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Eine Wegbeschreibung zum Führungsstandard

Eine Wegbeschreibung zum Führungsstandard
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Crain
  • Abgabedatum: April 2003
  • Umfang: 131 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: VWA Mecklenburg-Vorpommern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7563-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7563-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7563-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Crain, Christian April 2003: Eine Wegbeschreibung zum Führungsstandard, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Führungskompetenz, Personalführung, Führungsqualität

Diplomarbeit von Christian Crain

Einleitung:

Das zu untersuchende Feld ist ein Unternehmen in der Wohnungswirtschaft. Eine Wohnungsgenossenschaft mit ca. 13.000 Wohnungen, 17.000 Mitgliedern und 60 Mitarbeitern in der Verwaltung.

Das Management hat es sich in einem Projektkatalog unter anderem zur Aufgabe gestellt, innerhalb der Personalführung einheitlich angewendete Standards der Mitarbeiterführung zu erarbeiten und natürlich im Folgenden auch umzusetzen und anzuwenden.

Um letztlich diese Standards für das Unternehmen formulieren und in das sich momentan in der Überarbeitung befindliche Unternehmensleitbild dieser Wohnungsgenossenschaft einzubetten, müssen verschiedene Daten und Informationen gewonnen und ausgewertet werden.

Hierbei soll der gleiche Ansatz verwendet werden, wie derzeit schon bei der Überprüfung des Unternehmensleitbildes in diesem Unternehmen verfolgt: Die Initiative soll „top down“ vom Management ausgehen und „buttom up“ durch die Mitarbeiter angereichert werden. Es gilt, die gesammelten Ansichten, Meinungen und Vorstellungen der Führungskräfte und Mitarbeiter wie Mosaiksteinchen sinnvoll und passend zusammenzuführen. Sinnvoll deshalb, weil nicht alle vorhandenen Puzzleteile in das Mosaik passen – lediglich diejenigen, welche innerhalb einer gewissen Toleranz am häufigsten vertreten sind, damit ein möglichst fassbarer Querschnitt entsteht.

Da es sich um eine erste mögliche Wegbeschreibung zur Zielerreichung handelt, setzt sich der verwendete Informationspool aus allen Führungskräften des betrachteten Unternehmens im weitesten Sinne zusammen (auch Stabsstellen) sowie den Mitarbeitern aus der Verwaltung innerhalb der wohnungswirtschaftlichen Abteilung der Genossenschaft. Die übrigen Abteilungen und Mitarbeiter der Genossenschaft bleiben hiervon vorerst unberührt.

Die Informationsgewinnung erfolgt primär durch Fragebögen in Form eines gebundenen Interviews. Nachrangig fließen noch einige zusätzliche Informationen aus Einzelgesprächen mit wenigen der 10 Führungskräfte, einer Hand voll Mitarbeiter und eigener Erfahrung und Beobachtung ein.

Natürlich wird dieser Ansatz durch den Focus des Autors stark mitgeprägt, so dass hier selbstverständlich kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird. Mit anderen Worten: Es ist zwar die „Feder“ des Autors, aber die „Tinte“ liefert das Unternehmen.

Das Projekt setzt sich aus zwei Teilen zusammen – einem theoretischen und einem empirischen Teil.

Im ersten, theoretischen Teil der Arbeit, werden die Vorgaben für dieses Projekt in ihrer maximal möglichen Ausprägung erläutert, um darüber ein mögliches Idealbild einer Führungskraft zu projizieren. Die hierzu in der Literatur vorhandenen allgemeinen Aussagen sind von mir projektspezifisch zusammengetragen, so dass hierbei kaum direkt zitiert werden kann. Jedoch sind natürlich alle genutzten Quellen im Anhang allgemein gelistet.

Durch den zweiten Teil, der empirischen Untersuchung, soll sich daraufhin ein in der Praxis erreichbares Optimum ergeben – allein nur für das untersuchte Unternehmen, nicht allgemeingültig!

In dieser empirischen Untersuchung wird zum einen die bisherige Führungsarbeit des Managements in ihrer Tendenz ansatzweise reflektiert.

Zum anderen – und das ist der wesentliche Auftrag dieses Projektes – soll dem Management ein Thesenblatt als Basis für die weitere Diskussion und Entscheidung zur Verfügung gestellt werden, um ein möglichst einheitliches Führungsverhalten bei erfolgreicher Anwendung entsprechender Führungstechniken standardisieren und etablieren zu können.

Hierzu ist es notwendig, an Daten und Informationen zu gelangen. In diesem Fall erscheint wie bereits erwähnt die Methode des gebundenen Interviews durch einen Fragebogen am geeignetsten.

Die beiden hierzu verwendeten Fragebögen (Anlage 1 und 2) sind eine Komposition aus Fragen, welche in dieser Form nicht zum ersten Mal angewandt scheinen, da sie aus aktuellen Quellen in Bezug auf dieses Projekt ausgewählt sind.

