Wechselverhalten von Autokunden
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Lars Lüke
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 486,4 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4835-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4835-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4835-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lüke, Lars September 2001: Wechselverhalten von Autokunden, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Autokunden, behaviour, Switching
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Diplomarbeit von Lars Lüke
Einleitung:
Es ist in empirischen Untersuchungen nachgewiesen worden, dass Automobilhersteller ihre Gewinne steigern können, wenn es ihnen gelingt, die Treue ihrer Kunden zu sichern und zu steigern. Die Gründe dafür sind evident. In der betriebswirtschaftlichen Praxis wird für die Bindung eines loyalen Kunden im Vergleich zur Neuakquisition von lediglich etwa 20% der entstehenden Kosten ausgegangen. Weitere Gründe, die es hier zu nennen gilt, sind zum einen die geringere Preissensibilität der Altkunden, zum anderen die aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen, die den treuen Kunden immer mehr in den Mittelpunkt des marketingpolitischen Interesses rücken lassen. Zudem sind viele Konsumgütermärkte durch deutliche Sättigungstendenzen gekennzeichnet, die langfristige Umsatz- und Marktanteilssicherung immer bedeutender erscheinen lassen. Nicht zuletzt ist ein gesellschaftlicher tiefgreifender Wertewandel hin zu einem neuen Hedonismus und Individualismus festzustellen. Die empfangenen Leistungen werden von den Konsumenten als immer austauschbarer empfunden und die Konsumenten nehmen deshalb eine immer kritischere und forderndere Haltung gegenüber den zur Bedürfnisbefriedigung angebotenen Produkten ein. Somit ist eindeutig festzustellen, dass loyale Kunden als werterhaltendes und wertsteigerndes „Asset“ für einen Hersteller, respektive die Marke, eingestuft werden können. Nichtsdestotrotz ist das Phänomen eines Kunden, der die Marke oder den Hersteller wechselt, ein Alltägliches. Den Bemühungen der Unternehmen, ihre Kunden zu binden, stehen auf Seiten der Nachfrager sinkende Loyalitätsraten gegenüber, d.h. immer mehr bis dato treue Kunden tendieren zu einem Wechselverhalten.
Als „Wechselverhalten“ ist entweder die Beendigung einer Kunden-Hersteller Beziehung oder die Verschiebung eines Großteils des Kaufvolumens auf einen anderen Hersteller zu verstehen, wobei in der hier vorliegenden Betrachtung eines Automobilherstellers eine komplette „Überwanderung“ von einem Hersteller zu einem Anderen verstanden wird. Dieses Wechselverhalten findet seine Ursachen in psychischen, umweltlichen, wie auch demografischen Merkmalen und Faktoren, die es u.a. erlauben, markentreue und wechselfreudige Individuen zu identifizieren. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diese Determinanten und daraus resultierenden Situationen von Wechselverhalten aus der Perspektive des Kunden in dem Aktionsraum der Automobilindustrie darzulegen, zu erläutern und zu analysieren. Diese Analyse erfolgt mit der weiteren Zielsetzung, aufzuzeigen, von welcher entscheidenden Relevanz die Ursachen und Gründe des Wechselverhaltens von Autokunden sind. Dies insbesondere hinsichtlich möglicher Management Implikationen zur Erzielung von Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität.
Gang der Untersuchung:
Um die Vielzahl an mit diesem Thema verbundenen Überlegungen strukturiert und verständlich darzulegen, ist die vorliegende Arbeit in sechs aufeinander aufbauende Teile untergliedert.
Der zentrale Gedanke dieser Arbeit besteht in der Annahme, dass das Wechselverhalten von Autokunden von bestimmten Merkmalen, Kriterien und Faktoren verschiedener Art und Ursache determiniert wird, die es zu erkennen und zu untersuchen gilt. Diese Faktoren werden aus der Perspektive des Konsumenten im Bereich der Automobilbranche betrachtet. Dies geschieht im Hinblick auf den ökonomischen Erfolg eines Unternehmens.
