Voraussetzungen und Möglichkeiten eines individuellen Marketing im Internet
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Frank Post
- Abgabedatum: Oktober 1999
- Umfang: 52 Seiten
- Dateigröße: 750,1 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik (HWP) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2247-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2247-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2247-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Post, Frank Oktober 1999: Voraussetzungen und Möglichkeiten eines individuellen Marketing im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: One-to-one-Marketing, Database-Marketing, Kundenbindung
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Frank Post
Einleitung:
Die Betrachtung eines weitgehend anonymen Massenmarktes scheint der Vergangenheit anzugehören. Von renommierten Wissenschaftlern wird dem Marketing in den 90`er Jahren ein Paradigmawechsel konstatiert. Der "Zerfall der Massenmärkte", -aufgrund von Sättigunserscheinungen und des damit einhergehenden verschärften Wettbewerbs, der Pluralisierung und Differenzierung gesellschaftlicher Wertesysteme, der zunehmenden Flexibilisierung der Fertigungssysteme sowie der enormen Innovation von Informationstechnik -, läßt den einzelne Kunde mit seinen individuellen Bedürfnissen und Wünschen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.
Konzepten wie dem Database-Marketing, dem Relationship-Marketing, dem Customize Marketing und dem One-To-One Marketing ist eine Ausrichtung am Individuum und eine Abkehr vom Glauben an den berechenbaren und einem bestimmten Muster zuteilbaren Kunden gemein. Kundenorientierung, das konstitutive Merkmal des Marketing, ist nicht länger reines Lippenbekenntnis, sondern aufgrund des Wettbewerbs sowie der gesellschaftlichen und technischen Hintergründe für Unternehmen pure Notwendigkeit geworden.
Das Internet als Dialogorientiertes, interaktives Medium soll dabei als Instrument zur Umsetzung eines kundenorientierten Marketing, -das durch individuelle Produkte und einem individuellen Dialog mit dem Kunden gekennzeichnet ist-, betrachtet werden. Darüber hinaus sind weiterer Marketingfunktionen wie individuelle Distribution und individuelle Preispolitik im Rahmen eines individualisierten Marketing mittels diesem Medium realisierbar.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 1 | |
| 1. | Konzept des Individual-Marketing | 2 |
| 1.1 | Charakterisierung des Individual-Marketing anhand der strategischen Marktbearbeitung | 2 |
| 1.1.1 | Einordnung in den Entscheidungsspielraum der Differenzierung | 2 |
| 1.1.2 | Einordnung in den Entscheidungsspielraum der Marktsegmentierung | 3 |
| 1.2 | Interaktion und Integration als konstitutive Merkmale des individualisierten-Marketing | 4 |
| 1.3 | Teilkonzepte des individualisierten Marketing | 4 |
| 2. | Systemspezifische Attraktivität des Internet als Instrument individualisierter Marktbearbeitung im Vergleich zu traditionellen Medien | 6 |
| 2.1 | Charakteristische Merkmale des Internet mit unmittelbaren Bezug zur Individualisierung | 6 |
| 2.1.1 | Interaktivität im Internet | 6 |
| 2.1.2 | Informationskosten im Internet | 9 |
| 2.2 | Reichweite des Internet, als Grundvoraussetzung eines möglichen Dialogs | 10 |
| 2.3 | Intermediavergleich anhand ausgewählter Charakteristiken | 12 |
| 3. | Voraussetzung eines individualisierten Marketing im Internet | 13 |
