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Vermeidung von Hochwasserschäden durch aktive und passive Hochwasserschutzmaßnahmen

Case Study: Techno-ökonomische Analyse der Einsatzmöglichkeiten von planmäßigen mobilen Hochwasserschutzsystemen

Vermeidung von Hochwasserschäden durch aktive und passive Hochwasserschutzmaßnahmen
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Wojciech Sowa
  • Abgabedatum: Oktober 2008
  • Umfang: 145 Seiten
  • Dateigröße: 3,6 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • Bibliografie: ca. 70
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3284-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Sowa, Wojciech Oktober 2008: Vermeidung von Hochwasserschäden durch aktive und passive Hochwasserschutzmaßnahmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Hochwasser, Hochwasserschutz, Wasserbau, Mobiler Hochwasserschutz, Aktive / Passive Hochwasserschutzmaßnahmen

Magisterarbeit von Wojciech Sowa

Einleitung:

Hochwasserereignisse gehören zu den häufigsten und teuersten Naturkatastrophen. Große Überschwemmungen haben allein in den Neunzigerjahren des zwanzigsten Jahrhunderts volkswirtschaftliche Schäden von über 200 Mrd. US$ verursacht. Die Hochwasserereignisse des Jahres 2002 forderten neben ungeheurem menschlichem Leid, Schäden von über 20 Mrd. Euro in ganz Europa. Nur 3,4 Mrd. Euro davon waren versichert. Neben Stürmen sind Überschwemmungen die häufigste Ursache für Schäden aus Naturereignissen. Weltweit sind rund ein Drittel aller Schadensereignisse und ein Drittel der volkswirtschaftlichen Schäden auf die Folgen von Hochwasser zurückzuführen. In den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gab es nur sechs große Überschwemmungskatastrophen. In den Neunzigerjahren waren es schon 26.

Oft werden wir mit Berichten und TV-Bildern von Hochwasserereignissen aus aller Welt konfrontiert. Sie erinnern uns daran, dass wir Naturereignisse nicht kontrollieren können. Durch die Klimaänderung und menschliches Handeln kommt es immer öfter zu Hochwasserereignissen, und diese werden auch immer katastrophaler.

Es heißt ‘Nach der Flut ist vor der Flut.’ Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Hochwasser kommt. Deshalb müssen wir auf das nächste Hochwasserereignis vorbereitet sein.

Vor allem kurz nach großen Hochwasserkatastrophen, wie beispielsweise das Augusthochwasser 2002 wird der Ruf nach Verbesserung und Ausbau bestehender, bzw. Errichtung neuer Hochwasserschutzanlagen laut. Zu den besonders kritischen Bereichen, die geschützt werden sollen, zählen die dicht besiedelten und genutzten Uferzonen in Innenstädten oder Industriegebieten. Hier kommt es zu einer Akkumulation von wertvollen Gütern und Werten. Stationäre Hochwasserschutzsysteme wie Deiche oder Mauern benötigen jedoch viel Raum. Zusätzlich kollidieren sie mit anderen Interessen wie Tourismus, Landschaftsbild und Ästhetik während der meist hochwasserfreien Zeit. Die mobilen Hochwasserschutzsysteme bieten eine Lösung dieses Dilemmas an.

