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Verhalten, Einstellungen und Glaubenssätze

Impressionen aus der Sozialpsychologie und dem Neurolinguistischen Programmieren

Verhalten, Einstellungen und Glaubenssätze
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Manfred Zalud
  • Abgabedatum: Mai 2005
  • Umfang: 88 Seiten
  • Dateigröße: 488,7 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Berufspädagogische Akademie des Bundes (BPA) Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8904-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8904-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8904-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zalud, Manfred Mai 2005: Verhalten, Einstellungen und Glaubenssätze, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Pädagogik, Veränderungsarbeit, Kommunikation, Unterricht, Feedback

Diplomarbeit von Manfred Zalud

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde überwiegend die sozialpsychologische Einstellungs- und Veränderungsarbeit notwendigerweise in komprimiertester und voraussetzungsloser Form dargestellt. An geeigneten Stellen stellte der Autor beispielhaft Methoden des Neurolinguistischen Programmierens vor.

Die Einführung in die Arbeit mit Einstellungen macht den Leser mit grundlegenden Begriffen der Sozialpsychologie, wissenschaftlichen Methoden, Modellen und Messung von Einstellungen samt deren Grenzen und der kritisch-visionären Betrachtung durch den Autor vertraut. Der Autor beleuchtet auch Möglichkeiten der Entstehung und Änderung von Einstellungen aus sozialpsychologischer Sicht und die praktische Relevanz von Wahrscheinlichkeitsrechnungen in der Verhaltensvorhersage.

Die neurolinguistische Methode des Ankerns sowie Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten des Ankerns werden im pädagogischen Kontext erläutert. Schließlich wird ausführlich auf Bedeutung und pädagogische Anwendungsmöglichkeiten der Inneren Landkarte im Neurolinguistischen Programmieren hingewiesen.

Wesentlicher Inhalt des Werkes sind auch unbewusste und bewusste Wirkungen von Einstellungen, wie Wahrnehmungserleichterung und Wahrnehmungsabwehr, Informationssuche und Informationsvermeidung sowie die Abhängigkeit von Gedächtnisleistungen und Verhalten von Einstellungen. An dieser Stelle wird auch ein Zusammenhang mit Neurolinguistischen Basisfiltern als Verhaltensrahmen hergestellt.

Im Kapitel der Einstellungsänderung durch Kommunikation werden die Bedeutung der Kommunikationselemente Sender, Mitteilung und Empfänger umfassend dargestellt. Schließlich wird ergänzend auch das „Vier-Ohren-Modell“ nach Schulz von Thun einbezogen.

Abschließend stellt der Autor an Hand eines Fallbeispiels eine der eindrucksvollsten Techniken der persönlichen Veränderungsarbeit des Neurolinguistischen Programmierens, die Phobie-Technik im therapeutischen Setting vor.

Der Autor war bestrebt die wissenschaftliche Methodik der Sozialpsychologie zu vermitteln. Gleichzeitig sollten mit dieser Arbeit auch Einblicke in die spannende Welt des Neurolinguistischen Programmierens eröffnet und mögliche Anwendungsfelder in Pädagogik und Beratung beispielhaft aufgezeigt werden. Dabei legte der Autor besonderes Augenmerk auf behutsame Herangehensweise. Die Bedeutung gelungener Kommunikation wurde mit empathischem und kongruentem Wahrnehmen und Handeln im pädagogischen Kontext in Beziehung gebracht.

Ein Wunsch des Autors ist es mit dieser Arbeit an der Entwicklung des Systems Schule mitwirken zu können und damit einen Beitrag für anstehende Veränderungen zu leisten.

Wenn es gelungen ist, beim Leser den Geist der Neugier zu wecken, hat das Werk seine Bestimmung erfüllt!

Inhaltsverzeichnis:

1. VORWORT 9
2. EINFÜHRUNG IN DIE SOZIALPSYCHOLOGISCHE ARBEIT MIT EINSTELLUNGEN 11
2.1 Einstellungen sind ein wesentlicher Anteil der Persönlichkeit 13
2.2 Einstellungsforschung in der sozialpsychologischen Wissenschaft 13
2.3 Sozialpsychologische Methoden zur Darstellung von Einstellungen und Einstellungsmodellen 15
2.4 Messung von Einstellungen in der Sozialpsychologie 17
2.4.1 Die ursprüngliche, aufwändige Einstellungsmessung 17
2.4.2 Die vereinfachte, vergleichbare Einstellungsmessung – Grenzen und visionäre Ausblicke 18
2.4.3 Die erweiterte Einstellungsmessung nach Fishbein 20
2.5 Entstehung und Änderung von Einstellungen aus sozialpsychologischer Sicht 22
2.5.1 Das klassische Konditionieren nach Pawlow 23
2.5.2 Ankern im Neurolinguistischen Programmieren 24
2.5.3 Das operante Konditionieren 27
2.5.4 Stellvertretendes Lernen 28
2.5.5 Lernen durch Generalisation 28
2.5.6 Lernen durch kognitive Prozesse 29
2.5.7 Die Innere Landkarte im Neurolinguistischen Programmieren 32
2.6 Indirekte Meinungsänderung und Wahrscheinlichkeitsrechnung 34
2.6.1 Der Sokratische Effekt nach McGuire 34
2.7 Zusammenfassung 35
3. WIRKUNGEN VON EINSTELLUNGEN 37
3.1 Einstellungen wirken unbewusst und bewusst 37
3.1.1 Führen Einstellungen zu Wahrnehmungserleichterung und Wahrnehmungsabwehr? 38
3.1.2 Bewirken Einstellungen Informationssuche und Informationsvermeidung? 39
3.1.3 Sind Gedächtnisleistungen von Einstellungen abhängig? 40
3.1.4 Inwieweit beeinflussen Einstellungen Verhalten? 40
3.1.5 Neurolinguistische Basisfilter als Behavioural Frames 46
3.1.6 Konstruktives Feedback – ein Geschenk, das Einstellung und Verhalten beeinflussen kann 48
3.2 Zusammenfassung 52
4. EINSTELLUNGSÄNDERUNG UND KOMMUNIKATION 54
4.1 Der Sender 55
4.1.1 Die Bewertung des Senders 55
4.1.2 Der Sleeper-Effekt 57
4.1.3 Der Einfluss von Sendern mit Macht 59
4.2 Die Mitteilung 61
4.2.1 Wirkungen verbaler und nonverbaler Kommunikation auf die Einstellung 61
4.2.2 Einseitige versus zweiseitige Argumentation 62
4.2.3 Anfangs– versus Endeffekt 63
4.2.4 Ausmaß der beabsichtigten Einstellungsänderung 64
4.2.5 Einstellungsfreiheit und Widerstand 65
4.2.6 Emotionalisierung und Einstellungsänderung durch Angst 66
4.3 Der Empfänger 66
4.3.1 Wege zur Einstellungsänderung 66
4.3.2 Nachdenken, Einstellung und Verhalten 68
4.3.3 Das Persönlichkeitsmerkmal „Beeinflussbarkeit“ 69
4.3.4 Das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun 70
4.4 Zusammenfassung 72
5. NEUROLINGUISTISCHES PROGRAMMIEREN UND PERSÖNLICHE VERÄNDERUNGSARBEIT 75
5.1 Die Phobie-Technik im therapeutischen Setting 76
5.2 Jeder Mensch trägt eine gewisse Last . 79
6. ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG UND SCHLUSSBEMERKUNG 80
7. QUELLENVERZEICHNIS 82
8. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 83
9. CURRICULUM VITAE 84

