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Vergleich von traditionellen Messen mit Internet-Messen und deren Auswirkungen auf das Messekonzept eines mittelständischen Unternehmens

Vergleich von traditionellen Messen mit Internet-Messen und deren Auswirkungen auf das Messekonzept eines mittelständischen Unternehmens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kathrin Dietrich
  • Abgabedatum: Juni 2000
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 630,9 KB
  • Note: 1,5
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Villingen-Schwenningen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4751-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4751-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4751-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dietrich, Kathrin Juni 2000: Vergleich von traditionellen Messen mit Internet-Messen und deren Auswirkungen auf das Messekonzept eines mittelständischen Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet-Messe, Neue Medien, Virtuelle Messe, Online-Marketing, Messewirtschaft

Diplomarbeit von Kathrin Dietrich

Einleitung:

Die traditionelle Messe hat sich als integraler Teil des Marketing-Mix in vielen Unternehmen etabliert. Überregionale Messen gelten als Branchenforen für Produktmarketing, Kooperationsinitiativen, Know-How und Information mit weltweiter Ausstrahlung. Als Märkte auf Zeit bieten sie ein konzentriertes Angebot an Informationen und erfüllen eine Vielzahl von Funktionen für die Anbieter und die Nachfrager eines Marktes. Die hohen Besucher- und Ausstellerzahlen belegen die weitreichende Akzeptanz von Messen in der Praxis.

Gegenwärtig hält der Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien in den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft Einzug. Die revolutionäre Entwicklung der Technik vollzieht sich in rasanter Geschwindigkeit. Kein anderes Medium hat sich historisch so schnell verbreitet wie bisher das Internet. Diese Entwicklungen gehen auch am Messewesen nicht vorbei. Seit einigen Jahren bilden sich sogenannte Internet-Messen, auf die von jedem beliebigen Ort der Welt aus zu jedem Zeitpunkt zugegriffen werden kann. Erfährt die traditionelle Messe durch diese Form der Medieninteraktion mit ihren verschiedenen Vorteilen eine Konkurrenz oder vielmehr eine Unterstützung? Wie muss ein Aussteller traditioneller Messen auf diese Entwicklung reagieren, um sein Messekonzept zu optimieren? Mit dieser Thematik im Hintergrund beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.

Ziel dieser Arbeit ist zunächst aufzuzeigen, welche Möglichkeiten das Internet mit seinen Vor- und Nachteilen grundsätzlich bietet, um traditionelle Messefunktionen im Rahmen einer Internet-Messe zu verwirklichen und wo bisher Probleme in der Praxis liegen. Im zweiten Schritt wird durch eine Umfrage ermittelt, wie traditionelle Messebesucher die Chancen von Internet-Messen beurteilen. Aus den Ergebnissen wird abgeleitet, wie Kaba Benzing GmbH als kundenorientierter Aussteller das Messekonzept durch die Integration der Internet-Messe optimieren kann.

Die Kommunikationspartner traditioneller Messen sind Aussteller, Besucher und Messeveranstalter. In dieser Arbeit wird das Zusammenspiel von Aussteller und Besucher analysiert. Auf die Interaktion mit den Messeveranstaltern und deren Anliegen wird nicht eingegangen, wobei diese als Organisatoren der realen und virtuellen Veranstaltungen von der Thematik betroffen sind.

Regionalwirtschaftliche Auswirkungen beider Messeformen und die Stellung der traditionellen Messe im Marketing-Mix werden in die Untersuchung nicht miteinbezogen, da diese in bezug auf das Ziel der Arbeit von untergeordneter Bedeutung sind.

Die beschriebenen Messefunktionen und Probleme beschränken sich auf die wesentlichen. Die Beschreibung weiterer Aspekte erweist sich nicht als notwendig, um die Problematik des Themas zu verdeutlichen.

Die empirische Untersuchung beschränkt sich auf Fachbesucher von Kaba Benzing GmbH, die als Hersteller von elektronischen Terminals für Zeit- und Betriebsdatenerfassung überwiegend im Investitionsgüterbereich tätig ist. Aufgrund der hohen Anzahl unterschiedlicher Messen, die mit unterschiedlichen Zielen verbunden sind, erweist sich eine allgemeine Erhebung zum Thema Messen und Internet nicht als sinnvoll, um speziell für Kaba Benzing GmbH Optimierungsmaßnahmen abzuleiten.

Gang der Untersuchung:

Im Teil 2 werden zunächst die Grundlagen zur traditionellen Messe vermittelt. Dabei liegt das Augenmerk neben den Messefunktionen, die im Anhang näher erläutert werden, auf den wesentlichen Problemen dieses Marketinginstruments.

