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Vertikales Marketing mittels E-Commerce

Potentiale für Marketing & Vertrieb im Business-to-Business Sektor der Lebensmittelindustrie

Vertikales Marketing mittels E-Commerce
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Schenk
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 128 Seiten
  • Dateigröße: 990,1 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2705-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2705-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2705-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schenk, Matthias Juni 2000: Vertikales Marketing mittels E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: B2B, E-Commerce, Business to business, Online-Marketing, Lebensmittelbranche

Diplomarbeit von Matthias Schenk

Einleitung:

Während der Business-to-Consumer Sektor, also die Geschäfte mit dem Endkunden, in der Presse und der Fachliteratur ständig präsent sind, wird dem Business-to-Business Sektor, also dem Geschäft zwischen Unternehmen, erst seit kurzem Beachtung geschenkt. Der Verlagerung von Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen in das Internet wird eine immens steigende Bedeutung zugemessen: Bereits für das Jahr 2001 wird von Summa prognostiziert, dass 75 Prozent des Geschäfts im Internet auf den Business-to-Business Bereich entfallen. Die Notwendigkeit, sich schon heute mit dem Thema auseinander zu setzen, wird am Beispiel des Autoherstellers Ford deutlich: Von einem Tag auf den anderen hat das Unternehmen die traditionellen Lieferbeziehungen mit seinen Zulieferern aufgelöst. Statt dessen werden bestimmte Teile nur noch über Online-Auktionen eingekauft, indem ein Bedarf in der Auktion ausgeschrieben wird, bei dem die Zulieferer sich dann gegenseitig unterbieten. Das niedrigste Gebot erhält den Zuschlag (fluid pricing). Einige der alten Zulieferer, meist kleine Unternehmen, verfügten nicht über die nötige Infrastruktur und konnten nicht mitbieten, wodurch diese einen Auftrag im Wert von 150 Millionen Dollar verloren.

Damit die Lebensmittelindustrie sich nicht eines Tages ebenso unvorbereitet vor vollendete Tatsachen gestellt sieht wie die Automobilzulieferer, werden nachfolgend die Potentiale des E-Commerce im Business-to-Business Sektor der Lebensmittelindustrie analysiert. Dabei wird insbesondere auf die Bereiche Marketing und Vertrieb eingegangen, da in der Praxis eben diese Abteilung in der Industrie für den Bereich E-Commerce zuständig ist bzw. sein wird.

Gang der Untersuchung:

Zunächst wird in Kapitel 2 die vertikale Beziehung zwischen Lebensmittelindustrie und -Handel erläutert. Ziel dieses Kapitels ist es, dem im vertikalen Marketing Unerfahrenen einen groben Überblick über die aktuellen strategischen und operativen Instrumente und Konzepte zu vermitteln, um die Barrieren bei der Übertragung vertikaler Beziehungen in das elektronische Medium in Kapitel 4 nachvollziehen zu können.

In Kapitel 3 kann sich der mit E-Commerce Unbelastete über die historischen, technischen und organisatorischen Grundlagen von Internet und E-Commerce vertraut machen, um sich auf diese Weise das nötige Hintergrundwissen zum Verständnis der in Kapitel 4 erläuterten Problematik anzueignen.

In Kapitel 4 werden die in den beiden vorherigen Kapiteln erarbeiteten Grundlagen für eine Potentialanalyse in der Lebensmittelindustrie zusammengeführt. Dabei wird geklärt, welche Lebensmittelhersteller überhaupt geeignet sind für eine Umsetzung von E-Commerce Lösungen und wie diese strategisch und operational umsetzbar sind. Diese Analyse richtet sich insbesondere an die Generalisten und Entscheider in der Lebensmittelindustrie, und soll vor allem eine strategische Entscheidungshilfe bieten, aber auch operationale Anregungen für Marketing und Vertrieb geben.

