Web-Controlling: Messung des E-Business-Erfolges
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Birol Demir
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 88 Seiten
- Dateigröße: 649,1 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für Oekonomie und Management (FOM) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7223-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7223-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7223-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Demir, Birol Januar 2003: Web-Controlling: Messung des E-Business-Erfolges, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Balanced Scorecard, Logfile Analyse, eBusiness, Controlling
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Birol Demir
Einleitung:
Das Web-Controlling ist ein noch sehr unerforschtes, junges Gebiet, was man schwer fassen kann. Gerade durch die Suche nach Literatur hat sich diese stark verdeutlicht. Da das Objekt des Controllings, das E-Business, eine Weiterentwicklung des Internets und, basierend auf dieser Technik, auch diesen innovativen Charakter besitzt, stellt sich auch im Bereich des Controllings von E-Business dieser Neuheitscharakter ein. Dieses führt jedoch dazu, dass viele Unternehmen, besonders in der Managementebene, verunsichert von dieser „neuen Technik“ sind. Die Angst ist begründet, da die Entwicklung ganz klar zeigt, dass E-Business ein sehr wichtiger Wettbewerbsfaktor sein wird und dieser darum beherrscht werden sollte.
Ein Instrumentarium, das die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens sichert, darf kein abstraktes Gebilde für die Führung darstellen, sondern sollte nicht nur überblickt sondern durchblickt werden. Die Anforderung an das Controlling besteht in erster Linie darin, dem Management einen Durchblick durch die Materie E-Business und deren Erfolgsfaktoren und Erfolgspotential zu gewähren, damit diese mit dieser Materie in einer sicheren Form umgehen und arbeiten können, um es effektiv und effizient für die Unternehmensziele einzusetzen.
Ziel der Arbeit ist es, zuerst einmal die Schwierigkeit des Bereiches Web-Controlling darzustellen. Anhand des Web-Sie-Engineering-Komponentenmodells wird dieser Bereich eingegrenzt, sofern man es eingrenzen kann. Es werden die Anforderungen und Aufgaben aufgezeigt, die das Web-Controlling zu erfüllen hat. Im Weiteren werden in der Arbeit zwei Ansätze aufgezählt, die die Controllingfunktion übernehmen sollen. Die erste ist die Logfile-Analyse, die heutzutage am meisten zum Controlling des E-Business genutzt wird. Dies gilt für viele Unternehmen als genügend, da sie das E-Business nicht mit all ihren Möglichkeiten, die es bietet, nutzen, sondern nur im E-Commerce tätig sind. Als zweites wurde der Balanced-Scorecard-Ansatz gewählt, da dieser zurzeit am sichersten die E-Business-Aktivitäten bewerten kann.
Die Notwendigkeit der Bewertung der kritischen Faktoren soll als weiteres Bestreben aus der Arbeit hervorgehen, denn viele Unternehmen scheitern am E-Business wegen nicht vorhandener Kontrolle.
