Verknüpfung von Value Based Management und Balanced Scorecard zu einem integrierten Framework
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Ingo Walchensteiner
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 98 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,2
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Vorarlberg GmbH Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6128-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6128-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6128-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Walchensteiner, Ingo Juli 2002: Verknüpfung von Value Based Management und Balanced Scorecard zu einem integrierten Framework, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensführung, Werttreiber, Kennzahlen, Strategie, Prozess
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Diplomarbeit von Ingo Walchensteiner
Einleitung:
Value Based Management verfolgt das Ziel der Steigerung des Unternehmenswertes und hat den Anspruch, diese Wertorientierung zur Leitlinie allen Handels werden zu lassen. Dieses Konzept wird als ganzheitlicher Ansatz erkannt, welcher sowohl Shareholder- als auch Stakeholder-Interessen berücksichtigt. Im Rahmen der Konkretisierung der Werttreiber erweist sich die Balanced Scorecard als geeignetes Tool, welches die Steuerungsgrößen in ein ausbalanciertes Verhältnis bringt. Das Konzept der Balanced Scorecard wird in den Phasen des Werttreiberprozesses in das Instrument der wertorientierten Unternehmensführung eingesetzt, denn in ihrer Verbindung kann die Effektivität der strategischen Steuerung deutlich gesteigert werden. Wesentlich ist, dass das Steuerungs- und Führungsinstrument im Rahmen des Strategieprozesses in den Führungskreislauf integriert wird, um eine Durchgängigkeit, Transparenz und Verbindlichkeit der strategischen Ziele sicher zu stellen. Eine konsequente Umsetzung kann zu tiefgreifenden Veränderungen führen, ist aber Voraussetzung für die Entfaltung der Wertsteigerungspotentiale, mit welchen das Ziel der nachhaltigen Unternehmenswertsteigerung erreicht werden kann.
Die Führung und Steuerung von Unternehmungen war, ist und wird immer herausfordernd sein. Die Kernaufgabe der Unternehmensführung stellt die Bewältigung der Komplexität dar, deren Dynamik Offenheit und Flexibilität verlangt. Die Unternehmensführung muss für die Anwendung neuer Instrumente offen sein, um beispielsweise Strategien erfolgreich umsetzen zu können. Unternehmenssteuerung hat somit mit dem Management komplexer, nicht-linearer dynamischer Systeme zu tun. Die Schlussfolgerung liegt nahe, dass derartigen Herausforderungen nur mit Instrumentenbündeln effizient begegnet werden kann. „Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass man die Interdependenzen sowohl zwischen als auch innerhalb komplexer Systeme versteht.“ Erst dann sollten entsprechende Instrumentenbündel konzipiert und implementiert werden. Sind diese Voraussetzungen geschaffen, ist man jedoch noch lange nicht am Ziel, denn die Implementierung und Verankerung von Konzepten stellt hohe Herausforderungen an das Management und die betroffenen Personen. Eine konkrete Umsetzung hat oft tiefgreifende Auswirkungen auf die strategische und organisatorische Ausrichtung.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Entwicklungsprozess der Balanced Scorecard im Rahmen der Implementierung von Value Based Management aufzuzeigen. Es soll dargestellt werden, wie die Konzepte miteinander verknüpft, implementiert und angewendet werden sollen, damit das Ziel der Wertsteigerung erreicht wird. Dazu ist ein integrierter Prozess notwendig, welcher die Elemente der wertorientierten Unternehmensführung, der Balanced Scorecard und der Strategielehre in eine Abfolge von Schritten beschreibt. Die Arbeit fokussiert die Implementierung des Steuerungs- und Führungsinstruments in der betrieblichen Praxis, deren prozessuale, methodische und inhaltliche Ausgestaltung anhand des Pilotprojektes im Mercedes-Benz Classic Centers vorgestellt werden soll.