Zur Bewältigung dieser Zielsetzung bietet sich folgende Vorgehensweise an: Nach der Einleitung, die die Problemstellung der vorliegenden Arbeit umreißt, folgt im zweiten Teil eine Darlegung der verschiedenen Begriffsverständnisse des Terminus „Wechselverhalten“. Auf Grund des weit gefassten Begriffsverständnisses von Wechselverhalten werden relevante Quellen der verschiedenen Begriffsauffassungen skizziert, bevor daraus eine für die vorliegende Arbeit relevante Definition abgeleitet wird.
Anschließend kommt es zur Begriffszusammenführung der beiden zentralen Termini der Arbeit „Wechselverhalten“ und „Autokunden“, um abschließend für Kapitel zwei, die Relevanz des Wechselverhaltens für die Automobilindustrie aufzuzeigen.
Im dritten Kapitel der vorliegenden Arbeit werden die Produktcharakteristika des Autos eingehender untersucht und dargelegt, wobei zunächst das Auto in ein Güterschema eingeordnet wird. Dem folgend wird der Autokauf in die gängigen Kaufentscheidungsprozesse eingeordnet, um im weiteren Verlauf dieses Kapitels den Fokus auf den zweiten entscheidenden Terminus der Arbeit, die „Autokunden“, zu legen. In diesem Zusammenhang wird auf die typischen Charakteristika der Kunde-Auto und Kunde-Händler Beziehung eingegangen. Anschließend kommt es zur Darlegung des wahrgenommenen Risikos aus Sicht des Autokunden bzgl. des Autos und Autokaufs. Abgeschlossen wird dieses Kapitel mit der Darlegung des Involvement- und der Emotionalitätskonstrukts des Kunden hinsichtlich des Produktes „Auto“.
Das Kapitel vier, welches eine zentrale Position im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit einnimmt, strebt eine theoretische Zusammenführung beider bis dahin erläuterten Termini an. Darauf folgend werden die verschiedenen Einflussbereiche, die auf den Kunden wirken, analysiert. Zunächst werden die psychischen Faktoren einer eingehenden Prüfung unterzogen. In den anschließenden Abschnitten folgen dann die Umweltdeterminanten, um abschließend für dieses Kapitel auf die Rolle der demografischen Faktoren als Determinanten des Wechselverhaltens einzugehen.
In Kapitel fünf erfolgt der Perspektivenwechsel auf die Unternehmensseite. Aufbauend auf den Ergebnissen aus den Abschnitten drei und vier steht die Darstellung der Vermeidung eines Wechselverhaltens im Vordergrund. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden konkrete Management Implikationen formuliert, deren Ziel es ist, potentielles Wechselverhalten von Autokunden zu unterbinden.
