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Virtualisierung von Organisationen

Strategische Relevanz des Einsatzes von Intranet/Extranet

Virtualisierung von Organisationen
Über dieses Buch
  • Art: Dissertation / Doktorarbeit
  • Autor: Gunther Wagner
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 371 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4077-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4077-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4077-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wagner, Gunther September 1998: Virtualisierung von Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: strategische Flexibilität, Kernkompetenz, Internet, Selbstorganisation, Kommunikation

Dissertation / Doktorarbeit von Gunther Wagner

Einleitung:

„In the last few years, we have seen a revolution in the worldwide political landscape, the rise of intense international competition, faster product development cycles, and explosive growth in the service sector. As we edge toward the next century, all signs indicate that both the complexity and the pace of change in the global economy will increase“ Das Problem, das Unternehmen im Kontext derzeitiger exogen und endogen induzierter Veränderungen charakterisiert, liegt nicht allein in der Konsequenz einer laufenden Anpassung der Organisation an sich kontinuierlich ändernde Rahmenbedingungen begründet. Vielmehr verdeutlicht die ansteigende Komplexität und Dynamik der Umweltfaktoren die strategische Notwendigkeit der Schaffung flexibler Organisationen in Richtung einer proaktiven Bewältigung des permanenten Wandels zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Dieser Umstand führt zunehmend zu einer Aufweichung der Unternehmensstrukturen nach innen durch die Favorisierung von team- und projektbasierten Modellen und der Unternehmensgrenzen nach außen durch das Eingehen von Kooperationsverhältnissen und die Öffnung gegenüber Kunden und Bezugsgruppen. Durch die Emergenz intra- und interorganisatorischer Netzwerke hat die „Visible hand“ im Sinne CHANDLERS (1978) immer mehr an Bedeutung verloren und zum Entstehen einer Vielzahl neuer Organisationskonzepte beigetragen.

Diese Konzepte zeichnen sich durch ihren Bezug zur Praxis und die Eigenschaft aus, bei Bewältigung der Umweltkomplexität und -dynamik verstärkt auf organisatorische Gestaltungsprinzipien zurückzugreifen. Die im strategischen Management im Rahmen der Strategieformulierung und -implementierung häufig angewandte Differenzierung zwischen Strategie und Organisation wird dabei nicht vorgenommen. Vielmehr gereicht die Organisation selbst als Wettbewerbsfaktor und bildet durch ihre Ausstattung mit Ressourcen den Ausgangspunkt für die Begründung strategischer Potentiale.

In diesem Zusammenhang erweisen sich „neue“, z. B. auf Internet-Standards basierende Informations- und Kommunikationstechnologien als symbiotische Partner des Organisationsdesigns. Sie ermöglichen neue Optionen der strukturellen und prozessualen Gestaltung von Organisationen und erfahren somit als Enabler der Reorganisation strategische Relevanz. Diese Veränderungen begründen ein neues Grenz- und Selbstverständnis der Unternehmen, das sich beispielsweise auf die Funktion des Managements und die Anforderungen an die Organisationsmitglieder auswirkt:

„Dies [die Bewältigung des sich beschleunigenden Wandels, Anm. d. Verf.] [...] verlangt im Denken und Handeln der Mitarbeiter eine 'neue, grenzüberschreitende Offenheit', die durch ein konsequent auf die Entwicklung von Erfolgspotentialen ausgerichtetes strategisches Management, die flexible und vernetzte Gestaltung struktureller Rahmenbedingungen und eine unternehmenskulturell auf organisationales Lernen ausgerichtete Arbeitswelt getragen wird“ Die angeführten Entwicklungstendenzen geben den Impuls für das zu behandelnde Konzept der Virtualisierung. Virtualisierung bezeichnet dabei grundsätzlich die Modifikation organisatorischer Strukturen und Prozesse unter dem Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien. Durch das Konzept soll der strategische Nutzen dieser Technologien aufgezeigt werden, indem deren Funktion bei einer strategisch intendierten Organisationsgestaltung herausgearbeitet wird.