In dieser Arbeit werden die bekannten mobilen Hochwasserschutzsysteme näher untersucht und beschrieben. Ein besonderes Augenmerk wird den Systemen des planmäßigen mobilen Hochwasserschutzes gewidmet.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG 1
2. DAS PHÄNOMEN HOCHWASSER 3
2.1 Hochwasser - ein Naturereignis 3
2.2 Der Mensch und das Hochwasser 4
2.3 Hochwasser - Definitionen 6
2.4 Hochwasser - Qualifikation 7
2.5 Hochwasser - Kenngrößen und Einwirkungsparameter 8
2.6 Arten von Hochwasserereignissen 10
2.6.1 Sturzfluten 10
2.6.2 Lokale Überschwemmungen aus Starkniederschlägen 10
2.6.3 Flussüberschwemmungen nach flächenhaften Starkregen 10
2.6.4 Flussüberschwemmungen nach Dauerregen 11
2.6.5 Taufluten 11
2.6.6 Sonstige Hochwasserarten 12
3. HOCHWASSER - URSACHEN UND EINFLUSSFAKTOREN 13
3.1 Natürliche Einflussfaktoren 13
3.1.1 Die Niederschläge 14
3.1.2 Das Einzugsgebiet 16
3.1.3 Sonstige Wetter- und Klimaverhältnisse 17
3.1.4 Die Wasserspeichermedien 19
3.1.4.1 Bewuchs 19
3.1.4.2 Bodenbeschaffenheit 21
3.1.4.3 Geländeform 23
3.1.4.4 Gewässernetz 24
3.2 Anthropogene Einflussfaktoren 25
3.2.1 Landnutzung und Bodenbewirtschaftung 26
3.2.2 Versiegelung und Bebauung 28
3.2.3 Gewässerausbau 31
3.2.4 Verlust von natürlichen Retentionsflächen / Wellenüberlagerung 33
3.2.5 Klimaänderungen 33
3.2.5.1 Treibhauseffekt 34
3.2.5.2 Mögliche Änderungen der Wasserhaushaltskomponenten 35
3.2.5.3 Mögliche Folgen von Klimaänderungen für die Hochwasserentstehung 37
4. HOCHWASSERSCHÄDEN 38
4.1 Hochwasser - Gefahrenarten 38
4.1.1 Statische Überschwemmung 38
4.1.2 Dynamische Überschwemmung 39
4.1.3 Ufererosion 40
4.1.4 Grundwasseranstieg 41
4.1.5 Murgang 41
4.2 Schadenpotenzial 43
4.2.1 Schadenpotenzial - Definition 44
4.2.2 Gefahrenbewusstsein 44
4.2.2.1 Gefahrenkarten 45
4.2.2.2 Gefahrenzonenpläne 45
4.2.2.3 Raumplanung 47
4.3 Gründe für die Zunahme der Hochwasserschäden 49
5. HOCHWASSERSCHUTZ - ALLGEMEIN 51
5.1 Schutzziele 51
5.2 Passiver HWS und Verbesserung des natürlichen Retentionsvermögens 52
5.2.1 Rückverlegung von Deichen und Renaturierung der Gewässer 54
5.2.2 Wasserrückhalt auf der Fläche 55
5.2.2.1 Maßnahmen im Freiraum zum dezentralen Wasserrückhalt 55
5.2.2.2 Maßnahmen im Siedlungsbereich zum dezentralen Wasserrückhalt 56
5.3 Technischer Hochwasserschutz 58
5.3.1 Hochwasserschutz durch Deiche und Schutzdämme 59
5.3.2 Hochwasserschutz durch Mauern 62
5.3.3 Hochwasserschutz durch Polder 63
5.3.4 Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren 65
5.3.5 Mobiler Hochwasserschutz 66
5.3.6 Schutz vor Kanalisationswasser 67
5.4 Schutzstrategien bei Gebäuden - Objektschutz 70
5.5 Weitergehende Hochwasservorsorge 76
5.51 Verhaltenvorsorge 76
5.6 Maßnahmenwirkung in hochwassergefährdeten Gebieten 76
6. HOCHWASSERSCHUTZ - VERWENDETE MATERIALIEN 79
6.1 Beton 79
6.1.1 Eigenschaften 79
6.1.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 79
6.2 Bitumen 80
6.2.1 Eigenschaften 80
6.2.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 80
6.3 Aluminium 80
6.3.1 Eigenschaften 80
6.3.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 81
6.4 Stahl 81
6.4.1 Eigenschaften 81
6.4.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 82
6.5 Kunststoffe 82
6.5.1 Eigenschaften 82
6.5.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 83
6.6 Glas 83
6.6.1 Eigenschaften 83
6.6.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 84
6.7 Holz 84
6.7.1 Eigenschaften 84
6.7.2 Einsatzbereiche im Hochwasserschutz 85
7. MOBILER HOCHWASSERSCHUTZ 86
7.1 Definitionen / Einteilung 86
7.2 Planmäßige HWS-Systeme 86
7.2.1 Einsatzbereiche 88
7.2.2 Auslegung 90
7.2.2.1 Freibord und Überströmbarkeit 90
7.2.2.2 Konstruktionshöhe 91
7.2.2.3 Bereitstellungszeit 92
7.2.2.4 Konstruktion und Anordnung 93
7.3 Ortsungebundene HWS-Systeme 94
7.3.1 Einsatzrandbedingungen 95
7.3.2 Systemübersicht 97
7.3.2.1 Sandsäcke und Tandemsandsäcke 97
7.3.2.2 Einfache Tafelsysteme und Betonkörper 101
7.3.2.3 Stellwandsysteme 101
7.3.2.4 Offene Behältersysteme 103
7.3.2.5 Geschlossene Behältersysteme 105
7.3.2.6 Die unplanmäßigen mobilen Hochwasserschutzsysteme - zusammenfassende Systemtypenübersicht 108
7.3.3 Logistik 109
7.3.4 Risiko 110
8. PLANMÄSSIGER MOBILER HWS - SYSTEMÜBERSICHT 111
8.1 Dammbalken / Dammtafelsysteme 111
8.2 Torsysteme 117
8.3 Klappbare Systeme 118
8.4 Aufschwimmbare Systeme 119
8.5 Aufschwimmbare, klappbare Systeme 121
8.6 Schlauchwehrsysteme 122
8.7 Glaswandsysteme 124
8.8 Kosten 127
8.9 Planmäßiger mobiler Hochwasserschutz - zusammenfassende Darstellung 128
9. ZUSAMMENFASSUNG 130
10. LITERATURVERZEICHNIS 132

