Vergleich der Teilungsgenehmigung bisheriger Art mit der Novelle des Baugesetzbuches am Beispiel Berliner Gegebenheiten
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Aberle
- Abgabedatum: April 1999
- Umfang: 104 Seiten
- Dateigröße: 4,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4558-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4558-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4558-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Aberle, Matthias April 1999: Vergleich der Teilungsgenehmigung bisheriger Art mit der Novelle des Baugesetzbuches am Beispiel Berliner Gegebenheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Städtebaurecht, Baugestzbuch, BauGB, Berlin, Bauleitplanung
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Matthias Aberle
Einleitung:
Die ursprünglich (bis 1997) im Baugesetzbuch enthaltenen Vorschriften über die Teilungsgenehmigung hatten eine doppelte Funktion. Zum einen sollte mit dieser Kontrolle verhindert werden, dass durch Teilungen Grundstücksverhältnisse entstehen, die die Verwirklichung von Bebauungsplänen oder Nutzbarkeit von Grundstücken im Innenbereich erschweren oder sogar unmöglich machen würden (Sicherung der Bauleitplanung) oder die eine Nutzbarkeit bezwecken, die im Außenbereich im Hinblick auf vorrangige öffentliche Belange nicht zugelassen werden könnte. Zum anderen bewahrte sie den Erwerber davor, ein Grundstück zu erwerben, das nicht bebaubar ist. Aufgrund einer erteilten oder als erteilt geltenden Genehmigung trat eine Bindungswirkung für die bauaufsichtliche Entscheidung über eine binnen 3 Jahren beantragte Baugenehmigung ein. Diese Bindungswirkung diente nicht der öffentlichen Sicherungsfunktion des Bodenverkehrsrechtes sondern den privaten Interessen der Eigentümer und Erwerber. Mit dem In-Kraft-Treten des Gesetzes zur Änderung des Baugesetzbuches und zur Neuregelung des Rechts der Raumordnung vom 18. August 1997 ist die Teilungsgenehmigung bisheriger Art entfallen, da der Gesetzgeber eine Vereinfachung des Verfahrens beabsichtigt hatte. In der Praxis werden jedoch immer noch Vorteile in der Teilungsgenehmigung bisheriger Art gesehen.
Gang der Untersuchung:
Nach einer vorangestellten Einordnung des Teilungsrechts in das deutsche Rechtssystem wurde in der Diplomarbeit in zwei Kapiteln die geschichtliche Entwicklung des Baugesetzbuches als Teil des Städtebaurechts sowie das Teilungsrecht als Teil des Baugesetzbuches von den Ursprüngen bis heute kurz und anschaulich dargestellt. Den Schwerpunkt bildet dabei die Zeit seit der Einführung des Bundesbaugesetzes im Jahre 1960. Die Regelungen im Städtebaurecht im allgemeinen und der Teilungsgenehmigung im speziellen wie sie zunächst durch das Bundesbaugesetz (1960) gesehen wurde und wie sie nach den Gesetzesnovellierungen heute geregelt ist, werden beschrieben bzw. detailliert aufgeführt.
Um die einschneidenden Veränderungen bei der Teilungsgenehmigung mit dem entstandenen Kompromiss besser verstehen zu können, wurde das Zustandekommen der heutigen Regelung bei dem Novellierungsverfahren in einem eigenen Kapitel zeitlich und inhaltlich genau beschrieben. Die Veränderungen werden darin detailliert dargestellt. Die Konsequenzen auf die rechtlichen Voraussetzungen unter Beachtung der speziellen Berliner Situation (Stadtstaat) werden nachfolgend beleuchtet. Dabei wird vor allem auf den Punkt eingegangen, dass es in Berlin keine Satzungen gibt und wie dieses „Problem“ durch wen gelöst wird.