Das Konzept der Virtualisierung ist als Organisations prinzip zu verstehen, das die Potentiale der Informations- und Kommunikationstechnologien in Beziehung zu dem strategischen Management setzt. Die Virtualisierung gestaltet sich als Prozeß, dessen Ergebnis das virtuelle System als idealtypische Konkretisierungsform darstellt.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis XIX
Abkürzungsverzeichnis XXIII
Teil I: Einleitung und Hinführung zum Forschungsinteresse
1. Einleitung 1
2. Problemstellung und Zielsetzung 3
2.1 Identifizierung exogener und endogener Treiber der Virtualisierung 3
2.1.1 Bestimmung der relevanten Emergenzfaktoren 3
2.1.2 Wettbewerbskomponente 5
2.1.3 Stakeholderkomponente 8
2.2 Identifizierung des Virtualisierungszieles 11
2.3 Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und Evaluation der Theorieansätze 13
2.3.1 Behandlung der organisatorischen Konsequenzen der Virtualisierung 13
2.3.2 Konzeptionelle Geschlossenheit des Virtualisierungsansatzes 14
2.3.3 Identifizierung der Relevanz und Einordnung der Informations-und Kommunikationstechnologie 16
2.4 Darstellung des Betrachtungsfokus der Arbeit 17
2.4.1 Aufzeigen des Forschungsinteresses 17
2.4.2 Abgrenzung der Untersuchung 19
3. Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise 21
Teil II: Begründung der strategischen Relevanz der Virtualisierung
1. Strategisches Management als Bezugsrahmen für das Konzept der Virtualisierung 25
1.1 Der Ansatz des strategischen Managements 26
1.1.1 Darstellung eines Grundmodells des strategischen Managements 26
1.1.2 Erläuterung der Bestandteile des strategischen Managements 28
1.1.2.1 Unternehmensvision 28
1.1.2.2 Unternehmensstrategie 29
1.1.2.3 Unternehmensstruktur 31
1.1.2.4 Unternehmenskultur 33
1.2 Einordnung des Virtualisierungskonzeptes in den Ansatz des strategischen Managements 35
1.2.1 Begriffsbestimmung der strategischen Flexibilität 35
1.2.2 Konzipierung des „Fits“ der Virtualisierung aus Sicht des strategischen Managements 39
1.2.3 Selektion strategischer Theorien 42
2. Die Sichtweise der „Industrial Organization“-Forschung 43
2.1 Grundlegende Annahmen und Entwicklung des Industrial Organization-Ansatzes 44
2.2 Das wettbewerbsstrategische Instrumentarium nach PORTER 45
2.2.1 Wertkette und Wertsystem 45
2.2.2 Branchenstrukturanalyse 47
2.3 Bedeutung für das Konzept der Virtualisierung 49
3. Der „Resource-based View“ 53
3.1 Einordnung und Grundannahmen des ressourcenorientierten Ansatzes 54
3.2 Mikrotheoretische Fundierung 56
3.3 Einteilung strategischer Ressourcen 59
3.3.1 Entwicklung einer Klassifikation strategischer Ressourcen 59
3.3.2 Beschreibung der strategischen Ressourcen 60
3.3.2.1 Tangible Ressourcen 60
3.3.2.2 Intangible Ressourcen 61
3.4 Eigenschaften strategischer Ressourcen 63
3.4.1 Identifizierung der Eigenschaften 63
3.4.2 Beschreibung der Eigenschaften 64
3.4.2.1 Werthaltigkeit 64
3.4.2.2 Knappheit 64
3.4.2.3 Nicht-Substituierbarkeit 65
3.4.2.4 Nicht-Imitierbarkeit 65
3.5 Bedeutung für das Konzept der Virtualisierung 69
4. Der Kernkompetenzenansatz 73
4.1 Einordnung und Grundannahmen des Kernkompetenzenansatzes 73
4.2 Systematisierung des Begriffs der Kernkompetenzen 74
4.2.1 Fähigkeiten 75
4.2.2 Organisatorische Routinen 75
4.2.3 Kompetenzen 76
4.2.4 Kernkompetenzen 77
4.3 Bedeutung für das Konzept der Virtualisierung 82
Teil III: Darstellung organisatorischer Implikationen der Virtualisierung
1. Konsequenzen des Kernkompetenzenfokus für die Gestaltung virtueller Systeme 87
1.1 Modellierung des virtuellen Systems und seiner Subsysteme 87
1.2 Umsetzung des Kernkompetenzenfokus 92
1.2.1 Identifizierung und Zusammenstellung der Kernkompetenzen 92
1.2.2 Fokussierung auf interne Kernkompetenzen 95
1.2.2.1 Entwicklung und Einsatz von Kernkompetenzen 95
1.2.2.2 Outsourcing von Nicht-Kernbereichen 100
1.2.2.3 Bedeutung der Kundenintegration 103
1.2.3 Einbeziehung externer Kernkompetenzen 106
1.2.3.1 Kernkompetenzenerwerb durch Kooperation 106
