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Vertriebsprozessoptimierung und der Faktor Mensch

Vertriebsprozessoptimierung und der Faktor Mensch
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Patrick Papst
  • Abgabedatum: April 2007
  • Umfang: 258 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: FH Wien Österreich
  • Originaltitel: Vertriebsprozessoptimierung durch kriteriengesteuertes Lead- und Opportunity Management im Anlagengeschäft
  • Bibliografie: ca. 76
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0426-0
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0426-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Papst, Patrick April 2007: Vertriebsprozessoptimierung und der Faktor Mensch, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Vertriebsorganisation, Anlagengeschäft, Vertrieb, Lead Management, Opportunity Management

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Magisterarbeit von Patrick Papst

Problemstellung:

Eine im März 2005 herausgegebene Studie mit dem Titel „Erfolgsfaktoren im B2B Selling“ von Infoteam Sales Process Consulting AG in Zusammenarbeit mit F.A.Z. – Institut für Management-, Markt- und Medieninformation GmbH zeigt hinsichtlich der Selektionsnotwendigkeiten bei Anfragen in 120 Vertriebsorganisationen, die zur Struktur und zu den Erfolgsfaktoren ihres Verkaufsprozesses befragt wurden folgendes Ergebnis: Von den 120 befragten Unternehmen geben 88% an, über einen No-Go Entscheidungsprozess im Anfragenmanagement zu verfügen. Bei der Frage nach der konsequenten Anwendung dieses Selektionsinstruments zeigt sich jedoch sehr deutlich, dass dieser, in neun von zehn Firmen vorhandene No-Go Entscheidungsprozess, nur in 28% der Fällen auch konsequent befolgt wird. Daraus resultiert, dass letztendlich zu viele oder die falschen Kundenanfragen bearbeitet werden.

Im Anlagengeschäft kommt, speziell im Unterschied zum herkömmlichen Produktgeschäft dazu, dass die eigentliche Vermarktung schon vor dem Fertigungsprozess stattfindet. Meist tritt der Anbieter dabei stark in Vorleistung, da es nicht ausreicht einen Produktkatalog mit einem Standardschreiben zu verschicken. Die klassische Preis-Absatz-Funktion kommt im typischen Anlagengeschäft auch nicht zur Anwendung. Dort gibt es eine rein binäre Entscheidung: „gewonnen“ oder „verloren“. Diese resultiert darin, dass das Unternehmen entweder 100% des Projektwertes als Auftragseingang verbuchen kann oder eben 0%. Diese Tatsache verstärkt die Notwendigkeit eines selektiven Bearbeitens der sich bietenden potentiellen Aufträge.

Um jeden potentiellen Kundenauftrag mit einem angemessenen Aufwand zu verfolgen und sich beim Wettstreit mit den Mitbewerbern weder über Gebühr zu verausgaben, noch sich einen profitablen oder strategischen Auftrag leichtfertig entgehen zu lassen, bedarf es daher eines klaren Vertriebsprozesses mit genau definierten Selektionskriterien.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit gliedert sich mit dem theoretischen und dem empirischen Teil in zwei Hauptbereiche.

Die Arbeit umfasst sieben Kapitel. Nach der Einleitung folgt im zweiten Kapitel eine Begriffsdefinition und Eingrenzung des technischen Vertriebs von Anlagen. Diese Eingrenzung wird auf Basis des von Backhaus definierten Geschäftstypenansatzes unter Berücksichtigung der Vermarktungsbesonderheiten der Fallstudie vorgenommen. Diese Abgrenzung bildet den zentralen Schwerpunkt für die weiteren Teile dieser Arbeit.

Das dritte Kapitel der Arbeit widmet sich der Prozessorientierung im Vertrieb. Dabei gibt der Autor eine Einführung in die Prozessorientierung des Anlagengeschäftes. Nach dem Verweis auf die besondere Bedeutung des Buying Centers im technischen Vertrieb werden in einer kritischen Würdigung durch den Autor, in der Fachliteratur bekannte Verkaufsprozessmodelle, vor dem Hintergrund deren Selektions-notwendigkeit analysiert.

