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Virtuelle Marktplätze im Internet

Erscheinungsformen und Zukunftsperspektiven

Virtuelle Marktplätze im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Fabian Weiß
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 2,9 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4343-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4343-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4343-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weiß, Fabian Februar 2001: Virtuelle Marktplätze im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: B2B, B-to-B, E-Business, E-Commerce, virtuelle Marktplätze

Diplomarbeit von Fabian Weiß

Einleitung:

Begriffe wie Globalisierung des Handels, Prozessintegration entlang der Wertschöpfungskette und Implementierung von Webtechnologie, sind nur einige der Elemente einer sich rasant ändernden Umwelt für Unternehmen. Betroffen hiervon sind Firmen jeder Größe, spielen doch in Zeiten einer weltweiten Verbreitung des Internets Faktoren wie Geschwindigkeit (time-to-market) und Servicequalität eine immer bedeutendere Rolle und ermöglichen den schnellen - und nicht zwingend nur den großen - Marktteilnehmern den Ausbau von Marktanteilen.

Wer globalem Wettbewerb und immer transparenter werdenden Preisen für Waren und Dienstleistungen ausgesetzt ist, steht fast zwangsläufig auch unter enormem Kostendruck. Nicht nur spielen Prozessoptimierung und Fokussierung auf die Kernkompetenzen eine entscheidende Rolle. Eine möglichst günstige Beschaffung aller in die Wertschöpfung einfließenden Waren und Dienstleistungen ist ebenso elementar wie der reibungslose Absatz und Vertrieb der eigenen Waren zu konkurrenzfähigen Preisen. Hier rückt zunehmend der elektronische Handel zwischen den Unternehmen in den Vordergrund.

Immer mehr Unternehmen jeder Größe und Branche entdecken folglich die Potentiale von sogenannten virtuellen Marktplätzen, die als Handelsplattformen im Internet entstehen.

Einem anderen Problem sehen sich derzeit viele junge Internet-Firmen, sogenannte Start-Ups, gegenüber. Nach der ersten Euphorie, die auch weltweit an den Aktienmärkten zu beobachten waren, folgt jetzt die Ernüchterung, wurden doch die Potentiale im Geschäft mit den Endkunden (B2C) vielfach überschätzt. Zahlreiche Anbieter von Shopsystemen im Internet suchen daher jetzt im Bereich virtueller B2B-Marktplätze eine neue Chance.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziele und Aufbau der Arbeit 1
1.3 Abgrenzung des Themengebietes 2
1.4 Grundbegriffe 3
1.4.1 Electronic Business 3
1.4.2 Electronic Commerce 3
1.4.3 Electronic Marketplaces 4
1.4.4 Internet Business-to-Business (B2B) 5
2. Erscheinungsformen virtueller B2B-Marktplätze im Internet 6
2.1 Der virtuelle Marktplatz im Internet 6
2.2 Historie elektronischer Marktplätze 7
2.3 Technischer Entwicklungsstand 10
2.4 Aktuelle Modelle virtueller Marktplätze im Internet 17
2.5 Entwickler, Betreiber und Initiatoren von E-Marktplätzen 22
2.6 Branchendurchdringung in Deutschland 26
2.7 Banken und virtuelle Märkte im Internet 27
3. Zukunftsperspektiven 34
3.1 Wachstum und Entwicklung von E-Commerce 34
3.2 Weiterentwicklung der virtuellen Marktplätze 37
3.2.1 Business-Umfeld und Trends 37
3.2.2 Entwicklung des Gesamtmarktes für virtuelle Marktplätze 40
3.2.3 Kritische Erfolgsfaktoren 43
3.2.4 Technologische Neuerungen 50
3.2.5 Organisatorische und strukturelle Veränderungen 56
3.3 Geschäftsmodelle für Banken auf virtuellen Märkten 62
3.3.1 Banken als Betreiber 62
3.3.2 Banken als Anbieter oder Nachfrager 63
3.3.3 Banken als Partner 64
4. Fazit 68
5. Anhang 70

Automatisiert erstellter Textauszug:

zu beobachten war, reduzierte sich die Marktkapitalisierung von manchen Unternehmen so drastisch, dass sie zu günstigen Übernahmekandidaten wurden. Das Business-Umfeld ist daher auch für Marktplatz-Betreiber nicht einfacher geworden, eine einsetzende Konsolidierung zeichnet sich bereits ab: „Die neue Welle wird getrieben vom Kapitalmarkt. ‚Das wird ein Megatrend‘, sagt Ekkehard Franzke, der als Vice President bei der Unternehmensberatung Bainlab in München zuständig für das Risikokapitalgeschäft ist, ‚Die Geldgeber fördern nur noch die klaren Marktführer‘.“121 Hauptsächlich die folgenden Faktoren werden Marktplatzbetreiber dabei stark beeinflussen: • Wettbewerb: Es gibt immer mehr Marktplätze in allen Industrien, vor allem StartUps bekommen ernsthafte Konkurrenz von Grossunternehmen, die ins Internet drängen, beispielsweise die Automobilhersteller DaimlerChrysler, Ford und General Motors mit dem Marktplatz Covisint. Technologie: Die Tiefe der Integration von Informationssystemen variiert stark von Unternehmen zu Unternehmen, was die Einbindung von virtuellen Marktplätzen im Internet schwierig macht. Kultur: Gerade im Mittelstand sind die neuen Technologien, insbesondere das Internet noch nicht so akzeptiert wie bei großen Industrieunternehmen. Die Firmenkultur ist oft typisch für Familienunternehmen, die (noch) keinen Anlass sehen, ihre Beschaffung oder ihren Vertrieb auf Web-Technologien umzustellen.122 [...]

