Die WH-Bewegung im Erwerb des Französischen und des Deutschen als Erstsprachen
Ein Beitrag zur Parametertheorie
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Markus Mross
- Abgabedatum: November 2002
- Umfang: 136 Seiten
- Dateigröße: 591,3 KB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7691-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7691-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7691-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mross, Markus November 2002: Die WH-Bewegung im Erwerb des Französischen und des Deutschen als Erstsprachen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Trigger, Interrogation, generative Grammatik, Parameter, Merkmal
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Magisterarbeit von Markus Mross
Zusammenfassung:
Ich werde in meiner Arbeit die auf der Funktionsweise einer Triggering-Hierarchie basierende Konzeption einer zeitlich definierten Reihenfolge des Setzens von Parametern als Erklärungsansatz für beobachtbare Erwerbszeitpunkte verschiedener Aspekte des grammatischen Phänomens von Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen und des Französischen untersuchen.
Dabei soll insbesondere die Frage erörtert werden, ob ein derart konzipierter Erklärungsansatz angesichts des Risikos des Setzens von Parametern auf der Basis von sowohl parametrisch ein- als auch mehrdeutigen Triggern durch die Integration der von Fodor (1998) vertretenen Konzeption sowohl von strukturellen Triggern als auch einer „Delay“-Strategie in die Architektur eines konventionellen Erwerbsmechanismus in seiner grundlegenden Konzeption aufrechterhalten werden kann.
Die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der grundlegenden Konzeption einer zeitlich definierten Reihenfolge des Setzens von Parametern als adäquates Erklärungsmodell für beobachtbare Erwerbszeitpunkte verschiedener Aspekte des grammatischen Phänomens von Wh-Bewegung unter Mitberücksichtigung insbesondere des Kontrastes von parametrischer Unzweideutigkeit vs. parametrischer Zwei- und Mehrdeutigkeit als essentiellstem Paar aller möglichen, innerhalb des konzeptuellen Rahmens einer Triggering-Hierarchie bedeutsamen distinktiven qualitativen Eigenschaften von Triggern setzt in entscheidender Weise die einem Erwerbsmechanismus verfügbare zuverlässige Möglichkeit sowohl der Differenzierung von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern als auch der Disambiguierung von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern voraus.
Ich beabsichtige, im Rahmen meiner Arbeit eine vergleichende Darstellung der nondeterministischen Evaluationsmetrik eines auf der Basis des von Gibson & Wexler (1994) diskutierten „Triggering Learning Algorithm“ konzipierten konventionellen Erwerbsmechanismus und der deterministischen Evaluationsmetrik eines auf der Basis des von Fodor (1998) vertretenen „Structural Trigger Approach“ konzipierten modifizierten Erwerbsmechanismus vorzunehmen. Vor dem Hintergrund einer derartigen vergleichenden Darstellung werde ich versuchen, die Überlegenheit einer deterministischen Evaluationsmetrik bei einem hinreichenden Ausschließen des sich für eine nondeterministische Evaluationsmetrik aus der allgemeinen Problematik von parametrischer Zwei- und Mehrdeutigkeit ergebenden Risikos des Setzens von Parametern auf der Basis von sowohl parametrisch ein- als auch mehrdeutigen Triggern zu ermitteln.
