Vorbereitung auf das Rating
Ein Leitfaden für KMU
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Annamaria Buday
- Abgabedatum: Mai 2003
- Umfang: 130 Seiten
- Dateigröße: 915,2 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7290-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7290-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7290-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Buday, Annamaria Mai 2003: Vorbereitung auf das Rating, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Bewertung, Rating Advisory, Pre-Rating, Mittelstand, Geschäftsbericht
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Diplomarbeit von Annamaria Buday
Einleitung:
Man wird immer häufiger mit dem Begriff „Rating“ konfrontiert. Das Thema genießt derzeit eine große Aufmerksamkeit, die öffentlichen Diskussionen nehmen immer mehr zu und laufen „heiß“ – nicht nur in den Fachkreisen.
Den Empfehlungen des Basler Ausschusses folgend werden in Zukunft Ratings eingesetzt, um die Gewichtung der Risiken bei den Unternehmen zu ermitteln. Die Kredite bzw. die Kreditkonditionen werden je nach dem ermittelten Risikogewicht gestaltet und vergeben.
„Nicht die Banken, sondern das Unternehmen ist für sein Rating verantwortlich, da sich im Ratingurteil auch die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens wiederspiegelt wird.“ Oft wissen die Unternehmen gar nicht oder nur ungenau, was unter Rating zu verstehen ist, was es mit sich bringt und welche Auswirkungen es für ihre Zukunft haben kann bzw. haben wird.
Deshalb ist es sehr wichtig zu wissen, welche Gefahren/Risiken aber auch Potentiale sich hinter dem Rating verbergen, um die Notwendigkeit eines Handlungsbedarfs zu erkennen. Durch eine frühzeitigen Auseinandersetzung mit dem Thema Rating und einer gründlichen Vorbereitung, die sowohl wichtig wie auch hilfreich ist, vermeidet man von der kommenden Rating-“Lawine“ überrollt zu werden, welche unaufhaltsam und unausweichlich auf die Unternehmen zukommt. Der Unternehmer muss erkennen, was er gewinnt, wenn er sein Unternehmen ganzheitlich auf den Prüfstand stellt – was er über sein Unternehmen erfährt – und wie er diese Erkenntnisse für sich nutzen kann – soll – muss.
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, die Unternehmer und Unternehmen für dieses Thema zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Die Arbeit soll als eine Hilfestellung für die Vorbereitungsphase dienen. Es sind die ersten notwendigen Schritte, welche sie als Unternehmen einleiten müssen. Außerdem sollen Denkanstöße bzw. ein Umdenken vermittelt werden. Es erfolgt eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation, wodurch mögliche Schwachstellen und der darausfolgende Handlungsbedarf aufgedeckt und abgeleitet werden können.
Die Arbeit vermittelt dem Unternehmer die Grundidee, und soll zeigen, was auf ihn zukommt, welche Bereiche, Kriterien und in welchem Ausmaß diese durch den Check-up abgedeckt werden. Der Unternehmer muss vor dem Rating zuerst sich selbst vorbereiten, da seine Zusammenarbeit und Mithilfe wichtig und für die Ergebnisse von großer Bedeutung sind.
Denk- und Handelsweisen, bezogen auf die Unternehmenstätigkeiten, sollten ratinggerecht ausgerichtet und/oder umstrukturiert werden, um so Zeit- und sonstige Aufwände in der Zukunft minimieren zu können und den Informationsstand bezogen auf das Unternehmen zu verbessern.
Gang der Untersuchung:
Die Arbeit ist in zwei Hauptteile gegliedert. Zuerst werden die Grundlagen erklärt. Dadurch soll ein Unternehmen bzw. der Unternehmer Einblick und Verständnis bezüglich der Hintergründe (Basel II) erlangen und die allgemeinen und grundlegenden Informationen, die das Rating betreffen, erhalten. Ebenfalls werden die Ausgangslage der KMU sowie die Anforderungen, die das Rating an das Unternehmen stellt, aufgezeigt.
Der Schwerpunkt der Diplomarbeit liegt auf dem zweiten Teil - dem Leitfaden. Die Gestaltung und der Aufbau des Leitfadens werden in Form eines Projektes demonstriert, das zeigt, welche Schritte getan werden müssen, welche Faktoren zu beachten sind und wie diese vorgenommen werden sollen. Probleme, die im Rahmen der Vorbereitung auftreten können, werden ebenfalls aufgezeigt. Durch diesen Leitfaden sollen die KMU auf das Rating „fit“ -gemacht werden.
