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Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen

Steuerungsmaßnahmen und deren Auswirkungen

Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Panke
  • Abgabedatum: März 2009
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 529,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität Wuppertal Deutschland
  • Bibliografie: ca. 36
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3300-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Panke, Christian März 2009: Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Währungsmanagement, Währungssystem, Wechselkursrisiko, Steuerungsmaßnahme, international

Diplomarbeit von Christian Panke

Einleitung:

Im Zuge steigender Globalisierung der Märkte und der damit zunehmenden Ausweitung weltweiter internationaler Aktivitäten sehen sich Unternehmen neben den Chancen, die sich durch die Internationalisierung bieten, auch starken Risiken durch internationale Währungsvolatilitäten ausgesetzt. Das freie ‘Floaten’ im Zusammenspiel mit der voranschreitenden Globalisierung führt zu einer noch immer wachsenden Bedeutung des Währungsmanagements als Teil des unternehmerischen Risikomanagements. Die ungebrochene Aktualität des Währungsmanagements für international tätige Unternehmen und die dadurch kontinuierlich steigende Volatilität der Wechselkurse ist allgemein seit Beginn der siebziger Jahre, nach Zusammenbruch des Systems von Bretton-Woods, zu erkennen. Es sind vor allem steigende Risiken der Unternehmungen im Hinblick auf Geschäfte und andere Aktivitäten, die den inländischen Währungsraum überschreiten, zu beobachten. Die Bandbreite der in diesem Zusammenhang bedeutsamen Aktivitäten ist lang, von Exporten und Importen, der Vornahme von Direktinvestitionen ins Ausland, bis hin zur Durchführung von Finanztransaktionen auf den internationalen Finanzmärkten.

In einem exportorientierten Land wie Deutschland können Währungskursschwankungen teilweise enorme Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg einzelner Unternehmen und Branchen haben. International agierende Unternehmungen mussten v.a. in jüngster Vergangenheit erfahren, dass die starken Wertschwankungen anderer Währungen einen ebenso großen Einfluss auf das Geschäftsergebnis haben wie die Fähigkeit, Produkte erfolgreich zu produzieren und abzusetzen. Um diese Risiken erfassen und steuern zu können, bedarf es v.a. für international agierende Unternehmungen, die den inländischen Währungsraum überschreiten, die Initiierung eines Währungsmanagements. Nicht zuletzt ist es für ein global agierendes Unternehmen auch aus diesem Grund unerlässlich geworden, sich mit dem Thema Währungsmanagement auseinanderzusetzen und bei einem bedrohlichen Ausmaß der Gefahren ein unternehmerisches Management von Devisenrisiken durchzuführen.

Die Zielsetzung dieser Diplomarbeit wird nicht sein, das Währungsmanagement eines international tätigen Unternehmens im Detail vorzustellen. Vielmehr wird ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, das Wechselkursrisiko und deren Bestandteile vorzustellen, sowie die Absicherungsmöglichkeiten mittels interner und externer Sicherungsinstrumente zu erörtern. In dieser vorliegenden Diplomarbeit soll die Frage beantwortet werden, welche Steuerungsmaßnahmen zur Wechselkursabsicherung bestehen und wie sich derartige Instrumente hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten auf unternehmerische Transaktionen auswirken. Ein weiteres Hauptaugenmerk bzw. Ziel dieser Arbeit wird darin bestehen, einen praxisrelevanten Sachverhalt mit Hilfe verschiedener Kurssicherungsinstrumente für ein international tätiges Unternehmen darzustellen, um mögliche Chancen/Risikoprofile aufzuzeigen.

Gang der Untersuchung:

Kapitel 1:

Im Anschluss an die einführenden Grundgedanken zu dem Thema ‘Währungsmanagement von international tätigen Unternehmen – Steuerungsmaßnahmen und deren Auswirkungen –’ werden die Zielsetzung und die Struktur dieser Diplomarbeit näher erläutert.

Kapitel 2:

Kapitel 2 befasst sich zu Beginn mit den Währungssystemen der jüngeren Vergangenheit, um anschließend die Grundlagen des Währungsmanagements näher zu beschreiben. Zudem wird eine Abgrenzung für den weiteren Verlauf dieser Diplomarbeit geschaffen.

Kapitel 3:

Hier werden die Grundlagen des Wechselkursrisikos im Detail behandelt, wobei zu Beginn verschiedene Wechselkursarten vorgestellt werden. Hauptaugenmerk wird jedoch auf die Wechselkurssysteme und insbesondere auf das Wechselkursrisiko und die dazugehörigen Teilbereiche des Wechselkursrisikos gelegt.

Kapitel 4:

In diesem Kapitel sollen die Instrumente der internen und externen Kurssicherung detailliert dargestellt und beschrieben werden. Die Trennung nach interner und externer Kurssicherung soll dem Leser einen einfacheren Einblick über die Ausprägungen der Kurssicherungsinstrumente vermitteln.