1.2.3.2 Kernkompetenzenerwerb durch Akquisition 110
2. Konzipierung organisatorischer Konsequenzen des Kernkompetenzenfokus: Koordination virtueller Systeme 111
2.1 Konzentration auf Kernkompetenzen als Koordination wissensbasierter Austauschbeziehungen 112
2.2 Kennzeichen der Austauschbeziehungen virtueller Systeme 119
2.2.1 Identifizierung der Kennzeichen 119
2.2.2 Beschreibung der Kennzeichen 120
2.2.2.1 Komplexität 120
2.2.2.2 Dynamik 122
2.2.2.3 Spezifität 124
2.3 Kommunikation als bindendes Element der Koordination 126
3. Implikationen für die Gestaltung der Organisationsstruktur und kultur: Management virtueller Systeme 129
3.1 Selektion von Theorien zur Darstellung der Koordinationsproblematik 130
3.2 Der Transaktionskostenansatz als Modell der neuen Institutionenökonomie 133
3.2.1 Einordnung und Grundaussagen des Transaktionskostenansatzes 133
3.2.2 Bedeutung für die Koordination virtueller Systeme 136
3.3 Der Selbstorganisationsansatz als Modell der neueren Systemtheorie 139
3.3.1 Einordnung und Grundaussagen des Selbstorganisationsansatzes 139
3.3.2 Bedeutung für die Koordination virtueller Systeme 142
3.4 Gestaltungsansätze für die Struktur und Kultur virtueller Systeme 146
3.4.1 Darstellung des Koordinationsprinzips 146
3.4.2 Management virtueller Systeme als Synthese von Fremd- und Selbstorganisation 148
4. Anforderungen an den Enabler der Virtualisierung 156
4.1 Herleitung des Anforderungsprofils des Enablers 157
4.2 Darstellung der Funktionskomponenten des Enablers 162
4.2.1 Informationsfunktion 162
4.2.2 Interaktionsfunktion 166
4.2.3 Integrationsfunktion 169
4.3 Aufzeigen der Beziehungen zwischen den Funktionskomponenten 173
5. Das Konzept der Virtualisierung: Symbiose von strategischem Management und Technologie 178
5.1 Ganzheitliche Darstellung des Konzeptes der Virtualisierung 179
5.2 Definitorische Fundierung des Konzeptes der Virtualisierung 182
5.2.1 Begriffslogische Begründung der Virtualisierung 182
5.2.2 Systematisierung des Begriffsverständnisses virtueller Systeme in der Literatur 185
5.2.3 Entwicklung einer Arbeitsdefinition für das Konzept der Virtualisierung 190
5.2.4 Validation der Arbeitsdefinition der Virtualisierung 192
5.3 Beschreibung der Erfolgsfaktoren der Virtualisierung 197
Teil IV: Empirische Validation der Virtualisierung
1. Bestimmung von Intranet/Extranet als Enabler der Virtualisierung 201
1.1 Das Internet als technologische Basis von Intranet/Extranet 201
1.2 Einordnung und Grundlagen von Intranet/Extranet 204
1.3 Fit von Intranet/Extranet mit dem technologischen Anforderungsprofil des Enablers 206
2. Empirische Überprüfung des Virtualisierungskonzeptes am Beispiel des Unternehmens Silicon Graphics 213
2.1 Wahl der Methodik und Vorstellung des Forschungsdesigns 214
2.2 Darstellung des Ausgangskontextes der empirischen Untersuchung: Das Unternehmen Silicon Graphics 218
2.2.1 Das Unternehmensprofil von Silicon Graphics 218
2.2.2 Beschreibung der Evolution und des Status quo des Intranets/Extranets von Silicon Graphics 220
2.3 Bestimmung der Hypothesen des Virtualisierungskonzeptes 223
2.3.1 Anforderungen an die Generierung und Überprüfung von Hypothesen 223
2.3.2 Spezifizierung der Hypothesen 225
2.4 Durchführung der empirischen Datenerhebung 229
2.4.1 Konzeptionelle Gestaltung des Fragebogens und Zuordnung der Hypothesen 229
2.4.2 Procedere und Realisation der Datenerhebung 234
2.5 Auswertung des Datenmaterials und Interpretation der Untersuchungsergebnisse 235
2.5.1 Allgemeine Ergebnisse 235
2.5.2 Informationsfunktion 239
2.5.3 Interaktionsfunktion 246
2.5.4 Integrationsfunktion 254
2.5.5 Beziehungen zwischen den Funktionskomponenten 265
2.6 Beurteilung der Forschungsergebnisse der empirischen Analyse 269
Teil V: Schlußbetrachtung und Ausblick
1. Zusammenfassung der Forschungsergebnisse 273
2. Erkenntnisse für die Wissenschaft und Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf 274
Anhang 277
Literaturverzeichnis 287