In der Schlussbetrachtung des sechsten Kapitels werden die Ausführungen kritisch reflektiert und ein Blick in die Zukunft gewagt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| Abbildungsverzeichnis | ||
| Abkürzungsverzeichnis | ||
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 2 |
| 2. | WECHSELVERHALTEN IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE | 5 |
| 2.1 | Die Definitionsansätze von Wechselverhalten in der Literatur | 5 |
| 2.2 | Die Abgrenzung und Begriffsbestimmung von Wechselverhalten | 8 |
| 2.3 | Die Begriffszusammenführung von Wechselverhalten und Autokunden | 9 |
| 2.4 | Die Relevanz von Wechselverhalten in der Automobilindustrie | 13 |
| 3. | AUTO UND AUTOMOBILKUNDEN | 17 |
| 3.1 | Die Einordnung des Konsumgüterprodukts „Auto“ in ein Güterschema | 17 |
| 3.2 | Die Einordnung eines Autokaufs in die Kaufentscheidungskonzepte | 20 |
| 3.3 | Die Determinanten und Besonderheiten der Kunde-Auto und Kunde-Automobilhändler-Beziehung | 23 |
| 3.3.1 | Perceived risk des Kunden in Bezug auf den Kauf eines Automobils | 23 |
| 3.3.1.1 | Differenzierung des wahrgenommenen Risikos in drei Einzelrisiken unter Bezugnahme auf das Konsumgüterprodukt „Auto“ | 25 |
| 3.3.1.2 | Der Einfluss der Kaufhistorie des Konsumenten auf das wahrgenommene Risiko unter besonderer Beachtung der Kunde-Händler-Beziehung | 27 |
| 3.3.2 | Involvement und Emotionalität des Autokunden in Bezug auf das Konsumgüterprodukt „Auto“ unter besonderer Beachtung des Faktors Image | 30 |
| 4. | DIE DETERMINANTEN DES WECHSELVERHALTENS VON AUTOKUNDEN | 36 |
| 4.1 | Die psychischen Determinanten des Wechselverhaltens von Autokunden 37 | |
| 4.1.1 | Das Zufriedenheitskonstrukt als Determinante des Wechselverhaltens | 37 |
| 4.1.2 | Variety seeking und Innovative behavior als Motive des Wechselverhaltens 44 | |
| 4.1.3 | Informationsverhalten als Determinante des Wechselverhaltens | 51 |
| 4.1.4 | Lernen und Wechselverhalten | 55 |
| 4.1.5 | Die Markentreue als einstellungsorientiertes Konzept hinsichtlich des Konsumenten- und Wechselverhaltens im Automobilbereich | 56 |
| 4.1.6 | Stimmung und Emotion als Determinanten des Wechselverhaltens | 61 |
| 4.2 | Die Umweltdeterminanten des Wechselverhaltens | 63 |
| 4.2.1 | Die Einflussgrößen der Erfahrungswirklichkeit auf das Wechselverhalten der Konsumenten | 64 |
| 4.2.2 | Der Einfluss von Bezugsgruppen auf das Wechselverhalten | 66 |
| 4.2.3 | Die Dauer der Kaufintervalle als Einflussgröße für ein Wechselverhalten | 69 |
| 4.2.4 | Der Einfluss der allgemeinen und persönlichen ökonomischen Rahmenbedingungen des Konsumenten auf das Wechselverhalten | 71 |
| 4.2.5 | Der Einfluss der Werbung auf das Wechselverhalten | 73 |
| 4.3 | Die Rolle der demografischen Faktoren für das Wechselverhalten | 75 |
| 4.3.1 | Die Familie | 75 |
| 4.3.2 | Das Alter | 76 |
| 4.3.3 | Der Einfluss von sozialem Status, Ausbildung und Einkommen | 77 |
| 5. | MANAGEMENT IMPLIKATIONEN ZUR VERMEIDUNG VON WECHSELVERHALTEN | 80 |
| 5.1 | Zur Relevanz der Kundenbindung im Automobilsektor | 80 |
| 5.2 | Implikationen zur Beeinflussung der psychischen Determinanten des Wechselverhaltens | 81 |
| 5.3 | Implikationen zur Beeinflussung der Umweltdeterminanten des Wechselverhaltens | 84 |
| 5.4 | Absatzpolitische Maßnahmen zur Reduzierung des wahrgenommenen Risikos | 85 |
| 6. | SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK | 89 |
| Literaturverzeichnis | 92 | |
| Verzeichnis der geführten Expertengespräche | 109 |
Wie in Kapitel drei bereits eindeutig konstatiert wurde, handelt es sich bei dem hier behandelten Untersuchungsgegenstand „Automobil“ um ein langlebiges highinvolvement Konsumgüterprodukt, welches erhebliche psychische, zeitliche und monetäre Investitionen seitens des Nachfragers beinhaltet. Dies führt zu entsprechend hohen Anforderungen an die Leistung des Produkts. Vornehmlich umfasst dies die technisch-funktionale Qualität wie Praktikabilität, Fahrkomfort, Fahrleistungen, Wirtschaftlichkeit, Verarbeitung sowie Reparaturanfälligkeit (Bauer 1983, S. 27). In diversen Studien wie z.B. denen von Korte (1995, S. 167-174, 