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Währungsmanagement und Hedging von Währungsrisiken mittels Finanzderivaten in international tätigen Unternehmen

Währungsmanagement und Hedging von Währungsrisiken mittels Finanzderivaten in international tätigen Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martina Hofer
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 56 Seiten
  • Dateigröße: 329,4 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Deggendorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4596-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4596-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4596-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hofer, Martina Juni 2000: Währungsmanagement und Hedging von Währungsrisiken mittels Finanzderivaten in international tätigen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Währungsmanagement, Finanzderivate, Risiko, Währungsrisiko, Hedging

Diplomarbeit von Martina Hofer

Einleitung:

Unternehmen, die ihre Aktivitäten über den inländischen Währungsraum hinaus ausweiten, sind grundsätzlich mit dem Problembereich und der Notwendigkeit des Währungsmanagements konfrontiert. Die Liste der in diesem Zusammenhang bedeutsamen Aktivitäten ist lang, von Exporten und Importen über Transithandel, Direktinvestitionen im Ausland bis hin zur Beteiligung an internationelen Ausschreibungen und Übernahme von Bürgschaften oder Garantien zugunsten ausländischer Wirtschaftsteilnehmer.

Im Zuge zunehmender Globalisierung und der damit verbundenen Ausweitung weltweiter Aktivitäten sehen sich Unternehmen immer stärker wachsenden Risiken im internationalen Geschäft ausgesetzt.

Zudem nimmt das Volumen der Finanztransaktionen, die nicht mit Realgüterströmen in Verbindung stehen, ständig zu. Als Folge ist eine steigende Volatilität der Zins- und Wechselkurse an den Finanzmärkten zu beobachten.

Um die Risiken im internationalen Geschäft erfassen und steuern zu können, kommt dem Risikomanagement, insbesondere dem Währungsrisikomanagement, eine immer größere Bedeutung zu. In den letzten Jahren haben Unternehmen daher vermehrt Anstrengungen unternommen, um effiziente Mess- und Steuerungssysteme zu generieren und implementieren.

Damit in Zusammenhang steht die fortschreitende Entwicklung und Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten. Diese sind sowohl dazu geeignet, Risiken zu übernehmen als auch dazu, Kursrisiken zu handelbaren Gütern zu machen und diese entsprechend der vorherrschenden Präferenzen auf andere Marktteilnehmer zu verteilen.

Gang der Untersuchung:

In dieser Arbeit soll das Währungsmanagement in Unternehmen dargestellt und die Frage geklärt werden, welche Möglichkeiten zum Hedging von Währungsrisiken mit Derivaten bestehen und wie diese zu bewerten sind hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten und Vorteilhaftigkeit für Unternehmen.

Dazu sollen eingangs Währungsrisiken analysiert werden, anschliessend werden die Grundlagen des Währungsmanagements in Unternehmen erläutert.

Erst dann kann auf einzelne interne und externe Instrumente zum Hedging von Währungsrisiken im Rahmen des Währungsmanagements eingegangen werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Darstellung verschiedener Formen und Merkmale von Derivaten und deren spezifische Einsatzmöglichkeiten und Risiken. Es erfolgt eine Bewertung und ein Vergleich mit den vorgestellten Alternativen zur Absicherung.

Um das Bild des Währungsmanagements zu komplettieren, soll nicht nur der Hedging-Aspekt behandelt werden, sondern im Rahmen des strategischen Währungsmanagements auch Hedging-Strategien, strategische Währungsrisiken und Maßnahmen zu ihrer Bekämpfung, Analyse- und Prognoseinstrumente und das Controlling des Währungsmanagements erläutert werden. Außerdem sollen die angrenzenden Gebiete der Spekulation und Arbitrage kurz andiskutiert werden.