Des Weiteren werde ich versuchen, die Möglichkeit der Aufrechterhaltung der grundlegenden Konzeption einer zeitlich definierten Reihenfolge des Setzens von unterschiedlichen zielsprachlich relevanten Parametern als adäquaten Erklärungsansatz für beobachtbare Erwerbszeitpunkte verschiedener Aspekte des grammatischen Phänomens von Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen und des Französischen durch die Integration der von Fodor (1998) diskutierten Konzeption sowohl von strukturellen Triggern als auch einer „Delay“-Strategie in die Architektur eines konventionellen Erwerbsmechanismus anhand einer Belegung mit Erwerbsdaten des Deutschen und des Französischen zu überprüfen. Dabei lässt es sich nicht umgehen, dass sich Anschlussfragen ergeben, die offen bleiben müssen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Eingehendere Erläuterungen bestimmter Aspekte des zu behandelnden Themas im Vorfeld | 3 |
| 2.1 | Eine deterministische Evaluationsmetrik als maßgebliche Voraussetzung für die Aufrechterhaltung einer Triggering-Hierarchie | 3 |
| 2.2 | Eine einführende Klärung der allgemeinen Begriffsverwendung | 6 |
| 3. | Eine vergleichende Darstellung der Konzeption eines konventionellen Erwerbsmechanismus und der Konzeption eines modifizierten Erwerbsmechanismus | 12 |
| 3.1 | Die Konzeption eines konventionellen Erwerbsmechanismus | 12 |
| 3.1.1 | Eine fehlende Mitberücksichtigung von syntaktisch äußerlich ersichtlicher negativer Evidenz bei der grammatischen Analyse von Triggern | 12 |
| 3.1.2 | Eine fehlende parametrische Transparenz von äußerlich parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Triggern | 18 |
| 3.1.3 | Das Fehlen einer zuverlässigen Möglichkeit des Erkennens von äußerlich parametrisch doppeldeutigen Triggern | 24 |
| 3.1.4 | Das Fehlen eines zuverlässigen Identifikationskriteriums für tatsächlich geeignete Trigger | 31 |
| 3.2 | Die Konzeption eines modifizierten Erwerbsmechanismus | 34 |
| 3.2.1 | Die Konzeption von strukturellen Triggern | 34 |
| 3.2.2 | Eine konzeptuelle Modifikation der Funktionsweise einer herkömmlich konzipierten Evaluationsmetrik gemäß der Definition von strukturellen Triggern | 39 |
| 3.2.3 | Die „Delay“-Strategie | 48 |
| 4. | Hauptteil | 54 |
| 4.1 | Die „Unique Trigger“-Hypothese | 55 |
| 4.2 | Eine Überprüfung des zentralen Erklärungsansatzes an Erwerbsdaten des Deutschen und des Französischen | 70 |
| 4.2.1 | Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen und des Französischen | 70 |
| 4.2.2 | Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Deutschen | 71 |
| 4.2.2.1 | Die Aufzeichnungen Bernie (2;07,00) | 71 |
| 4.2.2.2 | Eine Analyse der Aufzeichnungen Bernie (2;07,00) | 71 |
| 4.2.3 | Eine Analyse des Erwerbes der syntaktischen Regel von langer Wh-Bewegung während des monolingualen Erstspracherwerbes des Französischen | 83 |
| 4.2.3.1 | Die Aufzeichnungen (P04) und (P07) | 83 |
| 4.2.3.2 | Eine Analyse der Aufzeichnungen (P04) und (P07) | 83 |
| 5. | Zusammenfassung und abschließende Auswertung der Ergebnisse | 114 |
| 6. | Bibliographie | 121 |
| 7. | Anhang | 123 |
Funktionsweise einer Triggering-Hierarchie über ein Setzen von Parametern auf der ausschließlichen Basis einer für den Parser auf jeder Erwerbsstufe perzeptiv jeweils bestmöglich vorhandenen Zugänglichkeit zu grammatischer Information definiert. Demzufolge muss sichergestellt werden, dass ein Kind entsprechend dem den zentralen Erklärungsansatz stützenden explanatorischen Faktor einer in seiner sprachlichen Umgebung zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses für den Parser perzeptiv jeweils bestmöglich vorhandenen Zugänglichkeit zu grammatischer Information und somit ausschließlich auf der Basis von vorzugsweise parametrisch eindeutigen Triggern setzt. Also muss eine differenzierte Behandlung von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern durch einen Erwerbsmechanismus gewährleistet werden. Nur unter dieser Voraussetzung kann das sich für die nondeterministische Evaluationsmetrik eines konventionellen Erwerbsmechanismus ergebende Risiko des Setzens von Parametern auf der Basis von sowohl parametrisch ein- als auch mehrdeutigen