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Verfahren zur Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung kapitalmarktorientierter Ansätze

Verfahren zur Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung kapitalmarktorientierter Ansätze
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kai Korschelt
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 837,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6040-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6040-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6040-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Korschelt, Kai Juli 2002: Verfahren zur Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung kapitalmarktorientierter Ansätze, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Discounted Cash Flow, Economic Value Added, Enterprise Value, Multiples, Substanzwert

Diplomarbeit von Kai Korschelt

Einleitung:

Die Bedeutung der Unternehmensbewertung ist im letzten Jahrzehnt stetig gestiegen. Die Notwendigkeit zur Bewertung von Unternehmen besteht im Einklang mit dem dynamischen Zuwachs an Unternehmenstransaktionen und der Bedeutung der Kapitalmärkte. In beiden Fällen stellt die Unternehmensbewertung ein entscheidendes Hilfsmittel für Investitionsentscheidungen dar. In der heutigen Informationsgesellschaft werden uninformierte Investitionsentscheidungen nicht mehr getroffen. Da Bewertungsverfahren in der Preisfindung von Investitionen eine kritische Rolle zukommt, ist das stark gestiegene Interesse an ihnen die logische Folge.

Im Verlauf dieser Arbeit wurden die unterschiedlichen Strukturen der heute dominierenden Verfahren untersucht und praxisorientierte Gesichtspunkte, die im Bewertungsprozeß zu beachten sind, genannt. In diesem Zusammenhang werden die Strukturen der gängigen Verfahren zur Unternehmensbewertung untersucht. Dabei rücken die Methoden in den Fokus, welche die kapitalmarktorientierte Bewertung dominieren und in der Praxis von Kapitalmarktteilnehmern und Investoren angewandt werden. In diesem Kontext wird die kapitalmarktorientierte Eignung der Methoden analysiert. Dabei wird v.a. auf die Anwendbarkeit und Verwertbarkeit durch unternehmensexterne Analysten eingegangen. Zusätzlich werden pragmatische Leitlinien für die anwendungsorientierte Umsetzung der einzelnen Verfahren ergänzt. Dem Leser soll somit komprimiert, verständlich und kritisch nahe gebracht werden, welche Unternehmensbewertungsverfahren in der Praxis geeignet sind, um internationalen und marktorientierten Bewertungssituationen Rechnung zu tragen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhaltsverzeichnis
1. Grundlagen 1
1.1 Einleitung und Ziel der Arbeit 1
1.2 Einführung in die Kapitalmärkte 1
1.3 Einführende Überlegungen zum Unternehmenswert 4
1.4 Gang der Arbeit 5
2. Absolute Bewertungsverfahren 8
2.1 Einführung 8
2.2 Substanzwert 9
2.2.1 Theoretische Basis 9
2.2.1.1 Allgemeine Konzeption 9
2.2.1.2 Liquidationswertansatz 12
2.2.1.3 Reproduktionswertansatz 13
2.2.1.4 Buchwertansatz 15
2.2.1.5 Angepaßte Buchwerte 17
2.2.2 Kapitalmarktorientierte Eignung 19
2.2.2.1 Allgemeine Beurteilung 19
2.2.2.2 Sektor- und unternehmensspezifische Eignung 21
2.2.2.3 Fallstudie Tyco International 23
2.3 Discounted Cash Flow 24
2.3.1 Theoretische Basis 24
2.3.2 Variablen des Discounted Cash Flow-Verfahrens 27
2.3.2.1 Definition und Ermittlung des Free Cash Flow 27
2.3.2.2 Ermittlung der Kapitalkosten 30
2.3.2.2.1 Bedeutung der Kapitalkosten 30
2.3.2.2.2 Eigenkapitalkosten 31
2.3.2.2.3 Fremdkapitalkosten 34
2.3.2.2.4 Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten 38
2.3.2.3 Prognosehorizont und ewiger Unternehmenswert 40
2.3.3 Vorgehensweise bei der Ermittlung der Discounted Cash Flows 44
2.3.3.1 Equity-Ansatz 44
2.3.3.2 Entity-Ansatz 46
2.3.3.3 Adjusted Present Value-Ansatz 47
2.3.4 Kapitalmarktorientierte Eignung 50
2.3.4.1 Allgemeine Beurteilung 50
2.3.4.2 Sektor- und unternehmensspezifische Eignung 53
2.3.4.3 Fallstudie Techem AG 55
2.4 Economic Value Added 58
2.4.1 Theoretische Basis 58
2.4.2 Variablen des Economic Value Added-Verfahrens 60
2.4.2.1 Net Operating Profit After Taxes 60
2.4.2.2 Invested Capital 61
2.4.2.3 Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten 63
2.4.3 Vorgehensweise bei der Ermittlung des Economic Value Added 64
2.4.4 Kapitalmarktorientierte Eignung 66
2.4.4.1 Allgemeine Beurteilung 66
2.4.4.2 Sektor- und unternehmensspezifische Eignung 68
2.4.3.3 Fallstudie Loewe AG 69
3. Relative Bewertungsverfahren 71
3.1 Einführung in die marktwertbasierte Multiplikatorbewertung 71
3.2 Price/Earnings-Verhältnis 73
3.2.1 Theoretische Basis und Vorgehensweise 73
3.2.2 Kapitalmarktorientierte Eignung 75
3.3 Price/Earnings to Growth-Verhältnis 76
3.3.1 Theoretische Basis und Vorgehensweise 76
3.3.2 Kapitalmarktorientierte Eignung 79
3.4 Price/Cash Flow-Verhältnis 81
3.4.1 Theoretische Basis und Vorgehensweise 81
3.4.2 Kapitalmarktorientierte Eignung 83
3.5 Price/Book Value-Verhältnis 84
3.5.1 Theoretische Basis und Vorgehensweise 84
3.5.2 Kapitalmarktorientierte Eignung 86
3.6 Enterprise Value-Konzept 87
3.6.1 Theoretische Basis 87
3.6.2 Enterprise Value/Sales-Verhältnis 89
3.6.3 Kapitalmarktorientierte Eignung 90
3.6.4 Enterprise Value/EBITDA-Verhältnis 91
3.6.5 Kapitalmarktorientierte Eignung 92
3.6.6 Enterprise Value/EBIT-Verhältnis 94
3.6.7 Kapitalmarktorientierte Eignung 95
3.7 Fallstudie Gildemeister AG und Techem AG 96
4. Zusammenfassung und Ausblick 98
VI. Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der Entity-Ansatz errechnet den Wert der zukünftig erwarteten Cash Flows für alle Kapitalgeber. Ausgangspunkt dafür ist der FCF. Dieser allen Kapitalgebern zustehende Cash Flow94 wird für den Planungshorizont mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten diskontiert. Dazu wird der ewige Unternehmenswert addiert, der sich für die Zeit nach dem Prognosehorizont ergibt. Die Summe entspricht dem Gesamtwert des Unternehmens unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kapitalstruktur. Dieser Gesamtwert enthält sowohl den Wert des Eigen- als auch des Fremdkapitals. Um den für die Kapitalmärkte relevanten Wert des Eigenkapitals zu bestimmen, werden vom Gesamtwert alle dem Eigenkapital übergeordneten Kapitalposten anhand der ihnen zugrunde liegenden Marktwerte abgezogen.95 Als Residualgröße aus dieser Rechenfolge ergibt sich der [...]

