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Es ist doch nur Wasser

Kritische Betrachtung des Mineralwassermarktes und Herausforderungen an die Markenkommunikation

Es ist doch nur Wasser
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sonja Lülf
  • Abgabedatum: Dezember 2003
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Osnabrück Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7829-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7829-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7829-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lülf, Sonja Dezember 2003: Es ist doch nur Wasser, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marke, Erlebniswelt, Kommunikation, Positionierung, Werbung

Diplomarbeit von Sonja Lülf

Zusammenfassung:

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Produkte und Marken, die sich täglich um die Konsumenten bemühen, über alle Branchen hinweg ein Ausmaß angenommen, das den Markt für die Verbraucher nahezu unüberschaubar macht. Vor allem im Bereich der Produkte des täglichen Bedarfs, der sog. Fast Moving Consumer Goods (FMCG), für die stellvertretend auch das Angebot des Mineralwassermarktes steht, sind die Produkte im Hinblick auf ihre funktionalen Eigenschaften für die Konsumenten weitgehend austauschbar geworden, so dass eine Differenzierung gegenüber dem Angebot der Wettbewerber über diese Eigenschaften kaum mehr möglich erscheint.

Dadurch ergeben sich für die Unternehmen eine Vielzahl von Herausforderungen. Die Angebotsvielfalt bringt immer häufiger eine Überlastung in der Wahrnehmung und der Auswahl der Produkte für die Konsumenten mit sich, die den Konsumenten die Wahl sprichwörtlich zur Qual werden lassen kann. Im Hinblick darauf muss einer Marke ein klares Profil gegeben werden, damit sie den an sich austauschbaren Produkten Eigenständigkeit verleiht. Durch eine erfolgreiche Markenkommunikation und vor allem Positionierung muss erreicht werden, dass die Marke einen Platz im Verbraucherbewusstsein erlangt.

In den letzten Jahren hat sich der Produktwettbewerb zunehmend zu einem Kommunikationswettbewerb entwickelt. Denn auch bei den Kommunikationsmaßnahmen ist eine Inflation zu verzeichnen, so dass die Verbraucher längst nicht mehr in der Lage sind, alle Informationen und Werbebotschaften aufzunehmen. Auf gesättigten Märkten kann eine Markendifferenzierung jedoch aufgrund der Produktähnlichkeiten in erster Linie nur noch durch Kommunikation erfolgen. Die Markenkommunikation wird dadurch zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor für die Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung 1
1.1 Inhalt der Problemstellung 1
1.2 Ziele der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise 4
2. Der Mineralwassermarkt in Deutschland 5
2.1 Die Mineralwasserbranche 5
2.2 Die Verbraucher 8
2.2.1 Verwendungsintensität 8
2.2.2 Verwenderstruktur 8
2.2.3 Markenverwendung 10
2.3 Die Unterschiede im Wasser 11
2.4 Die Anbieter 12
2.4.1 Die Marktführer im Gesamt-Wasser-Markt 13
2.4.2 Die Marktführer im Markt der stillen Mineralwässer 13
2.5 Innovationen - Nah am Wasser 15
2.5.1 Mineralwasser mit Zusätzen 16
2.5.2 Sauerstoffangereichertes Mineralwasser 18
2.6 Es ist doch nur Wasser? 19
3. Wasser als Erlebnis - Herausforderungen an die Markenkommunikation 20
3.1 Das Wesen der Marke 20
3.2 Was Marken leisten können 24
3.3 Erlebniswelten von Marken 27
3.4 Markenkommunikation 29
3.5 Zielgruppen 31
3.6 Kommunikationsbedingungen 34
3.6.1 Die Informationsaufnahme bei den Konsumenten 35
3.6.2 Informationsaufnahme und Aktivierung 36
3.6.3 Informationsaufnahme und Involvement 38
3.7 Ziele der Kommunikation 44
4. Die Positionierung von Marken 47
4.1 Begriff der Positionierung 47
4.2 Positionierungsziele 52
4.2.1 Emotion und Information als Ziel 52
4.2.2 Information als Ziel 53
4.2.3 Emotion als Ziel 54
4.2.4 Aktualität als Ziel 54
4.3 Realisation der Positionierung 55
5. Die Markenkommunikation der Marktführer 58
5.1 Nestlé 58
5.1.1 Nestlé Aquarel - „Natürlich für alle“ 59
5.1.2 Vittel - „Weckt Vitalität“ 61
5.2 Danone 63
5.2.1 Volvic - „Die stille Kraft des Vulkans“ 64
5.2.2 Evian - „Live Young“ 65
5.3 Die Positionierungen der Marktführer 66
6. Schlussbetrachtung und Ausblick 71
6.1 Faktoren für den Erfolg der Marktführer 71
6.2 Die Situation auf dem Mineralwassermarkt 73
Literaturverzeichnis 75

