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Der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der Unternehmenssteuerreform

Der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der Unternehmenssteuerreform
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: André Hübenthal
  • Abgabedatum: April 2001
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 433,6 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4375-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4375-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4375-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hübenthal, André April 2001: Der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der Unternehmenssteuerreform, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Steuern, Steuerrecht, Unternehmenssteuerreform

Diplomarbeit von André Hübenthal

Einleitung:

In der nationalen und globalen Wirtschaft ist seit einigen Jahren ein zunehmender Konzentrationsprozess zu beobachten, der sich in einer steigenden Zahl von Unternehmensbeteiligungen und -übernahmen niederschlägt. Der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften spielen hierbei eine bedeutende Rolle. Steuerlich führt dies zu erheblichen Konsequenzen.

Auch für immer mehr Privatpersonen gewinnen die steuerlichen Auswirkungen des Verkaufs und des Kaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften zunehmend an Bedeutung. Die Zahl der Aktionäre in Deutschland betrug nach einer Infratest-Umfrage im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts im zweiten Halbjahr 2000 6,187 Millionen, was einem Anteil der Aktionäre an der Bevölkerung von 9,7 Prozent entspricht.

Am 14.07.2000 wurde das Steuersenkungsgesetz im Bundesrat nach äußerst schwierigen Vermittlungsverhandlungen verabschiedet, nachdem die Bundesregierung bestimmte mittelstandsfördernde Maßnahmen zugesagt hat, die durch das Steuersenkungsergänzungsgesetz umgesetzt wurden. Hiermit endete ein langjähriges Ringen um eine Steuerreform. In den Änderungen durch das Steuersenkungsgesetz ist die weitreichendste Steuerreform seit über zwei Jahrzehnten zu sehen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums sind mit den Änderungen Steuerentlastungen bis zum Jahre 2005 von insgesamt 62,5 Mrd. DM verbunden, wovon 55,7 Mrd. DM aus dem Steuersenkungsgesetz und 6,8 Mrd. DM aus dem Steuersenkungsergänzungsgesetz resultieren. Von der Gesamtentlastung entfallen auf die privaten Haushalte 32,6 Mrd. DM, auf den Mittelstand 23,1 Mrd. DM und auf Großunternehmen 6,8 Mrd. DM.

Das seit 1977 geltende körperschaftsteuerliche Anrechnungsverfahren wurde im Gesetzgebungsverfahren des Steuersenkungsgesetzes durch die von der Bundesregierung einberufene Kommission zur Reform der Unternehmensbesteuerung als kompliziert, missbrauchsanfällig und nicht europatauglich gekennzeichnet. Es wird trotz des Aufrufes von 78 Hochschulprofessoren zur Rettung des Anrechnungsverfahrens durch das sogenannte Halbeinkünfteverfahren ersetzt.

Schwerpunkt dieser Arbeit ist die steuerliche Behandlung des Verkaufs und des Kaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften nach den Neuregelungen durch die Unternehmenssteuerreform. Wegen unterschiedlicher Anwendungszeitpunkte der Neuregelungen sind derzeit häufig noch die bisherigen Regelungen zu beachten. Auf die Besteuerung nach bisherigen Regelungen wird jedoch lediglich grundsätzlich eingegangen.

Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Steuerinländer mit der Konzentration auf natürliche Personen, Einzelunternehmen, mitunternehmerische Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften. Auf Steuerausländer sowie auf die Spezialregelungen für bestimmte Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute kann aufgrund des vorgegebenen Umfangs dieser Arbeit nicht eingegangen werden.

Die teilweise angeführten Gestaltungsempfehlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sie sollen lediglich mögliche Wege zu steueroptimalen Lösungen aufzeigen.

