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Vergleich von Kennzahlen der Bilanzanalyse der vier führenden deutschen Automobilhersteller

Vergleich von Kennzahlen der Bilanzanalyse der vier führenden deutschen Automobilhersteller
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiko Fritz
  • Abgabedatum: August 1998
  • Umfang: 192 Seiten
  • Dateigröße: 10,9 MB
  • Note: 1,6
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Stralsund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2767-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2767-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2767-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fritz, Heiko August 1998: Vergleich von Kennzahlen der Bilanzanalyse der vier führenden deutschen Automobilhersteller, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Controlling, Betriebsvergleich, Betriebswirtschaft, Kennzahlen, Bilanzanalyse

Diplomarbeit von Heiko Fritz

Einleitung:

Deutschland verfügt wie kein anderes Land über ein enormes bilanzpolitisches Gestaltungspotential, so dass völlig verschieden gestaltete Abschlüsse ein und desselben Unternehmens nach dem Gesetz als wahr zu bezeichnen wären.

Die Bilanzen nach gesetzlichen Vorschriften können in Deutschland auch dann als wahr bezeichnet werden, wenn:

1. steuerliche Verzerrungen ein völlig falsches Unternehmensbild zeichnen.

2. aufgrund erheblicher Wahlrechte gleiche Sachverhalte völlig verschieden abgebildet werden können.

3. das Stetigkeitsgebot nicht streng interpretiert und nahezu beliebig unbegründete Bewertungswechsel vorgenommen werden können.

4. Krisensituationen leicht kaschiert werden können und Schieflagen erst dann erkannt werden, wenn das Unternehmen bereits Konkurs anmelden mußte.

5. zahlreiche Möglichkeiten zur Bildung und Auflösung stiller Reserven bestehen.

Die zur Zeit oft propagierte Offenheit (Schlagwort „Shareholder Value“) bleibt somit ein leeres Versprechen, wenn man sich auf die Quantität der Informationen beschränkt und gerade beim Jahresabschluss als wichtigster Komponente der Unternehmensinformation Halt macht.

Dieses enorme bilanzpolitische Gestaltungspotential wird auch in dem von Blüthmann verfassten Artikel zum Thema „Konzerne verstecken gern einen Teil ihrer Gewinne“ deutlich. Hier zeigt er auf, dass die Finanzartisten von Daimler-Benz 1989 sagenhafte 6,8 Milliarden Mark nach Steuern ausweisen konnten. Das ist mehr als VW, Siemens, Veba und BASF, welche die Ränge 2-5 belegten, zusammen auswiesen.

Dabei stammte der riesenhafte Profit nicht aus besonders gut gehenden Geschäften. Diese liefen sogar eher schlechter. Der große Jahresüberschuss ist auf dem Schreibtisch des Finanzvorstandes produziert worden. Es wurden kurzerhand 6,5 Milliarden Mark stiller Reserven offengelegt.

Das zeigt, dass die Jahresabschlüsse vor 1989, zumindest in Höhe der aufgelösten stillen Reserven, irreführend und damit falsch waren. Daimler-Benz hatte Gewinne von mindestens 4,9 Milliarden Mark in überhöhten Pensionsrückstellungen und wenigstens 1,3 Milliarden Mark in zu gering bewerteten Vorräten verschwinden lassen.

Der Vorteil solcher Methoden ist, dass mit Hilfe stiller Reserven manche Ertragstäler elegant geebnet werden können, ohne dass Aktionäre und Öffentlichkeit davon erfahren.

Ziel dieser Ausarbeitung ist es, die viel gelobte Branche der deutschen Automobil-industrie statisch und dynamisch anhand der Jahresabschlüsse 1996 und 1997 von 4 Unternehmen im Hinblick auf die Vermögenslage, Kapitalstruktur, Liquidität, Rentabilität, Cash-Flow usw. zu betrachten und mit Hilfe von Kennzahlen untereinander und mit dem Branchendurchschnitt zu vergleichen.

Ich möchte aufzeigen, wie es um diese Branche in Zeiten steigender Konkurse und auch steigender Insolvenzen bestellt ist. Stützen möchte ich mich dabei auf Kennzahlen und Kennzahlensysteme aus Bilanz, GuV, Cash-Flow und Wertschöpfung, da gerade die Kapitalstruktur und Investitionspolitik als Hauptursachen von Insolvenzen genannt werden.

Als hauptsächliche Insolvenzgründe werden Forderungsausfälle (78,4 %), Zahlungsschwierigkeiten für Kredite (55,2 %) und zu hohe Lohn- und Lohnnebenkosten (44,1 bzw. 48,5 %) genannt. Deshalb erscheint mir eine Untersuchung anhand von Kennzahlen als sinnvoll, da sich diese unter anderem auf diese Insolvenzgründe beziehen.

