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Verträge im E-Commerce unter besonderer Berücksichtigung der Fernabsatzrichtlinie und ihrer Umsetzung

Verträge im E-Commerce unter besonderer Berücksichtigung der Fernabsatzrichtlinie und ihrer Umsetzung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marco Treichel
  • Abgabedatum: Februar 2001
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 631,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Schmalkalden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4398-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4398-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4398-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Treichel, Marco Februar 2001: Verträge im E-Commerce unter besonderer Berücksichtigung der Fernabsatzrichtlinie und ihrer Umsetzung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: BGB, E-Commerce-Richtlinie, Fernabsatzgesetz, Fernabsatzrichtlinie, Signaturgesetz

Diplomarbeit von Marco Treichel

Problemstellung:

Bedingt durch die rasche Entwicklung des Internets und des E-Commerce ergeben sich rechtliche Fragen bezüglich des anwendbaren nationalen Rechtes, der Beweissicherheit, des Verbraucherschutzes oder des Urheberrechtes. So ist auch in fernerer Zukunft nicht mit einer Harmonisierung der nationalen Rechtssysteme zu rechnen und schon gar nicht die Schaffung einer weltweit einheitlichen Rechtsstruktur mit Umsetzung in nationales Recht.

Dem Gesetzgeber gelang es zwar, hier u.a. mit der europäischen Fernabsatzrichtlinie und dem Signaturgesetz Rechtslücken zu schließen. Allerdings bleiben auch weiterhin Fragen offen, insbesondere was die Durchführung und Überwachung betrifft. Auf diese Probleme soll im Rahmen dieser Abhandlung noch eingegangen werden. Gerade die Anwendung bestehender Rechtsnormen auf die neuen Sachverhalte wird auch die Gerichte noch auf längere Zeit beschäftigen und noch erhebliche Veränderungen in der Rechtsprechung mit sich bringen, die so manche konservative Regelauslegung dem neuen Medium anpasst.

Schwerpunktmäßig möchte ich hier die rechtlichen Aspekte zum Gegenstand dieser Arbeit machen, mit besonderem Augenmerk auf den Verbraucherschutz aus der Sicht des Verbrauchers. Insbesondere ist mein Anliegen, auf die neuesten gesetzlichen Regelungen einzugehen und diese näher zu erläutern. So unter anderem die E-Commerce Richtlinie, die Signaturrichtlinie und deren geplante Umsetzung durch das Signaturgesetz und das Formgesetz sowie die Fernabsatzrichtlinie und deren Umsetzung über das Fernabsatzgesetz und weitere Gesetze.