Triggern überhaupt erst hinreichend ausgeschlossen werden. Infolgedessen müsste gewährleistet sein, dass entweder eine spezifische Fähigkeit eines Erwerbsmechanismus oder aber eine spezifische qualitative Beschaffenheit von Triggern die Möglichkeit einer differenzierten Behandlung von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern durch einen Erwerbsmechanismus erlaubt. Eine derartige Möglichkeit kann in jedem Falle nur durch eine spezifische, einem Erwerbsmechanismus gegebenen Fähigkeit garantiert werden. Diese umfaßt eine zuverlässige Identifikation von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern als jeweils solche, eine durch eine derartige Fähigkeit überhaupt erst ermöglichte Unterscheidung zwischen parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern sowie eine wiederum dadurch überhaupt erst ermöglichte differenzierte Behandlung von parametrisch ein- und mehrdeutigen Triggern durch einen Erwerbsmechanismus. Des Weiteren kann die einem Erwerbsmechanismus gegebene Möglichkeit des Setzens von Parametern auf der ausschließlichen Basis von parametrisch eindeutigen Triggern durch eine spezifische qualitative Eigenschaft von potentiell geeigneten Triggern, d.h. eine parametrische Unzweideutigkeit, garantiert werden. 2.2. Eine einführende Klärung der allgemeinen Begriffsverwendung [...]
werbsstufe perzeptiv gleichermaßen zugänglichen Triggern als die am ehesten zu bevorzugende parametrische Option qualifizieren. Infolgedessen müssten alle Trigger, welche während der auf jeder einzelnen Erwerbsstufe erneut durchgeführten Bewertung von Triggern von einem Erwerbsmechanismus auf einer jeweiligen Erwerbsstufe aufgrund einer wie auch immer gearteteten vorteilhaften qualitativen Eigenschaft in eine nähere Auswahl mit einbezogen werden neben allen weiteren, darüber hinausgehend möglichen unterschiedlichen qualitativen Eigenschaften die qualitative Mindestanforderung von parametrischer Unzweideutigkeit erfüllen. Die Erfüllung dieser qualitativen Mindestanforderung erlaubt es einem vom Erwerbsmechanismus auf einer jeweiligen Erwerbsstufe in eine nähere Auswahl mit einbezogenen Trigger, sich gegenüber dem Parser im Gegensatz zu anderen, ihm auf einer jeweiligen Erwerbsstufe perzeptiv gleichermaßen zugänglichen und parametrisch zwei- oder mehrdeutigen Triggern zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses als die am ehesten zu bevorzugende parametrische Option qualifizieren zu können. Unter dieser Voraussetzung wäre die Relevanz des Kontrastes von parametrischer Unzweideutigkeit vs. parametrischer Zwei- oder Mehrdeutigkeit als essentiellstem Paar aller möglichen, innerhalb des konzeptuellen Rahmens einer Triggering-Hierarchie bedeutsamen distinktiven qualitativen Eigenschaften von Triggern und somit die Aufrechterhaltung der grundlegenden Konzeption einer Triggering-Hierarchie jederzeit gewährleistet. Infolgedessen stellt eine dem Erwerbsmechanismus gegebene spezifische Fähigkeit einer zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses generell wirklich zuverlässigen perzeptiven Zugänglichkeit zu zumindest parametrisch eindeutiger und somit tatsächlich entscheidender, für den Parser gerade deswegen auf jeder einzelnen Erwerbsstufe perzeptiv jeweils bestmöglich zugänglicher und somit von ihm zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses auch am ehesten zu bevorzugender grammatischer Information die maßgebende Voraussetzung für die Aufrechterhaltung der grundlegenden Konzeption einer Triggering-Hierarchie dar. Infolge des etwaigen Auftretens von parametrisch zwei- und mehrdeutigen Triggern in der sprachlichen Umgebung eines Kindes sieht sich die nondeterministische Evaluationsmetrik eines konventionellen Erwerbsmechanismus dem Risiko des Setzens von Parametern auf der Basis von sowohl parametrisch ein- als auch mehrdeutigen Triggern gegenübergestellt. Ein derart bedingtes Risiko von nondeterministischem Lernen stellt infolgedessen die Möglichkeit einer jederzeit in einem minimalen Umfang gewährleisteten Aufrechterhaltung einer zeitlich definierten Reihenfolge des Setzens von Parametern in Frage, welche sich entsprechend der grundlegenden 5 [...]
