Vertriebswegemanagement - Maßnahmen zur Optimierung der Kundenansprache und Steigerung der Profitabilität im Versicherungsunternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Arne Becker
- Abgabedatum: Februar 2003
- Umfang: 65 Seiten
- Dateigröße: 657,7 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7579-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7579-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7579-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Becker, Arne Februar 2003: Vertriebswegemanagement - Maßnahmen zur Optimierung der Kundenansprache und Steigerung der Profitabilität im Versicherungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Vertrieb, Versicherung, Marketing, Controlling, Verkaufsförderung
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Diplomarbeit von Arne Becker
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit ist in drei Hauptteile untergliedert.
Im ersten Teil wird auf die Optimierung der Kundenansprache durch Ausschöpfen der Möglichkeiten der Verkaufsförderung eingegangen. Dabei werden zunächst informelle Aspekte wie Definition, Ziele/ Aufgaben, rechtliche Aspekte und der Kaufentscheidungsprozess betrachtet. Dann werden die Verkaufsförderungsinstrumente für einen zunächst unselektierten Gesamtkundenbestand mit Blick auf ihre praktische Umsetzbarkeit dargestellt. Anschließend folgen externe Einflussfaktoren und die Kundenstammanalyse, um schließlich Möglichkeiten der Segmentierung und Zielgruppenbildung darzustellen. Der erste Teil endet mit der Darstellung möglicher Produktkombinationen, die optimal auf eine bestimmte Zielgruppe, d. h. einen segmentierten Bestand anzuwenden sind.
Im zweiten Teil erfolgt zuerst die Definition der Profitabilität im Kontext der Diplomarbeit. Daran anschließend sind vier verschiedene Maßnahmen dargestellt, die im Versicherungsunternehmen und in Agenturen realisiert werden können, um die Profitabilität zu steigern: Zuerst die Absatzplanung und deren Bestandteile. Das Absatzcontrolling mit entsprechenden Controllingmöglichkeiten und Analyseverfahren. Weiterhin das Kostenmanagement, in dessen Rahmen Einsparungspotentiale gezeigt werden. Schließlich das Bestandssicherungsmanagement, das sich u. a. mit den Möglichkeiten zur Stornoreduktion und dem Kundenbindungsmanagement befasst.
Im dritten, abschließenden Teil, wird resümiert, wie sich die Bestandsselektion und das Anwenden der Verkaufsförderungsmaßnahmen positiv auf die entsprechenden Zielgruppen auswirken kann. Weiterhin wird bewertet, wie wichtig Kosten- und Bestandssicherungsmanagement sind, um den Profit zu steigern. Abschließend wird in einem Fazit und Ausblick die zukünftige Relevanz der in dieser Ausarbeitung behandelten Teilaspekte des Vertriebswegemanagement im Versicherungsunternehmen betrachtet.
Die vorliegende Arbeit verfolgt mehrere Ziele:
Die Leser sollen erfahren, auf welchem Wege die Ansprache potentieller Kunden optimiert werden kann. Hierzu werden zunächst die Grundlagen über die Verkaufsförderung erläutert. Daran anschließend werden die verschiedenen Verkaufsförderungsinstrumente dargestellt, die auf einen Gesamtkundenbestand anwendbar sind. So z. B. das Durchführen einer Direct-Mailing Aktion, das Umsetzen von Public-Relations-Maßnahmen, der Einsatz eines Call-Centers, Möglichkeiten beim Event-Marketing und Customer-Relationship-Management.
Gezeigt werden soll, nach welchen Kriterien ein Kundenbestand zu segmentieren ist, welche externen Einflussfaktoren eine Rolle spielen und wie ein Kundenstamm zu analysieren ist. Weiterhin, wie sich Zielgruppen bilden lassen, denen dann optimierte, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Produktkombinationen angeboten werden können.
Bei der Erläuterung von Maßnahmen zum Steigern der Profitabilität sollen die Leser erfahren, wie Sie dazu die Möglichkeiten der Absatzplanung, des Absatzcontrolling und des Kosten- und Bestandssicherungsmanagements im Rahmen des Vertriebswegemanagements praxisnah nutzen und umsetzen können.