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort 5
2. Grundlage der Arbeit 7
2.1 Problemstellung 7
2.2 Ziel der Arbeit 7
3. Kollisionsrechtliche Probleme 8
3.1 Anwendbares Recht 8
3.2 Gerichtsstand und Verfahrensrecht 10
3.3 Zivilprozessuale Regelungen 13
4. Vertragsrechtliche Fragen 15
4.1 Vertragsschluss 15
4.1.1 Zugang der Willenserklärungen 16
4.1.1.1 Zeitpunkt des Zugangs 17
4.1.1.2 Zugang bei Nutzung von Mailboxen der Service-Provider 17
4.1.1.3 Beweis und Beweislast für den Zugang 19
4.1.2 Möglichkeit der Kenntnisnahme 18
4.1.2.1 Online-Verarbeitung 19
4.1.2.2 Nutzung von elektronischen Briefkästen 19
4.1.2.3 Angebot und Annahme unter Anwesenden 21
4.1.2.4 Angebot und Annahme unter Abwesenden 22
4.2 Beweiskraft elektronischer Dokumente 22
4.2.1 Urkundenqualität elektronischer Dokumente
4.2.2 Ersatz der gesetzlichen Schriftform und Anpassung an das Schriftformerfordernis des § 126 BGB 23
5. Signaturgesetz 25
5.1 Zielstzung 25
5.1.1 Definition und Funktion einer digitalen Signatur 26
5.1.2 Zeitstempel 28
5.1.3 Beweiskraft elektronischer Dokumente durch den Einsatz elektronischer Signaturen 28
5.2 Notwendige Änderungen durch die Signaturrichtlinie 28
5.2.1 Einleitung 28
5.2.2 Elektronische Signaturen 30
5.2.3 Zertifizierungsstellen und deren Haftung 30
6. E-Commerce-Richtlinie 33
6.1 Einleitung 33
6.2 Anwendungsbereich und Zielsetzung 33
6.3 Ausnahmen vom Anwendungsbereich 34
6.4 Begriffsdefinitionen 35
6.5 Herkunftslandprinzip und seine Auswirkung auf das deutsche Recht 38
6.6 Ausnahmen vom Herkunftslandprinzip 39
6.7 Zulassungsfreiheit 41
6.8 Informationspflichten 41
6.8.1 Allgemeiner Art 41
6.8.2 Informationspflichten bei Anwendung kommerzieller Kommunikation 42
6.9 Spamming bzw. Werbe-E-Mail 42
6.10 Reglementierte Berufe 42
6.11 Vertragsrecht 43
6.12 Diskriminierungsverbot elektronischer Verträge 43
6.13 Ausnahmen vom Diskriminierungsverbot elektronischer Verträge 44
6.14 Informationspflichten bezüglich des Vertragschlusses 44
6.15 Empfangsbestätigung und Fehlerkorrektur 45
6.16 Verantwortlichkeit 46
6.16.1 Einleitung 46
6.16.2 Reine Durchleitung 46
6.16.3 Caching 47
6.16.4 Hosting 48
6.17 Überwachungsmassnahmen 49
6.18 Weitere Regelungen 50
6.19 Fazit 50
7. Vorgaben der Fernabsatzrichtlinie 51
7.1 Einleitung 51
7.2 Folgen der Umsetzung 53
7.3 Anwendungsbereich 53
7.4 Kernpunkte der Schutzmechanismen innerhalb der Fernabsatzrichtlinie 55
7.4.1 Unterrichtungs- und Beratungspflicht gegenüber dem Verbraucher 55
7.4.2 Schriftliche Bestätigung der Informationen 57
7.4.3 Widerrufsrecht 57
7.5. Leistungsabwicklung 59
7.5.1 Vertragserfüllung 59
7.5.2 Umsetzung von Artikel 7 Fernabsatzrichtlinie in deutsches Recht 60
7.5.2.1 Bestellungsausführung 60
7.5.2.2 Fälligkeit und Verzug 60
7.5.2.3 Dispositionsfreiheit des Erfüllungszeitpunktes 60
7.5.2.4 Vertragswidrige Nichterfüllung 61
7.5.2.5 Vertraglicher Leistungsvorbehalt 62
7.5.3 Bezahlung mittels Karte 62
7.5.4 Unbestellte Waren oder Dienstleistungen 63
7.5.5 Beschränkung bei der Verwendung bestimmter Fernkommunikationstechniken 63
7.5.6. Rechtsschutz 65
7.5.7 Günstigkeitsprinzip der Fernabsatzrichtlinie 65
7.5.8 Informationspflichten der Mitgliedstaaten 66
7.5.9 Fazit 66
8. Verbraucherschützende Gesetze im deutschen Recht unter Berücksichtigung der Umsetzung der Fernabsatzrichtlinie in deutsches Recht 67
8.1 Verbraucherschutz im Sinne des Gesetzgebers 67
8.2 Anwendbarkeit des Haustürwiderrufsgesetzes 68
8.3 Änderungen des Verbraucherkreditgesetzes 68
8.4 Änderungen des BGB 70
8.4.1 Einleitung 70
8.4.2 Rücksendung unbestellter Waren und Dienstleistungen 71
8.4.3 Neuregelung durch die Fernabsatzrichtlinie 72
8.5 Widerrufs- und Rückgaberecht 73
8.5.1 Einleitung 73
8.5.2 Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen nach § 361 a BGB 74
8.5.2.1 Rechtsfolgen nach erfolgtem Widerruf 76
8.5.2.1.1 Rückerstattungspflicht beider Vertragsparteien 76
8.5.2.1.2 Rechtsfolgen des Rücktritts und Kostentragung 76
8.5.2.1.3 Verhältnis zu anderen Regelungen 78
8.5.2.1.4 Informationspflicht gegenüber dem Verbraucher auf einem dauerhaften Datenträger 79
8.5.2.1.5 Beweislastverteilung 80
8.5.2.1.6 Exkurs dauerhafter Datenträger 81
8.5.3. Rückgaberecht bei Verbraucherverträgen nach § 361 b BGB 82
8.6 Kreditkartenmissbrauch 83
8.6.1 Bisherige Rechtslage 83
8.6.2 Neuregelung durch Umsetzung des Artikel 8 Fernabsatzrichtlinie 85
8.7 Einbeziehung von AGB 86
8.7.1 Anwendbarkeit 86
8.7.2 Ersetzungsbefugnis nach Artikel 7 Abs. 3 Fernabsatzrichtlinie 87
8.7.3 Vorbehaltsrecht 87
8.7.4 Nichtverfügbarkeit der Leistung 88
8.7.5 Abweichende Rechtswahl 88
8.7.6 Rechtsschutz 89
8.8 Fernabsatzgesetz 90
8.8.1 Einleitung 90
8.8.2 Anwendungsbereich 90
8.8.2.1 Sachlicher Anwendungsbereich 90
8.8.2.1.1 Fernabsatzsystem 91
8.8.2.1.2 Fernkommunikationsmittel 92
8.8.2.1.3 Ausnahmen vom Anwendungsbereich 93
8.8.2.2 Persönlicher Anwendungsbereich 93
8.8.3 Verbraucherinformationen 93
8.8.3.1 Anbieterkennzeichnung 93
8.8.3.2 Vorabunterrichtung 94
8.8.4 Widerrufs- und Rückgaberecht 98
8.8.4.1 Widerrufsrecht 98
8.8.4.2 Ausschluss des Widerrufsrechts 99
8.8.4.3 Rückgaberecht 102
8.8.5 Finanzierte Verträge 102
8.8.6 Unabdingbarkeit, Umgehungsverbot 104
8.8.7 Resümee 104
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