Eine exakte Darstellung der wahren Unternehmensverhältnisse wird mir als externen Betrachter aufgrund fehlender Einsicht in betriebsinterne Verhältnisse (z.B. in stille Reserven) nicht möglich sein.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ich leider bis kurz vor Abschluss meiner Arbeit nicht die Jahresabschlüsse 1996 und 1997 des Daimler-Benz-Konzerns, als stärksten deutschen Automobilhersteller, bekommen habe.

Deshalb habe ich als Kompromiss und in Absprache mit Prof. Dr. Haas auf die Ford-Werke AG zurückgegriffen, da es für mich interessant ist, wie eine Aktiengesellschaft im Vergleich zu den Konzernen abschneidet, gerade im Hinblick auf die oft gravierenden Bilanzierungsunterschiede zwischen Konzernabschlüssen und den Jahresabschlüssen einer Aktiengesellschaft.

Ich stütze mich bei meiner Arbeit teilweise auf Jahresabschlüsse aus dem Internet, so bei VW 1996 und 1997, bei BMW 1996 und bei Ford 1996. Deshalb möchte ich für die Richtigkeit des Zahlenmaterials dieser Abschlüsse nicht garantieren. Die restlichen Jahresabschlüsse lagen mir im Original vor.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 13
1. Problemstellung und Zielsetzung der Diplomarbeit 14
1.1 Problemstellung 14
1.2 Ziel der Arbeit 15
1.3 Quellen des Zahlenmaterials 16
2. Einleitung zur Bilanzanalyse 17
2.1 Begriff der Bilanzanalyse 17
2.2 Wesen und Bedeutung der Bilanzanalyse 17
2.3 Vorgehensweise der Bilanzanalyse 17
2.4 Instrumente der Bilanzanalyse 18
2.5 Grenzen der Bilanzanalyse 18
3. Erläuterungen der Aufbereitungen der Bilanzen, der GuV's, der Berechnungen der Cash-Flows und der Wertschöpfungen 19
3.1 Ford-Werke AG 19
3.1.1 Erläuterung der Aufbereitung der Bilanz 19
3.1.1.1 Bereinigung und Umstrukturierung der Aktiva 19
3.1.1.1.1 Anlagevermögen 19
3.1.1.1.1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände 19
3.1.1.1.1.2 Sach- und Finanzanlagen 20
3.1.1.1.2 Umlaufvermögen 20
3.1.1.1.2.1 Vorräte 20
3.1.1.1.2.2 Liquides Umlaufvermögen 20
3.1.1.1.2.3 Übriges Umlaufvermögen 21
3.1.1.2 Bereinigung und Umstrukturierung der Passiva 21
3.1.1.2.1 Wirtschaftliches Eigenkapital 21
3.1.1.2.1.1 Eigenkapital 21
3.1.2 Erläuterung der Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung 24
3.1.3 Erläuterungen zur Ermittlung des Cash-Flow 28
3.1.4 Erläuterung zur Ermittlung der Wertschöpfung 31
3.2 Volkswagen AG - Konzern 35
3.2.1 Erläuterung der Aufbereitung der Bilanz 35
3.2.1.2 Bereinigung und Umstrukturierung der Passiva 37
3.2.1.2.1 Wirtschaftliches Eigenkapital 37
3.2.1.2.1.1 Eigenkapital 37
3.2.1.2.1.2 Eigenkapitalähnliche Mittel 39
3.2.1.2.2 Fremdkapital 40
3.2.1.2.2.1 Langfristiges Fremdkapital 40
3.2.1.2.2.2 Mittelfristiges Fremdkapital 40
3.2.1.2.2.3 Kurzfristiges Fremdkapital 40
3.2.1.2.2.3.2 Steuerrückstellungen 40
3.2.1.2.2.3.3 Sonstige Rückstellungen 40
3.2.2 Erläuterung der Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung 41
3.2.3 Erläuterungen zur Ermittlung des Cash-Flow 43
3.2.4 Erläuterung zur Ermittlung der Wertschöpfung 45
3.3 Audi-Konzern 48
3.3.1 Erläuterung der Aufbereitung der Bilanz 48
3.3.1.1 Bereinigung und Umstrukturierung der Aktiva 48
3.3.1.1.1 Anlagevermögen 48
3.3.1.1.2 Umlaufvermögen 48
3.3.1.1.2.1 Vorräte 48
3.3.1.1.2.2 Liquides Umlaufvermögen 48
3.3.1.1.2.3 Übriges Umlaufvermögen 49
3.3.1.2 Bereinigung und Umstrukturierung der Passiva 49
3.3.1.2.1 Wirtschaftliches Eigenkapital 49
3.3.1.2.1.1 Eigenkapital 49
3.3.1.2.1.2 Eigenkapitalähnliche Mittel 50