Automatisiert erstellter Textauszug:

stellt – im Vordergrund der Betrachtungen, sondern vielmehr die im Hinblick auf die Umsetzung der strategischen Flexibilität erforderliche Rekonfiguration der Organisation. Insofern kann auch nicht von einem Übergang des im Forschungsansatz nach LENDZIAN-COANE ET AL. dargestellten materiellen zu einem "künstlichen" Unternehmen gesprochen werden, da auf das intangible Virtualitätsverständnis abgestellt wird und die Modifikation der Organisation als Veränderung der Komponenten Struktur und Kultur zu begreifen ist. Die Verfechter "künstlicher" virtueller Unternehmen schließen zwar die instrumentelle Sichtweise in ihre Betrachtungen mit ein, können aber aufgrund der von der institutionellen Organisationsperspektive getrennten Sichtweise nur einen isolierten Teilbereich der Virtualisierung erfassen und damit den Gesamtkontext der organisatorischen Umsetzung der strategischen Flexibilität nicht vollständig abbilden.313 So wird die Frage der Koordination bzw. Führung des virtuellen Unternehmens auf der instrumentellen Ebene durch die separierte Betrachtungsweise größtenteils vernachlässigt und stellt sich lediglich partiell auf der institutionellen Ebene. Die Auswirkungen der durch die zwischenbetriebliche Kombination von Kernkompetenzen intendierten interorganisatorischen Grenzauflösung auf die Koordinationsaufgabe eines Unternehmens werden durch die weitestgehende Negierung eines Fokalunternehmens nicht erfaßt. Insofern finden auch die zur Bewältigung des Koordinationsaufwandes erforderlichen organisatorischen Konsequenzen in Form eines modifizierten Rollenverständnisses von Management und Mitarbeitern kaum Berücksichtigung. Auf die im Zusammenhang mit der Virtualisierung für notwendig befundene Bewahrung der organisatorischen Integrität wird im zweiten Forschungsansatz praktisch nicht eingegangen, wobei aber auch für OLBRICH "nicht ganz klar" ist, "[w]ie das so beschriebene 'Virtuelle Unternehmen' [als unternehmensinterne Organisation, Anm. d. Verf.] letztlich aussehen wird, [...] [d]a durch sich ständig wandelnde Aufgaben und Teamkompositionen das Unternehmen nach außen hin in gewissem Maße seine Erkennungsmerkmale [...] verliert"314 (OLBRICH 1994, S. 33). In den beiden ersten Ansätzen findet das Virtualitätsverständnis primär auf die Betrachtung der räumlichen und zeitlichen Entkoppelung der arbeitsteiligen Prozesse durch den Enabler Verwendung. Dafür werden die aus der Umsetzung der strategischen Flexibilität resultierenden organisatorischen Konsequenzen tendenziell eher vernachlässigt. [...]

