Web- und OLAP-basierte Controlling-Systeme
Auswirkungen auf die Arbeit des Controllers
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Günther Auer
- Abgabedatum: Mai 2004
- Umfang: 184 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-8325-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-8325-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-8325-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Auer, Günther Mai 2004: Web- und OLAP-basierte Controlling-Systeme, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Contolling, Analytische Informationssysteme, Data Warehouse, Business Intelligence, Software
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Diplomarbeit von Günther Auer
Zusammenfassung:
Ziel dieser Arbeit soll es sein, dem Leser die Vielgestaltigkeit möglicher Auswirkungen aufzuzeigen, welche mit der Einführung eines Web- und OLAP-basierten Controlling-Systems einhergehen (können). Dabei lässt sich die Arbeit in zwei große Blöcke gliedern:
Block 1 – Zunächst einmal werden wichtige Begriff wie „E-Controlling“, „Web-Controlling“ usw. genau definiert und voneinander abgegrenzt. Dann folgt ein historischer Abriß über die Entwicklung von elektronischen Informationssystemen. Weiter geht es mit einer ausführlichen Beschreibung der Bausteine moderner Analytischer Informationssysteme (Data Warehouse, Business Intelligence Tool usw.). Daran anschließend wird dem Leser ein Ausblick auf zukünftige Trends und Entwicklungsperspektiven elektronischer Informationssysteme gegeben. Der Block schließt durch eine genaue Beschreibung der Spezfika Web- und OLAP-basierter Controllingsysteme. Die Ausführungen werden ergänzt durch die Miteinbeziehung eines praktischen Anwendungsbeispiels eines Web- und OLAP-basierten Controllingsystems in einem führenden Industrieunternehmen.
Block 2 – In diesem Block werden die Wirkungen von Web- und OLAP-basierten Controllingssystemen näher analysiert. Dabei stehen einmal die Wirkungen auf die Organisationsstruktur (z. B. Lean Controlling und Outsourcing) und einmal die sozialen Wirkungen auf die Menschen im Unternehmen (z. B. Verhältnis Controller und Manager) im Blickpunkt der Betrachtung. Auch dieser Block schließt mit einem praxisorientierten Abschnitt, einem Praxis-Leitfaden für die Einführung Web- und OLAP-basierter Controlling-Systeme.
Wir hoffen, dass jeder Leser (sowohl Theoretiker als auch Praktiker) die von ihm gewünschten Informationen findet bzw. er in Bezug auf die Thematik, neue Perspektiven und Bezugspunkte gewinnen kann.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | VORWORT | 4 |
| 2. | EINFÜHRUNG | 7 |
| 2.1 | METHODOLOGIE | 11 |
| 3. | DEFINITION UND ABGRENZUNG WICHTIGER BEGRIFFE | 15 |
| 3.1 | E-CONTROLLING | 15 |
| 3.2 | E-BUSINESS | 16 |
| 3.3 | WEB-CONTROLLING | 17 |
| 3.4 | E-REPORTING | 18 |
| 4. | TECHNISCHE GRUNDLAGEN | 19 |
| 4.1 | HISTORISCHE ENTWICKLUNG | 19 |
| 4.1.1 | Management-Informationssysteme | 20 |
| 4.1.2 | Entscheidungsunterstützungssysteme | 21 |
| 4.1.3 | Führungs-Informationssysteme | 22 |
| 4.1.4 | Analytische-Informationssysteme | 24 |
| 4.2 | DIE BASISKOMPONENTEN EINES ANALYTISCHEN-INFORMATIONSSYSTEMS | 26 |
| 4.2.1 | Data Warehouse | 26 |
| 4.2.2 | On-Line Analytical Processing | 30 |
| 4.2.3 | Data Mining | 35 |
| 4.2.4 | Business Intelligence Tool | 40 |
| 4.3 | TRENDS UND ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN | 41 |
| 4.3.1 | Web-Anbindung | 42 |
| 4.3.2 | Active Data Warehouse | 42 |
| 4.3.3 | Advanced Analytics | 43 |
| 4.3.4 | Knowledge Management | 43 |
| 4.4 | WEB- UND OLAP-BASIERTE CONTROLLING-SYSTEME | 43 |
| 5. | ANWENDUNGSBEISPIEL | 49 |
| 5.1 | VORSTELLUNG DES UNTERNEHMENS | 49 |
| 5.2 | VORSTELLUNG DER SOFTWARE | 50 |
| 5.3 | DER ONLINE BUSINESS DESKTOP BEI DER GKN SINTER METALS | 55 |