Inhaltsverzeichnis:
| VORWORT | 2 | |
| KURZFASSUNG | 6 | |
| SUMMARY | 6 | |
| 1. | EINLEITUNG | 7 |
| 1.1 | Problemstellung und Ausgangssituation | 7 |
| 1.2 | Zielsetzung der Diplomarbeit | 7 |
| 1.3 | Aufbau der Diplomarbeit | 7 |
| 2. | THEORETISCHE GRUNDLAGEN | 9 |
| 2.1 | Wertorientierte Unternehmensführung | 9 |
| 2.1.1 | Entwicklung und Begriffsbestimmung wertorientierter Unternehmensführung | 9 |
| 2.1.2 | Die Shareholder- und Stakeholder-Diskussion als normative Dimension der wertorientierten Unternehmensführung | 10 |
| 2.1.3 | Die Auswahl wertsteigernder Strategien als Kern der strategischen Ebene | 11 |
| 2.1.4 | Die Kernelemente auf der operativen Ebene | 13 |
| 2.1.5 | Die wertorientierte Unternehmensführung als zukunftsträchtiges Führungskonzept | 14 |
| 2.2 | Das Modell der Balanced Scorecard | 14 |
| 2.2.1 | Grundgedanken der Balanced Scorecard zur Strategieimplementierung | 14 |
| 2.2.2 | Die Perspektiven der Balanced Scorecard | 16 |
| 2.2.2.1 | Finanzperspektive | 16 |
| 2.2.2.2 | Kundenperspektive | 18 |
| 2.2.2.3 | Prozessperspektive | 19 |
| 2.2.2.4 | Lern- und Entwicklungsperspektive | 20 |
| 2.2.3 | Ursache- und Wirkungsbeziehungen der Perspektiven | 21 |
| 2.2.4 | Konzeption einer Balanced Scorecard | 22 |
| 2.2.5 | Implementierung einer Balanced Scorecard | 24 |
| 2.3 | Zusammenführung der Balanced Scorecard mit der wertorientierten Unternehmensführung | 26 |
| 2.3.1 | Die Ebene des Managements | 26 |
| 2.3.2 | Die Zielsetzungen der Konzepte | 27 |
| 2.3.3 | Die Verknüpfung der Inhalte | 27 |
| 3. | PILOTIERUNG DER WERTORIENTIERTEN UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND ENTWICKLUNG DER BALANCED SCORECARD | 30 |
| 3.1 | Wertorientierte Unternehmensführung bei der DaimlerChrysler AG | 30 |
| 3.1.1 | Die DaimlerChrysler AG | 30 |
| 3.1.2 | Verankerung und Ausprägung der wertorientierten Unternehmensführung bei der DaimlerChrysler AG | 31 |
| 3.1.3 | Eckpfeiler der wertorientierten Unternehmensführung bei der DaimlerChrysler AG | 32 |
| 3.1.4 | Historische Meilensteine der Implementierung wertorientierter Unternehmensführung | 34 |
| 3.1.5 | Der Werttreiberprozess als wesentliches Element des Value Based Management bei der DaimlerChrysler AG | 36 |
| 3.1.6 | Der Implementierungsprozess | 40 |
| 3.1.7 | Implementierungsstand der wertorientierten Unternehmensführung bei der DaimlerChrysler AG | 42 |
| 3.2 | Implementierung der wertorientierten Unternehmensführung im Mercedes-Benz Classic Center | 43 |
| 3.2.1 | Das Mercedes-Benz Classic Center | 43 |
| 3.2.1.1 | Die Organisation DaimlerChrysler Classic | 43 |
| 3.2.1.2 | Aufgabenstellung des Mercedes-Benz Classic Centers | 44 |
| 3.2.1.3 | Geschäftsbereiche des Mercedes-Benz Classic Centers | 45 |
| 3.2.2 | Der Implementierungsprozess der wertorientierten Unternehmensführung im Mercedes-Benz Classic Center | 47 |
| 3.3 | Identifikation und Konkretisierung der Werttreiber des Mercedes-Benz Classic Centers | 48 |
| 3.3.1 | Identifikationsprozess der Werttreiber | 48 |
| 3.3.1.1 | Aus Financial Decomposition | 48 |
| 3.3.1.2 | Aus Strategieerarbeitung | 54 |
| 3.3.1.3 | Aus Prozessanalyse | 56 |
| 3.3.1.4 | Priorisierung der Werttreiber und Festlegung der Perspektiven | 57 |
| 3.3.2 | Konkretisierung der Werttreiber des Mercedes-Benz Classic Centers | 63 |