Im Anschluss werden eine Zusammenfassung und die Zukunftsbetrachtung ausgesprochen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | VI | |
| Abkürzungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziel der Diplomarbeit | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Grundlagen | 5 |
| 2.1 | Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) | 5 |
| 2.2 | Basel II | 6 |
| 2.2.1 | Basel II - der Hintergrund für das Rating | 6 |
| 2.2.2 | Aufbau von Basel II | 7 |
| 2.2.3 | Auswirkungen von Basel II auf die KMU | 9 |
| 2.3 | Rating | 11 |
| 2.3.1 | Definitionen, Abgrenzung & Eingrenzung | 11 |
| 2.3.2 | Ansätze und Arten | 14 |
| 2.3.3 | Skalierung und Symbole | 16 |
| 2.3.4 | Zweck, Notwendigkeit, Nutzen | 18 |
| 2.3.5 | Wesen und Ablauf | 20 |
| 2.3.6 | Bewertungsbereiche/-kriterien | 23 |
| 2.3.7 | Chance vs. Risiko | 24 |
| 2.4 | Ausgangssituation der KMU und Anforderungen an diese | 26 |
| 2.4.1 | Ausgangssituation der KMU | 26 |
| 2.4.2 | Anforderungen an die KMU | 29 |
| 3. | Leitfaden | 30 |
| 3.1 | Ansatz | 31 |
| 3.1.1 | Rating Advisory | 31 |
| 3.1.2 | Pre-Rating | 34 |
| 3.1.1 | Projekt | 35 |
| 3.2 | Projekt „Rating“ | 36 |
| 3.2.1 | Ziele | 38 |
| 3.2.2 | Informationsbedarf | 40 |
| 3.2.2.1 | Fragestellungen | 41 |
| 3.2.2.2 | Bereiche / Kriterien / Faktoren | 46 |
| 3.2.2.2.1 | Allgemeine Angaben | 48 |
| 3.2.2.2.2 | Quantitative Faktoren | 49 |
| 3.2.2.2.3 | Qualitative Faktoren | 50 |
| 3.2.2.2.3.1 | Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur | 51 |
| 3.2.2.2.3.2 | Management und Organisation | 53 |
| 3.2.2.2.3.3 | Finanzen | 55 |
| 3.2.2.2.3.4 | Rechnungswesen | 58 |
| 3.2.2.2.3.5 | Controlling | 58 |
| 3.2.2.2.3.6 | Personal | 59 |
| 3.2.2.2.3.7 | Marketing und Vertrieb | 60 |
| 3.2.2.2.3.8 | Kunden und Lieferanten | 62 |
| 3.2.2.2.3.9 | Produktions- und Leistungsprozesse | 63 |
| 3.2.2.2.4 | Schlüsselkriterien | 65 |
| 3.2.2.2.4.1 | Branchenrisiken | 66 |
| 3.2.2.2.4.2 | Länderrisiken | 68 |
| 3.2.3 | Unterlagen | 68 |
| 3.2.3.1 | Jahresabschluss | 70 |
| 3.2.3.2 | Betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA) | 71 |
| 3.2.3.3 | Strategiepapier | 72 |
| 3.2.3.4 | Businessplan | 72 |
| 3.2.3.5 | Planzahlen | 73 |
| 3.2.4 | Organisation und Planung | 77 |
| 3.2.4.1 | Projekt-Team | 78 |
| 3.2.4.1.1 | Größe | 78 |
| 3.2.4.1.2 | Zusammensetzung | 79 |
| 3.2.4.1.3 | Teamleiter | 79 |
| 3.2.4.2 | Verantwortungen | 80 |
| 3.2.4.3 | Kommunikation | 81 |
| 3.2.4.4 | Timing | 84 |
| 3.2 | Problematik | 86 |
| 4. | Zusammenfassung, kritische Betrachtung und Zukunftsaussichten | 89 |
| Literaturverzeichnis | 93 | |
| ANHANG | ||
| Anhang 1 | Wirtschaftslage der KMU in Deutschland | 97 |
| Anhang 2 | Insolvenzen in Europa | 97 |
| Anhang 3 | Insolvenzursachen | 98 |
| Anhang 4 | Kurzfristige und langfristige Skalierungen | 99 |
| Anhang 5 | Zusammenarbeit mit dem Rating-Advisor | 100 |
| Anhang 6 | Kennzahlen | 101 |
| Anhang 7 | Chance/Risiken und Stärken/Schwächen-Liste quantitative | Faktoren |
| Anhang 8 | Chance/Risiken und Stärken/Schwächen-Liste qualitative | Faktoren |
| Anhang 9 | Kundenbeurteilung | 113 |
| Anhang 10 | Lieferantenbeurteilung | 114 |
| Anhang 11 | Chancen/Stärken-Liste Schlüsselkriterien | 115 |