Trotz aller Wachstumsprognosen hatte das Jahr 2000 keinen oder nur geringen Einfluss auf die Umsätze vieler der weltweit führenden Unternehmen. Das zumindest geht aus einer weltweiten Befragung von PriceWaterhouse Coopers unter 871 Firmen hervor. Demzufolge steckt E-Commerce gewissermaßen noch in den Kinderschuhen.118 Das mag auch darauf zurückzuführen sein, dass der Handel zwischen Unternehmen sich in vielerlei Hinsicht vom Handel mit dem Konsumenten unterscheidet, so z.B. hinsichtlich der Struktur der Kunden und Transaktionen. Einerseits sind Firmenkunden anspruchsvoller und verzeihen weniger Fehler, andererseits sind B2B-Beziehungen beständiger und regelmäßiger als im B2C, bei guten Erfahrungen ist die Loyalität deutlich größer als in B2C-Beziehungen, da die Zuverlässigkeit des Geschäftspartners eine höhere Priorität genießt.119 Während B2C E-Commerce hauptsächlich zum Zweck des elektronischen Einkaufs für den Endkunden betrieben wurde, aus Gründen der Einfachheit und des Komforts, sind die treibenden Faktoren für B2B E-Commerce Kosteneinsparungen, Verkürzung der Wertschöpfungskette bzw. Beschleunigung des Wertschöpfungsprozesses und Effizienzsteigerungen. Gerade diese Faktoren sind für Unternehmen immer aktuell, ganz gleich, wie sich das Umfeld um sie herum verändert.120 Als in der zweiten Hälfte des Jahres 2000 ein deutlicher Abschwung am Neuen Markt [...]

Produktivität um 9% erhöhen. Eine Studie von Goldman Sachs kommt zu dem Ergebnis, dass die Prozesskosten z.B. in der Elektronik- oder Transportindustrie um mehr als 20% sinken könnten. Die Gesamtkosten könnten um 12,5% abnehmen.112 Spezielle Entwicklungen, die das Wachstum von E-Commerce positiv beeinflussen werden, sind beispielsweise: One-to-One-Marketing (O2OM) umfasst alle vier klassischen P’s (Product, Price, Placement, Promotion) und bedeutet, dass das Angebot individualisiert auf einen Kunden zugeschnitten wird. Dass One-to-One-Marketing keineswegs neu ist zeigt der Vergleich zwischen ‚TanteEmma-Laden’ und Supermarkt: War der Kunde im Laden um die Ecke persönlich bekannt und bekam vom Verkäufer individuelle Tipps oder Angebote, so sieht sich er sich heute im Supermarkt ohne Beratung einem großen Produktangebot gegenüber. In diesem Sinne lässt sich das One-to-One-Marketing gewissermaßen als ein ‚back to the roots‘ im Internet betrachten. Auch im B2C-Bereich ist O2OM längst nichts neues mehr, im Gegenteil, viele Online Shops wie beispielsweise Amazon.de verdanken ihren Erfolg personalisierten Seiten, wo der Besucher mit Namen begrüßt wird und z.B. auf ihn zugeschnittene Buchvorschläge bekommt. Hat der Benutzer seine Stammdaten einmal erfasst, kann er sich mühelos bis zur virtuellen Kasse durchklicken (‚One Klick!-Purchase’).113 Im B2B-Bereich dagegen ist die Entwicklung hin zum O2OM relativ neu. Gerade für Mittelständler stellt es jedoch eine interessante Option dar; die Deloitte Consulting GmbH in Frankfurt am Main geht sogar davon aus, dass kleinere Unternehmen nur durch den schnellen Einsatz von O2OM überhaupt eine Chance gegen die Grossen im Markt haben.114 Beim Supply Chain Management (SCM) handelt es sich um eine Software-Lösung, welche ERP-Software sowohl beim Lieferanten als auch beim Abnehmer integriert und somit die Beschaffung mit allen nachgelagerten Bearbeitungsschritten automatisiert ermöglicht. Bei konsequenter Anwendung sind deutliche Kosten- und Zeitersparnisse in bilateralen Geschäftsbeziehungen möglich. Als Beispiel sei hier die Elektro-Mechanik GmbH (EMG) genannt, die als mittelständisches Unternehmen eine SCM-Software implementiert hat: „Unsere Lieferzeiten haben sich um rund 70% verkürzt“, sagt Prokurist Jürgen Koch115 Lieferanten erhalten über ein Extranet Zugang zu allen für deren Produktionsplanung notwendigen Daten, die für eine termingerechte Belieferung der [...]

Arbeit zitieren:
Weiß, Fabian Februar 2001: Virtuelle Marktplätze im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
B2B, B-to-B, E-Business, E-Commerce, virtuelle Marktplätze

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