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Die Währungsunion als europäische Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung

Die Währungsunion als europäische Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Götz Heinemann
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 4,6 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5703-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5703-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5703-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Heinemann, Götz September 2000: Die Währungsunion als europäische Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Europa, Internationaler Währungsfond, Euro, Weltwirtschaft, Währung

Diplomarbeit von Götz Heinemann

Gang der Untersuchung:

Es soll eine Bestätigung der Hypothese untersucht werden, dass die Schaffung einer einheitlichen Währung innerhalb eines gemeinsamen Wirtschaftsraums lediglich die logische Konsequenz der Entwicklung in einem globalen Wirtschaftsgefüge darstellt, um als Wirtschaftsraum auch weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Um die aktuellen Ereignisse bezüglich der Entwicklung der WWU besser nachvollziehen zu können, beinhaltet Kap. 2 zunächst eine geschichtliche Betrachtung. Insbesondere wird auf die Münzunionen Mitte des 19. Jahrhunderts Bezug genommen, wobei aber ebenso das internationale Währungssystem sowie diesbezügliche Abkommen und die Entwicklung bis hin zur WWU betrachtet werden. Im Bereich des internationalen Wirtschafts- und Finanztransfers, innerhalb dessen der globale Handel mit Gütern, Devisen und Dienstleistungen stattfindet, ist über die Jahrzehnte ein kompliziertes Werk von Institutionen entstanden.

Diese internationalen Organisationen, die alle letztendlich aus der Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten Nationen von 1944 in Bretton Woods hervorgingen, werden in Kap. 3 dargestellt. Hier wird die Funktionsweise des Internationalen Währungsfonds (IWF) umfangreich untersucht, da es die Aufgabe des Fonds ist, währungspolitisch im internationalen Bereich für Stabilität zu sorgen.

In Kap. 4 wird aufgezeigt, wie sich die weltweit veränderten Rahmenbedingungen auf die Unternehmen auswirken und wie diese wiederum auf die sich verändernden Marktbedingungen reagieren.

Welche Rolle die Europäische Union, und natürlich auch die in ihr ansässigen Unternehmen, insbesondere unter der Berücksichtigung des einheitlichen Währungsraums, innerhalb des globalen Marktgefüges spielen, wird im 5. Kapitel erörtert.

Im Hinblick auf den noch jungen Euro wird in Kap. 6 untersucht, wie er sich innerhalb der ersten 1½ Jahre seit seiner Einführung entwickelt hat, welche Entwicklungschancen er hat und wodurch eine globale Geldwertstabilität erreicht werden könnte.

