Verhaltens- und Beziehungsmuster im Kontext von Organisationen
Versuch einer sozialwissenschaftlichen Annäherung und Entwicklung eines Handlungskonzeptes für Führungskräfte und Organisationsberater
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Rita Selle
- Abgabedatum: April 1997
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 8,6 MB
- Institution / Hochschule: Eberhard Karls Universität Tübingen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0492-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0492-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0492-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Selle, Rita April 1997: Verhaltens- und Beziehungsmuster im Kontext von Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Diagnoseinstrument, Interventionsmöglichkeit, Konzept Spielmetapher, multidimensionaler Erklärungsansatz, Organisationsentwicklung
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Diplomarbeit von Rita Selle
Einleitung:
Grundthese und Ausgangspunkt der Arbeit ist, dass sich Verhaltens- und Beziehungsmuster in Form von Spielen wie ein „roter Faden“ durch individuelles wie kollektives Sein ziehen. Die Arbeitswelt ist als Ausschnitt der Gesamtwirklichkeit gleichsam davon durchzogen.
Besondere Brisanz erhalten diese für Organisationen nun deswegen, weil sie v.a. aufgrund ihrer Psychodynamik eng mit der Arbeitszufriedenheit aller ihrer Mitarbeiter und dadurch mit der Qualität der Arbeitsleistung korrelieren. Und davon wiederum wird in maßgeblicher Weise die ökonomische (Erfolgs-)Bilanz bestimmt.
Aufgrund des organisationsexternen wie -internen Veränderungsdruckes nehmen diese Beziehungs“spiele“ in Ausmaß und Dynamik zu. Nicht von ungefähr ist das Thema Mobbing synchron in den letzten Jahren so brisant geworden.
Organisationen lassen sich durch verschiedene Metaphern und von unterschiedlichen theoretischen Konzepten her erklären. Diese reichen aber nur bedingt aus, um der veränderten Situation von Organisationen mit ihren spezifisch ökonomischen und personalen Herausforderungen umfassend und konstruktiv zu begegnen. Das Konzept der Spielmetapher will ergänzend eine neue Sichtweise vermitteln, um so die pluralen Phänomene besser fassen zu können.
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Arbeit werden drei Ebenen focussiert:
Auf der praktischen Ebene wird neben der Begriffsbestimmung die Vielfältigkeit, unterschiedliche Typologien sowie die Merkmale dieser Spiele aufgezeigt.
Auf der theoretischen Ebene werden diese Beziehungs“spiele“ in einem multi-dimensionalen Ansatz theoretisch begründet und Verbindungsstränge der Erkenntnisse aus den unterschiedlichen (Teil-)Disziplinen aufgezeigt. Durch die Darstellung der Funktionen von Spiel bezogen auf das Individuum, die Organisation und die Gesellschaft wird dies unterstrichen.
Auf der instrumentellen Ebene wird ein Handlungskonzept entwickelt, bei dem anhand der strukturellen Elemente von Spiel die Spielmetapher als Diagnoseinstrument wie als Interventionsmöglichkeit vorgestellt wird. Insbesondere Führungskräfte und Organisationsberater stehen für das Erreichen einer (je spezifischen) ökonomischen Bilanz in der Verantwortung. Sie sind es aber auch, die durch ihre Interventionen auf struktureller wie personaler Ebene das Miteinander, die Organisationskultur bestimmen.