245), Burmann (1991, S. 252) und Beger (1994, S. 21) ist empirisch nachgewiesen worden, dass die Produktzufriedenheit die Zufriedenheitsdimension ist, welche den stärksten Einfluss auf die Markenloyalität in der Produktkategorie „Automobile“ hat. Geht man im Umkehrschluss davon aus, dass markentreue tendenziell geringere Wechselabsichten hegen, lässt sich dieses wissenschaftliche Ergebnis auf die hier untersuchte Problematik des Wechselverhaltens übertragen. Wie in Kapitel 3.3.1.2 dargelegt, hat die Beziehung des Kunden zum Händler maßgeblichen Einfluss auf das Wechselverhalten. Für die Händlerloyalität hingegen sind die oben genannten technisch-funktionalen Qualitätsmerkmale des Produkts aus Sicht des Konsumenten gänzlich unerheblich. Entscheidend für die Händlerzufriedenheit sind vielmehr die Auswahl-, Entscheidungs-, Warte- und Nutzungsphase. Der Händler ist für den Autokunden über den gesamten Auswahl- und Nutzungszeitraum die zentrale Ansprechperson (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 20). Der Händler repräsentiert für den Kunden das Unternehmen des gewählten Herstellers. So ergeben sich Abstrahlungseffekte der Händlerzufriedenheit für die wahrgenommene Produkt- und Gesamtzufriedenheit. Diese entstehen vor allem im Rahmen der Serviceleistungen des Händlers, d.h. also in welcher Weise der Händler in der entscheidenden Nutzungsphase Funktionsbeeinträchtigungen des Fahrzeuges in erwarteter Zeit und Qualität beseitigt hat (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 20). Das Vertrauensverhältnis zum Händler, welches für das Wechselverhalten von starker Relevanz ist, entsteht mittels der Faktoren Zuverlässigkeit, Vorteilsnahme (etwa bei der Preisfindung) und Betreuung des Kunden. Somit lässt sich feststellen, dass sich auf Grund der besonderen Produktcharakteristika des Autos 42 [...]
rie führt jede registrierte Abweichung zu einem als schlechter wahrgenommenen Ist-Element (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 16). Gemeinsam ist allen vier Theorien, dass interne Einflussfaktoren, wie das oben beschriebenen Involvement, Aufwand und persönliche Bedeutung die Wahrnehmung der Ist-Komponente tangieren (Dittmar 2000, S. 31). Der Soll-Ist-Vergleich wird seitens des Konsumenten nur im Falle besonders augenfälliger Diskrepanzen zwischen der wahrgenommenen Leistung und dem Anspruchsniveau hinsichtlich ihres Zufriedenstellungsgrades bewertet (Day 1977, S. 167-169). Wiederum wurde festgestellt, dass persönliche Umstände bzgl. des Produkts die Wahrscheinlichkeit erhöhen, einen Bewertungsprozess auszulösen (Miller 1977, S. 79f.), was der dritten Komponente entspricht. Kommt es dabei zu einer positiven Beurteilungsbilanz, neigt der Konsument zu positiven Emotionen, et vice versa. Diese zeigen die Richtung und das Ausmaß der Ergebnis-Komponente Zufriedenheit, dem vierten und letzten Element, auf (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 16). Im Rahmen dessen wird zwischen linearen und nicht-linearen Hypothesen unterschieden. Lineare Ansätze unterstellen einen ausgeglichenen Einfluss positiver und negativer Bestätigung auf das Ausmaß der Zufriedenheit. Für die nicht-linearen Ansätze wird ein stärkerer Einfluss negativer Enttäuschung auf die Unzufriedenheit vorrausgesetzt als der positiven Nicht-Bestätigung auf die Zufriedenheit (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 17). Die wissenschaftlichen Ansätze der Literatur unterscheiden sich in ihrer Beurteilung hinsichtlich der Einschätzung, dass die Zufriedenheit des Konsumenten als Emotion zumeist nur von temporär sehr begrenzter Dauer ist, nur marginal (Oliver 1980, S. 460-469). Nichtsdestotrotz stellt ein starkes, positives Zufriedenheitserlebnis eine mögliche dauerhafte Einstellungsveränderung des Konsumenten dar (KroeberRiehl 1996). Unzufriedenheit hingegen verbleibt wesentlich länger in der Wahrnehmungswirklichkeit des Konsumenten (Runow 1982, S. 80). Festzuhalten ist zu diesem Zeitpunkt, dass es sich bei dem Zufriedenheitskonstrukt um ein multiattributives Modell handelt, welches in der Beurteilung einzelner Pro40 [...]