In Kapitel 5 erfolgt ein Ausblick auf mögliche langfristige strategische Entwicklungen im Business-to-Business Sektor, um noch einmal die immense Relevanz des Themas zu verdeutlichen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VIII
1. Electronic Commerce – Die Zukunft des vertikalen Marketing in der Lebensmittelindustrie? 1
2. Vertikales Marketing 3
2.1 Geschichte und Struktur der vertikalen Beziehungen in der Lebensmittelindustrie 3
2.1.1 Stufe 1: Das moderne Marketingkonzept und das Push-Konzept 4
2.1.2 Stufe 2: Handelsmarketing und Key Account Management 5
2.1.3 Stufe 3: Aktuelle Marktsituation, Category Management und ECR 5
2.1.4 Stufe 4: Zukünftige Marktsituation 9
2.2 Das vertikale Marketingkonzept der Lebensmittelindustrie 11
2.2.1 Das Marktselektionskonzept 13
2.2.1.1 Das absatzkanalpolitische Selektionskonzept 13
2.2.1.2 Das absatzkanalpolitische Akquisitionskonzept 16
2.2.1.3 Das absatzkanalpolitische Koordinationskonzept 18
2.2.2 Das Machpolitische Konzept 20
2.2.2.1 Die Umgehungsstrategie 21
2.2.2.2 Die Anpassungsstrategie 22
2.2.2.3 Die Kooperationsstrategie 22
2.2.2.4 Die Konfliktstrategie 23
2.2.3 Das Marketing-Mix Konzept .23
2.2.3.1 Produktpolitik 25
2.2.3.2 Preispolitik 26
2.2.3.3 Kommunikationspolitik .27
2.2.3.4 Distributionspolitik 29
2.2.4 Das Informations- und Planungssystem 32
3. Electronic Commerce 34
3.1 Grundlagen des Internet 34
3.1.1 Entstehung 34
3.1.2 Technischer Hintergrund 35
3.2 Marketing im Internet: Electronic Commerce 37
3.2.1 Der Business-to-Business Sektor 38
3.2.2 Schnittstellenmanagement im B-to-B Sektor 40
3.2.2.1 Schnittstelle Intranet/Extranet 41
3.2.2.2 Prozeßneugestaltung entlang der Schnittstellen 43
3.2.3 Der elektronische Geschäftsdatenaustausch im B-to-B Sektor 45
3.2.3.1 DI-Anwendung beim Geschäftsdatenaustausch 46
3.2.3.2 Sicherheit beim Geschäftsdatenaustausch 48
4. E-Commerce Potentiale im vertikalen Marketing 51
4.1 Initiator der E-Commerce Aktivitäten 51
4.1.1 Lebensmittelhandelsinduzierte E-Commerce Lösungen 51
4.1.1.1 Gleichgewicht der Marktmacht 51
4.1.1.2 Handelsseitiger Machtüberhang 52
4.1.2 Lebensmittelherstellerinduzierte E-Commerce Lösungen 53
4.2 Strategische und operative Entscheidungen hinsichtlich der E-Commerce Aktivitäten 56
4.2.1 Wahl des Standorts 56
4.2.2 Wahl des Automatisierungsgrades 57
4.2.3 Wahl des Front-End 61
4.2.4 Wahl der Funktionalitäten-Integration 63
4.2.4.1 Nutzer-Voreinstellungen 65
4.2.4.2 Bestellwesen 65
4.2.4.3 Push-Instrumentarium: One-to-One Marketing 68
4.2.4.4 Produkt-Informationen 69
4.2.4.5 Kommunikation 71
4.2.4.6 Features 73
4.2.5 Wirtschaftlichkeitsbeurteilung 74
4.2.5.1 Kostenaufwand 74
4.2.5.2 Nutzen 77
4.3 Fazit: Die geeignete E-Commerce Strategie 79
5. E-Commerce – Die Zukunft des vertikalen Marketing in der Lebensmittelindustrie! 81
Anhang 84
Literaturverzeichnis 106
Ehrenwörtliche Erklärung 116

Automatisiert erstellter Textauszug:

Abb. 9: Umsätze nach B-to-B und B-to-C gesplittet In der Terminologie des Absatzmarketing entsprechen die Marketing-Aktivitäten im Bto-C Geschäft dem auf dem Pull-Konzept beruhenden Consumer Marketing, im B-to-B Geschäft dem auf dem Push-Konzept beruhenden vertikalen Marketing. Dementsprechend wird auf das B-to-C Geschäft im folgenden ausschließlich zur Definition der Kennzeichen des B-to-B Geschäfts eingegangen, ansonsten wird das Endkundengeschäft für die weiteren Ausführungen vernachlässigt. Das B-to-B Geschäft läßt sich gegenüber dem B-to-C Geschäft anhand der Dimensionen Beziehungscharakter, Transaktionsverwaltung, strategisches Ziel und verfolgter Kundennutzen abgrenzen:162 - Ein bedeutendes Unterscheidungsmerkmal im B-to-B Geschäft ist der Beziehungscharakter zwischen den Vertragsparteien: Während im B-to-C Geschäft an jeden interessierten Kunden verkauft wird, richtet sich der B-to-B Bereich an einen geschlossenen Nutzerkreis von im voraus bekannten Handelspartnern. Der Einkauf wird durch vorher individuell festgelegte Prozesse (Bestellformulare, Warenrechnungen etc.) vollzogen. Die Preise variieren individuell in Abhängigkeit von Parametern wie Menge, Termine, Zahlungs- und Lieferbedingungen etc. Dies führt zu einer erheblichen Komplexität gegenüber B-to-C Geschäftsmodellen, in denen sich die Geschäftsprozesse i.d.R. nicht voneinander unterscheiden. Der B-to-B Bereich befaßt sich demnach mit n-fachen 1:1-Geschäftsbeziehungen, während im B-to-C Bereich hauptsächlich 1:n-Geschäftsbeziehungen vorliegen. [...]

