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Vorgesetztenbeurteilung als Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung

Eine kritische Analyse

Vorgesetztenbeurteilung als Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sabine Hoppe
  • Abgabedatum: September 1997
  • Umfang: 111 Seiten
  • Dateigröße: 834,6 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0820-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0820-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0820-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hoppe, Sabine September 1997: Vorgesetztenbeurteilung als Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit, Kommunikation am Arbeitsplatz, Vorgesetztenbeurteilung

Diplomarbeit von Sabine Hoppe

Gang der Untersuchung:

Die Diplomarbeit "Vorgesetztenbeurteilung als Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung" beschäftigt sich zunächst mit der Abgrenzung des Begriffes Mitarbeiterführung und stellt die unterschiedlichen Möglichkeiten der "Beurteilung" im Betrieb dar. Anschließend erfolgt eine Analyse der Ausgangssituation in den Betrieben, denen sich Mitarbeiter und Führungskräfte heute gegenübergestellt sehen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Kommunikation und der Arbeitszufriedenheit. Auch die zukünftigen Anforderungen, denen Führungskräfte zukünftig gewachsen sein müssen, werden analysiert.

Im Hauptteil der Arbeit wird das Instrument "Vorgesetztenbeurteilung" vorgestellt. Dabei werden unterschiedliche Varianten ebenso berücksichtigt wie die Abgrenzung der Vorgesetztenbeurteilung zu anderen personalpolitischen Instrumenten. Die Vorgehensweise bei der Durchführung einer Vorgesetztenbeurteilung wird in einem eigenen Kapitel thematisiert und näher erläutert.

Der Praxisteil besteht aus der Darstellung des allgemeingültigen "Fragebogens zur Vorgesetzten-Verhaltens-Beschreibung (FVVB)" sowie der Zusammenfassung des Ablaufs der Vorgesetztenbeurteilung bei der ESSO AG. Darüber hinaus hat die Autorin im Rahmen der Arbeit eine eigene Vorgesetztenbeurteilung bei der Bosch Telecom GmbH durchgeführt und berichtet über den gewählten Ablauf und die eigenen Erfahrungen.

Abschließend werden Vor- und Nachteile der Vorgesetztenbeurteilung, ihre Bedeutung und Akzeptanz in der Praxis sowie die Erreichung der mit ihr verfolgten Ziele diskutiert und anhand von Beispielen aus der Praxis anschaulich dargestellt. Auch nach der Diskussion dieser Problemstellungen wird deutlich, daß die Vorgesetztenbeurteilung ein Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung ist.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 4
2. Definitionen
2.1 Mitarbeiterführung, Führungsverhalten und Führungsstil 6
2.1.1 Autoritärer, kooperativer und situativer Führungsstil 8
2.1.2 Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung der Führung 9
2.2 Beurteilung von Mitarbeitern durch Vorgesetzte 10
2.3 Leistungsbeurteilung von Vorgesetzten durch deren Vorgesetzte 14
2.4 Beurteilung des Vorgesetzten durch die Mitarbeiter 15
3. Darstellung der Ausgangssituation
3.1 Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter 18
3.2 Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern 21
3.3 Zukünftige Anforderungen an Führungskräfte 22
4. Das personalpolitische Instrument Vorgesetztenbeurteilung
4.1 Das Johari-Modell 25
4.2 Inhalt einer Vorgesetztenbeurteilung 26
4.3 Formen der Vorgesetztenbeurteilung 30
4.3.1 Summarische und analytische Form der Vorgesetztenbeurteilung 31
4.3.2 Abgrenzung verschiedener Varianten der Vorgesetztenbeurteilung anhand von Gestaltungskomponenten 31
4.4 Funktionen der Vorgesetztenbeurteilung 32
4.5 Ziele der Vorgesetztenbeurteilung 33
4.6 Wirkungsweisen der Vorgesetztenbeurteilung 35
4.7 Beurteilungsprobleme 37
4.8 Meßtheoretische Gütekriterien: Objektivität, Reliabilität, Validität 38
4.9 Einordnung der Vorgesetztenbeurteilung unter anderen personalpolitischen Instrumenten 40
4.9.1 Vorgesetztenbeurteilung im Vergleich zu Mitarbeiterbefragung 41
4.9.2 Vorgesetztenbeurteilung im Vergleich zu Mitarbeiterbeurteilung 44
4.9.3 Vorgesetztenbeurteilung im Vergleich zu Führungskräftetraining 45
5. Vorgehensweise bei der Durchführung einer Vorgesetztenbeurteilung
5.1 Allgemeine Voraussetzungen 45
5.2 Entwicklung des Instruments 46
5.2.1 Der Fragebogen 47
5.2.2 Die Skalierung 49
5.2.3 Qualitätsstandards 50
5.2.4 Aufwand, Zeitrahmen und Durchführungsrhythmen 51
5.3 Wesentliche Merkmale einer Vorgesetztenbeurteilung 53
5.3.1 Freiwilligkeit der Teilnahme 53
5.3.2 Anonymität 55
5.4 Durchführung 56
5.4.1 Top-down-Einführung 56
5.4.2 Information der Beteiligten 57
5.4.3 Selbsteinschätzung 59
5.4.4 Auswertung, Darstellung und Präsentation der Ergebnisse 61
5.4.5 Rückmeldung an die Mitarbeiter 62
5.4.6 Konsequenzen der Vorgesetztenbeurteilung 64
5.4.7 Fazit 66
6. Beispiele aus der Praxis
6.1 Vorstellung des Fragebogens zur Vorgesetzten-Verhaltens-Beschreibung 67
6.1.1 Entstehungsgeschichte 67
6.1.2 Aufbau und Inhalt 67
6.1.3 Anwendungsbereich 69
6.1.4 Kritik 69
6.2 Beurteilung des Führungsverhaltens bei der ESSO AG 70
6.2.1 Verfahren 71
6.2.2 Erfahrungen 72
6.3 Eigene Durchführung bei der Bosch Telecom GmbH 74
6.3.1 Ausgangssituation 74
6.3.2 Durchführung 74
6.3.3 Auswertung 76
6.3.4 Fazit 77
7. Pro und Contra
7.1 Argumente für die Vorgesetztenbeurteilung 78
7.2 Argumente gegen die Vorgesetztenbeurteilung 81
7.3 Akzeptanz der Vorgesetztenbeurteilung in der Praxis 82
7.4 Einschätzung der Vorgesetztenbeurteilung durch Mitarbeiter und Vorgesetzte 86
7.5 Erreichung der Ziele 87
8. Fazit und Ausblick 90
9. Abbildungsverzeichnis 93
10. Anhang 93
11. Literaturverzeichnis 102
12. Urheberschaftserklärung 107