Textprobe:

Kapitel 6, HOCHWASSERSCHUTZ - Verwendete Materialien:

Für ortsfeste Hochwasserschutzmassnahmen werden hauptsächlich Beton, Bitumen, Asphalt, Kunststoff, Natursteinmauerwerk, Aluminium und Stahl verwendet. Bei beweglichen und mobilen Hochwasserschutzkonstruktionen kommen hauptsächlich Aluminium, Stahl, Holz, Kunststoffe und Kunststofffolien zum Einsatz.

Beton:

Eigenschaften:

Beton ist ein ‘steinähnliches Baumaterial aus Zement, Sand und Wasser’. Beton wird auch als ‘ein künstlicher Stein, der aus einem Gemisch aus Zement, Betonzuschlag und Wasser (…) durch Erhärten des Zementleimes (Zement-Wasser-Gemisch) entsteht’ definiert.

Beton ist ein Zwei-Stoff-System, das in der Regel aus dichten und dauerhaften Zuschlägen wie Sand und Kies, sowie dem erhärteten Zementleim besteht. Es ist ein beständiger und fester Baustoff der große Gestaltungsspielräume bietet. Für den Hochwasserschutz von besonderer Wichtigkeit ist die Wasserundurchlässigkeit von Beton. Bei sachgerechter Planung, Betonzusammensetzung, Ausführung und Nachbehandlung kann Beton nicht wasserdicht aber wasserundurchlässig gemacht werden.

Einsatzbereiche im Hochwasserschutz:

Aus Beton werden unter anderem Hochwasserschutzwände, Fundamente, Bodenkammern und Ablagekammern der ortsfesten, mobilen Hochwasserschutzanlagen ausgeführt.

Bitumen:

Eigenschaften:

Bitumen ist ein ‘dem Teer ähnliches Dichtungsmaterial, das aus Erdöl gewonnen wird’. Es sind ‘bei der Aufarbeitung geeigneter Erdöle gewonnene schwerflüchtige, dunkelfarbige Gemische verschiedenerorganischer Substanzen, deren elasto-viskoses Verhalten sich mit der Temperatur ändert’.