Ein mögliches Instrument zur Optimierung von Vertriebsprozessen wird im vierten Kapitel dieser Arbeit behandelt. Nach dem Aufzeigen des Produktivitäts-steigerungspotentials im Vertriebsprozess wird das Instrument Lead- und Opportunity Management vorgestellt. In diesem Rahmen werden dessen Ziele bzw. Voraussetzungen für eine Anwendung im Anlagengeschäft näher aufgezeigt.

Im fünften Kapitel der Arbeit geht der Autor auf verschiedene Kundenqualifizierungs- und Anfragenselektionsmethoden im Detail ein. Neben deren Notwendigkeit im Anlagengeschäft werden Erfolgsfaktoren der vorgestellten Methoden herausgearbeitet.

Die empirische Untersuchung, in welcher der Status Quo und die Entwicklungslinien der Vertriebsprozessoptimierung am Beispiel von 16 Unternehmen im Anlagenvertrieb in der Praxis untersucht wird, bildet das sechste Kapitel. Nach der Vorstellung des empirischen Ansatzes und der angewandten Methodik, gibt der Autor einen kurzen Überblick über die ausgewählten Unternehmen und Experten. Danach werden die Ergebnisse bzw. Interpretationen aus der Untersuchung dargelegt. Dabei wird auch versucht, wo immer die Möglichkeit besteht, zwischen den Ergebnissen der empirischen Untersuchung und der aufgearbeiteten Theorie Verbindungen herzustellen.

