Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Wellness als neue Ausprägungsform des Gesundheitstourismus in traditionellen Heilbädern und Kurorten

Eine Angebotsuntersuchung der Heilbäder Badenweiler, Bad Homburg, Bad Krozingen und Bad Saarow

Wellness als neue Ausprägungsform des Gesundheitstourismus in traditionellen Heilbädern und Kurorten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ramona Körber
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 147 Seiten
  • Dateigröße: 10,8 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4995-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4995-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4995-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Körber, Ramona Oktober 2001: Wellness als neue Ausprägungsform des Gesundheitstourismus in traditionellen Heilbädern und Kurorten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kur, Trend, Tourismus

Diplomarbeit von Ramona Körber

Einleitung:

Die Auswirkungen der Gesundheitsreformen in den neunziger Jahren zwingen die Heilbäder und Kurorte in Deutschland zur Entwicklung marktfähiger Angebote. Insbesondere die traditionellen Heilbäder stehen durch ihr anspruchsvolles Klientel einer hohen Erwartungshaltung gegenüber und sind im besonderen Maße gefordert. Das exklusive Image von Wellness scheint für viele die gefundene Lösung zu sein. Jedoch findet die Diskussion um den neuen Trend auch ihre Gegner in den betroffenen Orten. Inwieweit Wellness als neue Ausprägungsform des Gesundheitstourismus erfolgreich sein kann, zeigen die in dieser Arbeit untersuchten Beispiele.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, durch eine Angebotsuntersuchung in ausgewählten Heilbädern eine umfassende Analyse des touristischen Wellnessmarktes unter besonderer Berücksichtigung der Heilbäder und Kurorte zu liefern.

Gang der Untersuchung:

Der Begriff Wellness ist im deutschen Sprachraum noch relativ neu es bestehen sehr viele Unsicherheiten in Bezug auf seine Bedeutung. Trotzdem ist er besonders im Marketingbereich stark verbreitet und hat sich zu einem regelrechten Boom entwickelt. Aus diesem Grund widmet sich Kapitel 2 recht ausführlich dem Wellnessbegriff, der Entstehung des Wellnessbooms und dem aktuellen Wellnessmarkt als Grundlage für den Wellnesstourismus, welcher dann im darauf folgenden Kapitel umfassend dargelegt wird: Definition, Abgrenzungen, Angebot, Nachfrage, Zielgruppe, Trends und Prognosen.

Das Kapitel 4 beschäftigt sich als weitere Grundlage eingehend mit dem Kurwesen in Deutschland und berücksichtigt neben den Rahmenbedingungen vor allem den Markt, die Ursachen der Bäderkrisen, die Reaktionen und aktuellen Entwicklungen.

Vor diesem Hintergrund wird dann im fünften Kapitel Wellnesstourismus als neue Ausprägungsform in traditionellen Heilbädern nach einer einleitenden Beschreibung der Entwicklung anhand von vier verschiedenartigen Fallbeispielen näher vorgestellt. In einer vergleichenden Übersicht werden Anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede sowie Stärken und Schwächen der Beispiele herausgearbeitet. Hieran anschließend erfolgt die Vorstellung der idealen, jedoch bisher noch wenig berücksichtigten Zielgruppe für den Wellnesstourismus. Die Arbeit endet mit einem zusammenfassenden Fazit.