Nach dem mehr theoretischen Teil der häuslichen Prüfungsarbeit folgen zwei an den praktischen Gegebenheiten orientierte Kapitel. Es wurde eine empirische Recherche zum geänderten Teilungsrecht bei acht frei gewählten Berliner Stadtplanungsämtern, welche für die Teilungsgenehmigungen zuständig sind, durchgeführt. Ein umfangreicher Fragenkatalog wurde erstellt und zuständige Mitarbeiter hinsichtlich der eingetretenen Veränderungen sowie Auswirkungen nach der Gesetzesnovelle befragt. Dieses sehr umfangreiche Kapitel wird durch eine 1998 erstellte Analyse des Stadtplanungsamtes Hellersdorf, welche sehr aussagekräftig ist und eine Umfrage bei Interessengruppen und Verbänden abgerundet. Da jedoch nicht nur Stadtplanungsämter von der Rechtsänderung betroffen sind, wurden die Auswirkungen für weitere Ämter und Berufsgruppen aber auch die Grundstückserwerber und -eigentümer untersucht.
Zum Abschluss erfolgte aus den gesammelten Untersuchungsergebnissen eine Bewertung der einzelnen Absätze der Paragraphen des Teilungsrechts mit Verbesserungsvorschlägen für die Zukunft an die Adresse des Gesetzgebers und die betroffenen Bürger. Dabei wird auch auf die ursprünglich von dem Gesetzgeber beabsichtigte Deregulierung und Entbürokratisierung eingegangen. Insgesamt wird die Rechtsänderung des Teilungsrechts im Fazit als nicht gelungen beurteilt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Vorwort | IX | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Einordnung des Teilungsrechts in das Rechtssystem | 3 |
| 2.1 | Die Unterscheidung zwischen dem öffentlichen und dem privaten Recht | 3 |
| 2.1.1 | Das Privatrecht | 3 |
| 2.1.2 | Das öffentliche Recht | 4 |
| 2.2 | Die Vorschriftenhierarchie im öffentlichen Recht | 4 |
| 2.3 | Verteilung der Gesetzgebungskompetenz | 5 |
| 2.4 | Das öffentliche Baurecht | 6 |
| 2.4.1 | Bauordnungsrecht | 7 |
| 2.4.2 | Bauplanungsrecht (Städtebaurecht) | 8 |
| 3. | Das Baugesetzbuch als Teil des Städtebaurechts | 9 |
| 3.1 | Geschichtliche Grundlagen im Städtebaurecht | 9 |
| 3.2 | Entstehung des Bundesbaugesetzes (BBauG) | 10 |
| 3.3 | Die Entwicklung vom Bundesbaugesetz zum Baugesetzbuch | 11 |
| 3.4 | Das Baugesetzbuch (BauGB) heute | 13 |
| 4. | Das Teilungsrecht als Teil des Baugesetzbuches | 16 |
| 4.1 | Der Begriff Teilung | 16 |
| 4.2 | Zweck einer Teilungsgenehmigung | 17 |
| 4.3 | Inhaltsschwerpunkte (bisher) | 18 |
| 4.4 | Entstehungsgeschichte des Teilungsrechts | 18 |
| 4.4.1 | Ursprung und Entwicklung vor dem Bundesbaugesetz | 18 |
| 4.4.2 | Bundeseinheitliches Teilungsrecht seit 1960 - Gesamtüberblick | 20 |
| 4.4.3 | Veränderungen seit der bundeseinheitlichen Regelung 1960 | 21 |
| 5. | Die BauGB-Novelle von 1997 | 23 |
| 5.1 | Darstellung des Gesetzgebungsverfahrens | 25 |
| 5.1.1 | Vorbereitung durch die Bundesregierung | 25 |
| 5.1.2 | Unterrichtung durch die Bundesregierung im Vorfeld | 25 |
| 5.1.3 | Gesetzentwurf der Bundesregierung | 26 |
| 5.1.4 | Antrag der Abgeordneten Helmut Wilhelms, Franziska Eichstädt-Bohling und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN | 27 |
| 5.1.5 | Beschlußempfehlung des Ausschusses für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau und zugehöriger Bericht | 27 |