Inhaltsverzeichnis:

A. EINLEITUNG 1
B. HAUPTTEIL 3
1. Begriffsdefinitionen 3
1.1 Verkauf und Kauf 3
1.2 Anteile an Kapitalgesellschaften 4
1.3 Unternehmenssteuerreform 5
1.3.1 Unternehmenssteuer 5
1.3.2 Steuerreform 6
1.3.3 Unternehmenssteuerreform im engeren Sinne 7
2. Änderungen der Besteuerungsgrundsätze für den Verkauf und den Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch die Unternehmenssteuerreform sowie deren erstmalige Anwendung 7
2.1 Halbeinkünfteverfahren als Folge der einheitlichen Definitivbesteuerung von Kapitalgesellschaften 7
2.2 Erstmalige Anwendung des Halbeinkünfteverfahrens 8
2.3 Grundsätzliche Steuerfreistellung für Gewinne aus dem Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften durch Kapitalgesellschaften 9
2.4 Erstmalige Anwendung der grundsätzlichen Steuerfreistellung 9
3. Die steuerliche Behandlung des Verkaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften 11
3.1 Die steuerliche Behandlung des Verkaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Privatvermögen 11
3.1.1 Der steuerpflichtige Verkauf von Anteilen anKapitalgesellschaften 11
3.1.1.1 Der steuerpflichtige Verkauf als privates Veräußerungsgeschäft 11
3.1.1.1.1 Tatbestandsmerkmale des privaten Veräußerungsgeschäfts 11
3.1.1.1.2 Besteuerung nach bisherigem Recht 11
3.1.1.1.3 Besteuerung nach neuem Recht 12
3.1.1.1.4 Gestaltungsempfehlungen 12
3.1.1.2 Der steuerpflichtige Verkauf nach § 17 EStG 13
3.1.1.2.1 Tatbestandsmerkmale des § 17 EStG 13
3.1.1.2.2 Besteuerung nach bisherigem Recht 14
3.1.1.2.3 Besteuerung nach neuem Recht 14
3.1.1.2.4 Erstmalige Anwendung des geänderten § 17 EStG 16
3.1.1.2.5 Gestaltungsempfehlungen 16
3.1.1.3 Der steuerpflichtige Verkauf einbringungsgeborener Anteile 18
3.1.1.3.1 Definition einbringungsgeborener Anteile 18
3.1.1.3.2 Besteuerung nach bisherigem Recht 18
3.1.1.3.3 Besteuerung nach neuem Recht 18
3.1.2 Der steuerfreie Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften 20
3.1.2.1 Der steuerfreie Verkauf nach bisherigem Recht 20
3.1.2.2 Der steuerfreie Verkauf nach neuem Recht 20
3.2 Die steuerliche Behandlung des Verkaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Betriebsvermögen 21
3.2.1 Der Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Betriebsvermögen von Kapitalgesellschaften 21
3.2.1.1 Besteuerung nach bisherigem Recht 21
3.2.1.2 Besteuerung nach neuem Recht 21
3.2.1.2.1 Grundsätzliche Steuerfreistellung 21
3.2.1.2.2 Ausnahmen von der Steuerfreistellung / einbringungsgeborene Anteile 22
3.2.1.2.3 Veräußerungsverluste und Teilwertabschreibungen 25
3.2.1.2.4 Mittelbare Beteiligung über eine Personengesellschaft 26
3.2.1.2.5 Der Verkauf eigener Anteile 27
3.2.1.2.6 Der Verkauf von Anteilen an einer Organgesellschaft 27
3.2.2 Der Verkauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften im Betriebsvermögen von Personengesellschaften und Einzelunternehmen 28
3.2.2.1 Besteuerung nach bisherigem Recht 28
3.2.2.2 Besteuerung nach neuem Recht 28
4. Die steuerliche Behandlung des Kaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften und damit zusammenhängende steuerliche Folgen und Gestaltungsmodelle 30
4.1 Anschaffungskosten als Folge des Kaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften 30
4.2 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand in Folge des Kaufs von Anteilen an Kapitalgesellschaften bei der Einkünfteermittlung 31
4.2.1 Grundsätzliche Zielsetzung des Käufers von Anteilen an Kapitalgesellschaften bei der Einkünfteermittlung 31
4.2.2 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand bei der Einkünfteermittlung nach bisherigem Recht 31
4.2.3 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand bei der Einkünfteermittlung nach neuem Recht 31
4.2.3.1 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand bei Kapitalgesellschaften 31
4.2.3.2 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand bei natürlichen Personen und Einzelunternehmen 33
4.2.3.3 Berücksichtigung von Beteiligungsaufwand bei mitunternehmerischen Personengesellschaften 34
4.2.4 Erstmalige Anwendung neuen Rechts bei der Einkünfteermittlung 35
4.3 Gestaltungsmodelle im Zusammenhang mit dem Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften beim Unternehmenskauf 36
4.3.1 Transformation des Kaufpreises in Abschreibungssubstrat als Zielsetzung des Käufers 36
4.3.2 Bisherige Modelle 36
4.3.2.1 Das Kombinationsmodell 36
4.3.2.2 Das Umwandlungsmodell 37
4.3.3 Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die bisherigen Modelle 37
4.3.4 Neue Ansätze nach der Unternehmenssteuerreform 38
C. SCHLUßBETRACHTUNG 40