Zur Information befindet sich im Anhang dieser Arbeit ein kleines Wellness-Lexikon.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Methodischer Aufbau der Arbeit 2
2. Der Wellnesstrend 5
2.1 Entwicklung und Definition 5
2.1.1 Entwicklung des Wellness-Gedankens 6
2.1.2 Begriffsverständnis im deutschsprachigen Raum 11
2.1.3 Begriffsverständnis im internationalen Vergleich 14
2.2 Voraussetzung für die Entwicklung des Gesundheitstrends 15
2.2.1 Demographischer Wandel 15
2.2.2 Gesellschaftlicher Wandel 16
2.2.3 Wertewandel 17
2.2.4 Wandel im Gesundheitsverständnis 18
2.3 Der Wellnessmarkt 19
2.3.1 Volumen und Verteilung 19
2.3.2 Der Wellnesskunde 20
2.3.3 Entwicklungsprognosen 21
2.4 Zusammenfassung 22
3. Der Wellnesstourismus 23
3.1 Definition und Abgrenzung 23
3.1.1 Gesundheitstourismus 23
3.1.2 Wellnesstourismus 25
3.1.3 Die Hauptelemente des Wellnesstourismus 26
3.2 Trend zum Gesundheitstourismus 30
3.3 Angebotsstruktur 32
3.3.1 Wellnesshotels 33
3.3.2 Wellnessangebote in Fremdenverkehrsorten oder -regionen 35
3.3.3 Kooperationen im Wellnesstourismus 36
3.3.4 Spezialreiseveranstalter 38
3.4 Die Nachfragespezifika 40
3.5 Die Zielgruppe 42
3.6 Trends und Prognosen für den Wellnesstourismus 44
3.7 Zusammenfassung 45
4. Kurwesen in Deutschland 46
4.1 Definitionen und Abgrenzungen 46
4.1.1 Kur 46
4.1.2 Kurtourismus 47
4.1.3 Abgrenzung von Kur- und Wellnesstourismus 48
4.2 Historische Entwicklung des Kurwesens 50
4.3 Rahmenbedingungen der Heilbäder und Kurorte 51
4.3.1 Infrastrukturelle Gegebenheiten 52
4.3.2 Bädersparten und Prädikatisierung 54
4.3.3 Grundlinien der Kurortbehandlung 56
4.3.4 Rechtsformen der Kurortunternehmungen 56
4.3.5 Träger der Kur 57
4.4 Der Markt der Heilbäder und Kurorte 58
4.4.1 Entwicklung des Angebotes 58
4.4.2 Entwicklung der Nachfrage 59
4.4.3 Zielgruppen 60
4.4.3.1 Kurgäste 61
4.4.3.2 Gesundheitstouristen 62
4.4.3.3 Sonstige Touristen 62
4.4.3.4 Ausländische Gäste 63
4.4.4 Wettbewerbsanalyse 64
4.4.4.1 Gesundheitsorientierte Ferienorte 64
4.4.4.2 „Neue“ Feriendestinationen 65
4.4.4.3 Ausländische Kurorte 65
4.5 Die Bäderkrisen und ihre Ursachen 67
4.5.1 Strukturelle Ursachen 67
4.5.2 Konjunkturelle Ursachen 68
4.5.3 Finanzpolitische Ursachen 68
4.5.4 Die Auswirkungen der Kurkrise 70
4.6 Wege aus der Krise 72
4.6.1 Wirtschaftliche Situation seit 1998 72
4.6.2 Neupositionierung der Kurorte 73
4.6.3 Marktfeldstrategien 75
4.6.4 Trends in der Nachfrage und im Angebot 77
5. Wellnesstourismus in traditionellen Kurorten 80
5.1 Zögerliche Entwicklung 80
5.2 Beispiele zur Angebotsprofilierung durch Wellness 82
5.2.1 Badenweiler - Wellness mit Tradition 83
5.2.1.1 Struktur des Heilbades 84
5.2.1.2 Das Wellnessangebot 85
5.2.1.3 Weitere Maßnahmen 87
5.2.1.4 Positive Auswirkungen 87
5.2.2 Bad Homburg v. d. Höhe - Wellness in Wohnortnähe 88
5.2.2.1 „Champagnerluft und Tradition“ 88
5.2.2.2 Kurbetrieb und Fremdenverkehrsstruktur 89
5.2.2.3 Gesundheitspolitische Maßnahmen in Hessen 90
5.2.2.4 Wellness statt klassische Kurmittel 91
5.2.2.5 Weitere Pläne und Fazit 93
5.2.3 Bad Krozingen - Wellness für Normalverdiener 94
5.2.3.1 Ausgangssituation 94
5.2.3.2 Restrukturierungsmaßnahmen 95
5.2.3.3 Gelungener Turn-around 96
5.2.3.4 Fazit 97
5.2.4 Bad Saarow - Der Kurort der Zukunft? 98
5.2.4.1 Abwechslungsreiche Geschichte 98
5.2.4.2 Kurortrahmenplanung 99
5.2.4.3 Das Angebot 101
5.2.4.4 Der Erfolg 103
5.2.4.5 Fazit 104
5.2.5 Synopse 105
5.3 Die neue Zielgruppe 108
5.4 Innovative Entwicklungen 110
6. Fazit 112
Literaturverzeichnis 114
Anhang 123

Automatisiert erstellter Textauszug:

Auf der Suche nach einem neuen Standbein wenden sich viele deutsche Kurorte alternativen Angeboten zu, wobei die Mehrheit große Hoffnungen in den im Kapitel 3 beschriebenen Wellnesstourismus setzt. Durch das Wellnessangebot können Kurorte ihre traditionelle medizinische Kompetenz mit touristischer Infrastruktur und dem aktuellen Gesundheitstrend verbinden. Einleitend wird ein kurzer Überblick über die Entwicklung und die Akzeptanzprobleme von Wellnessangeboten in Kurorten gegeben, bevor nachfolgend das heutige Angebot und die Positionierung anhand von vier Fallbeispielen detailliert untersucht wird. Die anschließende Synopse gibt einen vergleichenden Überblick über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede, sowie über Stärken und Schwächen der Angebote. Der darauf folgende Abschnitt stellt die ideale Zielgruppe dieser Angebote vor: die „neuen“ Alten. Abschließend werden einige aktuelle Trends im Wellnessangebot der Kurorte vorgestellt. [...]