chie als ein explanatorischer Faktor, welcher den zentralen Erklärungsansatz einer zeitlich definierten Reihenfolge des Setzens von Parametern stützt, maßgeblich durch die Möglichkeit einer Differenzierung möglichst vieler unterschiedlicher qualitativer Eigenschaften von Triggern und insofern durch die Existenz eines möglichst weitgefächerten Spektrums derartiger distinktiver qualitativer Eigenschaften bedingt. Demzufolge muss sichergestellt sein, dass Trigger zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses eine gewisse Mindestanzahl an distinktiven qualitativen Eigenschaften aufweisen. Diese muss es hinreichend erlauben, die Möglichkeit einer Differenzierung unterschiedlicher qualitativer Eigenschaften von Triggern jederzeit in einem Mindestumfang gewährleisten zu können. Dies erweist sich als notwendig, um die Möglichkeit einer den Schwierigkeitsgrad betreffenden Abstufung der für den Parser erforderlichen perzeptiven Zugänglichkeit zu grammatischer Information selbst im theoretisch möglichen Falle des Fehlens einer bestimmten, für die Möglichkeit einer in einem minimalen Umfang breitgefächerten derartigen Abstufung erforderlichen ausreichenden Anzahl an sonstigen qualitativen Eigenschaften jederzeit in einem Mindestumfang gewährleisten zu können. Der Kontrast von parametrischer Unzweideutigkeit vs. parametrischer Zwei- und Mehrdeutigkeit ist für die deterministische Evaluationsmetrik eines modifizierten Erwerbsmechanismus über den gesamten Erwerbsverlauf hinweg bezüglich der vom Erwerbsmechanismus auf jeder einzelnen Erwerbsstufe erneut durchgeführten Bewertung von Triggern relevant. Dieser Kontrast repräsentiert unter Zugrundelegung der deterministischen Evaluationsmetrik eines modifizierten Erwerbsmechanismus somit das essentiellste da in der sprachlichen Umgebung eines Kindes auf allen Erwerbsstufen allgegenwärtig vertretene Paar aller möglichen distinktiven qualitativen Eigenschaften von Triggern. Des Weiteren stellt parametrische Unzweideutigkeit im Gegensatz zu parametrischer Zwei- und Mehrdeutigkeit die für das vom Erwerbsmechanismus durchgeführte Fixieren von Parametern tatsächlich entscheidende und somit die für den Parser auf jeder einzelnen Erwerbsstufe perzeptiv jeweils bestmöglich zugängliche qualitative Beschaffenheit von Triggern dar. Also repräsentiert parametrische Unzweideutigkeit die essentiellste und zugleich minimale, an einen Trigger gestellte qualitative Anforderung. Die ausreichende Erfüllung dieser an ihn gestellten qualitativen Anforderung kann einen Trigger unter Zugrundelegung der deterministischen Evaluationsmetrik eines modifizierten Erwerbsmechanismus während der vom Erwerbsmechanismus auf jeder einzelnen Erwerbsstufe erneut durchgeführten Bewertung von Triggern gegenüber dem Parser somit zu jedem Zeitpunkt des Erwerbsprozesses im Gegensatz zu anderen, ihm auf einer jeweiligen Er4 [...]
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Mross, Markus November 2002: Die WH-Bewegung im Erwerb des Französischen und des Deutschen als Erstsprachen, Hamburg: Diplomica Verlag
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