Die gewählte Arbeitsdefinition des Konzeptes der Virtualisierung und das daraus abgeleitete virtuelle System spiegelt das in der Arbeit dargestellte symbiotische Verhältnis von strategischem Management und Technologie wider und bedarf der Integration in die diesbezügliche Wissenschaft. Dazu wird auf die unter III/5.2.2 vorgestellten Forschungsansätze zurückgegriffen und anhand deren jeweiligen Forschungsinhalten aufgezeigt, worin die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischem dem hier propagierten Konzept und diesen Ansätzen liegen. Virtualisierung wird als Organisationsprinzip verstanden, das auf das Zusammenwirken organisatorischer und technologischer Gestaltungsprinzipien abzielt. Die Virtualisierung tangiert durch die im Rahmen der Kernkompetenzenfokussierung erforderliche Auflösung interorganisatorischer Grenzen und der durch die organisatorische Umsetzung intendierten intraorganisatorischen Enthierarchisierung sowohl die institutionelle als auch instrumentelle Organisationsperspektive. Da eine Verbindung der beiden Sichtweisen angestrebt wird, korrespondiert das vom Autor unterstellte Organisationsverständnis mit der Sichtweise des dritten Forschungsansatzes nach HOPLAND ET AL. Das virtuelle System als Konkretisierungsform der Virtualisierung deckt sich weitgehend mit dem in allen Ansätzen unterstellten virtuellen Unternehmen als dynamischem Netzwerk, weist aber in seiner Ausgestaltung einige Unterschiede auf. So erhebt das virtuelle System – i m [...]

Das folgende Kapitel hat die modellhafte Zusammenführung des konzeptionellen Bezugsrahmens des strategischen Managements und der Informations- und Kommunikationstechnologien zum Konzept der Virtualisierung zur Aufgabe. Außerdem sollen durch die theoretische Fundierung des Virtualisierungskonzeptes und die Darstellung der Erfolgsfaktoren der Virtualisierung die theoretischen Ausführungen des Teil III abgeschlossen werden. Den ersten Punkt bildet die ganzheitliche Betrachtung des Virtualisierungskonzeptes, wobei die Funktion bzw. Bedeutung der Komponenten Strategie, Struktur, Kultur und Vision mit Verweis auf deren chronologische Behandlung in der Arbeit zusammenfassend dargestellt und mit den Funktionskomponenten des Enablers verknüpft werden (III/5.1). Der zweite Punkt behandelt die definitorische Fundierung des Konzeptes der Virtualisierung (III/5.2). Dazu werden zunächst durch die Darstellung der begriffslogischen Begründung der Virtualisierung die konstitutiven Merkmale der Virtualität erfaßt und in einem Prozeßschema idealtypisch abgebildet (III/5.2.1). Dem folgt die Systematisierung des herrschenden Begriffsverständnisses virtueller Systeme in der Literatur, das an drei Forschungsansätzen herausgestellt wird (III/5.2.2). Dann wird eine Arbeitsdefinition für das Konzept der Virtualisierung entwickelt (III/5.2.3), die anschließend unter Bezugnahme auf die in III/5.2.2 vorgestellte Literaturmeinung durch die Erarbeitung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede validiert wird (III/5.2.4). Den Abschluß der theoretischen Betrachtungen zum Virtualisierungskonzept bildet die Beschreibung der Erfolgsfaktoren der Virtualisierung, die sich aus dem Zusammenspiel personeller und technologischer Voraussetzungen ergeben (III/5.3). [...]

Arbeit zitieren:
Wagner, Gunther September 1998: Virtualisierung von Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
strategische Flexibilität, Kernkompetenz, Internet, Selbstorganisation, Kommunikation

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