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Vergleich unterschiedlicher Menschenbilder und ihr Einfluss auf Partizipation in Organisationen

Vergleich unterschiedlicher Menschenbilder und ihr Einfluss auf Partizipation in Organisationen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrike Voß
  • Abgabedatum: Juni 2006
  • Umfang: 68 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9676-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9676-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9676-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Voß, Ulrike Juni 2006: Vergleich unterschiedlicher Menschenbilder und ihr Einfluss auf Partizipation in Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Neue Insitutionenökonomie, Economy, Organisation, Menschbild, Mensch

Diplomarbeit von Ulrike Voß

Problemstellung:

Im Fokus dieser Diplomarbeit steht die Analyse des Einflusses von Menschenbildern auf Möglichkeiten der Partizipation in Organisationen; dabei wird die Fragestellung aufgegriffen, wie Menschenbilder entstehen und welchen Anspruch Menschenbilder im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess erheben können.

Als einführende Beschreibung des Begriffes Menschenbild aus betriebswirtschaftlicher Sicht möchte ich voranstellen, dass er Annahmen über Menschen als betriebliche Aufgabenträger beinhaltet. Betriebliche Aufgabenträger sind sowohl Mitarbeiter als auch Manager. Zur Vereinfachung sollen im Folgenden unter Mitarbeitern pauschalisierend alle Mitarbeiter eines Unternehmens verstanden werden, die vorwiegend mit ausführenden Tätigkeiten beschäftigt sind. Unter Managern sollen dagegen alle Mitarbeiter eines Unternehmens verstanden werden, deren Aufgaben überwiegend dispositiven Charakter aufweisen.

Es wird von der Annahme ausgegangen, dass die in betriebswirtschaftlichen Theorien implizit enthaltenen Menschenbilder einen großen Einfluss auf die betriebliche Praxis haben.

Wohlgemuth bezeichnet pauschal das Menschenbild gar als die prägendste Grundlage der Organisationstheorie. Der Manager habe bestimmte Meinungen über die Persönlichkeitsstruktur seiner Mitarbeiter und umgekehrt. Letztendlich lägen allen Konzeptionen, die den Menschen betreffen, bestimmte Menschenbilder zugrunde. Diese Modelle des Menschen prägen unser Arbeitsleben nachhaltig.

Als Ausgangspunkt weiterer Überlegungen wird das Menschenbild der Neuen Institutionenökonomie vorangestellt. Aufgrund theoretischer Überlegungen werden Hypothesen über Möglichkeiten von Partizipation und ihre Effektivität abgeleitet.

Ob das vorgestellte Menschenbild der Neuen Institutionenökonomie jedoch geeignet ist als Erklärungshintergrund benutzt zu werden und welche Kriterien ein unter Umständen reflektierteres Menschenbild ausmachen, soll in dieser Arbeit untersucht werden.

Dabei arbeite ich mit der These, dass in der New Economy ein neues Menschenbild entstanden sein könnte.

Gang der Untersuchung:

Der Aufbau dieser Arbeit ist wie folgt: Nach dieser Einleitung wird im 2. Kapitel ein Lösungsansatz vorgestellt, in dem mit Bezug auf den theoretischen Hintergrund der Neuen Institutionenökonomie, Rückschlüsse auf die Effektivität von Partizipation in Organisationen gezogen werden. Aus der Kritik an diesem Ansatz ergibt sich der zu entwickelnde Lösungsbeitrag, der mit der eigenen Arbeit verfolgt werden soll.

Im Fokus steht dabei der Vergleich von Menschenbildern und die Frage nach einer möglicherweise veränderten Sichtweise in der New Economy. Dieser Beitrag soll mit Hilfe theoretischer und empirischer Überlegungen im Bezug auf Menschenbilder der Old Economy und New Economy dargestellt werden.

Dabei schließen sich im 3. und 4. Kapitel dieser Arbeit zunächst Überlegungen zu den Menschenbildern der Old Economy an. Im 5. Kapitel werden aufgrund dieser Überlegungen zu Menschenbildern Anschlussmöglichkeiten für Partizipation untersucht.

Der folgenden Teil der Arbeit bezieht sich auf die Problematik der New Economy. Zunächst wird der Hintergrund der New Economy im 6. Kapitel erläutert. Anschließend wird im 7. Kapitel der Frage nachgegangen, ob es ein neues Menschenbild in der New Economy gibt. Mit dem 8. Kapitel folgt der Abschluss der Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1. Einleitung 1
1.1 Rechtfertigung des Themas 1
1.2 Thema und Zielsetzung der Arbeit 2
1.3 Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit 3
2. Lösungsansätze 5
2.1 Erklärungsversuch mit Hilfe der Neuen Institutionenökonomie 5
2.2 Herangehensweise an einen eigenen Lösungsbeitrag 7
3. Theoretische Überlegungen zum Konstrukt „Mensch“ 8
3.1 Darstellung von Menschenbildern in der BWL 9
3.2 Menschenbilder der Old Economy 11
3.2.1 Dualistische Einteilung von McGregor 12
3.2.2 Vierer-Systematisierung von Schein 14
3.2.2.1 economic man 15
3.2.2.2 social man 16
3.2.2.3 self-actualizing man 18
3.2.2.4 complex man 19
3.3 Schlussfolgerungen 20
4. Empirische Überlegungen zu Menschenbildern 26
4.1 Fragebogenerhebung 27
4.2 Visualisierte Darstellung 31
4.3 Fazit 33
5. Partizipationsmöglichkeiten in Organisationen 35
6. Hintergrund der New Economy 43
7. Ein neues Menschenbild? 46
7.1 Theoretische Überlegungen 46
7.2 Eigene Studie 50
8. Fazit 58
Literatur 61