Kapitel 5:

Zu Beginn dieses Kapitels erfolgt ein Kurzportrait der Brose Fahrzeugteile GmbH Co. KG. Im Anschluss daran wird mit Hilfe eines praxisnahen Sachverhalts aufgezeigt, wie Fremdwährungspositionen mittels unterschiedlicher Instrumente gesichert werden können und welche Auswirkungen diese auf das Unternehmen selbst haben.

Kapitel 6:

Eine Zusammenfassung der gewonnen Ergebnisse und Erkenntnisse wird dieses Kapitel der Diplomarbeit abrunden.

Kapitel 7:

Im letzten Kapitel werden alle relevanten Begriffe und Fremdwörter in einem Glossar zusammengefasst. Dieses Glossar dient der Erklärung und Erläuterung verschiedener, in dieser Diplomarbeit verwendeter, Begriffe. Dadurch soll das Verständnis dieser Arbeit gestärkt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einführung 1
1.1 Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Grundlagen des Währungsmanagements 4
2.1 Historie des Währungssystems 4
2.1.1 Das Bretton-Woods-System 4
2.1.2 Das Europäische Währungssystem 6
2.2. Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen 8
2.2.1 Notwendigkeit des Währungsmanagements 8
2.2.2 Prozess des Währungsmanagements 9
2.2.3 Zielsetzung eines Währungsmanagements 10
2.3 Währungsrisiko und Währungschancen 11
2.3.1 Währungsrisiko 11
2.3.2 Währungschancen 14
3. Grundlagen des Wechselkursrisikos 16
3.1 Währungskurs und Währungskursarten 16
3.1.1 Devisen und Wechselkurs 17
3.1.2 Geld und Briefkurs 17
3.1.3 Kassa und Terminkurs 18
3.2 Einflussfaktoren von Wechselkursschwankungen 19
3.3 Wechselkurssysteme 20
3.3.1 Arten von Wechselkurssystemen 20
3.3.2 Funktionsmechanismus von Wechselkurssystemen 21
3.3.3 Vor- und Nachteile vorgestellter Wechselkurssysteme 26
3.4 Risiken des Wechselkurses 27
3.4.1 Risikobegriff 27
3.4.2 Teilbereiche des Wechselkursrisikos 27
3.4.2.1 Währungsumrechnungsrisiko 28
3.4.2.2 Währungstransaktionsrisiko 30
3.4.2.3 ökonomisches Wechselkurrisiko 31
3.4.3 Zusammenfassung 32
4. Instrumente zur Absicherung des Wechselkursrisikos 34
4.1 Interne Kurssicherungsinstrumente 35
4.1.1 Monolaterale Kurssicherungsinstrumente 35
4.1.1.1 Matching und Netting 36
4.1.1.2 Leading und Lagging 40
4.1.1.3 Diversifikation 42
4.1.1.4 Direktinvestitionen 43
4.1.2 Multilaterale Instrumente 44
4.1.2.1 Wahl der Fakturierungswährung 44
4.1.2.2 Währungsoptionsrecht 45
4.1.2.3 Kurssicherungsklauseln 46
4.2 Externe Sicherungsinstrumente 48
4.2.1 Devisenkassageschäft 48
4.2.2 Devisentermingeschäfte 49
4.2.2.1 Devisenoptionen 51
4.2.2.2 Devisenforward- und Devisenfuturegeschäfte 57
4.2.3 Devisen-Swapgeschäft 61
4.2.4 Wechselkursversicherungen 62
4.2.5 Forderungsverkäufe 63
4.3 Zusammenfassung 66
5. Steuerungsmaßnahmen und Auswirkungen in der Praxis 67
5.1 Unternehmensporträt: Brose Fahrzeugteile GmbH & CO. KG 68
5.2 Zielsetzung des Währungsmanagements der Brose-Gruppe 72
5.3 Kurssicherungsinstrumente der Brose-Gruppe 73
5.4 Basisdaten für das Praxisbeispiel 73
5.4.1 Kurssicherungsinstrument - Fakturierung in Inlandswährung - 74
5.4.2 Kurssicherungsinstrument - Devisenkassageschäft - 77
5.4.3 Kurssicherungsinstrument - Devisenforwardgeschäft - 79
5.4.4 Kurssicherungsinstrument - Devisenoption - 82
5.5 Zusammenfassung 86
6. Fazit. 88
7. Glossar 90
Literaturverzeichnis 103
Anhangverzeichnis 109

Textprobe:

Kapitel 4.1.1.3, Diversifikation:

Unter dem Begriff der Diversifikation wird im Rahmen des Devisenmanagements der Aufbau von Fremdwährungspositionen von mehr als einer fremder Währung verstanden. International tätige Unternehmen haben grundsätzlich die Möglichkeit, sich nicht nur auf eine einzige fremde Währung zu beschränken, sondern auch die Möglichkeit Fremdwährungspositionen in verschiedenen Währungen einzugehen. Die Fremdwährungspositionen einzelner Unternehmen werden hierbei auf die verschiedenen Währungen aufgeteilt. Die Anzahl der verschiedenen Währungen bilden ein sogenanntes ‘Währungs-Portefeuille’. Vorteil dieser Strategie ist die Verteilung des Wechselkursrisikos auf mehrere Währungen. Dadurch ist ein international tätiges Unternehmen nicht vom Wechselkursrisiko einer einzigen Fremdwährung, sondern vom Wechselkursrisiko aller beteiligten Fremdwährungen betroffen. ‘Die Ausprägungen der Kurse – und damit auch die Kursänderungen und die daraus resultierenden Währungsgewinne und –verluste – verschiedener Währungen sind häufig korreliert. Demzufolge hängt auch der Gesamtwert – und damit der gesamte Währungsgewinn bzw. –verlust – der Fremdwährungspositionen von der Beziehung der Währungskurse untereinander ab’.

Bei entsprechender günstiger Korrelation der Währungskurse werden Verluste einer Fremdwährungsposition durch Gewinne einer anderen teilweise oder vollständig kompensiert. Daraus lässt sich ableiten, dass das Ausmaß einer Reduktion des Wechselkursrisikos durch Diversifikation von der Korrelation zwischen den Kursen der beteiligten Währungen und von der Art der Fremdwährungspositionen abhängt. Die Realisierung von Diversifikationseffekten ist in der Praxis allerdings sehr problematisch und mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Hauptproblem ist die Schätzung der zukünftigen Korrelation der Währungen untereinander, die nicht mit absoluter Sicherheit angegeben werden kann. Schließlich müssen zur Bestimmung der zukünftigen Korrelation Vergangenheitsdaten verwendet werden. Die geplanten Korrelationen können im Zeitablauf von den tatsächlichen Korrelationen abweichen, was zur Folge hätte, dass das ‘Währungs-Portefeuille’ von den zugrundeliegenden Annahmen abweichen würde.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Auswahl der Währung in vielen Fällen nicht unter Korrelationsgesichtspunkten gewählt werden kann, sondern immer mehr von unterschiedlichen Marktgepflogenheiten abhängt oder von den Geschäftspartnern selbst vorgegeben wird.

Direktinvestitionen:

Als letztes monolaterales Instrument wird die Strategie der Direktinvestitionen beschrieben. Unter einer Direktinvestition wird die Gründung einer Tochtergesellschaft im Ausland von einem inländischen Unternehmen verstanden. Durch dieses Instrument lassen sich Höhe und Umfang der Tauschvorgänge von inländischer und fremder Währung stark reduzieren. Demzufolge verringern sich das Transaktionsrisiko des inländischen Unternehmens und dadurch auch dessen Wechselkursrisiko. Die Begründung hierfür besteht darin, dass Einzahlung und Auszahlung direkt von dem entsprechenden Tochterunternehmen durchgeführt werden können, ohne dass sich das inländische Unternehmen daran beteiligen muss. Sollte es trotzdem dazu kommen, dass das Kapital vom Ausland ins Inland transferiert werden muss, so kann das Unternehmen den günstigsten Zeitpunkt abwarten, der zugleich einen positiven Währungskurs bedeutet.

Die bereits zuvor vorgestellten Kurssicherungsinstrumente waren in ihrer Eigenart relativ flexibel und von kurzfristiger Natur, d.h. eine Entscheidung über eine Kurssicherung mit Hilfe dieser Instrumente konnte in der Regel kurzfristig getroffen werden. Im Hinblick auf das Kurssicherungsinstrument mittels einer Direktinvestition lässt sich festhalten, dass dieses Instrument v.a. das Resultat einer strategischen Unternehmensentscheidung ist. Eine Direktinvestition lässt sich im Vergleich zu den anderen Instrumenten nicht ohne Weiteres rückgängig machen. Aus diesem Grund ist es auch für die Wechselkursabsicherung relativ unflexibel und nicht kurzfristig einsetzbar.

Weiterhin als Problem bleibt festzuhalten, dass die Gründung eines Tochterunternehmens im Ausland auch Schwierigkeiten mit sich bringt und diversen Risiken ausgesetzt ist. Hierzu zählen u.a. das politische Risiko, die jeweilige Steuerpolitik eines Landes und eventuell unzureichende Rahmenbedingungen.

Arbeit zitieren:
Panke, Christian März 2009: Währungsmanagement in international tätigen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Währungsmanagement, Währungssystem, Wechselkursrisiko, Steuerungsmaßnahme, international

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