Als Abschluss der Arbeit werden im siebenten Kapitel sowohl die Kernaussagen der theoretischen Analyse als auch die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zusammengefasst und interpretiert. Daraus werden Schlussfolgerungen gezogen, Hypothesen generiert und Implikationen für die Wirtschaft, in Bezug auf das Zusammenwirken zwischen Vertriebsprozess und Qualifizierungskriterien durch die Instrumente Lead- und Opportunity Management abgeleitet.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen 3
1.3 Methodik 4
1.4 Aufbau der Arbeit 5
2. BESONDERHEITEN IM VERTRIEB VON TECHNISCHEN ANLAGEN 7
2.1 Der Vertriebsbegriff 7
2.2 Besonderheiten des technischen Vertriebes 8
2.3 Unterscheidungsmerkmale von Konsumgüter- und Investitionsgütervertrieb 9
2.4 Geschäftstypenansatz im Investitionsgütervertrieb 11
2.4.1 Das Produktgeschäft 12
2.4.2 Das Systemgeschäft 13
2.4.3 Das Zuliefergeschäft 14
2.4.4 Das Anlagengeschäft 15
2.5 Abgrenzung der Arbeit durch spezifische vertriebliche Vermarktungsbesonderheiten 16
3. DIE PROZESSORIENTIERUNG IM VERTRIEB VON ANLAGEN 18
3.1 Der Vertrieb als Prozess im Anlagengeschäft 18
3.2 Die besondere Bedeutung des Buying Centers im Vertriebsprozess von Anlagen 21
3.3 Kritische Würdigung von Verkaufsprozessmodellen vor dem Hintergrund der Selektionsnotwendigkeit 26
3.3.1 Das Verkaufsprozess-Modell von Ackerschott 27
3.3.2 Der Selling Cycle von Hofbauer 30
3.3.3 Das Sales Funnel – Modell 33
3.3.3.1 Der allgemeine Sales Funnel – Ansatz 33
3.3.3.2 Der Sales Funnel im Anlagenvertrieb 35
4. INSTRUMENTE ZUR VERTRIEBSPROZESSOPTIMIERUNG 39
4.1 Die Motivation zur Prozessoptimierung im technischen Vertrieb 39
4.2 Das Vertriebsinstrument Lead- und Opportunity Management 41
4.2.1 Der Schlüssel zu mehr Effizienz im Vertriebsprozess 41
4.2.2 Gründe, Ziele und Voraussetzungen für Lead- und Opportunity Management 42
4.2.3 Die Einordnung in den typischen Akquisitionsprozess 44
4.2.4 Lead Management 46
4.2.5 Schritte und Prozesse des Lead Managements 47
4.2.6 Opportunity Management 49
4.2.7 Phasen einer Opportunity 50
4.2.8 Informationen einer Opportunity 52
4.3 Lead- und Opportunity Management zur Steuerung eines optimierten Vertriebsprozesses 54
5. DIE QUALIFIZIERUNG VON KUNDEN UND ANFRAGEN 56
5.1 Die Notwendigkeit zur Kunden- und Anfragenqualifizierung 56
5.2 Die Systematik der Qualifizierungsmethoden 57
5.3 Die Kundenqualifizierung 58
5.3.1 Statische Kundenqualifizierungsmethoden 59
5.3.1.1 ABC-Analyse 59
5.3.1.2 Punktebewertungsverfahren 61
5.3.1.3 Der Klassifizierungswürfel von Ackerschott 64
5.3.2 Dynamische Kundenqualifizierungsmethoden 67
5.3.2.1 Kundenlebenszyklus-Analyse 67
5.3.2.2 Kunden-Kapitalwerte 68
5.3.2.3 Kundenstatus 69
5.3.3 Strategische Kundenprioritäten 71
5.3.4 Gründe für regelmäßige Kundenbeurteilungen im Anlagengeschäft 71
5.4 Die Anfragenbewertung 73