Bereits in der 80er Jahren setzte sich das Marketing intensiv mit Informations- und Kommunikationstechnologien auseinander. Während in den 80ern die Technologie nur unterstützende Funktionen einnahm (Technology follows Strategy), wurde mit der zunehmenden Diffusion des Internets die Technologie zu einem eigenständigen Marketing-Feld (Technology is a Strategy).155 Zunächst unter Begriffen wie Electronic Marketing, Multimedia-Marketing, OnlineMarketing und Internet-Marketing firmierend, steht zu Beginn des neuen Jahrtausends der Begriff Electronic Commerce156 synonym für sämtliche Transaktionen, bei denen die Beteiligten auf elektronischem Wege Geschäfte anbahnen und abwickeln.157 Die rasante Diffusion und die rasant steigende Bedeutung des Internet läßt sich am besten anhand der Umsatzentwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs ablesen: Während der Umsatz mit E-Commerce in Deutschland 1998 noch bei 2,6 Milliarden DM lag, wird für das Jahr 2002 ein Umsatzvolumen von 100 Milliarden DM prognostiziert.158 Nach der Einschätzung von Forrester Research wird Deutschland spätestens im Jahr 2004 mit einem Marktanteil von über 25 Prozent der größte E-Commerce-Markt in West-Europa sein.159 Die Nutzer von Electronic Commerce werden klassifiziert in geschäftliche (Business), private (Consumer) und staatliche (Administration) Nutzer. Ordnet man diesen Nutzern die Dimensionen Anbieter der Leistung und Nachfrager der Leistung zu, ergibt sich die [...]

schen Entfernung ab, sondern von der Größe bzw. der Bandbreite der Leitungen und der Anzahl der Daten, die bereits die Leitungen „verstopfen“. So werden Daten u.U. von Berlin über München nach Hamburg geschickt, da die direkte Verbindung von Berlin nach Hamburg überlastet ist. Wenn nun bei der Datenübertragung einige Leitungen im Internet ausfallen, werden die Daten auf anderen Leitungen zum Empfänger geschickt (sog. „Hot Potatoe Routing“).146 Die durch stetig steigende Nutzerzahlen bedingte Ausweitung des Datenverkehrs führt zu erheblichen Wartezeiten und Verzögerungen beim Laden großer Datenmengen. Insbesondere die Engpässe im Bereich der Backbone-Netze und die geringen Übertragungskapazitäten im Bereich des lokalen Netzzugangs per Telefon, d.h. des Datentransfers bis zum nächsten Einwahlknoten, erfordern eine Ausweitung der Bandbreiten oder neue Übertragungstechniken. Die Engpässe in den Backbone-Netzen werden durch stetiges Wachstum der Übertragungskapazitäten kompensiert.147 Die Probleme in der „ersten Meile“ des lokalen Netzzugangs werden bislang einerseits durch bessere Kapazitätsauslastung der bestehenden Kupfernetze mittels ADSL/SDSL148 sowie andererseits durch Ersetzen der Kupfernetze mit Glasfasernetzen bis zum Endkunden gelöst.149 Da die Lösung mit Glasfasernetzen trotz der überragenden Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gigabit/sec zu kostenintensiv ist, scheint sich bislang die ADSLTechnologie mit 100facher ISDN-Kapazität durchzusetzen.150 Der Zugang zum Internet erfolgt mittels telefonischer Einwahl per Modem (max. 56 Kilobit/sec) oder ISDN (64 Kilobit/sec bis ca. 2 Megabit/sec) über einen lokal gelegenen Einwahlknotenpunkt eines Internet Service Providers (ISP) oder mittels Standleitung (z.Z. bis zu 155 Megabits/sec) zum ISP.151 Ein ISP (z.B. AOL, T-online, compuserve) nimmt die Funktion eines Access-Providers und/oder eines Content-Providers wahr.152 Ein Access Provider sorgt für die Bereitstellung und Vermietung von Internet-Zugängen und Standleitungen nebst dazugehöriger Technologie sowie die Beratung in allen technischen Fragen. Es ist zu erwarten, daß sich das momentan noch völlig unübersichtliche Tarifangebot in Deutschland ähnlich wie in USA und England hin zu einer Flat Rate [...]

Arbeit zitieren:
Schenk, Matthias Juni 2000: Vertikales Marketing mittels E-Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
B2B, E-Commerce, Business to business, Online-Marketing, Lebensmittelbranche

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