3.3.1.2.2 Fremdkapital 50
3.3.1.2.2.1 Langfristiges Fremdkapital 50
3.3.1.2.2.2 Mittelfristiges Fremdkapital 51
3.3.1.2.2.3 Kurzfristiges Fremdkapital 51
3.3.2 Erläuterung der Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung 52
3.3.3 Erläuterungen zur Ermittlung des Cash-Flow 55
3.3.4 Erläuterung zur Ermittlung der Wertschöpfung 56
3.4 BMW-Konzern 59
3.4.1 Erläuterung der Aufbereitung der Bilanz 59
3.4.1.1 Bereinigung und Umstrukturierung der Aktiva 59
3.4.1.1.1 Anlagevermögen 59
3.4.1.1.2 Umlaufvermögen 59
3.4.1.2 Bereinigung und Umstrukturierung der Passiva 61
3.4.1.2.1 Wirtschaftliches Eigenkapital 61
3.4.1.2.1.1 Eigenkapital 61
3.4.1.2.1.2 Eigenkapitalähnliche Mittel 62
3.4.1.2.2.2 Mittelfristiges Fremdkapital 63
3.4.1.2.2.3 Kurzfristiges Fremdkapital 64
3.4.2 Erläuterung der Aufbereitung der Gewinn- und Verlustrechnung 65
3.4.3 Erläuterungen zur Ermittlung des Cash-Flow 68
3.4.4 Erläuterung zur Ermittlung der Wertschöpfung 71
4. Kennzahlenbewertung 73
4.1 Strukturanalyse 73
4.1.1 Analyse der Vermögensstruktur 73
4.1.1.1 Vermögensänderung 73
4.1.1.2 Vorratsintensität 74
4.1.1.3 Immobilisierungsverhältnis 76
4.1.1.4 Intensität des AV / Intensität des UV 77
4.1.2 Analyse der Kapitalstruktur 81
4.1.2.1 Eigenkapitalquote/Fremdkapitalquote 81
4.1.2.2 Verschuldungskoeffizient 84
4.1.2.3 Rücklagenquote 86
4.1.2.4 Fristenrelation des Kapitals 87
4.1.3 Analyse der Finanzstruktur 90
4.1.3.1 Liquidität 1. Grades 90
4.1.3.2 Liquidität 2. Grades 91
4.1.3.3 Liquidität 3. Grades 93
4.1.3.4 Working capital 95
4.1.3.5 Anlagendeckung 97
4.2 Erfolgsanalyse 99
4.2.1 Allgemeines 99
4.2.2 Kennzahlen des Umsatzerfolges 100
4.2.2.1 Umsatzwachstum 100
4.2.2.2 Umsatzgewinnrate 101
4.2.2.3 Intensitätskennzahlen 103
4.2.2.3.1 Materialintensität 103
4.2.2.3.2 Personalintensität 105
4.2.2.3.3 Abschreibungsintensität 106
4.2.3 Kennzahlen der Ertragskraft und Rentabilität 108
4.2.3.1 Pro-Kopf-Umsatz 108
4.2.3.2 Anteil des Betriebsergebnisses, des Finanzergebnisses und des Außerord. Ergebnisses 109
4.2.3.3 Eigenkapitalrentabilität 112
4.2.3.4 Gesamtkapitalrentabilität 114
4.2.3.5 Betriebsrentabilität 115
4.2.3.6 Kapitalumschlag 116
4.2.3.7 Leverage-Faktor 118
4.3 Cash-Flow-Analyse 119
4.3.1 Cash-Flow als Kennzahl 119
4.3.2 Cash-Flow-Relationen 119
4.3.2.1 Cash-Flow-Änderung 119
4.3.2.2 Dynamischer Verschuldungsgrad 120
4.3.2.3 Cash-Flow-Umsatz-Rate 123
4.3.2.4 Innenfinanzierungsfähigkeit von Investitionen 124
4.3.2.5 Cash-Flow-EK-Rendite und -GK-Rendite 126
4.4 Wertschöpfungsanalyse 128
4.4.1 Wertschöpfungsquote 128
4.4.2 Arbeitsproduktivität 130
4.4.3 Kapitalproduktivität 131
4.4.4 Personalkostenproduktivität 132
4.5 Kennzahlensysteme 133
4.5.1 Return on Investment 134
4.5.2 Z-Faktor 136
5. Branchenkennzahlen und Kennzahlenübersicht 139
5.1 Ermittlung der Branchendurchschnitts-Kennzahlen 139
5.2 Kennzahlenübersicht und Vergleich 141
6. Schlußbetrachtung 143
7. Anhang 147
7.1 Tabellen der Ford-Werke AG 148
7.2 Tabellen des VW-Konzerns 157
7.3 Tabellen des Audi-Konzerns 166
7.4 Tabellen des BMW-Konzerns 175
Literaturverzeichnis 184
Abkürzungsverzeichnis 187
Erklärung 188

Arbeit zitieren:
Fritz, Heiko August 1998: Vergleich von Kennzahlen der Bilanzanalyse der vier führenden deutschen Automobilhersteller, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Controlling, Betriebsvergleich, Betriebswirtschaft, Kennzahlen, Bilanzanalyse

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