Ein abschließendes Resümee und ein Ausblick sind in Kap. 7 zu finden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Die Währungsunion im Rahmen der Geschichte 4
2.1 Münzunionen im späten Mittelalter 4
2.2 Der internationale Goldstandard als Leitwährungssystem 5
2.2.1 Der Goldstandard bis 1914 6
2.2.2 Der Restaurationsversuch nach 1920 6
2.3 Das System von Bretton Woods 7
2.4 Die EZU - Förderer des internationalen Wettbewerbs 8
2.5 Die „Römischen Verträge“ 9
2.5 Die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) 10
2.6 Der Werner Plan 10
2.7 Die Entwicklung des EWS und die „Schlange im Tunnel“ 12
2.8 Der „Delors Bericht“ 15
2.10 Der Vertrag von Maastricht und seine Umsetzung 17
2.10.1 Die erste Stufe zur EWWU 17
2.10.2 Die zweite Stufe zur EWWU 17
2.10.3 Die dritte Stufe zur EWWU 18
3. Globaler Wirtschafts- und Finanztransfer 19
3.1 Die Elementarfaktoren des internationalen Währungsgeschehens 19
3.1.1 Die Zahlungsbilanz 20
3.1.2 Die Währungsreserven 21
3.1.3 Die „Terms of Payment“ 21
3.1.4 Die Kaufkraft des Geldes 22
3.1.5 Der Devisenkurs 22
3.1.6 Die internationale Liquidität 23
3.2 Theorie optimaler Währungsräume 23
3.2.1 Der Begriff des optimalen Währungsraums 24
3.2.1.1 Die Währungsunion 24
3.2.1.2 Der Währungsraum 24
3.2.1.3 Die „Optimalität“ eines Währungsraumes 25
3.2.2 Die Kosten-Nutzen-Analyse 25
3.2.3 Flexibler versus fester Wechselkurs 27
3.3 Die Rolle des IWF - gestern, heute und morgen 28
3.3.1 Die Entstehungsgeschichte des IWF 29
3.3.2 Quoten und Stimmrechte im IWF 31
3.3.3 Die Organisation des IWF 32
3.3.4 Der Aufgabenbereich des IWF 33
3.3.5 Die Wechselkursregelung 33
3.3.6 „Überwachung“ und Konsultation des IWF 34
3.3.7 Der IWF als weltwirtschaftliche Finanzierungsquelle 36
3.3.7 Die Sonderziehungsrechte des IWF 39
3.3.9 Sonstige Leistungen und Aufgaben des IWF 40
3.3.10 Das letzte Jahrzehnt 40
3.4 Die Weltbank 41
3.4.1 Die Entwicklung der Weltbank 41
3.5 Vom GATT zur WTO 42
3.5.1 Entstehung des GATT 43
3.5.2 Charakteristische Prinzipien des GATT 44
3.5.3 Der Weg zur WTO 45
3.5.4 Der Aufgabenbereich der WTO 46
3.5.5 Die Organisationsstruktur der WTO 46
4. Die Unternehmen im globalen System 49
4.1 Die Grundlage wirtschaftlichen Wachstums 49
4.2 Von der nationalen Industriewirtschaft zur globalen Hochtechnologiewirtschaft 50
4.3 Die neue Weltwirtschaft 51
4.4 „Virtuelle Unternehmen“ - die Unternehmensform der globalen Hochtechnologiewirtschaft 53
5. Die Rolle der EU als „Global Player“ 56
5.1 Ein Markt, eine Währung, eine Meinung 56
5.2 Schranken und versteckter Protektionismus im Handel mit wichtigen internationalen Märkten 58
5.3 Wirtschaftsstandort Europa in der Triadenkonkurrenz 59
5.4 Die Positionen der Gemeinschaftsländer bezüglich der WWU 61
5.4.1 Die Deutsche Vorstellung 62
5.4.2 Die französische Vorstellung 63
5.4.3 Die englische Vorstellung 64
5.5 Das ESZB (Europäische System der Zentralbanken) 65
5.5.1 Der institutionelle Aufbau des ESZB 66
5.5.2 Die einheitliche Geldpolitik 68
5.5.3 Die Funktionsweise des neuen Wechselkursmechanismus 70
5.5.4 Die Nach-Maastricht-Debatte zur EWWU 71
6. Perspektiven der WWU in der globalen Konkurrenz: Eine Prognose 74
6.1 Die Euro Klage 74
6.2 Der Geburtsfehler 77
6.3 WWU ohne eine „Politische Union“ 77
6.4 Konvergenzkriterien und Stabilitätspakt 79
6.5 Das erste Jahr mit dem Euro 81
6.6 Das Öl und die importierte Inflation 84
6.7 WWU; ein zeitliches Muß im globalen tripolaren Handelsbereich 86
6.8 Die Weltwährung 87
7. Schlußbetrachtung und Ausblick 91
8. Literaturverzeichnis 95

Automatisiert erstellter Textauszug:

Folgt man Fraser, der in seinem Aufsatz Mokyr zitiert, so gibt es für die Ökonomen drei Hauptursachen wirtschaftlichen Wachstums: • Steigender Marktumfang Die Marktgröße kann aus vielerlei Gründen zunehmen: Die Entdeckung Amerikas, worauf Europa im 16. und 17. Jahrhundert expandierte; Bevölkerungszunahmen, wie sie z. B. im 19. Jahrhundert auftraten; die Abnahme der Transportkosten, die sich seit den letzten zweihundert Jahren fortsetzt und der Abbau von Handelsschranken, wie ihn Maßnahmen der Handelsliberalisierung in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts erreicht haben. Dies alles erlaubt die Nutzung von steigenden Skalenerträgen, die vorher ungenutzt blieben. Auch ermutigt eine wachsende Wirtschaft Innovationen durch Risikominderung, weil die Finanzierung neuer Technologien und der Verkauf neuer Produkte leichter in wachsenden als in stagnierenden oder schrumpfenden Märkten stattfinden kann48. • -Kapitalinvestitionen - Die traditionelle Wirtschaftsanalyse unterscheidet zwischen Investitionen in Sach- oder Humankapital und technologischen Wandel. [...]

Die World- Trade- Organisation (WTO) wird häufig auch als „GATT 94“ bezeichnet und ist aus dem „GATT 47“ hervorgegangen. Sie ist das Ergebnis der „Uruguay- Runde“120, die nach 7 ½ jähriger Dauer mit der Unterzeichnung der Schlußakte in Marrakesch in Marokko am 15. April 1994 zu Ende ging. Die WTO stellt den Nachfolger des GATT dar und bildet so den Rahmen für das „neue GATT“. Ihr sind auch die neuen Übereinkommen über das General Agreement on Trade in Services (GATS), und das Agreement on Trade- Related Intellectual Property Rights (TRIPs) untergegliedert. GATS und TRIPs regeln erstmals innerhalb der WTO nicht nur den Handel mit Waren, sondern auch den Handel mit Dienstleistungen und geistigen Eigentum121. Somit erhielten die in Bretton Woods geschaffenen Institutionen internationaler Währungsfonds und Weltbank am 1. Januar 1995 ihre schon damals geplante Ergänzung im Handelsbereich. [...]

Bei der sogenannten Nichtdiskriminierung sollen einzelne Vertragsstaaten gegenüber anderen Staaten im Bereich des Warenverkehrs grundsätzlich nicht unterschiedlich behandelt werden. Dies wird durch den Grundsatz der Reziprozität noch unterstützt, der insbesondere in den Bestimmungen über die Zollverhandlungen und den Gegenmaßnahmen seinen Ausdruck findet. In dieser Reihe folgt als nächstes das „Prinzip des Fair Trade“ oder - einfacher ausgedrückt - der Grundsatz der Liberalisierung mit seinem Ziel, die Zölle und Handelshemmnisse abzubauen. Im engeren Sinne hat das GATT hier das Anliegen, daß Protektionismus, sofern er betrieben wird, über den Weg der Zölle stattfindet und nicht mit anderen Methoden117. Unter anderem eignen sich diese Grundsätze auch insbesondere „für stetige Liberalisierungsspiralen in multilateralen Verhandlungen“118. Neben den eben genannten drei Hauptprinzipien des GATT - die Nichtdiskriminierung, die Gegenseitigkeit und die Liberalisierung - gibt es noch einige weitere, nicht unbedeutende Grundsätze. Wie z. B. die Transparenz, darunter ist die Tatsache zu verstehen, daß ein Land welches seine handelsrelevanten Normen verändert, diese Neuerungen den anderen Handelspartnern mitteilen muß. Es folgt noch das Prinzip der Kooperation im Bereich der biund multilateralen Verhandlungen sowie das Ziel der friedlichen Streitbeilegung im Falle von handelsspezifischen Konflikten. Weiterhin enthielt das GATT auch eine Reihe von Ausnahmen, die insbesondere für Vertragspartner aus den ärmeren Ländern galten. Die grundsätzliche Bestrebung lag al- [...]

Arbeit zitieren:
Heinemann, Götz September 2000: Die Währungsunion als europäische Antwort auf die Herausforderung der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Europa, Internationaler Währungsfond, Euro, Weltwirtschaft, Währung

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