Die Arbeit ist so aufgebaut, dass der Leser langsam in die Materie eingeführt und mit der Problematik des Web-Controllings konfrontiert wird. Zu Beginn wird in Kapitel 2 die Definition der zentralen Begriffe Controlling und E-Business gegeben. Die Begriffe werden nicht nur definiert, sondern es wird versucht, eine ganzheitliche Abbildung zu geben, um die Komplexität beider Bereiche zu verdeutlichen. Nach diesem grundlegenden Kapitel wird in Kapitel 3 versucht, den Begriff des Web-Controllings, welches auf den vorhergehenden zwei Begriffen basiert, zu erklären. Die Schwierigkeit des Begriffes, die Anforderungen und Aufgaben werden hier aufgezählt, die das Controlling stellt, um das E-Business bewerten zu können. Dieses Kapitel gilt somit als Einführung und Basis für die nachfolgenden Kapitel, deren Beurteilung sich aus diesem Kapitel ergeben. Als erstes Instrument zur Bewertung des E-Business wird in Kapitel 4 die Logfile-Analyse gewählt. Nachdem die Grundlagen der Logfile-Analyse aufgezählt werden, und ihre Relevanz für den Marketingbereich dargelegt werden, erfolgt eine kritische Würdigung. Sie wird als erstes Instrument angeführt, da an ihr die fehlenden Fähigkeiten zum Controlling des E-Business klar ersichtlich werden. Diesem Kapitel folgend werden in Kapitel 5 die Kennzahlensysteme betrachtet. Ableitend aus der unzureichenden Fähigkeit klassischer Controllinginstrumente werden die Fähigkeiten aktueller Instrumente, besonders die der Kennzahlensysteme, erläutert. Durch die Definitionen von monetären und nicht-monetären Kennzahlen in diesem Kapitel und die Betrachtung der Relevanz von nicht-finanziellen Kennzahlen fungiert das Kapitel 5 als Grundlage für das 6. Kapitel mit dem Inhalt der Balanced-Scorecards. Die Balanced-Scorecard, als Management- und als Kennzahlenssystem, das zurzeit eine sehr aktuelle Rolle zur Bewertung von abstrakten Gebilden wie das E-Business einnimmt, wird hier erklärt. Nachdem ein unzureichendes Instrumentarium, wie die Logfile-Analyse, vorgestellt wurde, erfolgt im vorletzten Kapitel die Darstellung eines neuen, innovativen und annehmbaren Ansatzes. Anschließend wird die Wichtigkeit einer Vision, Mission und Strategie in diesem Ansatz erklärt, und es werden die einzelnen Perspektiven und die Notwendigkeit der Verbindung der Kennzahlen in einem Ursache-Wirkungs-Netzwerk erläutert, um die Ganzheitlichkeit zu gewahren. Bevor zum Abschluss des Kapitels der Ansatz bewertet wird, wird noch eine graphische Darstellungsmöglichkeit in Form eines Spinnendiagramms aufgezeigt. Zum Abschluss erfolgt eine kritische Bewertung der Arbeit mit einem kurzen Ausblick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 4 | |
| 1. | Einführung | 5 |
| 1.1 | Web Controlling ein noch unerforschtes Gebiet | 5 |
| 1.2 | Ziel der Arbeit | 5 |
| 1.3 | Struktur der Arbeit | 6 |
| 2. | Grundlagen | 8 |
| 2.1 | Controlling | 8 |
| 2.1.1 | Controllingbegriff: Funktional, Institutional und Instrumental | 9 |
| 2.1.2 | Abgrenzung operatives und strategisches Controlling | 10 |
| 2.1.2.1 | Operatives Controlling | 11 |
| 2.1.2.2 | Strategisches Controlling | 11 |
| 2.2 | E-Business | 12 |
| 2.2.1 | Die Evolution von E-Business | 13 |
| 2.2.1.1 | Die fünf Implementierungsstufen des E-Business | 14 |
| 2.2.1.2 | Gründe für den Einstieg ins E-Business | 16 |
| 2.2.2 | Gebiete im E-Business | 19 |
| 2.2.2.1 | E-Procurement | 19 |
| 2.2.2.2 | E-Supply | 20 |
| 2.2.2.3 | E-Commerce (E-Sales) | 20 |
| 3. | Web-Controlling (E-Controlling) | 22 |
| 3.1 | Einordnung nach dem Web-Site-Engineering-Komponentenmodell | 23 |
| 3.1.1 | Strukturmodell | 23 |