| 3.3.2.1 | Kennzahlen der Mitarbeiterperspektive | 65 |
| 3.3.2.2 | Kennzahlen der Finanzperspektive | 68 |
| 3.3.2.3 | Kennzahlen der Prozessperspektive | 70 |
| 3.3.2.4 | Kennzahlen der Kunden-/Marktperspektive | 71 |
| 3.3.2.5 | Daraus resultierende Projekte | 74 |
| 3.4 | Steuerung der Werttreiber und Ausgestaltung der Balanced Scorecard | 77 |
| 3.4.1 | Einbindung in den Strategieprozess | 77 |
| 3.4.2 | Visualisierung der Balanced Scorecard | 78 |
| 3.4.3 | Kommunikation | 82 |
| 4. | KRITISCHE WÜRDIGUNG UND AUSBLICK | 84 |
| ANHANG | 87 | |
| Abbildungsverzeichnis | 87 | |
| Literaturverzeichnis | 89 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 95 |
auf zuviel Wiederstand“113. Ein straffes Projektmanagement mit detaillierter Planung und Meilensteinsetzung sowie ein starker Projektleiter sind für die Implementierung des Werttreiberprozesses erfolgsentscheidend. Phase 2: Abstimmung und Bestandsaufnahme Gegenstand dieser Phase ist die Analyse der finanziellen Steuerung und der strategischen Ausrichtung. Die relevanten Inhalte werden einer Plausibilitätsprüfung unterzogen um die Ausgangslage für die Implementierung des Werttreiberprozesses zu schaffen. Strukturierte Interviews und Diskussionsrunden unterstützen diesen Prozess. Phase 3: Konkretisierung der strategischen Ausrichtung und Erarbeitung eines Erfolgsfaktorenmodells Diese Phase beinhaltet die ersten drei Schritte des Werttreiberprozesses. Im ersten Schritt erfolgt die Decomposition der finanziellen Spitzenkennzahl. Ziel ist es, ein Verständnis für das Zusammenspiel der einzelnen Einflussgrößen zu erreichen und die Ansatzpunkte zur Wertsteigerung zu identifizieren. Im nächsten Schritt, welcher die strategische Perspektive umfasst, erfolgt die Definition der strategischen Ausrichtung. Ziel dabei ist es, diejenige Strategie zu wählen, welche die übergeordnete Unternehmensstrategie am wirkungsvollsten unterstützt. Im Rahmen der Strategieableitung werden die jeweiligen kritischen Erfolgfaktoren für die Führungseinheit erarbeitet. Der letzte Schritt dieser Phase setzt sich mit der Prozessstruktur auseinander. Es werden diejenigen Prozesse priorisiert, welche eine entscheidende Bedeutung für die Umsetzung der finanziellen und strategischen Zielsetzungen zukommen. Phase 4: Ermittlung und Priorisierung von Werttreibern Eine Vielzahl an finanziellen Größen, kritischen Erfolgsfaktoren und prozessbezogenen Stellhebel sind das Ergebnis der dritten Phase. Dies macht eine Priorisierung unumgänglich. Dabei werden diejenigen Werttreiber identifiziert, welche das höchstmögliche Potential zur Wertschaffung aufweisen. Hier können verschiedene Methoden, wie Ursache-Wirkungshypothesen, Sensitivitätsanalysen, usw. zum Einsatz kommen. Ziel ist es, Klarheit über das Systemverhalten, die Verhaltensmuster und die Wirkungen von Entscheidungen und Handlungen zu schaffen. Phase 5: Integration der Werttreiber in den Führungsprozess Nachdem das Systemverhalten transparent und die Werttreiber priorisiert sind, werden diese in den Wert-Management-Kreislauf integriert. Die Ergebnisse der Werttreiberidentifikation werden in die Kernprozesse Planung, Zielvereinbarung, Berichterstattung und Incentivierung integriert. Somit erfolgt eine Verankerung der [...]
