der B-to-B-Kommunikation zu präsentieren. Mit dem Einstieg der Firma in den asiatischen Markt bot es sich an, unser Experiment ebenfalls in China durchzuführen, um auch dort die Werbewirkung der beiden Medien zu untersuchen.

Somit soll sowohl in Deutschland als auch in China folgende Vermutung überprüft werden: Die Werbewirkung eines Imagemediums hängt von dem jeweiligen verwendeten Medium ab. Der Imagefilm besitzt durch seinen audiovisuellen Charakter eine bessere Werbewirkung als das klassische Printmedium Imagebroschüre.

Diese These konnte in der Realität auch größtenteils so bestätigt werden. Bei den meisten Indikatoren für die Werbewirkung konnte in unserer Untersuchung in den beiden Ländern tendenziell ein besseres Abschneiden des Imagefilms festgestellt werden. Allerdings gibt es auch Fragestellungen, bei denen die klassische Imagebroschüre in unserer Untersuchung besser bewertet wurde als der Imagefilm.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS 8
TABELLENVERZEICHNIS 11
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 14
1. ZIELSETZUNG DER ARBEIT 15
2. VORSTELLUNG DER REFERENZ FILM FERNSEHPRODUKTION GMBH 16
3. DER IMAGEFILM 18
3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 18
3.1.1 ABGRENZUNG ZUM WERBEFILM 19
3.1.2 ABGRENZUNG ZUM SPIELFILM 20
3.2 ABRISS DER ENTWICKLUNG DES MEDIUMS IMAGEFILM 20
3.3 ZIELGRUPPEN UND EINSATZMÖGLICHKEITEN 28
3.4 DER IMAGEFILM ALS MARKETING-INSTRUMENT 29
3.4.1 DER IMAGEFILM ALS BESTANDTEIL DER KOMMUNIKATIONSPOLITIK 29
3.4.2 DIE FUNKTIONEN DES IMAGEFILMS 30
3.4.3 DER IMAGEFILM ALS ERSATZ FÜR MESSE- ODER OBJEKTBESICHTIGUNGEN 31
4. WERBEPSYCHOLOGIE 33
4.1 WERBEWIRKUNG – EIN IMMER WICHTIGERER FAKTOR 33
4.2 BEGRIFFSABGRENZUNG: WERBUNG, WERBEWIRKUNG UND WERBEERFOLG 34
4.3 MODELLVORSTELLUNGEN ZUR WERBEWIRKUNG 36
4.3.1 MODELLENTWICKLUNG IN DER WISSENSCHAFT 36
4.3.2 WERBEWIRKUNGSMODELLE 37
4.3.2.1 Das S-R- und S-O-R-Modell 37
4.3.2.2 Wirkungsstufenmodelle 39
4.3.2.2.1 Das AIDA-Modell 39
4.3.2.2.2 Das Hierarchie-der-Effekte-Modell von Lavidge und Steiner 41
4.3.2.2.3 Eine abschließende Beurteilung der Stufenmodelle 43
4.3.2.3 Neuere Modelle der Werbewirkung 43
4.3.2.3.1 Modell der Wirkungspfade nach Kroeber-Riel 43
4.3.2.3.1.1 Werbewirkungsdeterminanten 43
4.3.2.3.1.1.1 Das Involvement des Konsumenten 44
4.3.2.3.1.1.2 Die Art der Werbung 45
4.3.2.3.1.1.3 Die optimale Anzahl der Wiederholungen 45
4.3.2.3.1.2 Der Verlauf der Werbewirkungspfade 49
4.3.2.3.2 Involvementmodell nach Mühlbacher 52
4.3.2.3.3 Das Werbewirkungsmodell nach Steffenhagen 54
4.3.2.3.3.1 Werbewirkungskategorien 54
4.3.2.3.3.2 Wirkungshypothesen 55
4.3.2.3.3.3 Einflussgrößen der Werbewirkung 57