Sowohl das Management als auch die Mitarbeiter erhalten einen fast identischen Fragebogen, damit zu einem großen Teil der wichtige direkte Vergleich miteinander möglich wird.

Dabei sollen sich die Führungskräfte mit ihrem Fragebogen (Anlage 1) lediglich selbst einschätzen.

Mit dem Fragbogen für die Mitarbeiter (Anlage 2) werden hingegen gleich drei Ziele verfolgt:

Wie sieht die bisherige Arbeit des Managements aus?

Wie soll zukünftig die Arbeit des Managements aussehen?

Welche Voraussetzungen bringt jeder Mitarbeiter selbst hierzu ein?

Um diese drei Ziele berühren zu können, sind die Fragen aus dem Managementfragebogen entsprechend umformuliert, erweitert und teilweise etwas abgewandelt.

Die Details hierzu finden sich dann stets an passender Stelle nochmals aufgeführt.

Inhaltsverzeichnis:

VORWORT 2
INHALTSÜBERSICHT 3
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 5
EINLEITUNG 6
TEIL A: THEORETISCHER TEIL 9
Was ist Führung? 9
1. Definition der Dimensionen 10
Motivation 11
Autoritäres Verhalten 13
Delegationsbereitschaft 13
Einfühlungsvermögen 18
Entschlusskraft 19
Initiative 19
Konfliktstärke 20
Kontrolle 22
Kundenorientierung 24
Mitarbeiterförderung 25
Neues / Risikobereitschaft 27
Prioritäten / Projektmanagement / Planung 28
Rückmeldung 29
Souveräne Gesprächsführung 31
Teamorientierung 32
Transparenz 34
Umfassenden Handlungs- und Entscheidungsspielraum gewähren 35
Zielvereinbarung 36
Zusammenfassung 37
TEIL B: EMPIRISCHER TEIL 38
Statistik 38
Rahmenbedingungen 39
2. Selbstbeurteilung der Führungskräfte 41
Motivation 44
Autoritäres Verhalten 44
Delegationsbereitschaft 45
Einfühlungsvermögen 46
Entschlusskraft 46
Initiative 47
Konfliktstärke 47
Kontrolle 48
Kundenorientierung 48
Mitarbeiterförderung 49
Offenheit für Neues / Risikobereitschaft 49
Prioritäten setzen / Projektmanagement / Planung 50
Rückmeldung 50
Souveräne Gesprächsführung 51
Teamorientierung 52
Transparenz 52
Umfassenden Handlungs- und Entscheidungsspielraum gewähren 53
Zielvereinbarung 53
Zusammenfassung 54
3. Fremdbeurteilung der Führungskräfte durch die Mitarbeiter 55
Motivation 57
Autoritäres Verhalten 57
Delegationsbereitschaft 58
Einfühlungsvermögen 58
Entschlusskraft 59
Initiative 59
Konfliktstärke 59
Kontrolle 59
Kundenorientierung 60
Mitarbeiterförderung 60
Offenheit für Neues / Risikobereitschaft 61
Prioritäten / Projektmanagement / Planung 62
Rückmeldung 63
Souveräne Gesprächsführung 64
Teamorientierung 65
Transparenz 65
Umfassenden Handlungs- und Entscheidungsspielraum gewähren 66
Zielvereinbarung 66
Zusammenfassung 67
4. Selbstbeurteilung der Mitarbeiter 68
Motivation 70
Autoritäres Verhalten 71
Delegationsbereitschaft 72
Einfühlungsvermögen 72
Entschlusskraft 73
Förderung 73
Initiative (auch Projektorientierung und Risikobereitschaft) 73
Konfliktstärke 74
Kontrolle 75
Kundenorientierung 75
Teamorientierung 75
Umfassender Handlungs- und Entscheidungsspielraum 76
Zusammenfassung 77
5. Gegenüberstellung Mitarbeiter und Führungskräfte 78
Motivation 79
Autoritäres Verhalten 80
Delegationsbereitschaft 81
Einfühlungsvermögen 82
Entschlusskraft 83
Initiative 84
Konfliktstärke 85
Kontrolle 86
Kundenorientierung 87
Mitarbeiterförderung 88
Neues / Risikobereitschaft 89
Prioritäten / Projektmanagement / Planung 90
Rückmeldung 91
Souveräne Gesprächsführung 92
Teamorientierung 93
Transparenz 94
Umfassender Handlungs- und Entscheidungsspielraum 95
Zielvereinbarung 96
ZUSAMMENFASSUNG 97
NACHSATZ 98
QUELLENVERZEICHNIS 100
ANLAGEN 1 UND 2

Automatisiert erstellter Textauszug:

1. Definition der Dimensionen Die Literatur überschüttet den Markt inzwischen mit einer kaum noch überschaubaren Vielzahl an Managementtechniken, Führungsverhalten und Führungsstilen, so dass die Führungskraft mittlerweile gar nicht mehr richtig weiß, welche Schlüsselqualifikationen eigentlich von ihr dazu erwartet werden. Im Grunde qualifiziert sich eine Führungskraft doch regelmäßig über ihre Kompetenzen. Neben der Fachkompetenz (Kenntnisse, Wissen, Fertigkeiten) sind es vor allem die Sozial- und Führungskompetenzen, welche zum Teil auch mit persönlicher und methodischer Kompetenz betitelt werden. Deren Ausprägungen können anhand verschiedener Dimensionen bzw. Faktoren gemessen werden, deren Anzahl durch die in der Literatur scheinbar unendlich möglichen Klassifizierung ebenfalls stark angestiegen ist. Der Personalberater und –entwickler nennt in diesem Zusammenhang gern auch den Begriff der „Soft Skills“. Dahinter verbirgt sich, dass innerhalb eines Unternehmens niemand allein für sich arbeitet. Nahezu alles wird durch und von zwischenmenschlichen Beziehungen bestimmt. Vergleichbar etwa mit nicht immer sichtbaren und greifbaren Feldern (beispielsweise magnetische und elektrische Felder), deren Erscheinungsbilder aus ihren Energie(Informations-)quellen sowie dem Fluss dieser Energie (Informationen) entstehen. Ebenso können diese zwischenmenschlichen Beziehungsfelder innerhalb einer Organisation (Unternehmen) betrachtet werden, worin die Führungskraft maßgeblich an der Erzeugung des Erscheinungsbildes beteiligt ist. Wenn der Manager als eine der wichtigsten Energiequellen nicht mit der nötigen Sorgfalt vorgeht, dann werden nachhaltig Strukturen aus anderen Energien heraus entstehen, welche unliebsam auf das Arbeitsklima und somit auch auf den Unternehmenserfolg wirken. Daher werden für dieses Projekt 18 nicht unwesentliche Messgrößen herangezogen, deren Auswahl und Zusammensetzung allein durch die Möglichkeit ihrer größtmöglichen Quantifizierbarkeit bestimmt wurden. [...]

Was ist Führung? Wir bewegen uns in einem Dienstleistungssektor, dessen Produkte mehr und mehr durch Leistung, Effizienz und Effektivität eines ganz bestimmten eingesetzten Produktionsfaktors verkörpert werden sollen – die Arbeit; hier personifiziert und betrachtet durch den bzw. die Arbeitnehmer im Angestellten- und auch Anstellungsverhältnis. Jeder Arbeitnehmer ist aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages (BGB § 611) zur Leistungserbringung verpflichtet. Unter Verwendung des „Neuen Denkens“ in der Personalführung wird angenommen, dass jeder Mitarbeiter kann und will. Er bringt ein Potenzial mit, welches sich aus seiner Grundmotivation („Wollen“) sowie seinem Wissen, seiner Qualifikation und seiner Arbeitsmethodik („Können“) zusammensetzt. Damit aus diesem Potenzial aber auch das Entscheidende entsteht, nämlich Leistung, muss er geführt werden. Diese Führung obliegt dem Manager, dem leitenden Angestellten. Der leitende Angestellte hat rein technisch erheblich mehr Entscheidungsbefugnis und vertritt grundsätzlich die Interessen des Unternehmens. Er hat die Aufgabe, regelmäßig etwas zielgerichtet und erfolgreich zum Ende zu bringen. Hierzu wird er auf zweierlei Art tätig – zum einen leitet er technisch/technologische Abläufe/Prozesse zum anderen und vor allem führt er aber auch Menschen. Dabei soll der Manager zielgerichtet erfolgreich sein. Ziele und Erfolg müssen jedoch definiert werden. [...]

Die beiden hierzu verwendeten Fragebögen (Anlage 1 und 2) sind eine Komposition aus Fragen, welche in dieser Form nicht zum ersten Mal angewandt scheinen, da sie aus aktuellen Quellen1 in Bezug auf dieses Projekt ausgewählt sind. Sowohl das Management als auch die Mitarbeiter erhalten einen fast identischen Fragebogen, damit zu einem großen Teil der wichtige direkte Vergleich miteinander möglich wird. Dabei sollen sich die Führungskräfte mit ihrem Fragebogen (Anlage 1) lediglich selbst einschätzen. Mit dem Fragbogen für die Mitarbeiter (Anlage 2) werden hingegen gleich drei Ziele verfolgt: 1. Wie sieht die bisherige Arbeit des Managements aus? 2. Wie soll zukünftig die Arbeit des Managements aussehen? 3. Welche Voraussetzungen bringt jeder Mitarbeiter selbst hierzu ein? Um diese drei Ziele berühren zu können, sind die Fragen aus dem Managementfragebogen entsprechend umformuliert, erweitert und teilweise etwas abgewandelt. Die Details hierzu finden sich dann stets an passender Stelle nochmals aufgeführt. [...]

Arbeit zitieren:
Crain, Christian April 2003: Eine Wegbeschreibung zum Führungsstandard, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Führungskompetenz, Personalführung, Führungsqualität

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