| Anhang 12 | Ratingliste: Deutsche Bundesländer | 116 |
| Anhang 13 | Fragekatalog (Beispiel) | 117 |
| Vorbereitung auf das Rating - ein Leitfaden für KMU |
Die Vorbereitung und Selbstanalyse des Unternehmens wird als das Projekt „Vorbereitung auf das Rating“ geplant, gestaltet und implementiert. Das Ziel ist hier die Vorbereitung auf das zu erreichende Ratingergebnis. Dafür ist des eine intensive unternehmensinterne kann die Auseinandersetzung etwas mit den zum Anforderungen, die das Rating an das Unternehmen stellt, erforderlich. Mit Hilfe Projektmanagements Organisation Abstand Unternehmen gewinnen und Probleme distanzierter angehen und analysieren.67 Durch die „zielgerichtete Festlegung zukünftigen Handelns“68 wird der Grundstein einer erfolgreichen Vorbereitung für das Rating gelegt. Dabei müssen verschiedene Faktoren, die für das Erzielen eines guten Ergebnisses maßgeblich sind, berücksichtigt werden. PROJEKT „Vorbereitung auf das Rating“ [...]
Ein Pre-Rating bietet somit eine Beurteilung über die Zukunftsfähigkeit der Markt- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens und ist dadurch ein nützliches Führungs- und Steuerungsinstrument für den Unternehmer. Ein wesentlicher Unterschied zu einem Full-Rating besteht lediglich darin, dass hier die wichtigen und grundlegenden Datenbankinformationen fehlen. 3.1.1 Projekt Der Begriff „Projekt“ ist sehr flexibel und bietet je nach seiner Auslegung viel Gestaltungsfreiraum. In dieser Arbeit wird ein Projekt als „ein Vorhaben, das im Wesentlichen durch die Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, wie z. B. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen, Abgrenzungen gegenüber anderen Vorhaben und projektspezifische Organisation“66 verstanden werden. Mit Hilfe des Projektes sollen die Rahmenbedingungen für das kommende Rating geschaffen werden. Damit jedoch die Implementierung des Projektes ein Erfolg wird, bedarf es einer guten und sorgfältigen Planung sowie dessen Umsetzung. [...]
3.1.2 Pre-Rating Das Ergebnis eines Advisory ist i.d.R. ein Pre-Rating. Es ist eine gute Vorbereitung auf den anschließenden Ratingprozess und gewissermaßen ein „Probelauf“ für die eigentliche und ausschlaggebende Beurteilung. Damit wird ein vorsichtiger Rating-Trend ermöglicht. Hier werden, wie bei einem vollwertigen Rating, die quantitativen und qualitativen Kriterien zur Untersuchung und Bewertung herangezogen. Die Intensität und das Ausmaß der Untersuchung kann jedoch wegen des hohen Zeit- und Arbeitsaufwandes weniger ausgeprägt ausfallen. Bei einem Pre-Rating wird die Rating-Reife des Unternehmens geprüft und die Ausgangslage grob eingeschätzt. Dadurch wird die Aussagefähigkeit zwar getrübt, jedoch ist/bleibt sie richtungweisend. Das primäre Ziel ist die Identifikation von Stärken und Schwächen sowie von Erfolgspotentialen und Risikofaktoren des Unternehmens, das zu „einer Grobklassifikation in ‚klar intensiv’ und ‚klar spekulativ’“ [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832472900
Arbeit zitieren:
Buday, Annamaria Mai 2003: Vorbereitung auf das Rating, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Bewertung, Rating Advisory, Pre-Rating, Mittelstand, Geschäftsbericht