Automatisiert erstellter Textauszug:

Empirische Überlegungen zu Menschenbildern schen Überlegungen als in den vorgestellten theoretischen Modellen zunächst angenommen.70 In einer nachfolgenden Studie von Weinert und Langer (1995) sollte unter anderem der Frage nachgegangen werden, ob die aufgezeigten Menschenbilder-Typologien generalisierbar sind. Da in der vorherigen Studie nur Führungskräfte der unteren Ebene untersucht wurden, sollten jetzt Manager der mittleren und der höheren Entscheidungsebene eines Energiekonzerns erforscht werden. Der Fragebogen setzte sich aus 179 Items zusammen, die aus theoretischen Modellen zu Menschenbildern (u. a. 38 Items aus der Vierer-Systematisierung von Schein und 15 Items aus der dualistischen Einteilung von McGregor) und Aussagen von Führungskräften der Wirtschaft in Interviews zusammengestellt wurden. Sie wurden 296 Führungskräften vorgelegt.71 Auf empirischen Weg konnte eine sinnvolle Taxonomie von acht Menschenbildern erstellt werden: 1. Passivität/Unselbständigkeit – Die einzelnen Werte auf der Skala „Passivität“ zeigen, inwieweit eine Führungskraft ihre Mitarbeiter für passive, unselbständige und faule Menschen hält, die erst durch Führung und Kontrolle zur Leistung motiviert werden können. Beispielitem: „Die meisten Menschen ziehen es vor, angewiesen und geführt zu werden.“ 2. Aktivität/Eigenverantwortung – Durch die Skala „Aktivität“ wird der Gegenpol zur „Passivität“ dargestellt. Sie spiegelt den Grad wider, zu dem Führungskräfte bei ihren Mitarbeitern einen Wunsch nach Selbstbestimmung bei der Arbeit und Eigenverantwortung wahrnehmen. Beispielitem: „Mitarbeiter sind motiviert, wenn sie im Arbeitsleben eine Chance erhalten, ihre Fähigkeiten und Qualifikationen zu verbessern.“ 3. Komplexität/individuelle Unterschiede - Die Skala „Komplexität“ zeigt, ob eine Führungskraft jeden ihrer Mitarbeiter als komplexes und einzigartiges Individuum wahrnimmt oder eher das Gemeinsame unter ihnen betont. Beispielitem: „Auf die [...]

Auf der Basis von Interviews und anhand umfangreicher Recherchen der Führungs- und Organisationsliteratur entwickelte Weinert aus 135 Annahmen zu menschlichem Verhalten, die Führungskräften in bezug auf ihre Mitarbeiter zugeschrieben werden, einen Fragebogen. Dieser Fragebogen wurde 293 Führungspersonen (Meister und Vorarbeiter) in acht verschiedenen Betrieben vorgelegt. Dabei kristallisierten sich 12 bedeutsame Dimensionen heraus: (1) der Mensch als passives und unselbständiges Wesen; (2) der Mensch als mechanisches Instrument; (3) der nach Selbstvervollkommung strebende Mensch; (4) der Mensch als soziales Individuum; (5) der von der Arbeitssituation bestimmte Mensch; (6) der Mensch als optimaler Entscheidungsfäller; (7) der Mensch als begrenzter Entscheidungsfäller; (8) der Mensch als Teil sozialer Gruppen; (9) der nach Führung suchende Mensch; (10) der träge, ambitionslose Mensch; (11) der Mensch als Träger unterschiedlicher Motive und (12) der von innen gelenkte Mensch. Diese Dimensionen bilden eine neue, empirisch entwickelte Taxonomie der impliziten Theorien von Führungskräften über die Natur des Menschen in der Welt der Arbeit. Mit Hilfe der auf diesem Wege entstandenen Typologie zeigt sich jedoch, dass keine der untersuchten Führungspersonen im Bezug auf ihre Annahmen nur in einer einzigen dieser 12 Dimensionen aufzufinden ist, und damit nicht nur eine einzige Theorie unterstützt wird, sondern dass sie – in gradueller Abstufung – mehrere Menschenbilder vertritt. Es ergibt sich folglich ein wesentlich komplexeres Bild aufgrund dieser empiri- [...]

Als dominanter Ausgangspunkt dient dabei die von Freud geprägte Psychoanalyse: Sie analysiert Störungen im Interaktions- und Kommunikationsverhalten vor dem Hintergrund frühkindlicher Erlebnisse. Die Psychoanalyse geht davon aus, dass ein Großteil der Motive für das Denken und Handeln emotionaler und unbewusster Natur sei.68 Nach dieser kritischen Annäherung an unterschiedliche theoretische Menschenbilder soll abschließend darauf hingewiesen werden, dass der psychologische Vertrag zwischen Organisation und Individuum und damit deren wechselseitige Einflussnahme und die daraus resultierende psychologische Dynamik nicht verständlich wird, wenn nur die Motivationen des Individuums oder nur die Praktiken und Konditionen der Organisation betrachtet werden. Beide agieren auf äußerst komplexe Weise und verlangen Theorien und Forschungsansätze, die sich mit Systemen und interdependenten Phänomenen auseinandersetzen können.69 In dem nun folgenden Kapitel soll geprüft werden, ob die theoretischen Menschenbilder und Typologien eine empirische Entsprechung haben. [...]

Arbeit zitieren:
Voß, Ulrike Juni 2006: Vergleich unterschiedlicher Menschenbilder und ihr Einfluss auf Partizipation in Organisationen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Neue Insitutionenökonomie, Economy, Organisation, Menschbild, Mensch

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