Den Lesern soll mit dieser Arbeit ein praktisches Werkzeug an die Hand gegeben werden. Daher steht der intensive Bezug zur Praxis im Vordergrund.
In der Diplomarbeit sind als roter Faden die theoretischen Ansätze des Vertriebswegemanagements für einen Versicherer und dessen im Außendienst tätigen Agenturen dargestellt und direkt auf praxisnahe, umsetzbare Maßnahmen bezogen, damit sich konkrete Veränderungen und Verbesserungen in den praktischen Arbeitsalltag einflechten lassen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| Einleitung | 7 | |
| 1. | Aufbau der Diplomarbeit | 7 |
| 2. | Ziel der Diplomarbeit | 8 |
| Teil I: | Verkaufsförderungsmaßnahmen zur Optimierung der Kundenansprache | 9 |
| 1 | Grundlagen der Verkaufsförderung | 9 |
| 1.1 | Definition und Abgrenzung | 9 |
| 1.2 | Aufgaben und Bedeutung | 10 |
| 1.3 | Rechtliche Aspekte | 11 |
| 1.4 | Kaufentscheidungsprozess | 12 |
| 2. | Verkaufsförderungsinstrumente für den Gesamtkundenbestand | 13 |
| 2.1 | Direct-Mailing | 13 |
| 2.2 | Public Relations | 14 |
| 2.3 | Call-Center | 15 |
| 2.4 | Event-Marketing | 16 |
| 2.5 | CRM - Customer Relationship Management | 17 |
| 3. | Bestandssegmentierung und Zielgruppenbildung | 19 |
| 3.1 | Externe Einflussfaktoren und Kundenstammanalyse | 19 |
| 3.2 | Segmentierungsmethoden und -kriterien | 20 |
| 3.3 | Möglichkeiten der Zielgruppeneinteilung | 21 |
| 4. | Zielgruppenbezogene Produktkombination | 23 |
| 4.1 | Junge Leute und Singles | 23 |
| 4.2 | Familien mit jungen Kindern | 24 |
| 4.3 | Senioren | 25 |
| Teil II : | Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität | 26 |
| 1. | Definition und Abgrenzung | 26 |
| 2. | Absatzplanung | 27 |
| 2.1 | Ziele und Aufgaben für den operativen Bereich | 27 |
| 2.2 | Situationsanalyse - Ermittlung der Aktionssparten | 28 |
| 2.3 | Umsatzplanung - Festlegen des Absatzziels | 29 |
| 2.4 | Kosten- und Budgetplanung | 30 |
| 3. | Absatzcontrolling | 31 |
| 3.1 | Definition und Abgrenzung | 31 |
| 3.2 | Ziele und Aufgaben | 31 |
| 3.3 | Strategisches Absatzcontrolling | 32 |
| 3.3.1 | Portfolio-Analyse | 32 |
| 3.3.2 | Marktpotentialanalyse | 33 |
| 3.4 | Operatives Absatzcontrolling | 34 |
| 3.4.1 | Abweichungsanalyse | 35 |
| 3.4.2 | Analyse betriebsinterner Kennzahlensysteme | 36 |
| 4. | Kostenmanagement | 37 |
| 4.1 | Grundsätze und Aufgaben | 37 |
| 4.2 | Maßnahmenbereiche | 38 |
| 4.3 | Kostensenkung durch Leistungssteigerung | 39 |
| 4.4 | Persönlicher Arbeitsstil - richtiges Zeitmanagement | 40 |
| 5. | Bestandssicherungsmanagement | 41 |
| 5.1 | Ziele und Aufgaben | 41 |
| 5.2 | Stornoreduktion und -prävention | 41 |
| 5.3 | Kostenreduktion | 43 |
| 5.4 | Kundenbindungsmaßnahmen | 44 |
| Teil III: | Abschlussbetrachtung | 45 |
| 1. | Vom Gesamtbestand zum Individuum | 45 |
| 2. | Optimale Kundenansprache als Basis dauerhafter Geschäftstätigkeit | 45 |
| 3. | Mehr Profit durch weniger Kosten und Bestandssicherung | 46 |
| 4. | Fazit und Ausblick | 47 |
| Anhang | 48 | |
| Literaturverzeichnis | 62 |
