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Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Mitarbeiterführung

Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Mitarbeiterführung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gebhardt Gilberto Rodriguez
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 790,6 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4805-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4805-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4805-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rodriguez, Gebhardt Gilberto Januar 2001: Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Mitarbeiterführung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmenskultur, Kommunikation, Motivation, Führung, Vertrauen

Diplomarbeit von Gebhardt Gilberto Rodriguez

Einleitung:

Ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor der heutigen Wissensgesellschaft ist die Quantität und selbstverständlich die mindestens ebenso wichtige Qualität an Informationen, die in und zwischen Unternehmen ausgetauscht werden. Langfristigen Erfolg am Markt hat eine Organisation, die koordiniert und abgestimmt handelt und somit schneller und erfolgreicher agieren kann als die Konkurrenz. Die Weitergabe von Informationen fällt vielen allerdings schwer, weil sie in den ersten Lebensjahrzehnten gelernt haben, daß Wissen einen persönlichen Vorteil bringt und somit zu schützen gilt - Hübner spricht vom „Wissensegoismus“.

Die vorliegende Arbeit zeigt die Interdependenz zwischen den Begriffen Vertrauen, Kommunikation, Motivation, Führung und Unternehmenskultur auf und stellt Möglichkeiten der Einführung einer Vertrauenskultur dar. Als erstrebenswert erscheint die Implementierung einer solchen, weil am Ende des Prozesses betriebswirtschaftliche Vorteile wie größere Anpassungsfähigkeit, reduzierte Kosten, Verstärkung des Innovationspotentials und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter als Resultate stehen. Daneben gilt Vertrauen als unabdingbare Determinante für das langfristige Erfolgsspiel eines Unternehmens. Zudem arbeitet der Autor heraus, welchen wesentlichen Anteil die Führung an der Realisierung einer Vertrauenskultur innehat, über welche Möglichkeiten die Personalpolitik in diesem Zusammenhang verfügt und welche (zum Teil fundamentalen interaktionären) Aspekte zu berücksichtigen sind.

Die vorliegende Arbeit verfolgt nicht die Absicht, idealistische unerfüllbare Verhaltensnormen zu präsentieren, sondern stellt in ihrem Verlauf Regeln auf, die, wenn sie ernsthaft befolgt werden, ein besseres Betriebsklima gewährleisten können. Die Tatsache, daß ein gutes Betriebsklima für den Führungsnachwuchs das wichtigste Kriterium bei der Suche nach einem Arbeitgeber ist, läßt bezüglich der Mitarbeiterakquisition den Versuch der Einführung als lohnend erscheinen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.2 Problemstellung 1
1.3 Zielsetzung 2
1.4 Vorgehensweise 2
2. Theoretische und empirische Grundlagen zu den Termini Vertrauen, Kommunikation, Motivation, Führung und Unternehmenskultur 3
2.1 Empirische Befunde und ihre Relevanz 3
2.2 Vertrauen - eine Begriffsbestimmung 5
2.3 Kommunikation - vielschichtige Interaktion 13
2.4 Motivation und Motivierung 17
2.5 Führungsstile und ihre Ausprägungen 24
2.6 Unternehmenskultur - die Persönlichkeit eines Unternehmens 28
3. Der Wertwandel und seine Konsequenzen 42
4. Optionen und Ansätze zur Berücksichtigung des Wertwandels 50
4.1 Die „werteorientierte Personalpolitik“ 50
4.2 Management by Objectives 53
4.3 Die Mitarbeiterbeteiligung 54
4.4 Flexible Arbeitszeitmodelle 55
4.5 Soziale Kompetenz 56
4.6 Coaching 62
4.7 Vertrauensfördernde Führungseigenschaften - zwischen emotionaler Intelligenz und positiver Aggression 64
4.8 Delegation von Verantwortung 68
4.9 Kooperative Führung 70
5. Kritische Betrachtung der aufgeführten Optionen und Ansätze 70
6. Fazit und Ausblick: Vertrauen - in hoc signo vinces 74
Literaturverzeichnis 77

Automatisiert erstellter Textauszug:

Motorfunktion wird erreicht durch das Angeben von Zielen und Entwicklungsrichtungen. Exakt definierte Ideale und Wertvorstellungen eines Unternehmens ermöglichen es gegenwärtigen und potentiellen Mitgliedern als auch anderen Betroffenen, die Attraktivität der Organisation abzuschätzen. Die Entwicklung und Fortschreibung eines Leitbildes ist ein komplexer Prozeß. Obwohl es kein für alle Unternehmen gültiges Konzept der Entwicklung und Einführung gibt, sollten folgende Anforderungen232 „im Hinblick auf die Vermittlung unternehmungspolitischer Missionen“233 erfüllt sein: Ein Leitbild muß sich als unternehmenspolitischer Rahmen auf das Gesamtunternehmen beziehen und nicht auf einzelne Bereiche beschränken, da ansonsten die Gefahr einer Bildung von Einzelregelungen besteht (Allgemeingültigkeit). Leitbilder sollen Elementares des bevorstehenden Unternehmensprozesses beeinflussen (Wesentlichkeit) und situationsüberdauernd gültig sein, denn angesichts ihrer verhaltenssteuernden Wirkung234 nach innen und außen ist anzunehmen, daß sich die damit verbundenen Verhaltenswirkungen erst mit einer temporären Verzögerung verfestigen (Langfristigkeit). Ein Leitbild darf dessenungeachtet keinen ex-cathedra-Charakter ausstrahlen, sondern ist im Bedarfsfall an veränderte Anforderungen anzupassen. Aufgrund der spezifischen Anforderungen der verschiedenen externen und internen Anspruchsgruppen eines Unternehmens sollte ein Leitbild flächendeckend angelegt sein, also sich nicht nur auf anzusteuernde Ziele beziehen, sondern z. B. auch auf einsetzbare Strategien (Vollständigkeit). Leitbilder müssen auch Authentizität vermitteln und „die ernsthaften Absichten der obersten Führungskräfte widerspiegeln“235 (Wahrheit), die allerdings möglichst kongruent mit den Einstellungen der Mitarbeiter sein sollten. Die in einem Leitbild enthaltenen Soll-Vorstellungen müssen realistisch bemessen sein und im Rahmen konkreter Maßnahmen und Projekte Umsetzbarkeit erweisen (Realisierbarkeit) sowie widerspruchsfrei sein, d. h. die Einzelziele müssen in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen und dürfen einander nicht widersprechen (Konsistenz). Trotz ihrer allgemeingültigen Eigenschaft sind unternehmenspolitische Leitsätze klar und verständlich zu formulieren, damit ein Leitbild seinen Orientierungscharakter nicht verliert bzw. bei der Operationalisierung der Leitsätze keine Fehlinterpretationen auftreten (Klarheit). Neben den acht aufgeführten Anforderungen, die bei der [...]

Abbildung 8: Leitbilder und ihre Funktionen Quelle: Hinder, Walter (1986), S. 318, Strategische Unternehmensführung in der Stagnation, München 1986 Dabei definiert Hinder die drei Hauptfunktionen wie folgt231: Eine Legitimationsfunktion für das Unternehmen entsteht gegenüber den verschiedenen angesprochenen Gruppen. Das Leitbild übernimmt eine Aufklärungsfunktion. Die Rechtfertigung ist als Begründung gewählter und gelebter Verhaltensweisen zu verstehen, wodurch ein Unternehmen gegenüber der internen sowie externen Umwelt an Expressivität im Sinne einer Corporate Identity gewinnt. Eine Orientierungsfunktion übernimmt das Leitbild, indem Strategien und Handlungen im Sinne einer Kompaßfunktion darlegt werden. Eine ergänzende Koordinationsfunktion Funktion im wird durch formulierte Regeln (gerade in einer Definition der Organisation. Die Großunternehmen) gewährleistet. Werte, Normen und Grundeinstellungen verleihen eine konstituierende Sinne Motivationsfunktion eines Leitbildes begründet sich in der Möglichkeit, die Identifikation mit dem Unternehmen zu entwickeln bzw. zu vertiefen. Eine [...]

„Der Beitrag zukunftsorientierter Unternehmenskulturen bei denen die Qualifikation, die Motivation, die Identifikation und die Verantwortlichkeit der Mitarbeiter im Mittelpunkt stehen, wurde lange Zeit unterschätzt. Heute zeigt sich [...], daß eine langjährige Beteiligungstradition ein gewichtiges Fundament für weitreichende und schwierige unternehmerische Anpassungsprozesse bildet. In Unternehmen, die bereits frühzeitig Mitarbeiterbeteiligung, flexible Arbeitszeitmodelle oder flache Hierarchien im Konsens mit Mitarbeitern und Betriebsräten eingeführt haben, existiert eine solide Grundlage für notwendige Umstrukturierungen. Gerade weil solche Maßnahmen nicht erst zur kurzfristigen Krisenbewältigung eingesetzt wurden, konnte wechselseitiges Vertrauen als entscheidende Ressource entstehen“227. Als Fundament einer Unternehmenskultur ist das Leitbild anzusehen228, welches Grundziele, Werte und Normen widerspiegelt und beispielsweise Aussagen über Führungsstil oder Regeln der innerbetrieblichen Kommunikation enthält229. Leitbilder dienen aber nicht nur der Orientierung, sondern tragen auch zur Imagebildung eines Unternehmens bei230 und werden aufgrund ihres weitreichenden Einflusses im nachstehenden erläutert. Zunächst werden die Funktionen von Leitbildern und deren Korrelationen in Abbildung 8 dargestellt: [...]

Arbeit zitieren:
Rodriguez, Gebhardt Gilberto Januar 2001: Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Mitarbeiterführung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmenskultur, Kommunikation, Motivation, Führung, Vertrauen

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