4.4 BILDKOMMUNIKATION 59
4.4.1 MEDIENSPEZIFISCHE BEDINGUNGEN 59
4.4.2 IMAGERYFORSCHUNG – DER ZENTRALE BEGRIFF DER KOMMUNIKATIONSFORSCHUNG 62
4.4.2.1 Die bildliche Informationsverarbeitung 62
4.4.2.2 Der Bildüberlegenheitseffekt nach Paivio 64
4.4.2.3 Weiterführende Untersuchungen des Ansatzes von Paivio 65
4.4.2.4 Die Dominanz von Bildinformationen nach Kroeber-Riel 66
4.4.2.5 Aktivierung durch Bildreize 67
4.4.2.5.1 Physisch intensive Reize 68
4.4.2.5.2 Emotionale Reize 69
4.4.2.5.3 Überraschende Reize 69
4.4.2.6 Aktivierung durch einen Imagefilm 70
4.4.2.7 Gefahren der Aktivierung 71
4.4.2.7.1 Ablenkungsgefahren 71
4.4.2.7.2 Bumerangwirkungen 72
4.4.2.7.3 Irritationsgefahren 73
4.4.3 BEWEGUNG UND TON ALS ENTSCHEIDENDE VARIABLEN 74
4.4.3.1 Die Imagebroschüre als rein optisches Darstellungsmittel 74
4.4.3.2 Der Imagefilm als optisch-akustisches Darstellungsmittel 76
4.4.3.3 Untersuchungen zum Thema Print vs. TV von Grass und Wallace 77
5. KULTUR UND KONSUMENTENVERHALTEN 79
5.1 KULTUR 79
5.2 DIE CHINESISCHE KULTUR IM VERGLEICH ZUR WESTLICHEN KULTUR 82
5.3 DER EINFLUSS DER KULTUR AUF DAS KONSUMENTENVERHALTEN 86
5.3.1 DIE KONSTRUKTE DES KONSUMENTENVERHALTENS 86
5.3.2 KULTURELLER EINFLUSS AUF DAS INVOLVEMENT 88
5.3.3 KULTURELLER EINFLUSS AUF GEFÜHLE 89
5.3.4 KULTURELLER EINFLUSS AUF MOTIVE 91
5.3.5 KULTURELLER EINFLUSS AUF EINSTELLUNGEN 92
5.3.6 KULTURELLER EINFLUSS AUF WERTE 93
5.3.7 KULTURELLER EINFLUSS AUF DEN LEBENSSTIL 94
5.4 BESONDERE ANFORDERUNGEN AN DIE PRODUKTION VON IMAGEFILMEN IN CHINA 95
5.4.1 SCHRIFTZEICHEN UND SYMBOLE 96
5.4.2 FARBEN 97
5.4.3 WERBEGESETZ DER VR CHINA 97
5.4.4 BEISPIELE VISUELLER UND AUDIOVISUELLER FEHLSCHLÄGE IN CHINA 98
5.4.4.1 Mc Donald´s 98
5.4.4.2 Nike 99
5.4.4.3 Toyota 99
5.4.4.4 Fernsehserie Der Bulle von Tölz 100
6. DER VERSUCHSAUFBAU 102
6.1 DIE STICHPROBE 102
6.2 TESTMETHODE 103
6.3 VERWENDETE STIMULI/TESTMATERIAL 105
7. DIE WERBEWIRKUNG EINES IMAGEFILMS UND EINER IMAGEBROSCHÜRE IN DEUTSCHLAND 106
7.1 DER BESITZ UND DIE WICHTIGKEIT EINES IMAGEFILMS 106
7.1.1 DER BESITZ EINES IMAGEFILMS 106
7.1.1.1 Der Besitz eines Imagefilms in der Gesamtstichprobe 106
7.1.1.2 Der Besitz eines Imagefilms nach der Betriebsgröße 107
7.1.2 DIE WICHTIGKEIT EINES IMAGEFILMS 108
7.1.2.1 Die Wichtigkeit eines Imagefilms in der Gesamtstichprobe 108
7.1.2.2 Die Wichtigkeit eines Imagefilms nach der Betriebsgröße 110
7.1.3 DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN DEM BESITZ EINES IMAGEFILMS UND DESSEN WICHTIGKEIT 112
7.2 MEDIENPRÄFERENZ 114
7.2.1 DIE VORHERRSCHENDE MEDIENPRÄFERENZ IN DER GESAMTSTICHPROBE 114
7.2.1.1 Gründe für die Präferenz von Imagefilmen 115
7.2.1.2 Gründe für die Präferenz von Imagebroschüren 117