5.4.1 Die Problematik der Anfragenbewertung im Anlagengeschäft 73
5.4.2 Normative Modelle zur Anfragenbewertung 75
5.4.2.1 Checklistenverfahren 76
5.4.2.2 Profilvergleich 78
5.4.2.3 Scoring-Modelle 80
5.4.2.4 Quantitatives Konzept nach Heger 82
5.4.2.5 Quantitatives Konzept nach Backhaus 84
5.4.3 Vergleich der vorgestellten Verfahren zur Anfragenselektion 86
6. VERTRIEBSPROZESSOPTIMIERUNG IN DER PRAXIS –STATUS QUO UND ENTWICKLUNGSLINIEN AM BEISPIEL VON 16 UNTERNEHMEN IM ANLAGENVERTRIEB 88
6.1 Methodik und Aufbau der empirischen Untersuchung 88
6.1.1 Die angewandte Methodik 88
6.1.2 Das Forschungsdesign 89
6.1.2.1 Das Experteninterview als qualitative Erhebungsmethode 89
6.1.2.2 Überblick über die ausgewählten Unternehmen und Experten 90
6.1.2.3 Durchführung der Interviews 93
6.1.2.4 Aufbau des Gesprächsleitfadens 95
6.1.2.5 Auswertung der Daten 95
6.2 Ergebnisse der empirischen Untersuchung 97
6.2.1 Der Vertriebsprozess und unterstützende Instrumente im Anlagengeschäft 97
6.2.1.1 Der Vertriebsprozess und seine Phasen 97
6.2.1.2 Die Sicherstellung des Prozessweges 101
6.2.1.3 Vorhandenes Optimierungspotential im Vertriebsprozess 104
6.2.1.4 Eingesetzte Instrumente zur Vertriebsprozesssteuerung 106
6.2.1.5 Anwendbarkeit von Lead- und Opportunity Management im Anlagengeschäft 109
6.2.2 Die Kundenqualifizierung als Teil des Vertriebsprozesses im Anlagengeschäft 113
6.2.2.1 Status Quo der Kundenqualifizierung 113
6.2.2.2 Einschätzung der aktuellen Situation in Bezug auf eine erfolgreiche Kundenqualifizierung 115
6.2.2.3 Eingesetzte Methoden zur Kundenqualifizierung 117
6.2.2.4 Anwendbarkeit von anderen Kundenqualifizierungsmethoden 121
6.2.2.5 Der Effizienzsteigerungsbeitrag im Vertrieb durch konsequente Kundenqualifizierung 125
6.2.3 Die Anfragenselektion als Teil des Vertriebsprozesses im Anlagengeschäft 127
6.2.3.1 Status Quo der Anfragenselektion 127
6.2.3.2 Einschätzung der aktuellen Situation in Bezug auf eine erfolgreiche Anfragenselektion 129
6.2.3.3 Eingesetzte Methoden zur Anfragenselektion 131
6.2.3.4 Anwendbarkeit von anderen Anfragenselektionsmethoden 134
6.2.3.5 Kritische Bewertungskriterien für Go/No-Go Entscheidungen bei Anfragen 139
6.2.3.6 No-Go Entscheidungen und die Konsequenz bei der Umsetzung 141
6.2.3.7 Gründe für mögliche Inkonsequenzen 144
6.2.3.8 Der Effizienzsteigerungsbeitrag im Vertrieb durch effiziente Anfragenselektion 147
6.2.4 Das Zusammenwirken zwischen Vertriebsprozess und Selektionsmethoden 149
6.2.4.1 Status Quo des Zusammenwirkens zwischen Vertriebsprozess und Kundenqualifizierungs- bzw. Anfragenselektionsmethoden 149
6.2.4.2 Maßnahmen um Prozess und Methoden stärker zu verbinden 152
7. CONCLUSIO 155
7.1 Kernaussagen aus Theorie und empirischer Untersuchung 155
7.2 Schlussfolgerungen für die konkreten Forschungsfragen 157
7.3 Ausblick 162
ANHANG 165
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 238

