Wandel der Beschäftigungsformen
Entwicklung, Einflussfaktoren, Perspektiven
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Susanne Zametzer
- Abgabedatum: Dezember 1999
- Umfang: 138 Seiten
- Dateigröße: 6,0 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2521-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2521-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2521-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zametzer, Susanne Dezember 1999: Wandel der Beschäftigungsformen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Telearbeit, Beschäftigungsformen, Arbeit, Personal, Virtuelle Unternehmen
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Diplomarbeit von Susanne Zametzer
Gang der Untersuchung:
Im ersten Schritt der Arbeit wird der Begriff des „Normalarbeitsverhältnisses“ definiert und aufgrund verschiedener Wesensmerkmale von den abweichenden atypischen Beschäftigungsformen abgegrenzt, um ein einheitliches Verständnis der Begriffe sicherzustellen.
Das folgende Kapitel erläutert die Möglichkeiten und Motive der internen und externen betrieblichen Beschäftigungsflexibilisierung. Als Beispiele für externe flexible Beschäftigungsformen werden exemplarisch die Arbeitnehmerüberlassung und das Subunternehmer-Vertragsverhältnis durch Werk- und Dienstvertrag vorgestellt.
Anschließend wird anhand einer Studie des Nürnberger Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit, sowie der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen die Entwicklung der Beschäftigungsformen aufgezeigt.
Im Kernbereich dieser Arbeit wird die Fragestellung behandelt, welche Bestimmungs- und Einflußfaktoren die Wahl einer Beschäftigungsform aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebersicht beeinflussen.. Neben den Handlungsvorgaben durch den Gesetzgeber, werden weitere exogene Faktoren wie der Strukturwandel und die Entwicklung und Lage am Arbeitsmarkt betrachtet. Als Bestimmungsfaktoren für die Präferenzen der Arbeitsmarktakteure werden die Höhe der Lohnstück- bzw. Arbeits- und Transferkosten, der Wertewandel, die wachsende Erwerbstätigkeit von Frauen und die zunehmende Vereinbarung flexibler Arbeitszeitmodelle sowie die betrieblichen Outsourcingtendenzen vorgestellt.
Aufgrund der Thematik dieser Arbeit wurde dem Kapitel Betriebliche Outsourcingtendenzen nähere Aufmerksamkeit geschenkt: Neben der Begriffserläuterung werden die Ziele der Fremdvergabe angesprochen sowie die Formen des Outsourcing vorgestellt. Die Outsourcing-Strategie, Vorgehensweise und Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Vertragspartner werden beschrieben. Die Auflistung von Vor- und Nachteilen verdeutlicht die Chancen und Risiken, die sich beim Outsourcing von Unternehmensfunktionen ergeben. Die Kapitel Insourcing- und Inplacement, sowie das Konzept der Kernkompetenzen runden das Outsourcingprofil ab.
Das letzte Kapitel ist der zukünftigen Arbeitswelt gewidmet. Zu Beginn werden die neuen Beschäftigungsformen in Virtuellen Kooperationen vorgestellt. Hierbei handelt es sich um das Konzept des Teleworking, eine Zwischenstufe zur zwischenbetrieblichen Kooperation durch Virtualisierung - dem Virtuellen Unternehmen.
Nach der Erläuterung der verschiedenen Formen der Telearbeit werden die Motive für Telearbeit sowie ihre Vor- und Nachteile zur Diskussion gestellt. Anschließend werden die Motive für virtuelle Organisationsstrukturen abgezeichnet und das Virtuelle Unternehmen mit seinen Merkmalen, Lebenszyklus und vertraglichen Formen der Organisation vorgestellt.
Das Kapitel Neue Anforderungen an das Personal in Virtuellen Kooperationen schließt das Kapitel Neue Beschäftigungsformen ab.
Nach einem Fallbeispiel aus der aktuellen Praxis enthält der nachfolgende Teil der Arbeit Aussagen zur weiteren Entwicklung der Beschäftigung. Neben den sogenannten fünf Megatrends des Wandels der Arbeitswelt werden allgemeine Perspektiven der Beschäftigung aus der Sicht von Experten vorgestellt. Anschließend werden die zukünftigen Herausforderungen für die Personalarbeit, die neuen Mitarbeiterstrukturen und Beschäftigungsformen anhand verschiedener Meinungen aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft zur Diskussion gestellt und die Perspektiven der Arbeitswelt in Bezug auf die neuen Arbeitsformen sowie die Konsequenzen für die Beteiligten diskutiert.
Im Rahmen einer Schlußbetrachtung werden zusammenfassend die wichtigsten Erkenntnisse dieser Arbeit aufgezeigt.
Im wesentlichen wurde eine Methode der empirischen Sozialforschung zur Erhebung der in dieser Arbeit verwendeten Daten angewandt: die Sekundäranalyse.
Bei der Sekundäranalyse (desk research) werden Informationen aus bereits bestehendem Datenmaterial gesammelt, das von Dritten erhoben und meist in der Fachliteratur veröffentlicht wurde.
Als Vorteile der Sekundäranalyse zeichnen sich die kostengünstige Möglichkeit der Datenbeschaffung, der geringe forschungstechnische Aufwand und Zeitaufwand aus. Zudem können Daten, die nicht selbständig eruierbar wären, wie z. B. volkswirtschaftliche Daten, genutzt werden.