7.2.2 DIE VORHERRSCHENDE MEDIENPRÄFERENZ IN DEN VERSCHIEDENEN ALTERSGRUPPEN 118
7.3 DAS VORHERRSCHENDE IMAGE DER MEDIEN 121
7.3.1 DAS VORHERRSCHENDE IMAGE DER MEDIEN IN DER GESAMTSTICHPROBE 121
7.3.2 DIE VORTEILE EINES IMAGEFILMS ALS KOMMUNIKATIONSMITTEL IM B-TO-B-BEREICH 123
7.3.3 DIE VORTEILE EINER IMAGEBROSCHÜRE ALS KOMMUNIKATIONSMITTEL IM B-TO-BBEREICH 127
7.4 DIE ERZIELTE ERINNERUNGSLEISTUNG BEIDER MEDIEN 130
7.4.1 UNGESTÜTZTER RECALL DES INHALTS 130
7.4.1.1 Imagefilm 130
7.4.1.2 Imagebroschüre 131
7.4.2 UNGESTÜTZTER RECALL DER BEWORBENEN PRODUKTE UND LEISTUNGEN 133
7.4.2.1 Imagefilm 133
7.4.2.2 Imagebroschüre 134
7.4.3 VERGLEICH DER ERINNERUNGSLEISTUNG BEIDER MEDIEN 135
7.5 DIE BEWERTUNG DER WERBUNG IM VERGLEICH DER MEDIEN 137
7.5.1 ALLGEMEINE BEWERTUNG DER WERBUNG 137
7.5.2 LIKES 141
7.5.2.1 Imagefilm 141
7.5.2.2 Imagebroschüre 143
7.5.2.3 Vergleich der Medien 144
7.5.3 DISLIKES 145
7.5.3.1 Imagefilm 145
7.5.3.2 Imagebroschüre 147
7.5.3.3 Vergleich der Medien 148
7.6 DIE AUSWIRKUNGEN DER MEDIEN AUF DAS BESTEHENDE IMAGE 149
7.6.1 DIE AUSWIRKUNGEN DES IMAGEFILMS AUF DAS BESTEHENDE IMAGE 150
7.6.1.1 Vergleich der Mittelwerte 151
7.6.1.2 Vergleich der Top Boxes 155
7.6.2 DIE AUSWIRKUNGEN DER IMAGEBROSCHÜRE AUF DAS BESTEHENDE IMAGE 157
7.6.2.1 Vergleich der Mittelwerte 157
7.6.2.2 Vergleich der Top Boxes 162
7.6.3 VERGLEICH DER IMAGEWIRKUNG BEIDER MEDIEN 163
7.7 ANREIZ ZUR KONTAKTAUFNAHME 168
7.8 EIN ZUSAMMENFASSENDER VERGLEICH DER WERBEWIRKUNG 169
8. DIE WERBEWIRKUNG EINES IMAGEFILMS UND EINER IMAGEBROSCHÜRE IN CHINA 175
8.1 DER BESITZ UND DIE WICHTIGKEIT EINES IMAGEFILMS 175
8.1.1 DER BESITZ EINES IMAGEFILMS 175
8.1.1.1 Der Besitz eines Imagefilms in der Gesamtstichprobe 175
8.1.1.2 Der Besitz eines Imagefilms nach der Betriebsgröße 176
8.1.2 DIE WICHTIGKEIT EINES IMAGEFILMS 178
8.1.2.1 Die Wichtigkeit eines Imagefilms in der Gesamtstichprobe 178
8.1.2.2 Die Wichtigkeit eines Imagefilms nach der Betriebsgröße 179
8.1.3 DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN DEM BESITZ EINES IMAGEFILMS UND DESSEN WICHTIGKEIT 180
8.2 MEDIENPRÄFERENZ 182
8.2.1 DIE VORHERRSCHENDE MEDIENPRÄFERENZ IN DER GESAMTSTICHPROBE 182
8.2.1.1 Gründe für die Präferenz von Imagefilmen 183
8.2.1.2 Gründe für die Präferenz von Imagebroschüren 185
8.2.2 DIE VORHERRSCHENDE MEDIENPRÄFERENZ IN DEN VERSCHIEDENEN ALTERGRUPPEN 186
8.3 DAS VORHERRSCHENDE IMAGE DER MEDIEN 188
8.3.1 DAS VORHERRSCHENDE IMAGE DER MEDIEN IN DER GESAMTSTICHPROBE 188
8.3.2 DIE VORTEILE EINES IMAGEFILMS ALS KOMMUNIKATIONSMITTEL IM B-TO-B-BEREICH 190
8.4 DIE ERZIELTE ERINNERUNGSLEISTUNG BEIDER MEDIEN 196
8.4.1 UNGESTÜTZTER RECALL DES INHALTS 196