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der überwiegende Teil der Unternehmen verwendet für die Vorgesetztenbeurteilung einen standardisierten Fragebogen, der nur im Umfang der Fragen und in ihrer Konkretisierung variiert.201 Der Fragebogen steht im Mittelpunkt des Verfahrens, da er den teilnehmenden Mitarbeitern die größtmögliche Anonymität garantiert, die für ehrliche Antworten unerläßlich und bei einer mündlichen Befragung nicht gegeben ist.202 Die offene Form (d. h. ohne Anwendung eines Fragebogens) des Vorgesetztenfeedbacks , z. B. im Rahmen eines Workshops, wird daher selten angewendet. Folgende Vorteile sprechen für ein standardisiertes Fragebogenverfahren:203 • Die Mitarbeiter bekommen Sicherheit über Führungsaspekte, über die sie mit ihrem Vorgesetzten sprechen sollten. • Die Position der Mitarbeiter wird durch den dokumentierten Gruppenkonsens gegenüber dem Vorgesetzten gestärkt. • Das zusammengestellte Ergebnis wirkt auf manche Vorgesetzte nachhaltiger. [...]

für jede Anregung dankbar ist.197 Eine geeignete Maßnahme, die die Bereitschaft zur Entgegennahme von Kritik erhöht, ist z. B. der Abbau von Dominanz durch Abschaffung von Hierarchien.198 Die Mitarbeiter der Arbeitsgruppe sollten sich über einen längeren Zeitraum kennen- und schätzengelernt haben; bei ESSO sind die Vorgesetzten seit mindestens zwölf Monaten als Vorgesetzte tätig, damit die Mitarbeitergruppe fundierte Aussagen zum Führungsverhalten machen kann.199 Reinecke nennt außerdem folgende Faktoren für eine erfolgreiche Durchführung einer Vorgesetztenbeurteilung:200 − Die Vorgesetztenbeurteilung muß mit der Zielsetzung der Führungsphilosophie des Unternehmens übereinstimmen. − Andere Verfahren oder Instrumente, die der Vorgesetztenbeurteilung entgegengerichtet sind, dürfen nicht angewandt werden. − Die Vorgesetztenbeurteilung muß als Führungs- und Entwicklungsinstrument bei allen Vorgesetzten und der Unternehmensleitung anerkannt sein. − Personelle und materielle Mittel sowie methodische Kenntnisse müssen vorhanden sein. − Die Arbeitnehmervertretung muß die Vorgesetztenbeurteilung unterstützen. − Alle Beteiligten müssen das Verfahren akzeptieren. − Die Mitarbeiter müssen bereit sein, ihren Vorgesetzten ehrlich zu beurteilen. − Der Erfolg der Vorgesetztenbeurteilung und die eingeleiteten Maßnahmen müssen den Beteiligten dargestellt werden. − Die aufgrund der Vorgesetztenbeurteilung ausgewählten Folgemaßnahmen müssen durchgeführt werden, damit die Vorgesetztenbeurteilung nicht ein einmaliges, unverbindliches Experiment bleibt. Aspekte, die beim Ablauf des Verfahrens von Bedeutung sind, werden in den folgenden Abschnitten betrachtet. [...]

5.1 Allgemeine Voraussetzungen Eine Vorgesetztenbeurteilung ist gegen den Willen der Betroffenen nicht durchsetzbar193, deshalb müssen für eine erfolgreiche Anwendung bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, auf die im folgenden Kapitel näher eingegangen wird. Wichtige allgemeine Voraussetzungen sind ein gutes Betriebsklima, ein kooperativer Führungsstil und ein bereits existierendes Beurteilungssystem.194 Diese drei Faktoren bewirken im Vorfeld, daß die Mitarbeiter mit der Beurteilung an sich keine Probleme haben. Darüber hinaus ist eine sorgfältige Planung und Information wichtig, um eine ausreichende Vertrauensbasis zu schaffen.195 Die Bereitschaft der Vorgesetzten für ein Feedback muß überprüft werden.196 Der Vorgesetzte muß den Mitarbeitern deutlich machen, daß er sich ändern will und für jede Anregung dankbar ist.197 Eine geeignete Maßnahme, [...]

Arbeit zitieren:
Hoppe, Sabine September 1997: Vorgesetztenbeurteilung als Instrument zur Verbesserung der Mitarbeiterführung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit, Kommunikation am Arbeitsplatz, Vorgesetztenbeurteilung

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