Im Rahmen des Werttreiberprozesses werden in der ersten Phase Identifikation von Werttreibern diejenigen Indikatoren (Werttreiber) ermittelt, deren Veränderung mitteloder unmittelbar einen maßgeblichen Einfluss auf den Unternehmungswert ausübt. Hierbei werden sowohl die operative als auch die strategische Steuerungsdimension berücksichtigt. Aus strategischer Sicht stellt der Werttreiberprozess einen Mechanismus zur Strategieumsetzung dar, wobei die Mission und die aus der Strategie konkretisierten strategischen Zielsetzungen den Anknüpfungspunkt bilden, aus denen die kritischen Erfolgsfaktoren abgeleitet werden. Aus operativer Sicht erfolgt die Werttreiberidentifikation über die gezielte Zerlegung eines Kennzahlenbaumes, wobei jene geschäftsspezifischen Größen (Wertgeneratoren) ermittelt werden, die unmittelbaren Einfluss auf Umsatz, Kosten und Investition haben. Wertgeneratoren stellen dabei das monetäre Bindeglied zwischen Steuerungsgrößen und Werttreibern dar. Unter Berücksichtigung dieser beiden Steuerungsdimensionen werden sodann jene Geschäftsprozesse identifiziert, die letztendlich die Basis für die Ableitung der Werttreiber bilden. Die abgeleiteten Werttreiber werden schließlich im Sinne einer Fokussierung auf die wesentlichen Stellhebel priorisiert. [...]
Mit der Implementierung bzw. Weiterentwicklung von Werttreiberprozessen in den Einheiten des DaimlerChrysler-Konzerns sollen insbesondere zwei Funktionen erfüllt werden: Zum einen geht es um die Sicherstellung einer Durchgängigkeit der wertorientierten Unternehmungsführung, indem für jeden Verantwortungsbereich systematisch alle wesentlichen Einflussfaktoren des Unternehmungswertes, deren Zusammenwirken und deren Beeinflussungsmöglichkeiten hierarchieund bereichsübergreifend aufgezeigt werden. Zum anderen wird ein Instrumentarium bereitgestellt, mit dem die individuellen Wertbeiträge einer jeden Führungskraft und eines jeden Mitarbeiters nachvollzogen und schließlich zielgerichtet beeinflusst werden können. Gleichzeitig können so unternehmungsweit Lernprozesse unterstützt und unternehmerisches Denken und Handeln gefördert werden. Darüber hinaus soll die Erfolgsorientierung und kontinuierliche Verbesserung durch die permanente Auseinandersetzung mit den Erfolgsfaktoren von Geschäften, Prozessen und Funktionen gefördert werden.108 Der DaimlerChryslerWerttreiberansatz führt dabei über die Operationalisierung strategischer Initiativen mit den jeweiligen Einflussgrößen zur Verankerung der Wertorientierung auf allen Unternehmensebenen. Folgende Punkte stehen dabei im Vordergrund:109 • • • • • • Schaffung eines durchgängigen Zielsystems Fokussierung auf die erfolgskritischen Größen des Unternehmens Nachhaltige Erfüllung von Kundenanforderungen Sicherstellung einer wertsteigernden Ressourcen-Allokation im Unternehmen Steigerung der Strategieorientierung bei Führungskräften und Mitarbeitern Motivationsverbesserung und stärkeres Feedback an die Mitarbeiter [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832461287
Arbeit zitieren:
Walchensteiner, Ingo Juli 2002: Verknüpfung von Value Based Management und Balanced Scorecard zu einem integrierten Framework, Hamburg: Diplomica Verlag
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Unternehmensführung, Werttreiber, Kennzahlen, Strategie, Prozess