Bitumen ist ein Thermoplast. Bei Raumtemperatur ist er halbfest bis extrem spröde und hart. Mit steigender Temperatur wird Bitumen verformbar, dann zähflüssig und bei ca. 180 °C dünnflüssig. Bei Abkühlung haften Bitumen an den Werkstoffen, die sie in dünnflüssigem Zustand benetzt haben. Die Diffusionszahl von macht das Bitumen praktisch wasserdicht. Bitumen ist auch widerstandsfähig gegenüber Einwirkungen organischer und anorganischer Salze, sowie schwacher Säuren.

Einsatzbereiche im Hochwasserschutz:

Bitumen wird im Hochwasserschutz als Dichtstoff verwendet. Beispielsweise können Gebäude, vor allem Keller, oder Teile der Hochwasserschutzkonstruktion, die in der Erde verankert sind, mit Bitumen wasserdicht gemacht werden.

Aluminium:

Eigenschaften:

Aluminium (Al) gehört zu den Leichtmetallen. Das spezifische Gewicht von Aluminium beträgt 2,7 g/cm³. Aluminium wird selten in reiner Form verwendet. Öfter zum Einsatz kommt Aluminium in Form von Legierungen.

Aluminium ist das häufigste Metall überhaupt. Die Aluminiumverbindungen kommen sehr oft in der Erdrinde vor. Die Gewinnung von Aluminium ist jedoch sehr aufwendig und dadurch auch teuer. Aluminium wird elektrochemisch hergestellt. Um eine Tonne Aluminium herzustellen werden 15.000 kWh Strom, 600 kg Kohle, als Elektroden, und 4.000 kg Bauxit, ein Mineral das Aluminiumoxid enthält, benötigt.

Aluminium hat eine vergleichsweise hohe Festigkeit und einen guten Korrosionswiderstand an der Atmosphäre. Der Korrosionswiderstand gegenüber den atmosphärischen Belastungen wird durch die Oxidschicht verursacht. Diese bildet sich sofort an der Oberfläche von Aluminium und regeneriert sich auch sehr schnell nach einer Beschädigung. Durch anodische Oxidation kann diese Oxidschicht künstlich verbessert werden. Elektrisch oxidiertes Aluminium wird auch als Eloxal bezeichnet.Für pH – Werte zwischen 4 und 9 ist die Eloxalschicht ausreichend beständig.

Einsatzbereiche im Hochwasserschutz:

Aufgrund des Gewichtvorteils gegenüber beispielsweise Stahl, wird Aluminium vor allem im mobilen Hochwasserschutz verwendet. Aus Aluminium, oder besser gesagt aus Aluminiumlegierungen werden Dammbalken, Dammtafeln, Absperrtafeln und Stützen, sowie andere Teile der mobilen Systeme hergestellt.

Stahl:

Eigenschaften:

Stahl ist ‘aus Eisenerz gewonnenes, hartes, hochveredeltes Metall von hoher Festigkeit’. ‘Als Stahl werden Werkstoffe bezeichnet, deren Massenanteil an Eisen größer ist als der jedes anderen Elements und i. Allg. weniger als 2 Massen-% Kohlenstoff enthält.’ ‘Stähle sind […] widerstandsfähige metallische Werkstoffe, die vorwiegend aus Eisen bestehen. Stähle sind hart, geschmeidig, zugfest und zäh’. Das Eigengewicht von Stahl beträgt 7,85 g/cm³, d.h. ca. das Dreifache des spezifischen Gewichts von Aluminium.

In Form seiner Verbindungen ist Eisen das zweithäufigste Metall in der Erdkruste. Durch die Verarbeitung im Hochofen wird aus Eisenerz Gusseisen erzeugt. Durch weitere Verarbeitung wird der Kohlenstoffgehalt auf unter 2 % reduziert. Es gibt tausende von Stahlsorten. Jede von Ihnen ist durch die chemische Zusammensetzung und besondere Eigenschaften wie Härte, Zähigkeit, Elastizität und Korrosionsbeständigkeit charakterisiert. Die Eigenschaften können durch den Zusatz von Legierungsmetallen geändert werden. Beispielsweise erhöht Chrom die Härte und Nickel die Zähigkeit.

