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Vertikales Beschwerdemanagement

Zur Einbindung des Handels in Kundenbindungssysteme

Vertikales Beschwerdemanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Adam Pawelek
  • Abgabedatum: Juli 1999
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 4,7 MB
  • Note: 3,3
  • Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1806-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1806-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1806-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Pawelek, Adam Juli 1999: Vertikales Beschwerdemanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: vertikale Kooperation, Beschwerden, Kundenbindung, Reklamationen, Beschwerdemanagement

Diplomarbeit von Adam Pawelek

Einleitung:

Marketing wird heute überwiegend als Management des komparativen Konkurrenzvorteils verstanden. Im Rahmen der Marketing-Konzeptionen und Marketing-Denkens soll eine Existenzsicherung durch Stabilisierung von Marktanteilen und Geschäftsbeziehungen erreicht werden. Die zunehmende Berücksichtigung von Kundenzufriedenheit in Marketing-Konzepten führt zu zwei strategischen Konsequenzen:

1. In den Unternehmen müssen mehr Anstrengungen vorgenommen werden um die Informationsprobleme durch Zufriedenheitsforschung und Beschwerdeforschung zu lösen.

2. Die so erhaltene Informationen müssen in praktische Handlungen umgewandelt werden, um eine Kundenbindung durch dauerhafte Zufriedenheit herzustellen.

Zur Evaluierung des Zielerreichungsgrades der Bedürfnisbefriedigung bedarf es ständiger und systematischer Markt-Feedbacks. Die Frage, ob durch die Maßnahmen des Unternehmens die Anforderungen des Kunden getroffen wurden, kann erst in der Bewertung des Kunden und zwar nach dem Kauf beantwortet werden. Laut einiger Unzufriedenheitsstudien beschweren sich jedoch im Regelfall weniger als 30 % der unzufriedener Kunden. Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Beschwerden wird auf dem schriftlichen Wege vorgebracht. Die meisten Kunden beschweren sich mündlich: Bei Konsumgütern direkt beim Handel, wo sie die Produkte gekauft haben, im Dienstleistungsbereich gegenüber den Mitarbeitern.

Studien zeigen, daß sich ca. 80-90 % der Konsumenten direkt beim Händler beschweren.

Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, die Problematik der Kooperation zwischen Hersteller und Handel im Bezug auf das Kerninstrument Beschwerdemanagement unter Berücksichtigung der Machtverhältnisse zu untersuchen. Es soll gezeigt werden, wann eine Kooperation zwischen Hersteller und Handel beim Beschwerdemanagement möglich ist und welchen Einfluß verschiedene Potentialdominanzen haben können. Anhand praktischer Beispiele werden die theoretischen Ausführungen ergänzt.

Gang der Untersuchung:

Für den Aufbau der Arbeit ergibt sich eine dreigliedrige Struktur:

Im ersten Teil der Arbeit wird im Hinblick auf die aktuelle Focussierung des Marketings die Kundenbindung, die Relevanz und der Stellenwert des Beschwerdemanagements angesprochen, sowie die Reaktionsmöglichkeiten der Kunden bei Unzufriedenheit geprüft.

Das zweite Teil der Ausführungen beschäftigt sich mit Problemen, die aus den verschiedenen Machtverhältnissen entstehen. Daneben wird die Rolle des Handels als Gatekeeper im Beschwerdeprozeß kritisch betrachtet.

Im dritten Teil der Arbeit werden die Möglichkeiten der Einbindung des Handels in alle Phasen des Beschwerdemanagements untersucht, wobei die Situation bei Machtgleichgewicht den Schwerpunkt der Arbeit bildet. Basierend auf den theoretischen Grundlagen und praktischen Beispielen werden Problemlösungsansätze vorgestellt und ein Gestaltungsrahmen für die Organisation von Beschwerdemanagement-Systemen bei Machtgleichgewicht zwischen Hersteller und Handel entwickelt. Darüber hinaus wird untersucht, inwiefern unterschiedliche Methoden der selektiven Beschwerdestrategie Anwendung finden können.

Die Arbeit endet mit einer zusammenfassenden Schlußbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

1. Grundlagen der Untersuchung
1.1 Kundenorientierung 5
1.2 Problemstellung und Zielsetzung 7
1.3 Überblick über den Aufbau der Arbeit 9
2. Beschwerdemanagement als Reaktion auf Kundenunzufriedenheit
2.1 Zur Kundenunzufriedenheit 10
2.2 Handlungsmöglichkeiten des Kunden bei Unzufriedenheit 12
2.3 Definition und Ziele des Beschwerdemanagements 14
2.4 Chancenpotential des Beschwerdemanagements 17
3. Zu Hersteller-Handels-Beziehungen
3.1 Zur hohen Beschwerderate beim Handel 23
3.2 Gatekeeper-Rolle des Handels 24
3.3 Zum Kooperationsbegriff 26
3.4 Zur Abhängigkeit der Strategien der Hersteller mit der Wahl des Absatzweges 27
3.5 Zur Potentialdominanz 29
4. Einbindung des Handels in das Beschwerdemanagement
4.1 Potentialdominanz und Beschwerdemanagement 30
4.2 Strategien beim Umgang mit Beschwerden und Rolle des "Empowerments" 32
4.3 Beschwerdemanagement bei Machtgleichgewicht 39
4.3.1 Einbindung des Handels in die Beschwerdestimulierung und -erfassung
4.3.1.1 Zur Rolle der Beschwerdestimulierung und -erfassung 40
4.3.1.2 Wege der Beschwerdestimulierung und -erfassung
4.3.1.2.1 Mündliche Beschwerden am POS 43
4.3.1.2.2 Meinungskarten und -faltblätter 45
4.3.1.2.3 Umfragen 46
4.3.1.2.4 Hotlines 47
4.3.1.2.5 E-Mail / Internet 50
4.3.1.2.6 Weitere Methoden 50
4.3.2 Rolle der EDV-Unterstützung bei Beschwerdeerfassung 51
4.3.3 Zur Problematik der Beschwerdebearbeitung und externen Kanalisierung
4.3.3.1 Beschwerdebearbeitung am POS 54
4.3.3.2 Möglichkeiten der externen Kanalisierung von Beschwerden durch den Handel 55
4.3.4 Zu den Vereinbarungen zwischen Handel und Hersteller zur Reaktionsstrategie, Koordination und Kostenverteilung 57
4.3.5 Beschwerdeauswertung und Controlling 61
4.4 Zum Beschwerdemanagement bei sonstigen Machtverhältnissen
4.4.1 Beschwerdemanagement bei Potentialdominanz des Herstellers 63
4.4.1.1 Einbindung des Handels in die Beschwerdestimulierung und -erfassung 64
4.4.1.2 Rolle der EDV-Unterstützung bei der Beschwerdeerfassung 65
4.4.1.3 Zur Problematik der Beschwerdebearbeitung und externen Kanalisierung 66
4.4.1.4 Zu den Vereinbarungen zwischen dem Handel und Hersteller zur Reaktionsstrategie, Koordination und Kostenverteilung 68
4.4.1.5 Beschwerdeauswertung und Controlling 70
4.4.2 Beschwerdemanagement bei Potentialdominanz des Handels 70
5. Abschließende Bemerkungen 71
Literaturverzeichnis 75
Gesprächsverzeichnis 80
Eidesstattliche Versicherung

Arbeit zitieren:
Pawelek, Adam Juli 1999: Vertikales Beschwerdemanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
vertikale Kooperation, Beschwerden, Kundenbindung, Reklamationen, Beschwerdemanagement

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