Verwertung von Reststoffen der Meierhof-Privatbrauerei zum Aufbau eines integrierten Biosystems
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Evelyn Echeverria
- Abgabedatum: Februar 2009
- Umfang: 158 Seiten
- Dateigröße: 4,2 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
- Bibliografie: ca. 62
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4843-1
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Echeverria, Evelyn Februar 2009: Verwertung von Reststoffen der Meierhof-Privatbrauerei zum Aufbau eines integrierten Biosystems, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Klimaschutz, Null Emissionen, Wiederverwertung, Wirtschaftlichkeit, Bildung
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Diplomarbeit von Evelyn Echeverria
Einleitung:
Aufgabenstellung dieser Diplomarbeit war es zu untersuchen, wie ein integriertes Biosystem (IBS) an der Meierhof Privatbrauerei aufgebaut werden kann indem eine Verwertung der in der Brauerei anfallenden Reststoffe erfolgt. Hierzu wurde zunächst eine Recherche von weltweiten Beispielen in dem Bereich der biologischen Reststoffverwertung speziell in Brauereien durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Suche führten zu der Formulierung von drei Thesen. Auffällig war, dass es derzeit weltweit keine Brauerei gibt, welche nach dem ZERI-Ansatz arbeitet, obwohl einige Projekte umgesetzt wurden. In enger Zusammenarbeit mit Fachleuten wurden Treberversuche zum Pilzanbau und zur Wurmzucht durchgeführt um verwertbare Ergebnisse darüber zu erhalten, ob eine Verwertung der Treberreste reine biologische möglich ist.
Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass es von der biologischen Seite her möglich ist, ein integriertes Biosystem aufzubauen. Es wurde geprüft, ob die Umsetzung eines IBS in der Privatbrauerei Meierhof wirtschaftlich interessant realisiert werden kann, welches Investment und welches Wissen dafür benötigt wird. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Pilzanbaus zeigt, dass sich trotz eines relativ hohen Anfangsinvestments, alleine die Erweiterung der Wertschöpfungskette um diesen Bereich als sehr positiv darstellt.
Eine kritische Darstellung der Auswertung der Ergebnisse dieser Arbeit mündet nicht in einer Kritik der ZERI Methodologie. Sie bestätigt vielmehr die Forderung von Gunter Pauli, dass diese linealen Denkstrukturen zu überwinden sind.
Bei der Erstellung dieser Diplomarbeit wurden die Vorteile eines solchen IBS deutlich. Die im Rahmen der Arbeit generierten Ergebnisse zeigen aber auch klar auf, dass ein begründeter Forschungsbedarf besteht, da für eine auch wirtschaftlich interessante Lösung unter Einbezug aller (theoretischer) Möglichkeiten und der gleichzeitig notwendigen Verankerung des Wissens in der Region noch mehr Detailforschung betrieben werden muss. Bildung und biologisches Wissen sollen dabei miteinander kombiniert und lokal verortet werden. Dies sorgt dafür, dass das neue, systemisch-biologische Wissen in der Region verankert wird und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden kann. Bei einem solchen Forschungsprojekt wäre die aktive Einbindung der bereits in diesem Projekt beteiligten Partner sinnvoll, da bereits erste Versuche erfolgreich durchgeführt wurden, die Akteure sich untereinander kennen und gut zusammengearbeitet haben. Zudem stehen alle Akteure der IBS-Idee sehr aufgeschlossen gegenüber und sind an einer Fortführung des Projektes interessiert. Auch nach Abschluss der Diplomarbeit haben die an diesem Projekt beteiligten Personen schon ihr Interesse an einen weiteren Zusammenarbeit und Forschung bekundet.
Der Leser soll in die Lage versetzt werden, anhand der vorliegenden Arbeit eine eigene Meinung zum Zero-Emissions-Konzept entwickeln zu können.