Der Teil 3 befasst sich mit den Grundlagen zur Internet-Messe. Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die kritische Aufzeigung von Möglichkeiten, wie sich traditionelle Messefunktionen innerhalb einer Internet-Messe erfüllen lassen und auf welche Dinge ein Aussteller zu achten hat. Anhand der Darstellung wird deutlich, mit welchen Problemen Internet-Messen im allgemeinen und im speziellen heute verbunden sind. Im Vergleich zu den negativen Aspekten traditioneller Messen werden positive Aspekte aufgeführt. Dieses Kapitel schließt mit einer Analyse und einer Beurteilung der bestehenden Internet-Messen ab.

Der Teil 4 enthält die Ergebnisse der schriftlichen Umfrage über die Akzeptanz und den Einfluss von Internet-Messen auf Messebesucher von Kaba Benzing ausgewertet nach Unternehmensgrößen.

Der Teil 5 beinhaltet Empfehlungen für das zukünftige Messekonzept von Kaba Benzing, die aus den Erkenntnissen des Kapitels 3 und den Ergebnissen der Umfrage abgeleitet werden. Ein Ausblick schließt die Arbeit ab.

Da sich die Literatursuche aufgrund der Neuartigkeit des Themas erwartungsgemäß schwierig herausstellte, erwies sich das Internet vor allem zur Erstellung des Kapitels 3 als hilfreiche Quelle.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Zielsetzung und Aufbau 1
2. Traditionelle Messen als Marketinginstrument 4
2.1 Definition 4
2.2 Typologisierung 5
2.3 Funktionen traditioneller Messen 6
2.4 Probleme traditioneller Messen 7
2.4.1 Geringe Disponibilität 7
2.4.2 Flächen- und Zeitproblem 8
2.4.3 Messekosten 9
2.4.4 Erfolgskontrolle 11
3. Internet-Messen als Marketinginstrument 13
3.1 Definition 13
3.2 Typologisierung 14
3.3 Funktionen von Internet-Messen 17
3.3.1 Kommunikationsfunktion als Ersatz für den persönlichen Kontakt 17
3.3.1.1 Zeitversetzte Kommunikation 17
3.3.1.2 Zeitgleiche Kommunikation 20
3.3.2 Informationsfunktion 22
3.3.3 Ereignisfunktion 24
3.3.4 Produktpräsentation 25
3.3.5 Verkaufspolitische Funktion 27
3.3.6 PR- und Imagepflege 28
3.3.7 Motivationsfunktion 30
3.3.8 Erschließung neuer Märkte 31
3.4 Positive Aspekte von Internet-Messen 33
3.4.1 Hohe Disponibilität 33
3.4.2 Uneingeschränkte Messefläche und Zeit 34
3.4.3 Online-Messekosten 35
3.4.4 Erfolgskontrolle 36
3.5 Bestehende Internet-Messen 38
4. Empirische Untersuchung 41
4.1 Firmenportrait 41
4.2 Ziel und Vorgehen 41
4.3 Unterstützung der realen Messe durch das Internet 43
4.4 Ersatz der realen Messe durch das Internet 45
5. Empfehlungen und Ausblick 50
Anhangverzeichnis 55
Literaturverzeichnis 70

Automatisiert erstellter Textauszug:

3.3.7 Motivationsfunktion Im Rahmen einer traditionellen Messe werden die Mitarbeiter der ausstellenden und besuchenden Unternehmen insofern motiviert, als sie die Möglichkeit haben, außerhalb ihrer alltäglichen Arbeitsumgebung Erfahrungen zu sammeln.69 Diese Funktion wird von einer Online-Messe nicht erfüllt. Insbesondere für den Außendienst des Ausstellers ergibt sich der Nachteil, dass die Messe nicht zum Training der kommunikativen Fähigkeiten genutzt werden kann. Folglich kann der Messebesucher nicht durch die persönliche Überzeugungskraft des Verkäufers dazu motiviert werden, einen Kaufabschluss zu tätigen. Eine Online-Messe besitzt trotz dieser Einwände eine Motivationsfunktion. Sofern der Online-Messeauftritt vom Aussteller selbst realisiert wird, können die Mitarbeiter der EDV-Abteilung aufgrund der technischen Umsetzung und die Mitarbeiter der Marketingabteilung aufgrund der Planung motiviert werden. Vergleichbar mit der Motivationsfunktion auf traditionellen Messen geschieht dies durch die Erreichung bestimmter Zielvorgaben einer Online-Messe. Angesichts der Neuartigkeit des Mediums sollte darauf geachtet werden, dass die Messeziele realisierbar sind und nicht zu hoch gesteckt werden. Alle anderen Mitarbeiter können durch das Internet-Engagement als Zeichen für Fortschritt und Innovationsfreudigkeit des eigenen Unternehmens motiviert werden. Die Besucher einer virtuellen Messe können durch den Selbstbedienungseffekt und einer benutzerfreundlichen, professionellen Lösung zum Online-Besuch, zur Kontaktaufnahme oder zum Kauf motiviert werden. Der Selbstbedienungseffekt ergibt sich aus der beliebigen und bequemen Auswahl des Zeitpunktes und des Ortes der Informationsnachfrage, sowie aus der beliebigen Kombination der Informationen. [...]