Das Zufriedenheitskonstrukt stellt sich als überaus komplexes theoretisches Gebilde dar, welches von zahlreichen Autoren ausgiebig behandelt worden ist (Hildebrandt/Trommsdorf 1987, S. 100; Homburg/Rudolph 1995, S. 46ff.). Da das Wechselverhalten nur ein Teilaspekt des Konsumentenverhaltens ist, wird sich nachfolgend auf die Faktoren des Zufriedenheitskonstrukts fokussiert, die in dem vorliegenden Kontext von maßgeblicher Relevanz sind. Kroeber-Riehl/Weinberg (1996, S. 386 in Anlehnung an Kaas/Runow 1984, S. 452) definieren die Zufriedenheit des Konsumenten „als Ergebnis eines psychischen Soll-Ist-Vergleichs von Konsumerlebnissen“. Wobei das Soll in diesem Zusammenhang als das Anspruchsniveau des Konsumenten zu verstehen ist. Dittmar (2000, S. 23f.) definiert ähnlich und erklärt die Zufriedenheit als einen psychologischen Zustand, indem zwischen dem Erwartungsniveau und der subjektiv wahrgenommenen Performance eine Differenz besteht. Johnson/Fornell (1991, S. 267-286) stellen die Zufriedenheit „als Ausfluss aktivierender und kognitiver Prozesse“ dar. Anhand der vorgestellten Definitionen wird evident, dass es sich bei diesem Konstrukt um eine Diskrepanz zwischen dem individuellen Anspruchsniveau (Erwartung) und subjektiv wahrgenommener Leistung handelt, die sich auf verschiedene Faktoren, die einem Produkt zuzuordnen sind, beziehen können. Diese Definition wird für die nachfolgende Arbeit zugrundegelegt. Das Zufriedenheitskonstrukt umfasst demnach vier Elemente: Das Soll-, das Ist-, das Bewertungs- und das Ergebniselement (Bauer/Huber/Bräutigam 1997, S. 15). Die Ergebniskomponente ist das eigentliche Zufriedenheitsmaß. Auf die auch von Bauer/Huber/Bräutigam (1997, S. 15) angesprochene Problematik der Abgrenzung des Zufriedenheitskonstrukts hinsichtlich ihrer kognitiven oder emotionalen Ausprägung wird sich Westbrook (1987, S. 260) angeschlossen, welcher der Zufriedenheit ein hohes Maß an Emotionalität zuschreibt. Dies entspricht auch dem Populärverständnis, Zufriedenheit als emotional geprägtes Konstrukt zu definieren. Bezüglich der Faktoren, die sich einem Produkt zuordnen lassen, bestehen seitens des Konsumenten Anspruchsniveaus. Dies beschreibt das Soll-Element des Zufrie38 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832448356
Arbeit zitieren:
Lüke, Lars September 2001: Wechselverhalten von Autokunden, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Autokunden, behaviour, Switching