Schutzstandard mit der Signaturrichtlinie vom 13. Dezember 1999 geschaffen werden, die bis zum 19. Juli 2001 in deutsches Recht umzusetzen ist. Des weiteren soll mit der elektronischen Unterschrift ein Standard geschaffen werden, der dem Schriftformerfordernis des § 126 BGB genügt. Viele Verträge benötigen eine eigenhändige Unterschrift, um wirksam zu werden, weil der Gesetzgeber für manche Rechtsgeschäfte ein erhöhtes Schutzbedürfnis, insbesondere des Verbrauchers erkennt. Diese eigenhändige Unterschrift ist allerdings mit den herkömmliche Mitteln der Kommunikation nicht zu übermitteln. Denn selbst ein eingescannte Unterschrift und deren Übertragung stellt doch nur eine Kopie des Originals dar. Gerade hier zeigt sich also, daß das BGB nicht in der Lage ist, den Bedürfnissen moderner Geschäftsabläufe gerecht zu werden.73 Bitzer/ Brisch stellen hierzu folgenden Fragenkatalog auf, der die dringendsten Probleme umreißt:74 • • • • • Wie können die Kommunikationspartner sich gegenseitig sicher identifizieren? Wie können Daten sicher ausgetauscht werden ? Wie ist der Gefahr des Auslesens bzw. Abhörens von Datenflüssen zu begegnen ? Wie verhält es sich mit dem Datenschutz ? Wie kann man einen vertrauenswürdigen Dritten etablieren, der Vorgänge bestätigt ? [...]

Anders als im herkömmliche Geschäftsleben ist beim digital vermittelten Kontakt, wie im ECommerce üblich, die Authentizität des Geschäftspartners nur schwer bzw. schwierig zu überprüfen. Aber gerade das beiderseitige Vertrauen in den jeweiligen Geschäftspartner ist Grundlage für die Anmahnung von Vertragsabschlüssen und den geschäftlichen Erfolg. So stellen nach relevanten Umfragen Sicherheitsbedenken „die größte Hemmschwelle bei der Entwicklung des E-Commerce, also dem Einsatz für geldwerte Transaktionen, dar“72. Aus der Sicht des Verbrauchers als Konsumenten und im Interesse des Unternehmers, der zusätzlichen Umsatz generieren will, sollten daher Verfahren zur Verfügung gestellt werden, die einen effektiven Verbraucherschutz gewährleisten. Es ist also auch für die Durchsetzung des ECommerce von existentieller Bedeutung, ein rechtlich und technisch sicheres Prozedere zu etablieren, das dieser Tatsache Rechnung trägt. Dem deutschen Gesetzgeber ist dies zwar mit dem Signaturgesetz vom 22.7.2000 gelungen; allerdings soll auf europäischer Ebene ein neuer [...]

Empfängers einer in elektronischer Form übermittelten Willenserklärung enthält § 126 a Abs. 3 BGB-Entwurf eine Sicherheitsvermutung.69 Darüber hinaus ist in dem Formgesetz-Entwurf eine sogenannte „Textform“ vorgesehen. „Sie ist eine gegenüber der Schriftform erleichterte Form, die sowohl durch ein herkömmliches Papierdokument, als auch durch ein elektronisches Dokument gewahrt werden kann. Die Textform verlangt lediglich eine in lesbaren Schriftzeichen fixierte Erklärung oder Mitteilung und verzichtet auf die eigenhändige Unterschrift.“70 Der Anwendungsbereich ist dort zu sehen, wo eine eigenhändige Unterschrift den Abschluß eines Rechtsgeschäftes erschweren würde oder die Beweiskraft des Dokuments nicht im Vordergrund steht. „Dies ist überwiegend der Fall, wenn die „Informationsfunktion“ überwiegt, wenn es sich um Massenvorgänge handelt oder wenn eine Rückgängigmachung ohne großen Aufwand erfolgen kann.“71 [...]

Arbeit zitieren:
Treichel, Marco Februar 2001: Verträge im E-Commerce unter besonderer Berücksichtigung der Fernabsatzrichtlinie und ihrer Umsetzung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
BGB, E-Commerce-Richtlinie, Fernabsatzgesetz, Fernabsatzrichtlinie, Signaturgesetz

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