8.4.1.1 Imagefilm 196
8.4.1.2 Imagebroschüre 198
8.4.2 UNGESTÜTZTER RECALL DER BEWORBENEN PRODUKTE UND LEISTUNGEN 199
8.4.2.1 Imagefilm 199
8.4.2.2 Imagebroschüre 200
8.4.3 VERGLEICH DER ERINNERUNGSLEISTUNG BEIDER MEDIEN 201
8.5 DIE BEWERTUNG DER WERBUNG IM VERGLEICH DER MEDIEN 203
8.5.1 ALLGEMEINE BEWERTUNG DER WERBUNG 203
8.5.2 LIKES 207
8.5.2.1 Imagefilm 207
8.5.2.2 Imagebroschüre 209
8.5.2.3 Vergleich der Medien 210
8.5.3 DISLIKES 211
8.5.3.1 Imagefilm 211
8.5.3.2 Imagebroschüre 213
8.5.3.3 Vergleich der beiden Medien 214
8.6 DIE AUSWIRKUNGEN DER MEDIEN AUF DEN IMAGEAUFBAU 215
8.6.1 VERGLEICH DER MITTELWERTE 216
8.6.2 VERGLEICH DER TOP BOXES 223
8.7 ANREIZ ZUR KONTAKTAUFNAHME 224
8.8 EIN ZUSAMMENFASSENDER VERGLEICH DER WERBEWIRKUNG 225
9. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG DER ERGEBNISSE IM LÄNDERVERGLEICH 231
9.1 DER BESITZ UND DIE WICHTIGKEIT EINES IMAGEFILMS 231
9.2 MEDIENPRÄFERENZ 234
9.3 DAS VORHERRSCHENDE IMAGE DER MEDIEN 236
9.4 DIE ERZIELTE ERINNERUNGSLEISTUNG BEIDER MEDIEN 243
9.5 DIE BEWERTUNG DER WERBUNG IM VERGLEICH DER MEDIEN 245
9.5.1 ALLGEMEINE BEWERTUNG DER WERBUNG 245
9.5.2 LIKES UND DISLIKES 249
9.6 DIE AUSWIRKUNGEN DER MEDIEN AUF DAS IMAGE 251
9.7 ANREIZ ZUR KONTAKTAUFNAHME 251
9.8 EIN ZUSAMMENFASSENDER LÄNDERVERGLEICH DER WERBEWIRKUNG 253
10. ANHANG 257
10.1 INTERVIEW MIT CLIVE YEUNG, ORACLE ADDED VALUE, SHANGHAI 257
10.2 TESTMATERIAL 259
10.2.1 FRAGEBÖGEN DEUTSCHLAND UND CHINA 259
10.2.2 VERWENDETE SKALEN 285
10.2.3 TESTBROSCHÜREN FÜR DEUTSCHLAND UND CHINA 287
10.2.4 TESTFILME DEUTSCHLAND UND CHINA 288
10.3 SPSS-AUSWERTUNGEN DEUTSCHLAND UND CHINA 288
LITERATURVERZEICHNIS 289
ERKLÄRUNGEN 297

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dieses Modell von Trommsdorff stellt die Zustände des Konsumentenverhaltens dar. Zustände sind verhaltenswissenschaftliche Konstrukte, die als statische Erklärungsgrößen dienen.212 Soll Konsumentenverhalten allerdings dynamisch in Form von Prozessen dargestellt werden, so können diese mit Hilfe des Drei-Speicher-GedächtnisModells beschrieben werden. Dieses Modell beinhaltet einen ultra-kurzzeitig belegten Aufnahme-, einen kurzzeitig belegten Arbeits- und einen langzeitig belegten Gedächtnisspeicher, zwischen denen die entsprechenden Prozesse ablaufen. Dieses Modell fasst die Aufnahme und Speicherung von Emotionen und Kognitionen als Informationserwerb und die Kombination neuen und bekannten Wissens als Informationsverarbeitung zusammen.213 In den folgenden Abschnitten soll näher auf die für das Konsumentenverhalten verantwortlichen Konstrukte eingegangen werden und aufgezeigt werden, inwieweit diese dem Einfluss der Kultur ausgesetzt sind. [...]