Ein Ausblick auf aktuelle Entwicklungen im Währungsrisikomanagement bildet den Abschluss dieser Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
2. Währungsrisiko und Währungsmanagement 2
2.1 Währungsrisiken 2
2.1.1 Risikobegriff 2
2.1.2 Ursachen von Währungsrisiken 2
2.1.3 Systematisierung von Währungsrisiken 3
2.2 Währungsmanagement 4
2.2.1 Notwendigkeit 4
2.2.2 Ziele und Aufgaben 5
2.2.3 Organisatorische Gestaltung 7
2.2.4 Bestimmung der Währungs-Exposure 9
2.2.4.1 Translation-Exposure 9
2.2.4.2 Transaction-Exposure 10
2.2.4.3 Economic-Exposure 11
3. Hedging von Währungsrisiken 12
3.1 Auswahlkriterien für Absicherungsinstrumente 12
3.2 Interne Methoden zur Absicherung von Währungsrisiken 13
3.2.1 Rechnungswährung und Vertragsbedingungen 14
3.2.2 Internes Liquiditätsmanagement und Cash-Pooling 15
3.2.3 Verrechnung von Zahlungsströmen 16
3.2.3.1 Leading und Lagging 16
3.2.3.2 Matching und Netting 17
3.2.3.3 Reinvoicing 18
3.3 Externe Methoden zur Absicherung von Währungsrisiken 19
3.3.1 Finanzhedging 19
3.3.2 Exportfactoring und Fortfaitierung 19
3.3.3 Bürgschaften, Garantien und Versicherungen 20
3.3.4 Hedging mit Derivaten 21
3.3.4.1 Begriff „Hedging“ 21
3.3.4.2 Begriff „Derivate“ 21
3.3.4.3 Devisentermingeschäfte 22
3.3.4.3.1 Merkmale von Devisentermingeschäften 22
3.3.4.3.2 Einsatz und Bewertung von Devisentermingeschäften 23
3.3.4.4 Währungs-Futures 24
3.3.4.4.1 Merkmale von Währungs-Futures 24
3.3.4.4.2 Einsatz und Bewertung von Währungs-Futures 25
3.3.4.5 Währungs-Swaps 26
3.3.4.5.1 Merkmale von Währungs-Swaps 26
3.3.4.5.2 Einsatz und Bewertung von Währungs-Swaps 27
3.3.4.6 Währungs-Optionen 28
3.3.4.6.1 Merkmale von Währungs-Optionen 28
3.3.4.6.2 Einsatz und Bewertung von Währungs-Optionen 29
3.4 Risiken aus dem Einsatz von Finanzderivaten 30
3.5 Bilanzielle Aspekte von Finanzderivaten 32
4. Strategisches Währungsmanagement 33
4.1 Hedging-Strategien 33
4.1.1 Vollständiges Hedging 33
4.1.2 Vollständiger Hedging-Verzicht 34
4.1.3 Selektives Hedging 34
4.2 Strategische Währungsrisiken und Maßnahmen ihrer Begrenzung 35
4.2.1 Reduktion des Währungsverlustpotentials 36
4.2.2 Flexibilisierung und Optimierung der Währungs-Exposure 37
4.3 Analyse- und Prognoseinstrumente 38
4.4 Controlling des Währungsmanagements 41
4.5 Spekulation und Arbitrage 42
5. Schlussbetrachtung und aktuelle Entwicklungen 43
6. Literaturverzeichnis 44

Automatisiert erstellter Textauszug:

Allgemein stellen Termingeschäfte eine vertragliche Preisfestlegung vor dem Zeitpunkt der Lieferung dar. Die Bezahlung erfolgt aber erst am späteren Liefertermin. Termingeschäfte sind auf den Finanzmärkten ein Standardinstrument zur Kurssicherung. Devisentermingeschäfte beinhalten die vertragliche Festlegung, eine vereinbarte Menge einer bestimmten Währung zu einem ausgehandelten Kurs an einem späteren Fälligkeitstag zu kaufen oder zu verkaufen. Übliche Fristen im internationalen Devisenhandel sind 1, 2, 3, 6, 9 und 12 Monate. Man unterscheidet im Devisenhandel das reine Devisentermingeschäft und das Swapgeschäft, das aber nicht zu verwechseln ist mit dem Währungsswap.43 Das reine Devisentermingeschäft, auch Outright- oder Solo-Termingeschäft genannt, liegt dann vor, wenn die Transaktion ohne entgegengesetzte Kassatransaktion abgewickelt wird. Das Swapgeschäft dagegen ist die Kombination eines Kassakaufes mit einem gleichzeitigen Terminverkauf der Fremdwährung, oder umgekehrt. Eine spezielle Form des Swapgeschäfts ist das Forward-Forward-Geschäft. Hierbei wird ein Terminkauf (-verkauf) von Devisen verbunden mit einem zeitgleichen Terminverkauf (-kauf) zu einem späteren Zeitpunkt. Im Devisenhandel wird normalerweise in US-Dollar notiert, d.h. der Preis von einem US-Dollar (USD) wird in Einheiten der jeweiligen Währung ausgedrückt. Man nennt dies europäische Notierung oder Preisnotierung. In Ausnahmefällen wird in Pfund Sterling oder Kanadische Dollar notiert, man spricht dann von der amerikanischen oder Mengennotierung. Werden Kurse für nicht in USD ausgedrückte Währungen notiert, so bezeichnet man dies als Cross-rates, z.B. CHF/JPY (Schweizer Franken / Japanische Yen). Sie werden durch Division der beiden in USD ausgedrückten Devisenkurse ermittelt. Zur Preisfestsetzung auf dem Devisenterminmarkt ergibt sich ein Geldkurs (bid-rate) und ein Briefkurs (offerd-rate).44 [...]

