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Vergleichende Werbung in Deutschland

Praxisorientierte Diskussion der Anwendungs- und Einsatzmöglichkeiten

Vergleichende Werbung in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kerstin Wilhelm
  • Abgabedatum: Juni 2004
  • Umfang: 172 Seiten
  • Dateigröße: 41,7 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8127-8
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8127-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wilhelm, Kerstin Juni 2004: Vergleichende Werbung in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rechtliche Grundlagen, Werbevergleiche, Marketing, Verbraucher, Wettbewerb

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Diplomarbeit von Kerstin Wilhelm

Problemstellung:

Im Oktober 1997 ist nach langem zwischenstaatlichem Ringen die EU-Richtlinie 97/55/EG zur vergleichenden Werbung durch die Europäische Union als weiterer Schritt zur Harmonisierung des Werberechts in den EU-Staaten erlassen worden. Sie regelt unter bestimmten Voraussetzungen die Zulässigkeit vergleichender Werbung, die seit diesem Zeitpunkt nicht mehr als unlauter angesehen werden sollte. Die Umsetzungsfrist wurde durch die Richtlinie auf 30 Monate, bis April 2000, festgelegt. Der BGH hatte bereits vor der Umsetzung durch den Gesetzgeber die Initiative ergriffen, das deutsche Recht richtlinienkonform auszulegen. So bezog sich der BGH in den Urteilen „Testpreis-Angebot“ und „Preisvergleichsliste II“ im Jahr 1998 auf die Regelungen der RL und verabschiedete sich dadurch von seiner bisherigen Rechtssprechung, wonach vergleichende Werbung als wett-bewerbs- und sittenwidrig im Sinne des § 1 UWG galt.

Das Forschungsinteresse an vergleichender Werbung konzentrierte sich anfänglich in Deutschland nur auf juristische Aspekte. Durch den Verbotsgrundsatz blieben wirtschaftswissenschaftliche Aspekte weitestgehend unberücksichtigt. Erst seit der Zulässigkeit dieses Werbeinstruments ist eine Diskussion über die Effektivität vergleichender Werbung entflammt. Fach- und Publikumszeitschriften kündigten die Revolution im Werberecht euphorisch mit „Ring frei für den Werbekampf“ an. Die anfängliche Begeisterung ist mittlerweile wieder etwas abgeklungen, was zum Teil auf die noch unklare Wirkung dieses Werbeinstruments auf den Verbraucher und zum anderen auf die etwas undurchsichtige Rechtslage zurückzuführen ist.

Dennoch eröffnet die Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen neue Spielräume für die Werbetreibenden. Fragen nach den Wirkungen vergleichender Werbung werden sehr kontrovers diskutiert. Befürworter von vergleichender Werbung schätzen dieses Instrumentarium wegen dem Plus an Markttransparenz durch besser informierte Verbraucher. Die Gegner der Liberalisierung befürchten, dass der Verbraucher mehr getäuscht und irregeführt als informiert wird und halten das Argument des Werbenießbrauchs durch regelrechte Werbeschlachten dagegen. Sie befürchten bleibende Imageschäden der Unternehmen und Informationsüberlastungen der Verbraucher.

Auch der Aufruf der Federal Trade Commission (FTC) Anfang der siebziger Jahre, in den USA Werbevergleiche einzusetzen, wurde vor allem mit Markttransparenz begründet, d.h. mit dem Argument, dass Konsumenten ihre Kaufentscheidungen auf eine breitere Informationsbasis stellen können. Heute ist vergleichende Werbung in den USA bei wahren Aussagen fast unbegrenzt zugelassen und Kritiker befürchten auch für Deutschland bald „amerikanische Verhältnisse“. Dementsprechend stellte der Vorsitzende des Deutschen Werberats nach den ersten Erfahrungen mit der neuen Werbeform in Deutschland fest, dass die meisten Unternehmen wüssten, wo sie die Grenzen setzen müssen.

Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, die wirtschaftspolitische Relevanz vergleichender Werbung für den deutschen Markt auf der Grundlage der EU-Richtlinie zu durchleuchten. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen zum einen die Frage nach den Wirkungen vergleichender Werbung auf den Verbraucher und zum anderen die Möglichkeiten und Gefahren, mit denen sich die Werbepraktiker konfrontiert sehen.

Gang der Untersuchung:

Um das Untersuchungsziel zu erreichen, ist der Inhalt wie folgt aufgebaut:

Nach der Definition des Begriffs „vergleichende Werbung“ werden zunächst in Kapitel 2 die rechtlichen Ausgangsbedingungen in Deutschland und die historische Entwicklung der EU-Richtlinie und die heute in Deutschland bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen für vergleichende Werbung beschrieben.