Automatisiert erstellter Textauszug:

Einbringungsvorgang nach § 20 Abs. 1 Satz 2 UmwStG erworben wurden, es sei denn, die eingebrachten Anteile stammen ihrerseits wiederum aus einer Einbringung nach § 20 Abs. 1 Satz 1 UmwStG oder § 23 Abs. 1 bis 3 UmwStG, die nicht mehr als sieben Jahre vor dem Anteilsverkauf liegt. In der Literatur wird die Unvollständigkeit dieser Regelung kritisiert und eine Nachbesserung gefordert, da die Einbringung nach § 23 Abs. 4 UmwStG nicht als unschädlicher Einbringungsvorgang berücksichtigt wurde82: Hierin ist eine Diskriminierung von EU-Kapitalgesellschaften zu sehen, die gegen EU-Recht verstößt. Falls die Behaltefrist zu beachten ist, unterliegt ein Veräußerungsgewinn, der innerhalb dieses Zeitraumes entsteht, der vollen Besteuerung. Hier besteht bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns dringender Korrekturbedarf: während die Einnahmen voll steuerpflichtig sind, dürfen die damit zusammenhängenden Aufwendungen [...]

Nach § 21 Abs. 1 UmwStG i.V.m. §§ 20, 23 UmwStG liegen einbringungsgeborene Anteile vor, wenn ein Steuerpflichtiger einen Betrieb, Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil oder eine mehrheitsvermittelnde Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft als Sacheinlage zu einem Wert unter dem Teilwert in eine Kapitalgesellschaft gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten eingebracht hat77. Über § 20 Abs. 4 UmwStG wird der Wertansatz der Sacheinlage bei der Kapitalgesellschaft für den Einbringenden als Anschaffungskosten der einbringungsgeborenen Anteile fingiert. Um die Besteuerung der übertragenen stillen Reserven zu gewährleisten, wird ein beim späteren Verkauf der Anteile an der Kapitalgesellschaft entstehender Gewinn unabhängig von der Beteiligungshöhe nach § 16 EStG grundsätzlich erfasst. Die Regelungen für einbringungsgeborene Anteile sind vorrangig gegenüber § 17 EStG78. 3.1.1.3.2. Nach Besteuerung nach bisherigem Recht Recht unterliegen Gewinne aus dem Verkauf von [...]

Es sollte in Erwägung gezogen werden, bisher nicht steuerverhaftete Beteiligungen, d.h. Beteiligungen unter zehn Prozent, noch vor der erstmaligen Anwendung der Neufassung des § 17 EStG zu verkaufen. Ein Veräußerungsgewinn könnte so steuerfrei realisiert werden71. Verbleibt jedoch nach einem Verkauf eine Restbeteiligung von weniger als einem Prozent, kann diese Restbeteiligung unter Anwendung der Neufassung erst nach Ablauf von fünf Jahren steuerfrei verkauft werden72. Eine weitere Gestaltungsmöglichkeit ist die Einlage der Beteiligung in eine Kapitalgesellschaft gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten. Die Höhe der Anschaffungskosten der Gesellschaftsrechte an der neuen Kapitalgesellschaft bemisst sich nach dem Verkehrswert der hingegebenen Anteile73. Der Wert der eingelegten Anteile kann so steuerfrei auf den gemeinen Wert hochgeschleust werden. Bei einem späteren Verkauf der neuen Anteile entsteht somit bei einem Verkaufspreis bis zur [...]

Arbeit zitieren:
Hübenthal, André April 2001: Der Verkauf und der Kauf von Anteilen an Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der Unternehmenssteuerreform, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Steuern, Steuerrecht, Unternehmenssteuerreform

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