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.1.1. Führen Einstellungen zu Wahrnehmungserleichterung und Wahrnehmungsabwehr? In den fünfziger Jahren wurde nach Experimenten die grundlegende Hypothese aufgestellt, dass positiv bewertete Reize eher wahrgenommen und gespeichert werden als negativ bewertete Reize und Objekte.36 Sozialpsychologische Wissenschafter erkannten jedoch bald, dass diese allgemein postulierte Hypothese differenzierter zu betrachten ist. Dies führte schließlich zur Entwicklung der beiden komplementären Hypothesen der Wahrnehmungserleichterung für positiv bewerte Reize und der Wahrnehmungsabwehr für negativ bewertete Reize.37 Wieder ergaben sich neue Ansatzpunkte für weitere Studien. In späteren Experimenten wurde daher ergänzend auch der Bekanntheitsgrad eines Wortes für den Probanden berücksichtigt. Die Untersuchungen ergaben tatsächlich gleiche Reaktionszeiten für gleich bekannte Wörter. Die Reaktionszeiten schienen also unabhängig von positiver, neutraler oder negativer Besetzung.38 Weitere Versuche legten schließlich die Hypothese nahe, dass Wahrnehmungsabwehr bei negativen Reizen nur dann auftritt, wenn die Wahrnehmung der Reize keine weiteren Konsequenzen nach sich zieht. Sobald die Wahrnehmung mit Handlungsmöglichkeiten verbunden war, [...]

Der Autor wies bereits darauf hin, dass beständig unzählig viele Informationen auf die menschlichen Sinne einwirken. Natürliche Selektionsmechanismen bewahren den Menschen vor, mit gesundem Leben unvereinbarer Reizüberflutung. Bereits im elementaren Stadium der unbewussten Entscheidung über die Informationsweiterleitung aus dem Ultrakurz– ins Kurzzeitgedächtnis wirken die Einstellungen des Menschen. Ähnlich einem engmaschigen Gitternetz filtern Einstellungen zu speichernde Sinneseindrücke, und unrelevant erscheinende Informationen werden verworfen. Lediglich ein kleiner Anteil der zahllosen Sinneseindrücke wird letztendlich bewusst wahrgenommen. Über den Großteil der Sinneseindrücke wird unbewusst – wie vorher beschrieben auch auf Grundlage der individuellen Einstellungen – entschieden. Einstellungsänderungen können somit zu neuen Entscheidungsgrundlagen für die Speicherung oder das Verwerfen von Sinneseindrücken führen. [...]

Meinungen und Einstellungen können durch klassische Reiz-ReaktionsMuster gebildet und verändert und durch operantes Konditionieren verstärkt oder abgeschwächt werden. Lernen kann auch durch beobachten, Generalisation oder durch kognitive Prozesse erfolgen. Kognitive Prozesse, die zu einer neuen Einstellung führen, müssen dabei keineswegs den Gesetzen der Logik folgen. Das Neurolinguistische Programmieren baut beim Setzen und Auslösen von Ankern auf der Technik des klassischen Konditionierens auf. Die Kenntnisse über die kognitive Einordnung von Ähnlichem in Kategorien nützen Trainer und Pädagogen überwiegend für bewusst angestrebte Perspektivenänderungen ihrer Klienten und Schüler. Mit dem Bewusstsein „Meine Landkarte ist nicht deine Landkarte.“ können Emotionen prognostizierbar gemacht und Toleranz, Anerkennung und Respekt gelebt werden. Änderungen von Einstellungen können in der Sozialpsychologie auch mittels Wahrscheinlichkeitsrechnung ausreichend verlässlich vorhergesagt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Zalud, Manfred Mai 2005: Verhalten, Einstellungen und Glaubenssätze, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Pädagogik, Veränderungsarbeit, Kommunikation, Unterricht, Feedback

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