| 3.1.2 | Vorgehensmodell | 25 |
| 3.2 | Hybride Funktion des Internets mit dem Controlling | 28 |
| 3.3 | Aufgaben des Web-Controllings | 29 |
| 3.4 | Anforderungen an das Web-Controlling | 32 |
| 4. | Controllinginstrument Logfile-Analyse | 35 |
| 4.1 | Was wird unter Logfile-Analyse verstanden | 35 |
| 4.2 | Analysemethode und Aufzeichnung | 36 |
| 4.3 | Kennzahlen und abzuleitende Erkenntnisse durch die Logfile-Analyse | 37 |
| 4.3.1 | Erkenntnisreiche Grunddaten | 37 |
| 4.3.2 | Kombination von Kennzahlen | 40 |
| 4.3.3 | Der Zeitliche Aspekt | 41 |
| 4.3.4 | User Pfade und Pages | 42 |
| 4.3.5 | Die Einbeziehung externer Daten | 43 |
| 4.4 | Marketing relevante Aussagen | 44 |
| 4.5 | Fazit | 46 |
| 5. | Controllinginstrumente | 49 |
| 5.1 | Klassische Controllingansätze: unzureichend zum Controlling von E-Business | 49 |
| 5.2 | Aktuelle Controllinginstrumente: Kennzahlensysteme | 50 |
| 5.2.1 | Grundkonzeption eines Kennzahlensystems | 50 |
| 5.2.2 | Arten von Kennzahlen | 52 |
| 5.2.2.1 | Monetäre Kennzahlen | 53 |
| 5.2.2.2 | Nicht-monetäre Kennzahlen | 54 |
| 6. | Balanced Scorecard | 55 |
| 6.1 | Grundlagen | 55 |
| 6.1.1 | Entwicklung durch Norton und Kaplan | 55 |
| 6.1.2 | Die Definition | 56 |
| 6.1.3 | Zentrale Aspekte | 57 |
| 6.2 | Konzepte des BSC | 59 |
| 6.2.1 | Managementsystem - zur Umsetzung der Unternehmensstrategie | 59 |
| 6.2.2 | Kenzahlensystem - als Controllinginstrument für das Management. | 60 |
| 6.2.2.1 | Die Notwendigkeit einer Strategie, Vision und Mission | 61 |
| 6.2.2.2 | Die Übersetzung der Vision in operative Größen | 62 |
| 6.3 | Die Ganzheitliche Betrachtung | 63 |
| 6.3.1 | Die vier Perspektiven und die individuelle Perspektive | 64 |
| 6.3.1.1 | Innovationsperspektive(Mitarbeiterperspektive) | 64 |
| 6.3.1.2 | Prozessperspektive | 67 |
| 6.3.1.3 | Kundenperspektive | 68 |
| 6.3.1.4 | Finanzperspektive | 70 |
| 6.3.1.5 | Individuelle Perspektive | 73 |
| 6.3.2 | Ursache-Wirkungs-Netzwerk | 73 |
| 6.4 | Die Visualisierung des BSC | 75 |
| 6.5 | Die Bewertung der Web-Controlling-Fähigkeit | 76 |
| 7. | Kritische Würdigung | 79 |
| Anhang | 82 | |
| Literaturverzeichnis | 83 |
Internet diese IP-Adressen, die bei der Abmeldung dann an andere weiter vergeben werden. Somit ist die Eindeutigkeit verloren. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Analyse der Daten leider immer zeitversetzt verläuft. Daraus ergibt sich, dass der gegenwärtige Zustand, und was noch wichtiger ist, eine zukünftige Prognosemöglichkeit, nicht gegeben ist. Dem Kerngedanken des Controllings: „sorgfältige Analyse der zukünftigen Entwicklungen auf der Basis zukünftiger Rahmenbedingungen“75 wird somit nicht Rechnung getragen. Daher wird versucht im Bereich des Marketing durch das zurückgreifen auf klassische Marketinginstrumente und der Marktforschung diesem Mangel zu entgehen, indem die Daten aus der Logfile-Analyse mit diesen ergänzt werden. Ein Problem stellt auch die Frage, inwieweit die erfassten Nutzerdaten gegen die gesetzlichen Rahmenbedingungen verstoßen.76 Zum Schluss ist noch zu erwähnen, dass die Logfile-Analyse, die Kennzahlen zu den Bereichen Marketing und Vertrieb erzeugt, keinen für die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens relevanten Kennzahlen bieten kann. Die erzeugten Werte sind meist technischer Natur.77 Es fehlen Aussagen über:78 • • • • • Konkret zurechenbare Einnahmen und Ausgaben. Auswirkungen auf die eigenen Geschäftsprozesse. Erzielbare und erzielte Einsparpotentiale. Kommunikations- und Transaktionsdaten. Das Allgemeine Nutzerverhalten in der Branche. [...]