| 5.4 | ABSCHLIEßENDE BEWERTUNG DER SOFTWARE | 60 |
| 6. | WIRKUNGEN - ORGANISATIONSSTRUKTURELL | 63 |
| 6.1 | ZENTRALISIERUNG VS. DEZENTRALISIERUNG | 63 |
| 6.1.1 | Das Verhältnis zwischen zentralen und dezentralen Controllerstellen | 67 |
| 6.1.2 | Telekooperation und Dezentralisierung des Controllings | 72 |
| 6.2 | REORGANISATION UND BUSINESS PROCESS REENGINEERING | 79 |
| 6.2.1 | Veränderungen in der Unternehmensorganisation durch IuK | 80 |
| 6.2.2 | Das Virtuelle Unternehmen | 83 |
| 6.2.3 | Business Process Reengineering | 89 |
| 6.2.3.1 | Business Process Reengineering und IuK | 92 |
| 6.3 | OUTSOURCING | 95 |
| 6.3.1 | Outsourcing im Wandel | 97 |
| 6.3.2 | Erfolgsfaktoren und Risiken des Outsourcing | 98 |
| 6.3.3 | Pro & Contra des Outsourcing | 99 |
| 6.3.4 | Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu Outsourcing-Projekten | 102 |
| 6.3.5 | Operative und strategische Aspekte des Outsourcing | 104 |
| 6.4 | RATIONALISIERUNG UND LEAN-CONTROLLING | 108 |
| 6.4.1 | Rationalität und Rationalisierung | 108 |
| 6.4.2 | Lean-Controlling und das Schlanke Unternehmen | 114 |
| 6.4.3 | Realisierung eines Lean-Controlling | 118 |
| 6.4.4 | Auswirkungen auf Kosten und Personal | 120 |
| 6.5 | RESÜMEE - DER CONTROLLER ALS SYSTEMARCHITEKT | 123 |
| 7. | WIRKUNGEN - SOZIAL | 127 |
| 7.1 | VERHÄLTNIS CONTROLLER UND MITARBEITER | 127 |
| 7.1.1 | Kommunikation als Basis | 128 |
| 7.1.2 | Wirkungen auf Controller und Mitarbeiter | 131 |
| 7.2 | VERHÄLTNIS CONTROLLER UND MANAGER | 135 |
| 7.2.1 | Wirkungen aus der Sicht des Managers | 137 |
| 7.2.1.1 | Machtverlust des Managers | 137 |
| 7.2.1.2 | Entschärfung der Prinzipal-Agenten-Problematik | 138 |
| 7.2.2 | Wirkungen aus der Sicht des Controllers | 139 |
| 7.2.2.1 | Controller vs. Manager | 139 |
| 7.2.2.2 | Controller vs. Computer | 141 |
| 7.2.3 | Kommunikation zwischen Controller und Manager | 142 |
| 7.2.3.1 | Das Kanalreduktions-Modell | 142 |
| 7.2.3.2 | Das Digitalisierungs-Modell | 143 |
| 7.2.3.3 | Web- und OLAP-basierte Controlling-Systeme und Kommunikation | 145 |
| 7.3 | RESÜMEE - DER CONTROLLER ALS BETRIEBSPSYCHOLOGE | 146 |
| 8. | LEITFADEN | 149 |
| 8.1 | EINFÜHRUNG EINES WEB- UND OLAP-BASIERTEN CONTROLLING-SYSTEMS | 149 |
| 8.2 | PSYCHOLOGISCHE ASPEKTE UND ERFOLGSFAKTOREN | 155 |
| 8.3 | ANFORDERUNGSPROFIL: „WEB- UND OLAP-FÄHIGER CONTROLLER“ | 158 |
| 9. | SCHLUSSBETRACHTUNGEN | 161 |
| 9.1 | NEUES CONTROLLER-UMFELD | 161 |
| 9.2 | PERSÖNLICHER AUSBLICK | 164 |
| 9.3 | CONTROLLER 2100 | 165 |
| 10. | ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | 169 |
| 11. | LITERATURVERZEICHNIS | 171 |
| 12. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 181 |
| 13. | TABELLENVERZEICHNIS | 181 |
| 14. | VERZEICHNIS DER INTERNETADRESSEN | 181 |
viele kleine Arbeitsschritte und überträgt die einzelnen Aufgaben an Spezialisten. Diese fühlen sich oft nur für ihre Tätigkeiten verantwortlich, berücksichtigen aber nicht den Gesamtprozess. Dadurch entstehen viele Schnittstellen zwischen den einzelnen Arbeitsgängen und den Abteilungen: Wartezeiten, Missverständnisse oder Abstimmungsprobleme bremsen den Ablauf. Verbesserungen um Größenordnungen können deshalb nur dann zustande kommen, wenn man die strenge Arbeitsteilung auflöst, die funktionalen Strukturen durchbricht und die Geschäftsprozesse kundenorientiert und ganzheitlich betrachtet. Man gelangt von einer vertikalen zu einer horizontalen, prozessorientierten Organisationsstruktur. Die Struktur soll somit den Ansprüchen der wichtigen Prozesse im Unternehmen folgen, und nicht umgekehrt: „Structure follows process“. Auch wenn das BPR von seinen Anhängern häufig als „Wunderwaffe“ gepriesen wird, scheitern in der Realität bis zu 70% aller BPR-Projekte.203 Ursache dafür sind meist grundlegende Fehler bei der