Die Zielgruppe „Senioren“ wird mit dem demographischen Merkmalen Alter2 gebildet. Für das Merkmal Alter wird ein Zeitraum ab dem 65. Lebensjahr angenommen. Aufgrund der langjährigen Lebenserfahrung ist die Risikobereitschaft bei Senioren, unabhängig vom Vorhandensein von Kindern und Enkeln, ob alleinlebend oder verheiratet, eher als gering zu bewerten. Ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und Sicherheitsbedürfnissen ist vorhanden. Die finanzielle Absicherung bzw. Grundversorgung ist i. d. R. durch laufende Rentenbezüge und ggf. zusätzlich ausgezahlte private Rentenversicherungen gegeben. Somit ergibt sich folgendes Produktbündel: Zum Sichern der Sachwerte kann ein optimaler Versicherungsschutz in den Bereichen Haftpflicht, Rechtsschutz, Hausrat und Immobilien angeboten werden. Senioren verfügen i. d. R. über mehr Freizeit als Berufstätige. Solange keine gesundheitlichen Beschwerden vorliegen ist nicht davon auszugehen, dass sie weniger unterwegs sind oder aufgrund nicht mehr vorhandener beruflichen Risiken einem geringeren Unfallrisiko ausgesetzt sind. Insofern ist auch bei Senioren das Unfallrisiko mit einem optimalen Versicherungsschutz gegen Unfälle abzudecken. [...]
Durch die Geburt von Kindern ist gerade bei jungen Familien, von einem durchschnittlich niedrigen Pro-Kopf-Einkommen auszugehen. Insbesondere dann, wenn die Frau durch die Geburt ihres Kindes aus dem Erwerbsleben austritt, so dass der Haushalt nurnoch über das Einkommen des Mannes verfügt.1 Daher kann ein optimaler Versicherungsschutz für weniger finanzstarke Familien relativ teuer sein. Sie orientieren sich eher an preiswerteren, normierten Produkten. Ist in solchen Familien der Wunsch nach Spar-/ Entspargeschäft gegeben, so legen sie Wert auf eine hohe Sicherheit und weniger auf eine hohe Rentabilität. Zu bedenken ist, dass junge Familien i. d. R. weniger Erfahrungen mit Versicherungen haben und daher besser auf einer emotionalen Kommunikationsebene anzusprechen sind, als es bei einer sachlichen Beratung der Fall ist. [...]
Die Zielgruppe „Familien mit jungen Kindern“ wird mit den drei demographischen Merkmalen Alter, Familienstand und Kinder1 gebildet. Für das Merkmal Alter wird ein Zeitraum vom 18. bis 40. Lebensjahr angenommen. Für das Merkmal Familienstand wird die Ausprägung verheiratet oder eheähnliche Gemeinschaft angenommen. Das Kriterium Kinder wird in die Ausprägungen Alter und Anzahl unterteilt. Angenommen wird ein Alter zwischen null bis sechs Jahren und eine Anzahl von einem Kind oder mehr Kindern. Der Tatbestand der Heirat bzw. des Zusammenlebens und das Vorhandensein von Kindern kompensiert oder überkompensiert ggf. eine Risikobereitschaft, da mehr Verantwortungsbewusstsein vorhanden ist. Aus diesem Grund ergibt sich ein hohes Sicherheitsbedürfnis. Der Wunsch nach finanzieller Absicherung der Familie steht im Vordergrund. Somit ist die Familie ideal für ein umfassendes Versicherungs-Produktbündel geeignet. Der Sachversicherungsbereich ist mit einer Haftpflicht-, Unfall-, Rechtsschutz-, Hausrat- und Immobilienversicherung abzudecken. Die private Altervorsorge der Eltern ist ebenfalls abzudecken. Gerade bei Familien, die ihr eigenes Haus gebaut haben, sollte die Finanzierung durch die Absicherung des Todesfallrisikos der Eltern gewährleistet sein. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832475796
Arbeit zitieren:
Becker, Arne Februar 2003: Vertriebswegemanagement - Maßnahmen zur Optimierung der Kundenansprache und Steigerung der Profitabilität im Versicherungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Vertrieb, Versicherung, Marketing, Controlling, Verkaufsförderung