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ein wichtiges Konstrukt stellt im Zusammenhang mit der Informationsaufnahme auch das Involvement der Konsumenten dar. Wie eine Information auf die Konsumenten wirkt, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie involviert die Konsumenten sind. Das Involvement-Konzept wurde in den 1960er Jahren zur Wirkung von Fernsehwerbung im Bereich der Werbeforschung von Krugmann eingeführt. Der Grundgedanke dieses Konzeptes bezieht sich auf die Informationsverarbeitung der Konsumenten und besagt, dass diese wesentlich von der Relevanz einer Information für die Verbraucher abhängt. Die Anwendung dieses Grundgedankens wurde im Laufe der Zeit über den Bereich der Werbeforschung hinaus auf das Kaufverhalten von Konsumenten ausgeweitet81. Für den Begriff des Involvements existieren eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen. Krugmann beschreibt es als „... the number of ‚bridging experiences’, connections, or personal references … that the viewer makes between his own life and the stimulus.“82 Demnach ist unter Involvement nicht die Aufmerksamkeit oder die Erregung der Konsumenten zu verstehen, die auch als Aktivierung bezeichnet wird, sondern die Stärke der Verbindungen, die sie zwischen dem Produkt und ihrer Persönlichkeit bzw. ihren Bedürfnissen wahrnehmen. Trommsdorff definiert das Involvement als „... Aktivierungsgrad bzw. die Motivstärke zur objektgerichteten [...]

ausgelöst werden 78. Emotionale Reize werden in der Werbung besonders häufig verwendet, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Emotionen sind innere Erregungen, die als angenehm oder unangenehm empfunden und mehr oder weniger bewusst erlebt werden79. Dabei werden vor allem positive Emotionen wie z. B. Lebensfreude, Familienglück, Freundschaft etc. angesprochen. Diese emotionalen Erlebnisse werden häufig über eine Darstellung durch Bilder vermittelt. Kognitive Reize entfalten ihre Wirkung bspw. durch Überraschungen und gedankliche Auseinandersetzungen. Physische Reize können u.a. durch intensive Farben ausgelöst werden. Die Relevanz der Aufmerksamkeit lässt sich u. a. an einem bekannten Modell zur Werbewirkung, dem AIDA-Modell, darstellen. Darin wird eine Abfolge von Reaktionen und Verhaltensweisen unterstellt, die auf Werbung hin erfolgen sollen. Die Buchstaben AIDA stehen für die einzelnen Elemente: Attention: Interest: Desire: Action: Die Reaktion beginnt mit der Aufmerksamkeit. Kommt es zur Aufmerksamkeit, kann sich Interesse entwickeln. Das Interesse weckt den Wunsch nach dem Produkt. Die Kaufhandlung wird vollzogen80. [...]

Eine Voraussetzung für die Informationsaufnahme stellt die Aktivierung der Werbeempfänger dar. Diese nimmt wesentlichen Einfluss auf die Informationsverarbeitung. Kroeber-Riel charakterisiert die Aktivierung durch die Begriffe „Erregung“, „innere Spannung“ und „psychische Aktivität“, die stimulierend auf die Aufnahmebereitschaft wirken sollen75. Aktivierung kann durch Reize ausgelöst werden. Vereinfacht dargestellt kann Durst als innerer Reiz aktivierend wirken, und wiederum für äußere Reize, die auf Befriedigungsmöglichkeiten hinweisen ( z. B. Werbung für eine MineralwasserMarke), aufnahmefähig machen. Die Werbung nutzt dazu äußere Reize wie Bilder, Töne und Texte, indem z. B. eine Erfrischung durch Mineralwasser dargestellt wird76. Wichtig ist vor allem die Aktivierung der Aufmerksamkeit. Sie stellt die grundsätzliche Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem beworbenen Produkt dar. Aufmerksamkeit durch Reize kann in diesem Zusammenhang als Voraussetzung für den „.. Zugang zum Informationsverarbeitungssystem ...“77 verstanden werden. [...]

Arbeit zitieren:
Lülf, Sonja Dezember 2003: Es ist doch nur Wasser, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marke, Erlebniswelt, Kommunikation, Positionierung, Werbung

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