| 3.1 | Database Marketing zum Aufbau und Management individueller, langjähriger und profitabler Geschäftsbeziehungen | 13 |
| 3.1.1 | Unterstützung der Kundenidentifikation mittels Database Marketing | 14 |
| 3.1.2 | Unterstützung der Kundendifferenzierung mittels Database Marketing | 15 |
| 3.1.3 | Unterstützung der Interaktion mittels Database Marketing | 16 |
| 3.1.4 | Anbieten maßgeschneiderter Produkte mit Hilfe des Database Marketing | 17 |
| 3.2 | Rechtliche und ethische Aspekte des Database Marketing | 17 |
| 3.2.1 | Ethische Aspekte bei der Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten | 18 |
| 3.2.2 | Rechtliche Aspekte bei der Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten | 19 |
| 3.2.2.1 | Rechtliche Zulässigkeit der Datenerhebung | 20 |
| 3.2.2.2 | Rechtliche Zulässigkeit bei der Datennutzung | 21 |
| 4. | Möglichkeiten eines Individualisierten Marketing im Internet | 22 |
| 4.1 | Möglichkeiten der Kundenidentifikation im Internet | 22 |
| 4.1.1 | Nicht-reaktive Datenerhebung im Internet | 23 |
| 4.1.1.1 | Datenerfassung mittels Log-File | 23 |
| 4.1.1.2 | Datenerfassung mittels Cookies | 24 |
| 4.1.2 | Reaktive Datenerhebung im Internet | 25 |
| 4.1.3 | Datenanalyse zur optimalen Nutzung vorhandener Informationen | 26 |
| 4.2 | Möglichkeiten der Kundendifferenzierung im Internet | 26 |
| 4.2.1 | Konfigurierbarer Newsletter | 27 |
| 4.2.2 | Angebots-Assistenten | 28 |
| 4.3 | Möglichkeiten und Steigerung der Interaktion im Internet | 29 |
| 4.3.1 | Gestaltungsmöglichkeiten der Benutzeroberfläche | 30 |
| 4.3.2 | Gestaltungsmöglichkeiten einer vertrauensvollen Interaktion | 31 |
| 4.3.3 | Individualisierte Bannerwerbung zur Steigerung der Interaktion | 31 |
| 4.4 | Möglichkeiten der Individualisierung von Leistungsangeboten | 32 |
| 4.4.1 | Leistungsbezogene Kundenintegration | 32 |
| 4.4.1.1 | Leistungsbezogene Kundenintegration am Beispiel Yahoo | 34 |
| 4.4.2 | Die Individualisierung des Leistungsergebnisses | 35 |
| 4.4.2.1 | Individualisierung des Leistungsergebnisses am Beispiel Yahoo | 35 |
| 4.4.2.2 | Weitere Möglichkeiten der Leistungsindividualisierung im Internet | 36 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 37 |
| Literaturverzeichnis | 39 |
3.1.4 Anbieten maßgeschneiderter Produkte mit Hilfe des Database Marketing Im Rahmen des DBM, entfaltet die Kundendatenbank insofern ein ProduktIndividualisierungspotential, als das gespeicherte Kundenmerkmale dazu dienen können, aus einem differenzierten Angebot der Unternehmung, das geeignetste herauszusuchen oder besser die möglichen Kombinationsmöglichkeiten zur Produktdifferenzierung, unter Zuhilfenahme des bereits bestehenden Kundenprofils, im Dialog mit dem Kunden durchzuspielen. Der Kunde wird dadurch zum "Co-Produzent" und erfährt eine Integration in den Leistungserstellungsprozess66. Die Individualität bezieht sich hier aus Sicht der Konsumenten auf die subjektiv wahrgenommene Problemlösungsfähigkeit. Die individuelle Zusammenstellung eines Produktes aus den angebotenen Kombinationssmöglichkeiten, kann zudem ein Produkt der Losgröße eins ergeben, wenn kein weiterer Konsument dieselbe Kombination gewählt hat. Diese Wahrscheinlichkeit ist um so höher, desto vielfältiger und komplexer die Kombinationsmöglichkeiten. Welche Möglichkeiten der individuellen Produktgestaltung im Internet bestehen, ist Gegenstand des Kapitel 4.4. Ohne eine Datenbank, die Informationsinhalte zur Produktindividualisierung bereithält und diese Inhalte auf Wunsch des Kunden kombiniert, ist diese Lösung ebenso wenig denkbar. [...]