Erkenntnisobjekt der Konsumentenforschung ist der Mensch als Konsument. Dieser kann sowohl die Rolle des Entscheiders, des Zahlers und des Verbrauchers übernehmen. Somit wird zwischen fünf verschiedenen Arten der Einheit Konsument unterschieden: 1. Der Konsument übernimmt alle drei Funktionen in einer Person. 2. Der Konsument übernimmt zwar die Rolle des Entscheiders und Zahlers, aber nicht des Verbrauchers 3. Der Konsument ist Entscheider und Verbraucher, jedoch nicht Zahler 4. Der Konsument ist Zahler und Verbraucher, fällt aber keine Entscheidungen 5. Alle drei Funktionen liegen bei verschiedenen Personen.211 Um die Auslöser und Abläufe des Konsumentenverhaltens zu verstehen, ist es von großer Bedeutung, sich mit dem Konsumenten und seinen Einstellungen, Werten und seiner Persönlichkeit auseinander zu setzen. In der folgenden Abbildung sollen die nach Trommsdorff für das Konsumentenverhalten relevanten Konstrukte dargestellt werden: [...]

85 formationen beschaffen oder man bekommt durch guanxi einen Arbeitsplatz. Zum anderen ist guanxi absolute Voraussetzung für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit in China. Ohne ein funktionierendes Netzwerk von Beziehungen sind fachliche Kompetenzen in der chinesischen Geschäftswelt ohne Bedeutung.208 Durch die ergebnisorientierte Denkweise kann man sich in Deutschland durch Eigenschaften wie Durchsetzungskraft und Selbstbewusstsein hohes Ansehen verschaffen. In China hingegen sucht man in Verhandlungen Gemeinsamkeiten und lässt Unterschiede bestehen (qiutong cunyi) ohne sie direkt anzusprechen. Daher scheinen Chinesen weniger Selbstbewusstsein zu haben und Konflikten aus dem Weg zu gehen. Chinesen empfinden den in der low-context-Kultur verankerten direkten und sachbezogenen Gesprächsstil der Deutschen sogar häufig als unbescheiden und unhöflich.209 An dieser Stelle muss allerdings auch darauf hingewiesen werden, dass neuerdings in den chinesischen Großstädten eine Tendenz zur Verwestlichung der chinesischen Kultur beobachtet werden kann. Die aktuelle Trendstudie China Cool Hunt, die sich mit der Jugend Chinas in Peking und Shanghai befasst, hat ergeben, dass sich Jugendliche in den Großstädten immer mehr an westlichen Ländern orientieren und ein Trend weg von der Kollektivität hin zu mehr Individualität stattfindet.210 Vor allem in Shanghai ist der Einfluss des Westens auf den Lebensstil der Chinesen bereits stark zu spüren. Doch nach eigenen Erfahrungen kann an dieser Stelle gesagt werden, dass die von der neuen Generation von Chinesen vor allem nach außen getragene Orientierung am Westen nicht über die noch vorherrschende tiefe innere Verankerung der chinesischen Kultur hinwegtäuschen kann. Bei den soeben dargestellten Charakteristika handelt es sich lediglich um einen sehr knappen Auszug einer Sammlung von Merkmalen, die die chinesische Kultur prägen. Doch schon allein an diesen Merkmalen wird deutlich, dass zwischen Deutschland und China starke Kulturunterschiede bestehen. Es liegt auf der Hand, dass sich diese kulturellen Unterschiede auch auf das Konsumentenverhalten in den beiden Ländern auswirken. Im folgenden Kapitel soll darge- [...]

Arbeit zitieren:
Daniel Sollner, Sabrina Holzheimer Dezember 2005: Werbewirkung im Intermediavergleich, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Werbepsychologie, Kultur, Konsumentenverhalten, Medienpräferenz, Ländervergleich

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