Inhaltsverzeichnis:
| Kapitel A | ||
| Einleitung | 1 | |
| 1. | Problemstellung | 2 |
| 2. | Ziele der Arbeit | 5 |
| 3. | Wissenschaftstheoretische Verankerung der Arbeit | 6 |
| 4. | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 9 |
| Kapitel B | ||
| Verhaltens- und Beziehungsmuster in Organisationen | 10 | |
| 1. | Begriffsbestimmung "Spiele" | 10 |
| 2. | Praktische Ebene | 12 |
| 2.1 | Ein multilateraler Ansatz | 12 |
| 2.1.1 | Organisationsspiele vs. Individualspiele | 13 |
| 2.1.2 | Spiele als soziale Verhaltensweise vs Spiele als psychische Verhaltensweise | 15 |
| 2.1.3 | Spiele als unbewusstes Verhaltensmuster vs. Spiele als schöpferisches Prinzip | 16 |
| 2.1.4 | Destruktive Spiele vs. Konstruktive Spiele | 16 |
| 2.1.5 | Hierarchieabhängige Spiele vs. Berufsfeldbezogene Spiele | 17 |
| 2.1.6 | Geschlechtsabhängige Spiele vs. geschlechtsunabhängige Spiele | 18 |
| 2.2 | Die Typologie der Spiele nach Caillois | 20 |
| 2.3 | Organisationale Spiele nach Mintzberg | 27 |
| 2.4 | Merkmale der Spiele | 29 |
| 2.5 | Zusammenfassung | 31 |
| 3. | Theoretische Ebene | 32 |
| 3.1 | Ein multidimensionaler Ansatz | 32 |
| 3.1.1 | Psychologische Perspektive | 32 |
| 3.1.1.1 | Kognitionspsychologische Sichtweise | 32 |
| 3.1.1.1.1 | Subjektive Wirklichkeitskonstruktion | 33 |
| 3.1.1.1.2 | Selbstbild | 35 |
| 3.1.1.1.3 | Menschenbilder | 37 |
| 3.1.1.2 | Das kollektive Unbewußte (C. G.Jung) | 39 |
| 3.1.1.3 | Die Computation (Morin) | 41 |
| 3.1.1.4 | Psychoanalytische Sichtweise | 42 |
| 3.1.1.5 | Transaktionsanalytische Sichtweise | 45 |
| 3.1.2 | Soziologische Perspektive | 51 |
| 3.1.2.1 | Rollentheorie | 51 |
| 3.1.2.1.1 | Konflikttheorie | 53 |
| 3.1.2.1.2 | Symbolischer Interaktionismus | 56 |
| 3.1.2.2 | Systemtheoretische Sichtweise | 58 |
| 3.1.3 | Gesellschaftspolitische Perspektive | 61 |
| 3.1.4 | Skizze eines eigenen Ansatzes | 63 |
| 3.2 | Funktion der Spiele | 64 |
| 3.2.1 | Bezogen auf das Individuum | 65 |
| 3.2.2 | Bezogen auf die Organisation | 66 |
| 3.2.3 | Bezogen auf die Gesellschaft | 67 |
| 3.3 | Zusammenfassung | 67 |
| 4. | Das Konzept der Spielmetapher | 67 |
| 4.1 | Begriffsbestimmung Spielmetapher | 68 |
| 4.2 | Wirkung der Dynamik von Sprachbildern | 68 |
| 4.3 | Spielmetapher und Organisationsführung | 70 |
| 4.3.1 | Bedeutung der Spielmetapher für Führungskräfte und Organisationsberater | 72 |
| 4.3.1.1 | Erweiterung des Organisationsverständnisses | 73 |
| 4.3.1.2 | Erweiterung des Diagnoseinstrumentariums | 75 |
| 4.3.1.3 | Erweiterung des Interventionsspektrums | 75 |
| 4.3.2 | Instrumentelle Ebene der Spielmetapher | 76 |
| 4.3.2.1 | Die Spielmetapher als Diagnoseinstrument | 76 |
| 4.3.2.1.1 | Anamnese | 76 |
| 4.3.2.1.2 | Inspektion anhand der strukturellen Elemente von Spiel | 77 |
| 4.3.2.1.3 | Führungskräfte und Organisationsberater im Blickpunktder Diagnose | 93 |
| 4.3.2.2 | Die Spielmetapher als Interventionsmöglichkeit | 94 |
| 4.3.2.2.1 | Interventionsarten und Interventionsmöglichkeiten | 94 |
| 4.3.2.2.2 | Die Spielmetapher als Möglichkeit zur »Kreationkollektiver Wirklichkeiten« | 95 |
| 4.3.2.2.3 | Interventionen bezogen auf die strukturellen Elemente von Spiel | 95 |
| 4.3.2.2.4 | Führungskräfte und Organisationsberater im Blickpunkt von Interventionsmaßnahmen | 99 |
| Kapitel C | ||
| Der Einsatz der Spielmetapher erläutert am konkreten Beispiel | 100 | |
| Kapitel D | ||
| Zusammenfassung und kritisch-konstruktive Überlegungen | 115 | |
| Kapitel E | ||
| Ausblick | 120 | |
| Anlage | 121 | |
| Literaturverzeichnis | 131 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832404925
Arbeit zitieren:
Selle, Rita April 1997: Verhaltens- und Beziehungsmuster im Kontext von Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Diagnoseinstrument, Interventionsmöglichkeit, Konzept Spielmetapher, multidimensionaler Erklärungsansatz, Organisationsentwicklung