Der Equity-Ansatz kommt durch die Ermittlung der den Eigentümern theoretisch zustehenden Überschüsse dem Ertragswertverfahren konzeptionell am nächsten.91 Ein großer Unterschied zwischen beiden Verfahren ist jedoch die schon vorher erwähnte Vollausschüttungsfiktion des Equity-Ansatzes. Diese berücksichtigt das gesamte Ausschüttungspotential für die Eigner.92 Das Ertragswertverfahren bemißt dagegen nur die tatsächlich zu erwartenden Ausschüttungen an die Eigentümer. Eine weitere entscheidende Ungleichheit der beiden Verfahren ist zudem die Natur der Renditeforderungen der Eigentümer. Die Eigenkapitalkosten, welche zur Diskontierung des FTE genutzt werden, werden für den Equity-Ansatz anhand des kapitalmarktbasierten CAPM-Modells ermittelt. Das Ertragswertverfahren berücksichtigt hingegen subjektive, individuelle Renditeforderungen potentieller Investoren. Der marktbasierte Ansatz zur Bewertung unsicherer, mehrperiodiger Überschüsse ist jedoch deutlich vielversprechender als die bloße Anwendung entscheidungstheoretischer Prinzipien.93 Die Kapitalmärkte spielen heute im „Kampf um Kapital“ eine zentrale Rolle. Jede Investition muß dem Vergleich mit einer risikoäquivalenten Investition am Kapitalmarkt standhalten. Daher sollten kapitalmarktbasierte Renditeforderungen der Ausgangspunkt jeder Unternehmensbewertung sein. Das DCF-Verfahren nach dem Equity-Ansatz ist demnach dem Ertragswertverfahren vorzuziehen. [...]

diese müssen in die Generierung der geschätzten langfristigen Wachstumsrate mit einfließen. Weiterhin ist die ausdrückliche Berücksichtigung der im nominalen BIP beinhalteten Inflation wichtig. Inflationäre Tendenzen werden mittelfristig i.d.R. sowohl von den Zulieferern an das Unternehmen als auch vom Unternehmen an die Kunden weitergegeben. Die Berechnung des ewigen Unternehmenswerts unterstellt ewig konstante FCF-Margen. Die Margen können nur konstant bleiben, wenn inflationäre Tendenzen sowohl auf der Kosten- als auch auf der Ertragsseite in gleichem Maße berücksichtigt werden. Dies wird bei der Berechnung des ewigen Unternehmenswertes implizit unterstellt. Die inflationsbedingten Umsatz- und Kostensteigerungen werden durch das Einbeziehen der Wachstumsrate des nominalen BIP’s berücksichtigt. In der Praxis wird die nominale langfristige Wachstumsrate eines Unternehmens meist Werte zwischen 3% – 5 % annehmen. Obwohl diese Zahlen nicht empirisch bewiesen sind, wird dieser Korridor für das „durchschnittliche“, mit der Volkswirtschaft wachsende Unternehmen unter pragmatischen Gesichtspunkten angenommen. Zusammenfassend ist festzustellen, daß beide Phasen des DCF-Verfahrens sehr genau prognostiziert werden müssen. Da der Restwert in der Praxis oft den größten Anteil am Unternehmenswert hat, kommt der korrekten Ermittlung der hierbei getroffenen Annahmen die größte Bedeutung zu. Dabei ist neben den WACC die langfristige Wachstumsrate ein Schlüsselparameter, für deren Bestimmung höchste Akkuratheit notwendig ist. Nachdem die Variablen des DCF-Verfahrens analysiert wurden, soll im nächsten Abschnitt der Arbeit die Vorgehensweise der einzelnen Methoden erläutert werden. Ebenso soll aufgezeigt werden, inwieweit die beschriebenen Variablen in die Ermittlung des Unternehmenswertes einfließen. [...]

Arbeit zitieren:
Korschelt, Kai Juli 2002: Verfahren zur Unternehmensbewertung unter besonderer Berücksichtigung kapitalmarktorientierter Ansätze, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Discounted Cash Flow, Economic Value Added, Enterprise Value, Multiples, Substanzwert

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