Inhaltsverzeichnis:
| Zusammenfassung, Abstract, Resúmen | ii | |
| Widmung und Danksagung | vii | |
| Inhaltsverzeichnis | viii | |
| Abbildungsverzeichnis | xi | |
| Tabellenverzeichnis | xiv | |
| Abkürzungsverzeichnis | xvi | |
| Vorwort | xvii | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | ZERI und das Zero-Emissions-Konzept | 1 |
| 1.2 | Die ZERI-Methodologie | 3 |
| 1.2.1 | Beschreibung der Methodologie | 4 |
| 1.2.1.1 | Input-/Output-Tabellen | 4 |
| 1.2.1.2 | Output-/Input-Tabellen | 5 |
| 1.2.1.3 | Anordnung in Industrieclustern | 7 |
| 1.2.1.4 | Identifikation von innovativen Technologien | 8 |
| 1.2.1.5 | Entwurf einer Industriepolitik | 9 |
| 1.3 | Ziel der vorliegenden Arbeit | 10 |
| 2. | Integrierte Biosysteme (IBS) | 12 |
| 2.1 | ZERI und die IBS | 15 |
| 2.2 | Applikationen der IBS mit wissenschaftlichem Hintergrund | 16 |
| 2.2.1 | Weltweite Applikationen der Umsetzung von IBS in Brauereien | 19 |
| 2.2.2 | Hypothesen für mögliche oder teilweise Misserfolge | 39 |
| 3. | Die Meierhof-Privatbrauerei in Richtung „Zero-Emissions“ | 40 |
| 3.1 | Beschreibung der Tätigkeiten der Brauerei | 42 |
| 3.2 | Verfahrensschema der Bierherstellung | 43 |
| 3.3 | Stoffstromanalyse | 46 |
| 3.3.1 | Input-/Output-Analysen | 46 |
| 3.3.2 | Output-/Input-Analysen | 47 |
| 3.4 | Analyse der Stoffströme der Meierhof-Privatbrauerei | 48 |
| 3.4.1 | Inputs der Meierhof-Privatbrauerei | 50 |
| 3.4.1.1 | Rohstoffe | 50 |
| 3.4.1.2 | Hilfsstoffe | 51 |
| 3.4.1.3 | Betriebsstoffe | 52 |
| 3.4.1.4 | Energie | 52 |
| 3.4.1.5 | Wasser | 53 |
| 3.4.2 | Outputs der Meierhof-Privatbrauerei | 54 |
| 3.4.2.1 | Produkte | 55 |
| 3.4.2.2 | Abfüllgebinde | 56 |
| 3.4.2.3 | Energie | .57 |
| 3.4.2.4 | Abfälle | .57 |
| 3.4.2.5 | Abwasser | 58 |
| 3.4.2.6 | Emissionen | 59 |
| 4. | Biologische Grundlagen | 60 |
| 4.1 | Zur Biologie der Pilze (Kräuterseitling und Austernpilz) | 60 |
| 4.1.1 | Biologie des Kräuterseitlings | 60 |
| 4.1.2 | Biologie des Austernpilzes | 62 |
| 4.2 | Zur Biologie der Regenwürmer | 65 |
| 4.2.1 | Nutzen der Regenwürmerzucht | 68 |
| 5. | Materialien und Methoden | 72 |
| 5.1 | Anwendung der ZERI-Methodologie auf die Meierhof-Privatbrauerei | 72 |
| 5.1.1 | Pilzanbau auf treberhaltigen Substratmischungen | 72 |
| 5.1.2 | Beschreibung der eingesetzten Materialien und Rohstoffe | 73 |
| 5.1.3 | Sorten und Mischungsvarianten | 87 |
| 5.1.4 | Regenwürmerzucht auf Treber | 91 |
| 5.1.5 | Beschreibung des Versuches | 91 |
| 6. | Ergebnisse | 93 |
| 6.1 | Ergebnisse des Kräuterseitling-Versuches | 93 |
| 6.2 | Ergebnisse des Austernpilz-Versuches | 98 |
| 6.3 | Ergebnisse des Regenwürmerzucht-Versuches | 101 |
| 7. | Ökonomische Ansätze des biologischen und angewandten Wissens | 106 |
| 7.1 | Investitionskostentechnik | 106 |
| 7.2 | Personalkosten | 108 |
| 7.3 | Fixkosten | 108 |
| 7.4 | Variable Kosten | 109 |
| 7.5 | Zusammenfassung Wirtschaftlichkeitsbetrachtung | 109 |
| 8. | Diskussion | 119 |
| 8.1 | Gründe für eine nicht erfolgte Umsetzung | 121 |
| 8.2 | Diskussion der Thesen | 122 |
| 8.2.1 | These 1: Das Zero-Emissions-Konzept ist nicht praktikabel für Brauereien | 122 |
| 8.2.2 | These 2: Die Brauereien haben das Zero-Emissions-Konzept nicht richtig oder nur teilweise umgesetzt | 124 |
| 8.2.3 | These 3: Der Bedarf für eine Erweiterung der Wertschöpfung ist nicht stark genug ausgeprägt | 125 |
| 8.3 | Lösungsansätze und Ideen für die Umsetzung erfolgreicher IBS unter Beachtung des ZERI-Ansatzes | 126 |
| 8.4 | Lösungsansätze für eine Umsetzung in der Meierhof-Privatbrauerei | 128 |
| Literaturverzeichnis | 131 | |
| Anhang | 138 |
Textprobe:
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836648431
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Klimaschutz, Null Emissionen, Wiederverwertung, Wirtschaftlichkeit, Bildung