Im daran anschließenden Teil, Kapitel 3, bekommt der Leser einen umfassenden Überblick über alle Erscheinungsformen vergleichender Werbung.

In Kapitel 4 wird vergleichende Werbung aus Sicht der Werbetreibenden und Agenturen beschrieben und die Einsatzmöglichkeiten in den Medien diskutiert.

Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus den USA wird in Kapitel 5 die Verbraucherwirkung vergleichender Werbung identifiziert.

Darauf aufbauend wird in Kapitel 6 auf die Wettbewerbswirkung vergleichender Werbung eingegangen.

Entsprechend der theoretischen Grundlagen der vorigen Kapitel werden in Kapitel 7 deutsche Beispiele vergleichender Werbemaßnahmen dargestellt und branchenspezifisch analysiert.

Kapitel 8 führt abschließend die Ergebnisse zu einer wirtschafts-politischen Würdigung zusammen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis 6
Abbildungsverzeichnis 8
1. Einleitung 10
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 10
1.2 Aufbau der Arbeit 12
1.3 Begriffliche Grundlegung 13
2. Rechtliche Grundlagen 15
2.1 Rechtssprechung des Reichsgerichts 15
2.2 Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs 17
2.3 EU-Richtlinie 97/55/EG 19
2.3.1 Kriterien für die Zulässigkeit vergleichender Werbung 21
2.3.2 Umsetzung in Deutschland 25
3 Erscheinungsformen vergleichender Werbung 28
3.1 Überblick über die verschiedenen Formen 28
3.2 Unter Bezugnahme der Mitbewerber 29
3.2.1 Indirekte Vergleiche 30
3.2.2 Direkte Vergleiche 33
3.3 Ohne Bezugnahme der Mitbewerber 35
4. Vergleichende Werbung aus Sicht der Werbetreibenden und Werbeagenturen 36
4.1 Erwartungen bezüglich des Einsatzes vergleichender Werbung 36
4.2 Einsatz vergleichender Werbung durch Werbetreibende und Agenturen 39
4.3 Einsatz vergleichender Werbung in den Medien 43
5. Verbraucherwirkungen bei Einsatz vergleichender Werbung 47
5.1 Allgemeine Definition von Werbewirkung und Werbeerfolg 47
5.1.1 Kommunikationspsychologische Kriterien der Werbewirkung 49
5.1.2 Einzelne Werbewirkungskriterien 51
5.2 Hypothesen und empirische Befunde zur Effektivität vergleichender Werbung 52
5.2.1 Glaubwürdigkeit und Akzeptanz 53
5.2.2 Wahrnehmung 54
5.2.3 Erinnerungswert 55
5.2.4 Informationswert 56
5.2.5 Verwechslung 57
5.3 Überblick über die Untersuchungen zur Effektivität vergleichender Werbung 58
6. Vergleichende Werbung aus wettbewerbstheoretischer Sicht 59
6.1 Werbung als Gegenstand der Wettbewerbstheorie 59
6.2 Wettbewerbswirkungen vergleichender Werbung 61
6.2.1 Markttransparenz 62
6.2.2 Anzahl und Größe der Anbieter 62
6.2.3 Marktphase 64
6.2.4 Markteintrittsbarrieren 65
6.2.5 Grad der Produkthomogenität 67
7. Beispiele für vergleichende Werbung in Deutschland 69
7.1 Überblick über den deutschen Werbemarkt 69
7.2 Einzelbeispiele vergleichender Werbung 70
7.2.1 Burger King 71
7.2.2 Postbank und Post Express 75
7.2.3 Hewlett-Packard 78
7.2.4 KARE 80
7.2.5 VOX 82
7.3 Branchenbeispiele vergleichender Werbung 84
7.3.1 Automobilbranche 84
7.2.2 Medienbranche 88
7.2.3 Luftfahrtgesellschaften 91
8. Fazit 93
Literaturverzeichnis 95
Zeitschriftenverzeichnis 98
Internetquellenverzeichnis 99
Anhang I Weitere vergleichende Werbeanzeigen 101
AnhangII Richtlinie und Gesetz zur vergleichenden Werbung 133
Anhang III CD-ROM, mit allen gesammelten Werbeanzeigen und -spots und elektronische Version der Arbeit 174

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Wilhelm, Kerstin Juni 2004: Vergleichende Werbung in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

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Rechtliche Grundlagen, Werbevergleiche, Marketing, Verbraucher, Wettbewerb

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