In Deutschland werden von der Hermes-Kreditversicherungs-AG und der C&L Deutsche Revision AG im Auftrag des Bundes Exportkreditversicherungen angeboten. Zugunsten deutscher Unternehmen werden dabei wirtschaftliche und politische Risiken aus Exportgeschäften, Finanzkrediten und Kapitalanlagen in Deckung genommen, jedoch nur, wenn Förderungswürdigkeit gegeben ist.39 Es werden verschiedene Risikokategorien bei Exportgeschäften unterschieden hinsichtlich des Landes aber auch der Rechtsnatur des Geschäftspartners. Ist der ausländische Vertragspartner beispielsweise eine staatliche Institution, werden Bürgschaften vergeben. Handelt es sich um private Geschäftspartner, werden Garantien gewährt. Risiken aus Finanzkrediten können durch die sogenannte Finanzkreditgewährleistung abgedeckt werden. Wechselkursrisiken werden allerdings nur eingeschränkt abgedeckt, so ist dies nur für auf US-Dollar, Pfund Sterling oder Schweizer Franken lautende Beträge mit einem Zahlungsziel von mehr als zwei Jahren möglich. Nur Kursverluste, die drei Prozent des gedeckten Wechselkurses überschreiten werden versichert, darunter liegende Beträge muß der Exporteur selbst tragen. Private Exportkreditversicherungen haben eine verschwindend geringe Bedeutung, wobei der wichtigste Grund dafür sicher die Tatsache ist, daß bei der Hermes-Deckung die Bundesregierung über die Hälfte der Forderungsausfälle mitträgt. Die Überwälzung von Währungsrisiken kann natürlich auch durch Inanspruchnahme von Bürgschaften oder Garantien des betreffenden ausländischen Staates erfolgen. Ergänzend dazu können auch internationale Bankgarantien und Bankbürgschaften gewährt werden. Eine weitere Möglichkeit zur Absicherung von Wechselkursrisiken sind gegenseitige Wechselkursgarantien. Die Vertragspartner einigen sich darauf, sich gegenseitig gegen einen Devisenkurs zu versichern, der vom aktuellen Kurs am Tag des Geschäftsabschlusses abweicht.40 Faktisch handelt es sich um ein direktes Termingeschäft ohne Einschaltung von Banken und ist in den Fällen besonders geeignet, wo ein Devisentermingeschäft nicht möglich ist. [...]

Den Verkauf von Forderungen nennt man Factoring. Beim Exportfactoring handelt es sich um den gesamten Forderungsbestand des Unternehmens aus Exporten oder zumindest um einen bestimmten abgegrenzten Bereich, immer aber um kurzfristige Forderungen.38 Verkauft ein Unternehmen Exportforderungen an eine Factoring-Gesellschaft, erhält es bei entsprechender vertraglicher Gestaltung die Zahlung in heimischer Währung und hat damit das Wechselkursrisiko ausgeschlossen. Dies ist aber nur als Nebeneffekt des aus hauptsächlich anderen Gründen geschlossenen Factoring-Vertrages zu werten. Forfaitierung ist der regreßlose Kauf einer langfrisitigen Exportforderung. Der Unterschied zum Factoring liegt darin, daß auch einzelne Forderungen verkauft werden können. Der Käufer übernimmt sämtliche Risiken, das Wechselkursrisiko eingeschlossen. Daher müssen die Forderungen gewissen Anforderungen genügen. Auch hier ist dies aber nur eine Leistung im Rahmen eines komplexen Leistungsbündels des Vertrages, der meist aus anderen Beweggründen heraus abgeschlossen wird. [...]

Arbeit zitieren:
Hofer, Martina Juni 2000: Währungsmanagement und Hedging von Währungsrisiken mittels Finanzderivaten in international tätigen Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Währungsmanagement, Finanzderivate, Risiko, Währungsrisiko, Hedging

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