3.1.3 Unterstützung der Interaktion mittels Database Marketing Das DBM wird als eine auf Informationen des Kunden basierende Vorgehensweise verstanden64. Das Vorhandensein individueller Kundendaten, macht ein DBM insofern erst möglich. Diese Kundendaten sind "über" das Internet ausschließlich mittels einer persönlichen Interaktion von Nachfrager zu Anbieter und umgekehrt, oder mittels maschineller Interaktion der Nachfrager mit den Inhalten der Anbieter-Web-Site zu erhalten. Aufgabe der Database ist die konsequente Unterstützung jeglichen Dialogs mit den Nachfragern. Die Konsequenz wäre eine "allwissende" Datenbank, die Antworten auf alle erdenklichen Fragen liefert. Da dieses aufgrund der Vielzahl und der Komplexität möglicher Fragen kaum zu realisieren und zudem unwirtschaftlich wäre (da ein bestimmtes Unternehmen generell nur einen Bruchteil des Wissens einer derartigen Datenbank benötigen würde), gilt es den Interaktionsprozeß klar zu gliedern, um mit Hilfe angesprochener Datenanalysewerkzeugen effizient auf vorhandene Daten zuzugreifen und somit schnell und kompetent auf eine Anfrage antworten zu können. Eine gewisse Standardisierung des Dialogs geht mit der Gliederung einher. Aus produktionstechnologischer Sicht entspricht eine standardisierte Interaktionsleistung nicht der Losgröße eins und ist somit nicht Individual. "Aus subjektiver Sicht, also aus Sicht des Nachfragers, ist die Individualität durch die wahrgenommene Problemlösungsfähigkeit eines Leistungsobjektes gekennzeichnet"65. Das individualisierte Marketing sollte sich beim Response, selbst einer vollautomatisierten Interaktion (z.B. die Auswahl von Modulen, die vom Nutzer individuell zusammengestellt werden können), aus Kostengründen, Kompetenzgründen und der Schnelligkeit wegen an den Möglichkeiten einer Datenbank orientieren, aus Gründen der Individualisierung an der subjektiv wahrgenommenen Problemlösungsfähigkeit der Nachfrager. [...]
3.1.2 Unterstützung der Kundendifferenzierung mittels Database Marketing Die Verschiedenartigkeit der spezifischen Kundenanforderungen zu einer bestimmten Zeit erkennen, kommt in den Teilzielen des DBM derartig zum Ausdruck, daß man "einen Kunden zum richtigen Zeitpunkt, mit den richtigen Argumenten anzusprechen"61 will. Peppers/ Rogers unterstreichen diese Ziele mit einem beispielhaften Druckerkauf: "Je nachdem, ob das Gerät für das heimische Büro oder für kleiner Schreibarbeiten und die Kinder bestimmt ist, ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten für künftige Angebote und Käufe"62. Denn ein professionell genutzter Drucker wird mehr Bedarf an Verbrauchsmaterialien und Erweiterungen hervorrufen und früher ersetzt werden als ein rein privat genutzter. Daraus ergeben sich Möglichkeiten bei der individuellen Gestaltung des gesamten Marketing-Mix. Ob es gelingt, den richtigen Zeitpunkt, sowie die richtigen Argumente in einer konkreten Kundenanforderung zu erkennen, hängt ebenso von der Qualität der kundenindividuellen Informationen und den Analysemöglichkeiten, als auch von den "richtigen" Fragen an die Kundendatenbank ab Denn die Informationen, die in der Kundendatenbank bereitstehen [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832422479
Arbeit zitieren:
Post, Frank Oktober 1999: Voraussetzungen und Möglichkeiten eines individuellen Marketing im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
One-to-one-Marketing, Database-Marketing, Kundenbindung