Im Bauwesen werden neben den allgemeinen, unlegierten Baustählen, die wetterfesten, die Feinkornbaustähle, die korrosionsbeständige Stähle, Betonstähle und Spannstähle verwendet. Die wetterfesten Stähle haben einen 0,3-0,5 % Legierungsgehalt von Kupfer. Kupfer verursacht die Bildung einer Deckschicht, die die Korrosion verlangsamt oder ganz verhindert. Feinkornbaustähle sind vollberuhigte Stähle mit hoher Homogenität, Streckgrenze und Zugfestigkeit. Die korrosionsbeständigen Stähle haben einen mindestens 12 % Legierungsanteil von Chrom. Dadurch wird eine passive Oberflächenschicht gebildet, die sich bei Verletzungen erneuert. Betonstähle sind unlegierte Stähle mit sehr guten Schweißeigenschaften. Spannstähle haben eine höhere Festigkeit als die Betonstähle.

Die Korrosionsbeständigkeit des Stahls kann zusätzlich durch Überstreichen mit Rostschutzfarben oder Verzinken gewährleistet werden. Beim Verzinken wird auf die Stahlelemente eine dünne Zinkschicht aufgetragen.

Einsatzbereiche im Hochwasserschutz:

Aufgrund des hohen Eigengewichtes wird Stahl im Hochwasserschutz nur dort eingesetzt, wo besondere Festigkeit der Konstruktion gefordert wird. Vor allem die stark beanspruchten Teile wie Scharniere der Schutztore, Verankerungen und die senkrechten Stützen der mobilen Hochwasserschutzwände werden aus Stahl produziert. Spundwände, die zur Befestigung der Hochwasserschutzdeiche bzw. selbst als Hochwasserschutzwände verwendet werden, bestehen aus Stahl.

Kunststoffe:

Eigenschaften:

Kunststoff wird als ‘makromolekularer Werkstoff für die Herstellung strapazierfähiger Gegenstände’ definiert. Es sind ‘makromolekulare Stoffe, die im Wesentlichen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen. Die Vielfalt der Kunststoffe beruht auf der Tatsache, dass Kohlenstoffatome in unterschiedlichster Weise miteinander und mit anderen Elementen Verbindungen eingehen können.’ Chemisch gesehen, bestehen Kunststoffe aus organischen Riesenmolekülen. Kunststoffe lassen sich in drei Gruppen einteilen: Thermoplaste, Duroplaste und Elastomere. Durch Erhitzen werden Thermoplaste weich und verformbar. Sie behalten ihre neue Form nach dem Abkühlen bei. Sie sind bruchsicher. Das Erhitzen von Duroplasten führt zu keiner Formänderung. Bei starkem Erhitzen zersetzen sie sich jedoch. Duroplaste sind neben der Wärmebeständigkeit durch ihre Festigkeit und Nichtverformbarkeit gekennzeichnet. Sie sind jedoch weniger bruchsicher als die Thermoplaste. Elastomere sind gummielastisch. Sie lassen sich bei Kräfteeinwirkung leicht verformen. Sie nehmen jedoch anschließend ihre ursprüngliche Form wieder an. Elastomere haben eine große Dehnfähigkeit und hohe Bruchdehnung. Sie können somit Bewegungen und Dehnungen aufnehmen.

Arbeit zitieren:
Sowa, Wojciech Oktober 2008: Vermeidung von Hochwasserschäden durch aktive und passive Hochwasserschutzmaßnahmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Hochwasser, Hochwasserschutz, Wasserbau, Mobiler Hochwasserschutz, Aktive / Passive Hochwasserschutzmaßnahmen

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