4.5 Fazit Die Logfile-Analyse ist eine der meist verwendeten Controllingmaßnahmen, um die E-Commerce-Aktivitäten zu kontrollieren. Die Möglichkeit, Daten schnell zu generieren und durch spezielle Software zu analysieren, mag wohl für diese Analyse sprechen, jedoch sind auch viele Nachteile hiermit verbunden, die im Folgenden genannt werden. Die gemessenen User-Zahlen werden leider meist verfälscht. Zum einen geschieht dies durch das Einsetzen von Proxy-Severn. Proxy-Server speichern oft besuchte Seiten um das Laden der Site zu beschleunigen, d.h. der Zugriff vollzieht sich nicht mehr auf der eigentlichen Page und somit wird kein Logfile mehr erzeugt. Auf der anderen Seite werden Pseudozugriffe, die nicht manuell, sondern automatisch erfolgen, wie z.B. durch Suchmaschinen, Archivsysteme oder Zugriffe von Mitarbeitern, zu den Usern hinzugezählt. Die Anzahl der Zugriffe ist nicht mehr identisch mit den tatsächlichen Zugriffen. Sie ist qualitativ und quantitativ verzerrt. User können nicht eindeutig durch die Vergabe von dynamischen IP-Adressen identifiziert werden.74 Provider vergeben meist an ihre User bei der Anmeldung zum [...]
Man kann die Konkurrenz beobachten, wie sie was und wo anbieten, welche Instrumente zur Kundenbindung genutzt werden und wie die Verkaufsförderung aussieht. Es können durch die Segmentierungsanalyse neue Marktsegmente und Entwicklungsmöglichkeiten entdeckt werden. Analysiert man z.B. die OnlineBestellungen, so entdeckt man sehr schnell vorhandenes Cross-selling oder Upselling Potential, welche auch in der Architektur der Page berücksichtigt werden sollte.68 Durch die Analyse der Warenkörbe lassen sich, klassifiziert nach der BCGMatrix69, Produkte wie „stars“, „cash-cows“ und „questionmarks“ erkennen.70 Durch Fragebögen kann die Zielgruppe besser kennengelernt werden. Es entsteht die Möglichkeit des 1:1 Marketings, die voraussetzt, dass der User eindeutig identifizierbar ist. Ist dies der Fall, so entsteht für das Unternehmen eine Chance, den Kunden durch individuelle und persönliche Ansprache und Umwerbung entscheidende Anreize zum Kauf zu geben.71 Im Folgenden sind einige marketingrelevante Fragen aus dem Fragenkatalog des Untenehmens Netaspect aufgelistet. Diese können durch das Zusammenführen von externen Daten und den aus der Logfile-Analyse kombinierten Daten beantwortet werden:72 • • • • • • • • Über welche Website kommen die Besucher? Wie effektiv sind die beim Suchmaschinen-Marketing eingesetzte Keywords? Wie ist die Position Ihrer Web-Site in den wichtigsten Suchmaschinen? Ist Ihr Webauftritt genügend stark vernetzt und bieten andere Internetseiten einen Link zu Ihrer eigenen Website? Welche Pfade wurden von den Usern genutzt? Wie hoch ist die Kundenbindung? Wie lassen sich verschiedene Nutzergruppen segmentieren? Wie ist das Verhältnis von Ein- und Ausstiegsseiten? [...]
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472238
Arbeit zitieren:
Demir, Birol Januar 2003: Web-Controlling: Messung des E-Business-Erfolges, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Balanced Scorecard, Logfile Analyse, eBusiness, Controlling