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen 3
1.3 Methodik 4
1.4 Aufbau der Arbeit 5
2. BESONDERHEITEN IM VERTRIEB VON TECHNISCHEN ANLAGEN 7
2.1 Der Vertriebsbegriff 7
2.2 Besonderheiten des technischen Vertriebes 8
2.3 Unterscheidungsmerkmale von Konsumgüter- und Investitionsgütervertrieb 9
2.4 Geschäftstypenansatz im Investitionsgütervertrieb 11
2.4.1 Das Produktgeschäft 12
2.4.2 Das Systemgeschäft 13
2.4.3 Das Zuliefergeschäft 14
2.4.4 Das Anlagengeschäft 15
2.5 Abgrenzung der Arbeit durch spezifische vertriebliche Vermarktungsbesonderheiten 16
3. DIE PROZESSORIENTIERUNG IM VERTRIEB VON ANLAGEN 18
3.1 Der Vertrieb als Prozess im Anlagengeschäft 18
3.2 Die besondere Bedeutung des Buying Centers im Vertriebsprozess von Anlagen 21
3.3 Kritische Würdigung von Verkaufsprozessmodellen vor dem Hintergrund der Selektionsnotwendigkeit 26
3.3.1 Das Verkaufsprozess-Modell von Ackerschott 27
3.3.2 Der Selling Cycle von Hofbauer 30
3.3.3 Das Sales Funnel – Modell 33
3.3.3.1 Der allgemeine Sales Funnel – Ansatz 33
3.3.3.2 Der Sales Funnel im Anlagenvertrieb 35
4. INSTRUMENTE ZUR VERTRIEBSPROZESSOPTIMIERUNG 39
4.1 Die Motivation zur Prozessoptimierung im technischen Vertrieb 39
4.2 Das Vertriebsinstrument Lead- und Opportunity Management 41
4.2.1 Der Schlüssel zu mehr Effizienz im Vertriebsprozess 41
4.2.2 Gründe, Ziele und Voraussetzungen für Lead- und Opportunity Management 42
4.2.3 Die Einordnung in den typischen Akquisitionsprozess 44
4.2.4 Lead Management 46
4.2.5 Schritte und Prozesse des Lead Managements 47
4.2.6 Opportunity Management 49
4.2.7 Phasen einer Opportunity 50
4.2.8 Informationen einer Opportunity 52
4.3 Lead- und Opportunity Management zur Steuerung eines optimierten Vertriebsprozesses 54
5. DIE QUALIFIZIERUNG VON KUNDEN UND ANFRAGEN 56
5.1 Die Notwendigkeit zur Kunden- und Anfragenqualifizierung 56
5.2 Die Systematik der Qualifizierungsmethoden 57
5.3 Die Kundenqualifizierung 58
5.3.1 Statische Kundenqualifizierungsmethoden 59
5.3.1.1 ABC-Analyse 59
5.3.1.2 Punktebewertungsverfahren 61
5.3.1.3 Der Klassifizierungswürfel von Ackerschott 64
5.3.2 Dynamische Kundenqualifizierungsmethoden 67
5.3.2.1 Kundenlebenszyklus-Analyse 67
5.3.2.2 Kunden-Kapitalwerte 68
5.3.2.3 Kundenstatus 69
5.3.3 Strategische Kundenprioritäten 71
5.3.4 Gründe für regelmäßige Kundenbeurteilungen im Anlagengeschäft 71
5.4 Die Anfragenbewertung 73
5.4.1 Die Problematik der Anfragenbewertung im Anlagengeschäft 73
5.4.2 Normative Modelle zur Anfragenbewertung 75
5.4.2.1 Checklistenverfahren 76
5.4.2.2 Profilvergleich 78
5.4.2.3 Scoring-Modelle 80
5.4.2.4 Quantitatives Konzept nach Heger 82
5.4.2.5 Quantitatives Konzept nach Backhaus 84
5.4.3 Vergleich der vorgestellten Verfahren zur Anfragenselektion 86
6. VERTRIEBSPROZESSOPTIMIERUNG IN DER PRAXIS –STATUS QUO UND ENTWICKLUNGSLINIEN AM BEISPIEL VON 16 UNTERNEHMEN IM ANLAGENVERTRIEB 88
6.1 Methodik und Aufbau der empirischen Untersuchung 88
6.1.1 Die angewandte Methodik 88
6.1.2 Das Forschungsdesign 89
6.1.2.1 Das Experteninterview als qualitative Erhebungsmethode 89
6.1.2.2 Überblick über die ausgewählten Unternehmen und Experten 90
6.1.2.3 Durchführung der Interviews 93
6.1.2.4 Aufbau des Gesprächsleitfadens 95
6.1.2.5 Auswertung der Daten 95
6.2 Ergebnisse der empirischen Untersuchung 97
6.2.1 Der Vertriebsprozess und unterstützende Instrumente im Anlagengeschäft 97
6.2.1.1 Der Vertriebsprozess und seine Phasen 97
6.2.1.2 Die Sicherstellung des Prozessweges 101
6.2.1.3 Vorhandenes Optimierungspotential im Vertriebsprozess 104
6.2.1.4 Eingesetzte Instrumente zur Vertriebsprozesssteuerung 106
6.2.1.5 Anwendbarkeit von Lead- und Opportunity Management im Anlagengeschäft 109
6.2.2 Die Kundenqualifizierung als Teil des Vertriebsprozesses im Anlagengeschäft 113
6.2.2.1 Status Quo der Kundenqualifizierung 113
6.2.2.2 Einschätzung der aktuellen Situation in Bezug auf eine erfolgreiche Kundenqualifizierung 115
6.2.2.3 Eingesetzte Methoden zur Kundenqualifizierung 117
6.2.2.4 Anwendbarkeit von anderen Kundenqualifizierungsmethoden 121
6.2.2.5 Der Effizienzsteigerungsbeitrag im Vertrieb durch konsequente Kundenqualifizierung 125
6.2.3 Die Anfragenselektion als Teil des Vertriebsprozesses im Anlagengeschäft 127
6.2.3.1 Status Quo der Anfragenselektion 127
6.2.3.2 Einschätzung der aktuellen Situation in Bezug auf eine erfolgreiche Anfragenselektion 129
6.2.3.3 Eingesetzte Methoden zur Anfragenselektion 131
6.2.3.4 Anwendbarkeit von anderen Anfragenselektionsmethoden 134
6.2.3.5 Kritische Bewertungskriterien für Go/No-Go Entscheidungen bei Anfragen 139
6.2.3.6 No-Go Entscheidungen und die Konsequenz bei der Umsetzung 141
6.2.3.7 Gründe für mögliche Inkonsequenzen 144
6.2.3.8 Der Effizienzsteigerungsbeitrag im Vertrieb durch effiziente Anfragenselektion 147
6.2.4 Das Zusammenwirken zwischen Vertriebsprozess und Selektionsmethoden 149
6.2.4.1 Status Quo des Zusammenwirkens zwischen Vertriebsprozess und Kundenqualifizierungs- bzw. Anfragenselektionsmethoden 149
6.2.4.2 Maßnahmen um Prozess und Methoden stärker zu verbinden 152
7. CONCLUSIO 155
7.1 Kernaussagen aus Theorie und empirischer Untersuchung 155
7.2 Schlussfolgerungen für die konkreten Forschungsfragen 157
7.3 Ausblick 162
ANHANG 165
LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS 238