Umsetzung wie Zeitdruck, Rationalisierung statt Prozessgestaltung, Konzentration auf Einzellösungen oder falsches Führungs- und Kommunikationsverhalten. BPR bleibt also ein radikaler Ansatz, dessen Risiken nicht unterschätzt werden dürfen:204 Nicht alles, was im Unternehmen bisher gemacht wurde, ist schlecht. Viele alte Strukturen und Vorgehensweisen haben gut funktioniert. Da allerdings der Ansatz des BPR so radikal ist, besteht die Gefahr, dass man auch diese funktionierenden Strukturen aufgibt bzw. zerstört. BPR führt häufig zu Personalabbau. Dies führt zu Widerstand und Verunsicherung bei den Mitarbeitern. Die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen schwindet. Eine Prozessorientierung ist nicht immer sinnvoll. In vielen Bereichen, z. B. in der Forschung und Entwicklung sind vor allem Innovation und Kreativität gefragt. Hier geht es nicht um Routinetätigkeiten, die man als Prozess beschreiben kann. [...]
Zu Beginn der 90er Jahre prägten die Autoren Champy J. und Hammer M. den Begriff des Business Process Reengineering197 (BPR, Business Reengineering, Business Redesign, Geschäftsprozessoptimierung). Darunter versteht man „das fundamentale Überdenken und die radikale Neugestaltung des gesamten Unternehmens oder zumindest der wesentlichen Geschäftsprozesse.“198 Im Vordergrund steht dabei die Ausrichtung der Unternehmensorganisation an den Unternehmensprozessen. Weiters propagiert Business Process Reengineering eine extreme Kundennähe indem alle Unternehmensprozesse (Kernprozesse) aus Kundensicht gesehen und gestaltet werden.199 Während eine Reorganisation eher behutsame Änderungen nach sich zieht, zeichnet sich die Methode des Reengineering vor allem durch ihre Radikalität aus. Ziel ist es, erhebliche Verbesserungen in den Bereichen Qualität, Zeit, Kosten und Service zu erreichen.200 Bis heute hat sich kein einheitlicher Ansatz herausgebildet, vielmehr besitzt das BPR als Management-Beratungsprodukt der 90er Jahre vielfältige unterschiedliche Vorgehensmodelle und angewandte Methoden.201 Innerhalb der unterschiedlichen Ansätze lassen sich 5 verallgemeinerungsfähige Schlüsselbegriffe identifizieren:202 [...]
gewährleisten sowie eine intertemporäre und organisationale Vergleichbarkeit ermöglichen. Web- und OLAP-basierte Controlling-Systeme können diese Anforderungen erfüllen. Durch die Implementierung eines netzwerkübergreifenden Controlling-Systems wird ein Instrument geschaffen, das zur Bewältigung des Organisationsproblems beitragen kann. Hierdurch kann die Ausweitung der Netzwerkvorteile sichergestellt werden.193 Der Zugriff auf die Daten aller Netzwerkteilnehmer ist dabei ein gewichtiger Erfolgsfaktor. Die Unterstützung der Controlling-Prozesse durch Informations- und Kommunikationssysteme ist somit eine elementare Anforderung an ein netzwerkübergreifendes Controlling.194 Es ist somit möglich, durch den Einsatz geeigneter Controlling-Instrumente und durch die auf die Rahmenbedingungen abgestimmte organisatorische Einbindung der Controlling-Institution mehr Transparenz hinsichtlich der Kooperationsvorteile und der bestehenden Interdependenzen zu schaffen. Durch die Integration der Mitarbeiter bezüglich der Implementierung und Realisierung der Controlling-Prozesse wird zusätzliches unternehmerisches Verständnis geschaffen, welches zunehmende Partizipation und Empowerment der Mitarbeiter ermöglicht.195 Es darf dabei aber nie vergessen werden, dass mit dem Integrationsbereich auch der Koordinationsbereich steigt, d. h. sobald Systeme neue Gruppen verbinden, müssen die Abhängigkeiten auch [...]
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Arbeit zitieren:
Auer, Günther Mai 2004: Web- und OLAP-basierte Controlling-Systeme, Hamburg: Diplomica Verlag
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