Zu den Nachteilen, die mit der Sekundäranalyse verbunden sind, zählen die Aspekte, dass veraltete Daten die Analyse verzerren können, die originäre Datenerhebung nicht mehr auf Fehler und Unzulänglichkeiten überprüft werden kann und die Korrektheit der Daten daher nicht sicher ist. Die Datenerhebung ist nicht speziell auf das zu untersuchende Problem zugeschnitten und eine subjektive Datensammlung, die die Annahmen des Forschers bestätigt, ist möglich.
Trotz ihrer Nachteile und obwohl nicht alle Fragen einer Problemstellung mit der Sekundäranalyse zu beantworten sind, ist sie eine kosten- und zeitsparende Möglichkeit, Basisdaten zu sammeln.
Auch in dieser Arbeit resultieren die Argumente aufgrund von Sekundärdaten, die in Form von Veröffentlichungen in z. B. Büchern und Fachzeitschriften bereits vorhanden waren.
Zum Auffinden der entsprechenden Literatur wurden zum einen Datenbank-Recherchen in kommerziellen Literatur-Datenbanken vorgenommen (z. B. Genius, Gesellschaft für Betriebswirtschaftliche Information), zum anderen Recherchen in frei zugänglichen Datenbanken im Internet (z. B. IAB, Institut der deutschen Wirtschaft, Statistisches Bundesamt) durchgeführt.
Das verwendete Datenmaterial stammt somit aus unterschiedlichen Quellen und wird dort teilweise unterschiedlich erhoben und abgegrenzt. Die Datenerhebung des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung beruht auf Basis des Mikrozensus. Der Mikrozensus als Erhebung beruht auf der Selbsteinschätzung der befragten Erwerbstätigen.
Dies führt aber oft zu Erhebungsfehlern aufgrund von Missverständnissen, falschen Angaben, usw. und somit abweichenden Ergebnissen. Die Beschäftigungsstatistik der Bundesanstalt der Arbeit besteht grundsätzlich nur aus Daten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter. Dass dabei erhebliche Differenzen zwischen den einzelnen Datenquellen existieren, zeigen die Angaben zu geringfügig Beschäftigten oder Selbständigen.
Dieses Beispiel verdeutlicht, dass diese neuen Beschäftigungsformen die arbeitsbezogenen Berichtssysteme vor erhebliche Erhebungsprobleme stellen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 1 | |
| Abbildungs-, Übersichts-, Tabellenverzeichnis | 3 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| Einleitung | 6 | |
| Motivation | 6 | |
| Problemstellung und Ziele | 8 | |
| Aufbau der Arbeit | 9 | |
| Verlauf der Untersuchung | 12 | |
| Begriffsgrundlagen und Entwicklung der Beschäftigungsformen | 14 | |
| „Normalarbeit“ und abweichende Beschäftigungsformen | 14 | |
| Betriebliche Beschäftigungsflexibilisierung und Beschäftigungsformen | 18 | |
| Formen der Beschäftigungsflexibilisierung | 18 | |
| Aspekte zur flexiblen Beschäftigung und Normalarbeit | 22 | |
| eispiele für externe flexible Beschäftigungsformen | 23 | |
| Empirische Daten zum Wandel der Beschäftigungsformen | 36 | |
| Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BfA | 36 | |
| Studie der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen | 39 | |
| Einflußfaktoren auf die Wahl einer Beschäftigungsform | 40 | |
| Arbeitsmarktgeschehen nach Bartelheimer | 40 | |
| Arbeitsmarktgeschehen nach Walwei | 41 | |
| Lage und Entwicklung am Arbeitsmarkt | 43 | |
| Strukturwandel der Beschäftigung | 46 | |
| Höhe der Lohnstückkosten | 57 | |
| Höhe der Arbeits- und Transfereinkommen | 62 | |
| Wertewandel | 65 | |
| Wachsende Erwerbsorientierung von Frauen | 68 | |
| Zunehmende Vereinbarung flexibler Arbeitszeitmodelle | 72 | |
| Betriebliche Outsourcingtendenzen | 79 | |
| Perspektiven der Beschäftigungsformen | 92 | |
| Neue Beschäftigungsformen in Virtuellen Kooperationen | 92 | |
| Teleworking | 92 | |
| Virtuelle Unternehmen | 99 | |
| Anforderungen an das Personal in Virtuellen Kooperationen | 105 | |
| Fallbeispiel: ebox GmbH, Agentur für Neue Medien | 108 | |
| Aussagen zur Entwicklungen der Beschäftigung | 110 | |
| Allgemeine Perspektiven der Beschäftigung | 110 | |
| Die fünf Megatrends des Wandels der Arbeitswelt | 112 | |
| Mitarbeiterstruktur und Beschäftigungsformen der Zukunft | 115 | |
| Auswirkungen auf die Personalarbeit | 119 | |
| Schlußbemerkung | 126 | |
| Erklärung gemäß §31 Abs. RaPO | 128 | |
| Literaturverzeichnis | 129 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832425210
Arbeit zitieren:
Zametzer, Susanne Dezember 1999: Wandel der Beschäftigungsformen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Telearbeit, Beschäftigungsformen, Arbeit, Personal, Virtuelle Unternehmen