Textprobe:

Kapitel 5.4, Die Anfragenbewertung:

Die Schwierigkeiten, mit denen selbst renommierte Maschinen- und Anlagenbauer zurzeit kämpfen, verdeutlichen, dass auch in dieser Branche im Wettbewerb um Aufträge gerungen werden muss. In den vergangenen Jahren hat sich der Trend fortgesetzt, dass die Auftragsraten, d.h. die Auftragsgewinnungswahrscheinlichkeiten, immer weiter zurückgehen, während die Anzahl der Angebote gleichzeitig dramatisch ansteigt. Dies wird durch die zunehmende Professionalisierung im Einkauf verstärkt, wo es längst zum Standard gehört, bei Beschaffungsentscheidungen zwei bis drei Angebote unterschiedlicher Lieferanten einzuholen. Neben nicht unerheblichen Kosten der Angebotserstellung liegt die Auftragswahrscheinlichkeit in der Investitionsgüterbranche und im Speziellen im Anlagengeschäft nur bei ca. 5-10%. Wenn im schlechtesten Fall nur jedes zwanzigste Angebot erfolgreich ist und zugleich Angebotskosten von bis zu 5% des Auftragswertes anfallen, kann eine gleichmäßig intensive Bearbeitung von Anfragen ruinös für ein Anbieterunternehmen sein.

Kapitel 5.4.1, Die Problematik der Anfragenbewertung im Anlagengeschäft:

Mit dem Erhalt einer Anfrage bzw. den Ausschreibungsunterlagen stehen dem Anbieter zwei Reaktionsmöglichkeiten zur Verfügung. Entweder er bearbeitet die Anfrage, letztlich mit dem Ziel des Auftragserhalts, oder er lehnt die Angebotsabgabe ab und bricht damit den Interaktionsprozess ab. Diese Selektionsentscheidung ist nur auf Grundlage einer Bewertung der vorliegenden Anfrage zu treffen. Nicht in allen Bereichen des Investitionsgütergeschäfts kommt der Anfragenselektion eine gleichermaßen hohe Bedeutung zu. Immer wenn die Angebotsausarbeitung standardisierbar und damit mit geringen Kosten verbunden ist, ist das Selektionsproblem gering. Mit zunehmender Komplexität von Vertriebsprozessen, d.h. hohe Wertdimension, hohe Neuartigkeit einer Problemstellung bzw. hohes Risiko steigt jedoch die Erfordernis, vor der detaillierten Ausarbeitung bzw. Abgabe eines Angebots dessen Konsequenzen projektspezifisch zu ermitteln.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt damit entscheidend von der Beachtung der zahlreichen Risiken sowie ihrer richtigen Einschätzung ab. Aufgrund dieser Notwendigkeit wurden zahlreiche Methoden zur Anfragenbewertung entwickelt. Insbesondere im Anlagengeschäft ist die Suche nach geeigneten Anfragenbewertungskriterien jedoch schwierig, da zu Beginn der Angebotserstellungsphase häufig nur relativ vage Vorstellungen von der zu erbringenden Leistung und damit Unsicherheiten bestehen.

Die folgenden drei Ursachen von Unsicherheit sind für die Anfragenselektion im Anlagengeschäft von Bedeutung:

- Unvollständige Informationen über das Nachfrageverhalten:

In der Akquisitionsphase fehlen dem Anbieter häufig Informationen über die vom Nachfragen wahrgenommenen Problemlösungsalternativen, über die von ihm wahrgenommenen Konkurrenzangebote und deren generelle Beurteilung. Außerdem kann in dieser Phase nicht immer erkannt werden, ob die Fähigkeiten des Nachfragers zur Projektrealisation ausreichen.

- Unvollständige Informationen über die eigene Problemlösungsfähigkeit:

Auch im eignen Verhalten des Anbieters liegt eine Ursache für Unsicherheit. Hier spielen insbesondere Fehleinschätzungen technischer Risiken eine besondere Rolle.

- Unvollständige Informationen über Außeneinflüsse Unsicherheiten können auch durch Faktoren gegeben sein, die nicht im Anbieter- und nicht im Nachfragerverhalten liegen, sondern aus dem Umfeld des Marktes kommen. Darunter fallen z.B. ungeplante Preiserhöhungen bei Fremdleistungen, oder Streiks, die zu Lieferverzögerungen und damit verbundene Pönalen führen. Weiters können politische oder wirtschaftliche Probleme im Land des Nachfragers Zahlungsausfälle oder Zahlungsverzögerungen verursachen.

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Arbeit zitieren:
Papst, Patrick April 2007: Vertriebsprozessoptimierung und der Faktor Mensch, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Vertriebsorganisation, Anlagengeschäft, Vertrieb, Lead Management, Opportunity Management

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