tung einer Datenbank, welche die Presseberichte mehrerer Jahre umfasst, ist ebenfalls denkbar. Um den speziellen Interessen der Journalisten gerecht zu werden, kann ein gesondertes Presseforum eingerichtet werden, das nur über ein Passwort zugänglich ist. Das Abhalten von Pressekonferenzen mit Teilnehmern aus der ganzen Welt ist in Form von Videokonferenzen möglich. Die Online-Messe könnte dazu genutzt werden, monatlich Fachvorträge abzuhalten, wobei die Besucher Themenvorschläge abgeben können. Die Vorträge könnten dann mit Hilfe von Audio- und Videopräsentationen entweder live von den Besuchern verfolgt oder durch eine Aufzeichnung im nachhinein betrachtet werden. Die Einladung von Politikern oder Medienstars zu einer Konferenz, deren Zutritt kontrollierbar ist und für die Eintrittskarten verkauft werden, ist als besonderes Ereignis durchführbar. Diskussionsgruppen können dazu genutzt werden, Kontakte zu der Öffentlichkeit aufrechtzuerhalten. Da die Diskussionsgruppen nach Themengebieten gegliedert sind, ergibt sich gleichzeitig eine Klassifizierung der Leser in verschiedene Marktsegmente. Das Unternehmen sollte zunächst Diskussionsgruppen gründen bzw. ausfindig machen, welche im Zusammenhang mit dem Unternehmen oder dessen Produkte stehen. Durch die Verfolgung der Nachrichten einer Gruppe sollte herausgefunden werden, ob es sich bei den Lesern um aktuelle oder potentielle Kunden handelt. Das Unternehmen muss dann versuchen, ein Gefühl für die besonderen Interessen der Gruppe zu entwickeln. Die eigentliche Öffentlichkeitsarbeit liegt darin, innerhalb der ausgewählten Diskussionsgruppen nach Fragen zu suchen, zu denen Antworten oder nützliche Informationen gegeben werden können. Auch wenn die Auskünfte nicht direkt etwas mit dem Unternehmen zu tun haben, kann es sinnvoll sein, den Teilnehmern weiterzuhelfen. Hierdurch kann zum einen die Bekanntheit des Unternehmens innerhalb der Zielgruppe erhöht werden, zum anderen kann ein positiver Eindruck erzeugt werden. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass Diskussionsgruppen nicht zur Verteilung von Pressemitteilungen genutzt werden sollten, da dies wiederum gegen die Regeln der Internet-Nutzung verstößt. [...]

nur stark eingeschränkt erfüllt werden. Als Hemmnisse für eine schnelle Ausweitung des Online-Handels gelten die Sorge um die Sicherheit von Transaktionen, zu geringe Netzkapazitäten, fehlendes Know-how bei Kunden und Anbietern sowie das Fehlen von rechtlichen Standards.66 Zudem fehlt es oft noch an logistischen Strukturen, da ein Vertragsabschluß zwar online, ungeachtet räumlicher Distanzen erfolgen kann, die Lieferung hingegen überwiegend offline erbracht werden muss. In diesem Zusammenhang muss auch über die bestehenden und zukünftigen Absatzkanäle sowie über eventuell entstehende Konflikte mit Händlern nachgedacht werden. In Zukunft wird sich der elektronische Handel zunehmend durchsetzen. Damit wird die Tätigung von Geschäftsabschlüssen auf Internet-Messen problemlos möglich werden. Im Investitionsgüterbereich, wo die Komplexität der Leistung und der Kaufentscheidung oft sehr hoch ist,67 wird ein Kaufabschluß voraussichtlich eine untergeordnete Rolle spielen, wie das auf realen Messen auch der Fall ist. Hinzu kommt, dass sich eine Internet-Messe für wichtige Investitionsentscheidungen aufgrund des fehlenden persönlichen Kontaktes weniger eignet. Zum Zweck der Verkaufserhaltung und Kontaktpflege können Online-Treffpunkte vereinbart und Diskussionsgruppen in Anspruch genommen werden. Hierzu zählt auch die Bereithaltung von aktuellen Informationen auf der Web-Seite und das Versenden von Newslettern. [...]

Arbeit zitieren:
Dietrich, Kathrin Juni 2000: Vergleich von traditionellen Messen mit Internet-Messen und deren Auswirkungen auf das Messekonzept eines mittelständischen Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet-Messe, Neue Medien, Virtuelle Messe, Online-Marketing, Messewirtschaft

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