| 5.1.5.1 | Forschung und Planspiel | 28 |
| 5.1.5.2 | Öffentliche Anhörung | 29 |
| 5.1.5.3 | Argumentation im Ausschuß | 29 |
| 5.1.5.4 | Zusammenfassung | 30 |
| 5.1.6 | Gesetzesbeschluß des Deutschen Bundestages | 31 |
| 5.1.7 | Empfehlung weiterer Ausschüsse an den Bundesrat | 31 |
| 5.1.8 | Anrufung des Vermittlungsausschusses durch den Bundesrat | 31 |
| 5.1.9 | Beschlußempfehlung des Vermittlungsausschusses | 32 |
| 5.1.10 | Endgültiger Gesetzesbeschluß | 33 |
| 5.1.11 | Veröffentlichung, Gültigkeit | 33 |
| 5.1.12 | Ergebnis | 33 |
| 5.2 | Vergleich der Gesetzestexte - Darstellung der Änderungen | 34 |
| 5.2.1 | § 19 Abs. 1 (Geltungsbereich der Teilungsgenehmigung) | 34 |
| 5.2.2 | § 19 Abs. 2 (Der Begriff Teilung) | 34 |
| 5.2.3 | § 19 Abs. 3 (Genehmigungsverfahren) | 34 |
| 5.2.4 | § 19 Abs. 4 (Ausnahmen der Genehmigungspflicht) | 34 |
| 5.2.5 | § 19 Abs. 5 (Regelungskompetenz der Länder) | 35 |
| 5.2.6 | § 20 Abs. 1 (Versagungsgründe) | 35 |
| 5.2.7 | § 20 Abs. 2 (Grundbucheintragung) | 35 |
| 5.2.8 | § 20 Abs. 3 und 4 (Grundbuchsperre) | 35 |
| 5.2.9 | § 21 (Inhalt der Genehmigung/Bindungswirkung) | 36 |
| 6. | Konsequenzen auf die rechtlichen Voraussetzungen in Berlin | 37 |
| 7. | Empirische Recherche zum geänderten Teilungsrecht | 41 |
| 7.1 | Umfrage bei den Stadtplanungsämtern der Berliner Bezirke | 41 |
| 7.1.1 | Analyse vom Stadtplanungsamt Hellersdorf (1998) | 50 |
| 7.1.2 | Abschließende Bewertung | 52 |
| 7.1.3 | Anmerkungen des Autors zur Bürgerfreundlichkeit | 52 |
| 7.2 | Umfrage bei Interessengruppen und Verbänden | 53 |
| 7.2.1 | Zusammenfassung | 56 |
| 8. | Analyse der Konsequenzen und deren Bewertung | 57 |
| 8.1 | Aus stadtplanerischer Sicht | 57 |
| 8.2 | Bauaufsichtsamt | 59 |
| 8.2.1 | Geplante Bebauung | 59 |
| 8.2.2 | Vorhandene Bebauung | 59 |
| 8.3 | Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure | 62 |
| 8.4 | Architekten, Rechtsanwälte und Notare | 64 |
| 8.5 | Grundbuchamt | 65 |
| 8.6 | Grundstückserwerber und -eigentümer | 66 |
| 8.7 | Sonstige | 67 |
| 8.8 | Gesamtüberblick | 68 |
| 9. | Bewertung der Novelle nach Gesetzesabschnitten | 69 |
| 9.1 | § 19 Abs. 1 (Geltungsbereich der Teilungsgenehmigung) | 69 |
| 9.2 | § 19 Abs. 3 (Genehmigungsverfahren) | 70 |
| 9.3 | § 19 Abs. 5 (Regelungskompetenz der Länder) | 70 |
| 9.4 | § 20 Abs. 1 und 2 (Versagungsgründe u. Grundbucheintragung) | 71 |
| 9.5 | § 20 Abs. 3 und 4 (Grundbuchsperre) | 72 |
| 9.6 | § 21 (Inhalt der Genehmigung/Bindungswirkung) | 72 |
| 10. | Fazit | 74 |
| Anhang | 76 | |
| Anlage 1: Gegenüberstellung der Gesetzestexte | 77 | |
| Anlage 2: BVV-Drucksache Nr. 938 Anlage 2 (Stadtplanungsamt Reinickendorf) | 82 | |
| Literaturverzeichnis | 86 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 89 | |
| Autorenprofil | 91 |
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832445584
Arbeit zitieren:
Aberle, Matthias April 1999: Vergleich der Teilungsgenehmigung bisheriger Art mit der Novelle des Baugesetzbuches am Beispiel Berliner Gegebenheiten, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Städtebaurecht, Baugestzbuch, BauGB, Berlin, Bauleitplanung