Die folgenden Ergebnisse basieren auf der aktuellen Trendstudie „Deutsche Kurorte nach der Kurkrise“ des Forschungskreis Tourismus Management e. V. (FTM) und des Europäischen Tourismus Institut GmbH an der Universität Trier (ETI) unter Mitwirkung der Autorin. Im Rahmen dieser Studie wurden die Entscheidungsträger aller 327 Kurorte zu ihren Reaktionen nach der letzten Kurkrise und zur aktuellen Situation befragt.89 Vier Jahre nach der letzten Kurkrise ist die Gästestruktur in den befragten Kurorten relativ ausgeglichen und besteht zu je einem Drittel aus Kurgästen, Urlaubern und Tagestouristen. Das Anspruchsdenken und das Gesundheitsbewusstsein der Gäste ist in den meisten Kurorten (drei Viertel) wesentlich gestiegen. Jedoch sind in nur einem Viertel die Gäste jünger bzw. zahlungskräftiger geworden. Die Mehrheit der Kurorte stellt eine gestiegene Trendabhängigkeit und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein ihrer Gäste fest. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer aller Gäste in Kurorten beträgt 9,7 Tage, was deutlich den Trend zu kürzeren Aufenthalten belegt. Das Verhältnis von eigen- zu fremdfinanzierten Kuren hat sich zu Gunsten der eigenfinanzierten Kuren verändert. Vor 1997 waren es noch weniger als ein Drittel; im Jahr 2000 sind es bereits 40 %. Die meisten Kurorte bestätigen, eine verstärkte Konkurrenz der ausländischen Kurorte zu spüren und schätzen die gegenwärtige Stellung der deutschen Kurorte auf dem europäischen Markt lediglich als gemäßigt ein. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen haben bereits viele Kurorte Veränderungen ihrer Positionierung durch neue Angebotsentwicklung vorgenommen. Drei Viertel der Kurorte haben bereits neue Angebote im Wellnessbereich und auf dem Sektor des Kurzurlaubes entwickelt. In den Bereichen Fitness, Beauty und Freizeitgestaltung sind bei der Hälfte der Kurorte neue Produkte entstanden. Nahezu alle befragten Kurorte planen, in naher Zukunft (weiter) in den Bereich Wellness zu investieren (92 %). Weiterhin große Investitionsbereitschaft besteht in den Bereichen Freizeitgestaltung, Fitness, Beauty und Kurzurlaub. Allgemein ist bei touristisch orientieren Angeboten eine höhere Investitionsbereitschaft vorhanden, als in den klassischen Kurbereichen, obwohl die Mehrheit der befragten Experten diesen gute Zukunftschancen einräumen. Zu den zukunftsträchtigsten Kurmitteln gehören nach Expertenmeinung Thermal-, Mineralund Solebäder, Bewegungstherapien/Krankengymnastik, Massagen und Peloidanwendungen. Die besten Marktchancen werden nach Experteneinschätzung jedoch den alternativen Heilmethoden attestiert. Knapp ein Viertel der befragten Kurorte haben nach der letzten Kurkrise ein neues Thermalbad bzw. [...]

• Klassische Kurorte mit medizinischer Fachkompetenz, welche die Kur weiterhin in den Mittelpunkt stellen, daneben aber Gesundheitsprogramme offerieren. Das konkrete Profil besteht dabei in der Verbindung von Gesundheitskompetenz und großer Tradition. • Kurorte mit gesundheitstouristischer Ausrichtung, mit dem Schwerpunkt auf Gesundheitstraining, wobei die Angebotspalette vom Fitness- und Sportangebot bis zur Ernährungsberatung reicht. Die Gesundheitszentren dienen der Verhaltensmodifikation. Die Positionierung ergibt sich aus dem Umgang mit der Natur und der Behandlung durch die Natur. • Freizeit- und erlebnistouristische Kurorte, die sich als Wellnessbäder positionieren, wobei dem Wohlbefinden, der Lebensfreude und dem Erlebnis besondere Bedeutung zukommt. Dabei geben die Kurorte die Rolle im Gesundheitswesen im Rahmen der strikt medizinischen Ausrichtung auf und widmen sich aktiv der Gesundheitsvorsorge mit einer ganzheitlichen Ausrichtung. Über die einzelnen Kategorien hinaus sind auch unterschiedliche Mischformen möglich. Die Gefahren bei der Neupositionierung der traditionellen Kurorte liegen darin, dass der eigentliche Charakter des Ortes zugunsten der kommerziellen Touristenattraktionen immer mehr verschwindet und der Gesundheitsaspekt an Bedeutung verliert. Kur und Gesundheit müssen dabei positive Positionierungsinhalte bleiben und im Vordergrund stehen, was einer Absage an bestimmte Formen des Massentourismus entspricht (sofern man sich nicht dazu entscheidet, sich völlig vom Gesundheitsschwerpunkt zu verabschieden, denn auch das ist eine Möglichkeit der Neupositionierung). Daraus ergibt sich für die einzelnen Positionierun- [...]

Arbeit zitieren:
Körber, Ramona Oktober 2001: Wellness als neue Ausprägungsform des Gesundheitstourismus in traditionellen Heilbädern und Kurorten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kur, Trend, Tourismus

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren